Beiträge von Hammock Fairy

    Willkommen im Forum!

    Glaub den langjährigen Hängern und verschwende nicht zuviel Zeit mit dem Versuch, Isomatten an die Hängematte anzupassen. Das hat jeder von uns versucht und soweit ich weiss hat jeder irgendwann eingesehen, dass Isomatten auf den Boden gehören. Bau dir einen Underquilt. Dann schläft es sich gleich doppelt so gut :)

    So Leute - jetzt aber mal zurück zum Thema! Pebbles hat sich ja schließlich im Hängemattenforum angemeldet und nicht im Zeltforum. Die Entscheidung Hängematte vs. Zelt scheint also gefallen zu sein. Insofern: Herzlich Willkommen im Forum, Pebbles ! Ich denke bei dem Namen allerdings an

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    Jetzt fehlt noch Bamm-Bamm 8o

    Dutch hat den 1.7er Stoff nie als Yardware verkauft, weil es angeblich eine Fehllieferung war (1.7oz 70D statt 1.6oz 40D). Deshalb haben sie den Stoff zu Einsteigerhängematten verarbeitet. Wenn der Stoff aufgebraucht ist, wird er nicht nachbestellt.

    Weil mir der Stoff so gut gefallen hat, habe ich eine Rolle in Dark Olive importiert. Diese Farbe scheint mittlerweile ausverkauft zu sein, denn die Netless gibt es nur noch in Grau, Blau und Orange. Wenn du anfragst, schneiden sie dir sicher ein paar Yard von dem ab was sie noch haben. Auf Black Friday würde ich nicht warten.

    Eine 90° Hängematte funktioniert nach demselben Prinzip wie die Ninox. Nur werden Teile des Stoffes mit Schnüren ersetzt, und für den optimalen Liegekomfort ist eine Isomatte notwendig um den Hügel in der Mitte zu vermeiden. Bei einem 45° Design hat man die Wahl: man kann die Kurven so extrem machen, dass eine Liegeposition wie in der 90° Hängematte möglich wird. Dann braucht man aber auch ein stabilisierendes Element, also eine Isomatte. Die Exped Ergo war so geschnitten. Oder man gestaltet die Kurven weniger extrem, so dass eine Art Hybrid von normaler Gathered End und 90° Hängematte entsteht, der im Idealfall eine flachere Liegeposition ermöglicht als eine normale Gathered End, aber noch keine Isomatte benötigt. Das ist aber eine Gratwanderung die bei der Ninox nicht gelungen ist.

    Evtl. liegt sich die Single Layer Ninox besser. Wenn die Designer von Anfang an mit einem dünnen und dehnbaren Stoff experimentiert haben, haben sie die Kurve an diese Dehnung angepasst. In dem Fall hätten sie die Form noch einmal testen müssen, bevor sie eine wenig(er) dehnbare Double Layer anbieten. Das verstärkt aber nur meinen Eindruck, dass das Design einfach noch nicht marktreif war, als sie angefangen haben es zu vermarkten.

    Diesen Eindruck habe ich im Übrigen von allen Sierra Madre Research Produkten die ich bisher gekauft habe. Sie haben interessante Ideen, nehmen sich aber nicht die Zeit, daraus ein wirklich gutes Produkt zu entwickeln. Stattdessen werfen sie die Betaversion mit vollmundigen Versprechungen auf den Markt und versuchen möglichst viel Geld zu machen. Bei der Ninox haben sie es definitiv geschafft, großes Interesse - um nicht "Hype" zu sagen - zu erzeugen. Vermutlich ist ihre Zielgruppe Einsteiger und unerfahrene Hänger, die einfach keinen Vergleich haben. Da geht es wohl häufiger um das Image, als um die Hängematte. Siehe ENO & Co. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ninox sich bei erfahreneren Hängern durchsetzen wird.

