Beiträge von Hammock Fairy

    Ein zugeschnittenes und von dir beschädigtes Stück Stoff zurück geben? Selbst wenn ExTex so kulant sein sollte - lohnt sich das?? Warum probierst du es nicht einfach mal aus? Ich hatte vor 3 Jahren mal 230cm Tyvek hardstructure 1057D, 54g/qm von ExTex bestellt, dann aber doch die Tyvek Unterlage von Tarptent benutzt - und ich würde dem 54g/qm Tyvek vertrauen. Die Qualität macht auf mich einen vergleichbaren Eindruck, und die Tarptent Unterlage hat nach Jahren des Gebrauchs keine Löcher oder Risse.

    Leider habe ich nur die inversen Modelle und keine Standardmodelle.

    Deswegen schrieb ich ja, dass du sie einfach umstülpen sollst.

    Ich habe eine Chameleon Double Layer (Hexon 1.6 außen, Hexon 1.0 innen) da und habe eure Theorie kurz getestet. Zuerst so wie sie geliefert wurde. Dann habe ich die End Caps umgestülpt und die Continuous Loops durch die Öffnung gezogen und den Body auf links gedreht.

    Liegekomfort: Ich kann keinen Unterschied fühlen.

    Anpressdruck der unteren Lage: In beiden Fällen deutlich stärker als beim Wooki. Was immer man zwischen die Lagen legt, wird gequetscht. Für die Isomatte ist der Druck unerheblich; eine Daunendecke wird platt wie eine Flunder. Wundert mich auch nicht, weil beide Lagen exakt gleich lang sind. Bei der Ridgerunner ist die äußere Lage aus diesem Grund etwas länger geschnitten.

    Für mich macht es weiterhin deutlich mehr Sinn, die robustere Lage außen zu haben. Trotz aller Vorsicht hatte ich gelegentlich mit Vegetation Kontakt, und in zwei Underquilts hat mir eine Rosenranke Löcher gerissen. Die innere Lage habe ich mir dagegen noch nie beschädigt - und ich schlafe weder im Plüschpyjama noch nackig in der Hängematte. Dafür haben meine Schlafsäcke alle Reissverschlüsse auf denen ich liege. Das dürfte mehr Belastung sein als eine Cordura-Hose. Meine 5,5 Jahre alte 1.1oz Double Layer (30D) Blackbird hat innen keine Schäden. Außen hat es an den Knubbeln Fäden gezogen, weil am alten Travel Sock Klettbandöffnungen waren. An diese Erfahrungen halte ich mich.

    Aber es würde mich interessieren, wenn Freihaenger den gleichen Test macht und darüber berichtet. Auch ein Langzeitbericht wäre nett. Für den nächsten Fragesteller ;)

    Ich hänge meinen Rucksack am liebsten ans Fußende der Hängematte. Bei meinen Wanderungen in den USA war er auch meist ganz leicht, weil die Lebensmittel eh im oder am Baum hingen und das Wasser meist neben der Hängematte stand, wo ich es erreichen konnte. Damit war im Rucksack nicht mehr viel Kram, und ich habe auch nicht gemerkt, dass er die Bewegung der Hängematte merkbar verändert.

    Bei meinen Ausflügen in Deutschland war der Rucksack allerdings tatsächlich zu schwer, denn ich habe meine Lebensmittel nicht separat aufgehängt. Da habe ich es dann genauso wie Captain Backpack gemacht und den Rucksack neben der Hängematte auf den Regenschutz gelegt.

    An einen Baum möchte ich meinen Rucksack nicht hängen. Zum einen wird er da bei Regen nass, zum anderen krabbelt auf der Rinde zu viel herum. Und wenn der Baum dann noch harzt, wird es ganz unerfreulich. Es reicht mir, wenn meine Baumgurte kleben.

    Ich würde wetten, dass die Unterschiede was die Dehnung betrifft allenfalls minimal sind. Aber wie gesagt, probier es einfach aus und berichte. Du hast die Matten ja, und kannst deine Theorie testen.

    Was die Abnutzung betrifft, so habe ich mehrfach gelesen dass Nutzer ihre DL beschädigt haben, weil sie sie aus Versehen zu tief aufgehängt haben ("aber ich bin doch nur einmal über den Stein geschabt!"), oder an einem Zweig hängen geblieben sind. Dagegen habe ich noch nie gelesen, dass jemand die innere Lage durchgescheuert hätte. Ich würde da auch der Erfahrung populärer Hersteller wie Warbonnet vertrauen. Warbonnet hat lange Zeit 1.1oz DL Hängematten verkauft - das war früher die "Lightweight Double Layer". Dann ist er zu 40D außen, 20D innen gewechselt. Das wird er nicht ohne guten Grund gemacht haben, denn es ist aufwändiger und teurer eine DL aus zwei unterschiedlichen Stoffen zu machen. Dazu kommt, dass eine 40D/20D DL schwerer als eine 30D/30D DL ist. Der einzige Vorteil scheint mir die größere Robustheit zu sein.

    Aber die Geschmäcker und Ansprüche sind verschieden. Vielleicht magst du die Frage ja mal auf HammockForums stellen? Wenn du Glück hast, antworten sowohl Warbonnet als auch Dream Hammock. Das wäre dann die definitive Antwort.

    Dann berichte mal wie sich die Inside-out Hängematten schlagen. Und wenn du ohnehin 2 identische Chameleons hast, dann nimm doch einfach das Netz ab und drehe eine auf links. Hänge beide nebeneinander und mach einen Blindtest. Es würde mich interessieren, ob du einen Unterschied spürst. Ich glaube nicht, dass ich es herausfühlen könnte.