    Wenn ich richtig verstanden habe, ist der Stoff um so elastischer, je weniger "D" er hat, oder? Also ein 40D ist elastischer als ein 70D

    Bei gleichem Material meistens ja. D steht für Denier und bezeichnet das Gewicht des Garns aus dem der Stoff gewebt wird. Je leichter das Garn ist, desto dünner ist es, und desto mehr dehnt es sich auch.

    Also ein 40D ist elastischer als ein 70D - und zu bevorzugen ist logischerweise ein nicht so elastischer Stoff.

    Das hängt davon ab, was du bequem findest. Manche Hängemattennutzer mögen mehr Dehnung - manche weniger. Ich habe jedoch den Eindruck, dass die meisten Leute weniger dehnbare Stoffe bequemer finden. Wenn du keine Ahnung hast, was du bequem findest, würde ich zu einem 70D-Stoff raten. Der verzeiht auch Fehler leichter.

    Apropos Preis - da ich ein Neuling bin und den Hersteller Ticket to the Moon noch nicht kannte, stellt sich mir aber mittlerweile wieder die Frage, ob es überhaupt Sinn macht angesichts dieser Preise selbst zur Nadel zu greifen :/ .

    In den meisten Fällen spart man nicht oder nicht viel, wenn man selber näht. Deshalb würde ich nur dazu raten, wenn du Spaß am Selbermachen hast. Oder wenn du mehr Erfahrung hast, und experimentieren willst oder Ausrüstung haben willst, die für deine Bedürfnisse maßgeschneidert ist.

    Wenn man von den angebotenen Reise Hängematten die Größe "Original" wählen würde, dann hätte man mit 320 x 200 cm² ziemlich genau das was ich mir vorstellen würde - und das Ganze für 55.-!! Was meint ihr?

    Bei 186cm Körpergröße wirst du mit einer kurzen Ticket to the Moon Hängematte eher nicht glücklich werden. Die 320cm Länge wird inklusive der Seilschlaufen und Haken gemessen. Tatsächlich sind die Hängematten alle unter 300cm lang. Wenn du Glück hast 295cm, wenn du Pech hast 285cm. Dazu ist der Stoff den TTTM verwendet eher dehnbar. Bei einer kurzen und dehnbaren Hängematte bringen dir 200cm Breite gar nichts, denn die Hängematte nimmt dann eine Badewannenform an. Dazu kommen noch die Nähte, die meistens als störend empfunden werden.

    Wenn du dich für eine TTTM entscheiden solltest, dann nimm eine Single aus einem Stück. Bei 186cm würde ich dir aber eher eine 335cm lange Hängematte empfehlen. Besser lang und schmal als kurz und breit.

    Habt ihr auf dem Treffen denn feststellen können, ob die doppelte Aufhängung eine kürzere Baumdistanz erlaubt ?

    Ich habe die Distanz nicht gemessen, und ich habe auch die Ridgerunner nicht daneben gehängt, aber meiner Meinung nach ist der minimal nötige Baumabstand deutlich kürzer.

    Das schaukeln etwas einzuschränken halte ich z.B. auch beim Ridge-Runner für erwünschenswert. Als ich im Sommer mal nachträglich das Mückennetz entrollen und schliessen wollte, dabei zu sitzen und sich nach vorne beugen, war das ein ziemlicher Balanceakt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Ridgerunner sich für diese Art der Abspannung eignet. Der Stoff der für die Treem verwendet wurde sieht aus wie 70D. Für die Ridgerunner verwendet Warbonnet derzeit entweder 30D oder 40D (Dream-Tex). Ich verstehe allerdings zu wenig von der Brückenhängemattenphysik um beurteilen zu können, ob der Stoff bei der Doppelabspannung mehr belastet wird.

    Mit Dutchwear Spider Webbing sollte sich das Extragewicht in Grenzen halten. Vielleicht wäre eine Mischung aus Whoopie und Toggle die Lösung, das eher komplizierte Abspannen zu erleichtern. Mit dem Whoopie baut man die Spannung auf, durch Lösen des Toggles wieder ab.

    Welches Spider Webbing meinst du? Und wo willst du es einsetzen?

    Für die untere Abspannung kann man vermutlich schwächere Gurte wie das Spider Web 1.5 verwenden. Bei der oberen Abspannung wäre ich vorsichtig.

    Mit Whoopie Slings dürftest du wenig Freude haben, selbst wenn du eine Möglichkeit finden solltest, sie mit Hilfe von Toggles zu lösen. Wenn Whoopie Slings unter Spannung stehen, finde ich es ziemlich schwierig nachzuspannen. Für diese Art der Abspannung wären DD Vari-Loops besser geeignet.

    Sind die Spreizrohre solider als die vom RR ?

    Für mich sehen sie hochwertiger und stärker aus. Dazu kommt, dass die Spreizstäbe an der Treem in Ärmeln sitzen. Bei der Ridgerunner hätte ich Sorge, dass sie versehentlich aus dem Metallhalter rutschen.

    Ich würde gerne mal mit der doppelten Aufhängung experimentieren.

    Für 162€ könntest du eine Treem bekommen. Ich weiss nicht, ob ich meine Ridgerunner riskieren würde. Aber wenn du es wagst, poste gerne mal die Ergebnisse (in einem neuen Thread).

    Entweder die Single Layer Ninox hat ein anderes Design, oder Derek hat keine Ahnung von geformten Hängematten. Ich wüsste nicht, was die hochgezogenen Seiten und den Wulst in der Mitte verursachen sollte außer ein W-Schnitt.

    Ich bin zwar aus dem Urlaub zurück, hatte aber noch nicht den Nerv in der Ninox zu schlafen. Ich glaube auch nicht, dass sich mein Urteil nach weiteren Nächten ändern wird. Mein Eindruck ist, dass die Entwicklung zu früh abgebrochen wurde. Jedenfalls waren meine letzten beiden DIY W-Hängematten deutlich bequemer. Trotzdem waren sie nicht besser als meine besten rechteckigen Hängematten, weshalb ich letztendlich nicht mehr weiter gebastelt habe.

    Fagorian - welche Erkenntnisse erhoffst du dir? Auch ohne weitere Testnächte kann ich dir mit absoluter Sicherheit sagen, dass die tollen Behauptungen von Sierra Madre Research Werbe-Bla-Bla sind. Man liegt in der Ninox keinesfalls flacher als in rechteckig geschnittenen Hängematten. Zu dieser Erkenntnis scheinen auch andere Ninox-Käufer gelangt zu sein. Jedenfalls haben wohl viele Kickstarter-Unterstützer die Ninox zurück geschickt. Hätte ich nicht die hohen internationalen Versandkosten und den Zoll bezahlt, hätte ich sie vermutlich auch zurück gegeben. So wandert sie wohl in mein Kuriositätenkabinett.

    2 mm Geflochtene Schnurr an die ich an beide Enden ein Auge spleißen möchte.

    Das nennt sich Dog Bone, und zu dem Begriff gibt es einige Posts im Forum.

    Aber um es abzukürzen: bei einer Schnur mit 2mm Durchmesser sollten die Enden (Buries) der festen Augen eine Länge von 2 Fids = 2mm x 21 x 2 = 84mm haben. Das Auge selbst sollte nicht kürzer als 1 Fid = 2mm x 21 x 1 = 42mm sein.

    Die Spleißtechnik erklärt Tacblades sehr anschaulich:

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    Wenn du weitere Fragen zum Spleißen von Dog Bones hast, mach bitte einen eigenen Thread auf. Dann verschiebe ich die betreffenden Posts.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass hier echte Anleitungen gepostet wurden. Im alten Forum hatte ich mal ein Foto-Tutorial von Oopie aus Hammockforums kopiert - aber viele alte Threads sind nicht mehr aufrufbar.