    Das dickere Material ist deshalb außen, weil die Hängematte von außen leicht mal in Kontakt mit Zweigen o.ä. geraten kann, und durch die schwingende Bewegung daran scheuern kann. In der Hängematte solltest nur du liegen - und auf spitze / scharfe / hakende Gegenstände verzichten.

    Für die Tragkraft ist es wohl unerheblich welche Lage innen und welche außen ist, denn die Lagen sind gleich lang. Durch die Dehnbarkeit sollte die Last gleichmäßig verteilt werden.

    Muss eine Zeltunterlage denn reissfest sein? Ich lege meine nur unter das Zelt - da wirken nirgendwo Reisskräfte. Und was die Durchstichfestigkeit betrifft: wenn der Stoff Schaschlikspießartigen Stichen widerstehen können soll, kommst du wohl mit keinem UL-Stoff mehr hin. Vielleicht ist das Ballistic-Nylon von ExTex stichfest genug? Mir hat Tyvek bisher gereicht, aber ich entferne auch alle spitzen Gegenstände dort wo ich mein Zelt aufbauen will.

    Die continuous loop nutzen sich mit der Zeit ab

    Ich habe es bisher noch nicht geschafft, Schlaufen oder Dog Bones so abzunutzen, dass ich sie hätte austauschen müssen. Was schneller verschleisst sind Whoopie Slings, aber selbst bei denen wäre ein Austausch einmal im Jahr ein sehr hoher Verschleiss. Für so eine Austauschfrequenz würde ich die Hängematte nicht modifizieren.

    Ein Tipp für einen relativ einfachen Austausch der Aufhängung bei einer Channel End Hängematte: befestige die neuen Schlaufen / Dog Bones / Whoopie Slings einfach an den alten Schlaufen / Dog Bones / Whoopie Slings bevor du sie aus dem Tunnelzug ziehst. Ich verwende dazu entweder einen simplen Ankerstich oder einen Minikarabiner. Beim Herausziehen der alten Aufhängung ziehst du gleichzeitig die neue Aufhängung ein.

    Wenn du die Aufhängung aus welchen Gründen auch immer noch häufiger austauschen willst, würde ich über einen Verbinder nachdenken. Beispielsweise kannst du kurze Schlaufen oder Dog Bones einziehen, die permanent an der Matte bleiben. Die Aufhängungen werden dann an den Schlaufen / Dog Bones eingehängt. Dazu kannst du Hardware wie Whoopie Hooks, Toggles oder Loop D Loops verwenden, oder auch Soft Shackles oder eine Art Button Knot.

    Die Belastung ist bei einem Knoten ganz anders als wenn das Seil nur einmal durch eine Öffnung läuft. Ich habe für ein halbes Jahr eine Pseudo-Speed Hook Aufhängung getestet, und die Seile haben vor allem "im" Knoten Verschleisserscheinungen gezeigt. Ist eigentlich kein Wunder, denn das Seil hat im Knoten viel mehr Windungen, und wird an viel mehr Stellen gequetscht. Warum das bei Gurten nicht der Fall ist, weiss ich nicht.

    Die Chameleon ist eine Channel End Hammock, d.h. eine Hängematte mit Tunnelzügen. Sie ist nicht für einen Whip designt. Wenn du das Moskitonetz nicht benutzt, kannst du das Design verändern. Andernfalls beschädigst du dir die Reissverschlüsse und/oder das Netz.

    Wenn du experimentieren willst, empfehle ich dir eine netzlose Hängematte (fertig kaufen oder selber nähen).

    Warum musst du die Aufhängung denn so oft tauschen? Normalerweise probiert man ein paar Aufhängungen aus, und bleibt dann bei einer. Im Übrigen ist der Austausch der Aufhängung auch bei Warbonnet nicht ganz so fix, weil man die Ridgeline lösen und das Netz aus- und einhängen muss.

    Ich bin bisher immer ohne Teppichvorleger unterwegs gewesen, aber nach meinen letzten beiden Wanderungen mit Hilda1307 überlege ich mir, einen zuzulegen. Als ausgewiesener Zeckenmagnet wollte ich mich im Wald bei der Katzenwäsche nicht barfuß ins Laub stellen. Und die Wanderstiefel werden dabei halt immer nass. Deshalb habe ich meine kleine Reflectix Sitzunterlage als Fußmatte benutzt - nur rutscht man darauf leider sehr leicht, und der Boden ist ja selten eben. Vor dem nächsten Trip möchte ich verschiedene Möglichkeiten ausprobieren:

    • einen Windscheibenschutz wie ihn Hilda1307 verwendet (die stoffartigere Variante, nicht die mit Luftpolsterfolie)
    • ein Stück Elefantenhaut
    • ein Stück Tyvek
    • ein Stück beschichteter Nylonstoff

    Grundsätzlich gehört so eine Plane aber zur Luxusausrüstung und kommt nur mit wenn der Rucksack unter 14kg liegt.

    Jetzt habe ich mich dank Mittagsfrost gerade mit den loop aliens angefreundet, schon lese ich bei dir, sie hätten in einer Nacht einen ganzen Strang des amsteels durchgebrannt. Ich wiege zwar keine 90 kg, finde diese Info aber beunruhigend. :/

    Wie soll ich das einordnen?

    Die Betonung liegt auf "Seil", nicht "Gurt". Das Material ist zwar das gleiche, aber es macht einen großen Unterschied, in welcher Form es verarbeitet ist. Mit einem Dyneema-Seil funktioniert der Becket Hitch beispielsweise nicht (oder jedenfalls nicht gut); mit einem Dyneema-Gurt schon.