    Am ehesten wirst du auf Hammockforums oder Youtube fündig. Wenn du allerdings schon weisst, wie man spleißt, brauchst du eigentlich nur noch die korrekten Maße. Wenn du schreibst, was du spleißen willst und welchen Durchmesser dein Seil hat, kann ich dir weiterhelfen. Ansonsten findest du die wichtigsten Regeln bei Dutch und Samson.

    Zur ursprünglichen Frage: wenn mich die Suche im Forum nicht weiterbringt, nutze ich meist die Google-Suche. Zum Beispiel:

    whoopie slings spleißen site:https://www.haengemattenforum.de

    Häufig hilft es auch, die Suchergebnisse in der Bildersuche anzuklicken.

    Leider hilft die Suche nur weiter, wenn man die "richtigen" Worte eingibt. Wenn du z.B. nach "Spleißanleitung" suchst, es aber nur Threads zum Thema "Whoopie Slings spleißen" oder "Dog Bones spleißen" gibt, bekommst du keine Ergebnisse. Da hilft es leider nur verschiedene Begriffe durch zu probieren, sich durch das Forum zu lesen, oder zu fragen...

    Wie sind die im Vergleich zum Hexon 1.6 in Bezug auf die Dehnbarkeit? Merkt man da einen deutlichen Unterschied?

    Deshalb habe ich ja das Garngewicht dahinter geschrieben - das Hexon W 1.6 ist ein 40D-Stoff. Das NylonD 1.7 habe ich nicht getestet, dürfte aber eine vergleichbare Dehnung haben. Das Hexon W 1.7 ist ein 70D-Stoff, und hat deutlich weniger Dehnung. In einlagigen Hängematten kann ich nur ohne Rückenschmerzen schlafen, wenn sie aus 70D sind. Insofern: ja, ich merke einen deutlichen Unterschied. Zudem ist das Hexon W 1.7 der kuscheligste Stoff den ich je verwendet habe.

    Es gibt diverse Stoffe, die etwa 180cm bis sogar 190cm breit sind:


    Hexon W 1.6

    1.6 oz HyperD XL Diamond Ripstop Nylon


    TreeGirl , Furbrain oder Fagorian können dir noch weitere nennen. Die von mir genannten sind für einige schon etwas zu dehnbar.

    Es gibt noch

    • Hexon W 1.7 (70D)
    • NylonD Wide 1.7 (40D)
    • 2.2oz HEX70 XL (70D)
    • 1.7 MTN XL Hybrid (40D x 120D)
    • 1.3 MTN XL Hybrid (20D x 80D)
    • 1.2 MTN XL Hybrid (20D x 80D)

    Ich habe sogar von allen ein paar Meter auf Lager, wenn auch nicht in jeder Farbe.

    Die Frage ist, ob es sich wirklich lohnt am Stoff zu sparen. Wenn es einen breiten Stoff in der Wunschstärke gibt, würde ich den kaufen anstatt eine breite Hängematte zusammen zu stückeln. Selbst wenn der breite Stoff teurer ist. Wenn du einrechnest, dass du vom schmalen Stoff die doppelte Länge brauchst, sollte der Preisunterschied nicht mehr so groß sein. Bei Hängemattenstoffen ist es sogar meistens günstiger, einen breiten Stoff zu kaufen.

    Ich habe vor über einem Jahr angefangen, eine breite Hängematte aus 3 Stoffstreifen zu nähen - einfach deshalb, weil es keinen breiten Stoff in meiner Lieblingsstärke gab, und ich sehen wollte, ob extrem saubere Nähte (Karo an Karo) immer noch sehr störend sind. Da ich wenig Freizeit habe, und meine Nähmaschine zickt, liegt die mit Hand geheftete Streifenhängematte und wartet darauf, endgültig vernäht zu werden. Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass es bei 3 Streifen mindestens die doppelte Arbeit ist. Zu den ursprünglichen zwei Säumen kommen zwei Nähte. Da die Nähte in der Liegefläche sind, habe ich mich für eine echte Kappnaht entschieden - was mehr Arbeit ist als ein simpler Rollsaum.

    Da die Hängematte noch nicht fertig ist, kann ich nichts zu den Liegeeigenschaften sagen. Bei den typischen 3-Streifen-Hängematten von Ticket to the Moon & Co. haben mich die Nähte immer gestört. Das kann aber auch an der Dehnbarkeit des Stoffes und/oder einer nicht ganz sauberen Verarbeitung liegen.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass eine mehrteilige Hängematte nie den gleichen Liegekomfort bieten wird, wie eine einteilige Hängematte mit ansonsten gleichen Maßen.

    Willkommen im Forum!

    Ich habe eine Zeit lang Radtouren gemacht, aber festgestellt, dass es mir mit Fahrrad immer noch zu schnell geht. Beim Laufen hat man viel mehr Zeit, die Umgebung wahrzunehmen. Außerdem bin ich als Nicht-Mountainbiker an gute Wege gebunden. Beim Wandern komme ich in viel ruhigere, wildere Gegenden. Aber es hängt wohl stark davon ab, was man erreichen will.

    Der Warbonnet Travel Sock kann nur mit den GE Hängematten von Warbonnet verwendet werden und hat mit dem Spindrift Sock der nur mit der Ridgerunner funktioniert nichts zu tun. Da du das Shelf erwähnst, gehe ich aber davon aus, dass du ihn mit einer Blackbird bzw. XLC verwenden willst. (In dem Fall wäre ein neuer Thread übersichtlicher.)

    Der Travel Sock hat am Kopf- und Fußende je eine kleine Öffnung, durch die die Hängemattenaufhängung hindurch gefädelt wird. Du musst also den Reissverschluss öffnen, und die Aufhängung von innen durch die Öffnungen ziehen. Der Socke hat keinerlei Abspannung, und selbst wenn du Löcher für die Shelf-Abspannungen machen würdest, lässt es der Schnitt nicht zu, dass das Shelf ganz ausgezogen werden kann.

    Das Shelf kann trotzdem verwendet werden. Nur würde ich keine schweren Gegenstände (volle Wasserflasche) mehr darin ablegen.

    Wenn du das Shelf wie gewohnt abspannen können möchtest, solltest du dir ein XLC Top Cover plus Underquilt Protector kaufen. Zusammen bieten beide einen ähnlichen Schutz wie der Travel Sock. Wobei das Top Cover allerdings Netzfenster hat, um insektenfreie Belüftung zu gewährleisten.

    Für Warbonnet-Hängematten gibt es seit neuestem den "SweetSpot" ^^ Ob der für Nicht-Warbonnet-Hängematten funktioniert weiss ich nicht.

    Meinen Winkel finde ich nach Gefühl. Eine Messung halte ich mindestens für schwierig. Zu dem Zweck müsste man wohl eine absolut waagerechte Leine darüber spannen, sich in die Hängematte legen und jemand anderen den Winkel messen lassen. Es dürfte auch schwierig sein, das zu reproduzieren.

    Ich hatte auch schon mit 30° Aufhängewinkel eine straff gespannte Ridgeline wenn ich in der Hängematte (!) lag. Zumindest so, dass es einen Ton erzeugt und ich nicht mit dem Daumen groß drücken konnte.

    Ja, der Aufhängewinkel hängt natürlich auch vom Verhältnis Ridgelinelänge/Hängemattenlänge ab. Aber normalerweise liegt die Ridgelinelänge ja in einem Bereich von 80-90%. Das sollte bei einer halbwegs "normalen" Ridgelinespannung Aufhängewinkel von 25° bis 30° zur Folge haben. Einen Ton gibt meine Ridgeline aber immer ab, wenn sie die für mich perfekte Spannung hat.

    Bei dem Beispiel einer 3m(!) langen Dyneema Ridgeline mit <1% Stretch dehnt sich diese <3cm. "wobei 2-3cm sich nicht extrem bemerkbar machen." Ist das nun deutlich oder nicht extrem bemerkbar? :P

    Wie mit allem ist das eine Frage der Vorlieben und auch der Grenzwerte. Blind kann ich z.B. keinen Unterschied zwischen einer 335cm langen und einer 365cm langen Hängematte fühlen. Eine 305cm Hängematte kann ich aber sehr klar von einer 335cm langen Hängematte unterscheiden. Da spielt meine Körpergröße die entscheidende Rolle. Bei der Ridgelinelänge ist es ähnlich. Ich habe wochenlang verschiedene Ridgelinelängen an derselben Hängematte getestet - immer über Nacht. Manchmal hat sich eine Längenveränderung von 3cm bemerkbar gemacht - und manchmal nicht. Es gibt also vermutlich ein Spektrum mit "Wohlfühlbereich". Liegen Veränderungen in diesem Bereich, spürt man sie nicht. Werden Grenzen überschritten, machen sich auch kleinere Veränderungen bemerkbar.

    Deutlicher ausgedrückt: Du bist in deiner Hängematte - liegst da nun mit für dich perfekt gespannter Ridgeline und ich nehme Maß. Dann wird der Abstand exakt der Unterseite eines Dachbalkens übertragen welcher sogar die von dir bevorzugte Neigung von Kopf- zu Fußende exakt aufweist. Die Hängematte wird nun aufgehängt und du legst dich rein - deiner Auffassung nach müsste das ja nun einen Unterschied zur nicht Gitarrensaiten straffen Ridgeline darstellen, korrekt?

    Nein, denn die Ridgeline ist flexibel. Den Effekt merkt man deutlich bei unterschiedlichen Baumabständen. Bei einem Baumabstand von 3,30m verhält sich die Hängematte ganz anders als bei einem Abstand von 5m oder gar 9m. Ich kann es dir nicht gut beschreiben oder erklären. Das ist meiner Meinung nach hochkomplexe Physik, weil so viele Faktoren zusammen spielen (Aufhängung, Ridgeline, Hängemattenstoff, Nutzergewicht, ...). Probier es einfach mal aus, dann solltest du es eigentlich auch spüren.

    Mit generell straffer Ridgeline ließe sich daran ein Tarp deutlich besser installieren ohne, dass dieses einsackt beim verlassen der Hängematte. Dinge an der Ridgeline würden nicht bei jedem ein und aussteigen so sehr herumhüpfen. Ein Mosquitonetz würde trotz schwer beladenen Ridgeline Organizer schön straff sein statt ein wenig durchzuhängen.

    Mein Tarp hängt separat, deshalb habe ich damit kein Problem. Derek behauptet aber das Gegenteil: bei einer straff aufgehängten Hängematte sackt das Tarp stärker ab als bei einer weniger straff aufgehängten Hängematte. Ich habe es nicht ausprobiert. Waldläufer70 hat aber einige Vorschläge zu einer kombinierten Tarp/Hängemattenaufhängung gemacht, die dieses Problem umgehen.

    Was den RLO betrifft: da halte ich es mit der Hängeregel "hänge nie höher als du zu fallen bereit bist" / "hänge nie über Gegenständen auf die du nicht zu fallen bereit bist". In diesem Fall habe ich nicht mehr Gewicht im RLO, als ich im Fall des Falles an den Kopf kriegen möchte. Wenn du so viel Gewicht im RLO hast, dass die Ridgeline bei beladener Hängematte durch hängt, ist die Ridgeline meiner Meinung nach entweder nicht ausreichend gespannt - oder der RLO ist zu schwer beladen.

    Eigentlich ist die Ridgelinelänge ein persönlicher Wert, da einige Hänger lieber etwas mehr Durchhang bevorzugen, andere eher eine strammere Aufhängung. Die Ridgeline wurde daher manchmal als Whoopie konzipiert, um erst einmal verschiedene Längen ausprobieren zu können bevor man sich auf eine Länge festlegt und dann immer den gleichen Durchhang / Komfort erhält.

    Bitte NUR bei netzlosen Hängematten oder Netzen die nicht überlastet werden können. Wenn eine integrierte Hängematte vom Hersteller mit einer unverstellbaren Ridgeline ausgeliefert wird, sollte man die Länge nur ändern wenn man sich sicher ist, dass das Netz nicht beschädigt wird.

    Wenn Du deine Ridgeline für den idealen Durchhang schon stramm ziehst, wie willst du dann eine zu stramme Aufhängung erkennen (am Riss der Ridgeline ?)

    Das mache ich mit Hilfe der Knick-Methode, wie von Warbonnet empfohlen. Funktioniert wunderbar. Ich merke mir nur wieviel Kraft ich aufwenden muss, um die Ridgeline um 45° zu biegen. Der Aufhängewinkel sollte dann automatisch stimmen.

    Ich kenne die Videos; weiß wofür eine Ridgeline da ist. Das ist aber nicht meine Frage.

    Du hast aber auch geschrieben:

    Spürt man einen Unterschied im Liegekomfort würde man eine verstellbare Ridgeline oder einfach eine 2-3cm Längere installieren und diese straff ziehen?

    Deshalb der Hinweis auf den Netzschutz.

    Ich würde gerne wissen ob es dafür einen Grund geben sollte die Ridgeline nicht Gitarrensaitenstraff aufzuhängen außer der Belastung der Ridgeline selbst.

    Das habe ich ja indirekt geschrieben: je straffer die Ridgeline, desto flacher der Aufhängewinkel. Das heisst je flacher der Aufhängewinkel, desto größer die Belastung der Bäume. Wenn "Gitarrensaitenstraff" einen Aufhängewinkel von 10° zur Folge hat, ist das nicht mehr baumschonend.

    Angenommen man hat statt einer Ridgeline einen Holzbalken den man im perfekten Abstand mit Aufhängepunkten versieht wie es bei einer lockeren Ridgeline der Fall wäre so ist das doch vom Effekt her genauso wie eine straff gespannt Ridgeline?

    In der Realität dehnt (oder vielleicht besser "streckt") sich selbst eine 3mm dicke Dyneema-Ridgeline - zum Teil deutlich. Insofern hätte ein Holzbalken einen anderen Effekt. Da ich aber noch nie einen Holzbalken als Ridgeline verwendet habe, kann ich keine praktischen Erfahrungen beisteuern.

    Ich habe es ausprobiert ohne Unterschiede festzustellen zu können. Deshalb die Frage an EUCH und EURE ERFAHRUNGEN oder IDEEN hierzu. Inwiefern spürst du was genau TreeGirl?

    Wenn du es nicht spürst, kann ich es dir auch nicht wirklich beschreiben. Das Liegegefühl ist einfach anders. Vielleicht ist der Stoff unter mir straffer. In jedem Fall mag ich vergleichsweise lange und straff gespannte Ridgelines.

    Ich verstehe den Sinn der Frage ehrlich gesagt nicht. Der Hängemattenkomfort ist komplex und sehr individuell. Gerade an der Ridgeline scheiden sich die Geister. Mittagsfrost lässt seine XLC Ridgeline gerne locker durchhängen - ich finde die XLC mit lockerer Ridgeline unbequemer als mit straffer Ridgeline. Man muss es im Rahmen der Möglichkeiten die einem der Hängematttenhersteller gibt einfach ausprobieren und die beste Methode für sich ermitteln.

    Wenn du den Unterschied zwischen einer lockeren und einer straff gespannten Ridgeline nicht spürst, ist es aber baum- und materialschonender wenn du sie lockerer aufhängst.