Beiträge von Hammock Fairy

    Ich hatte schon ein paar mal diese hölzernen Wanderstöcke in der Hand (gibt es z.B. hier zu kaufen) - die haben mir sehr gut gefallen. Abgeschreckt hat mich der Preis (es wäre für mich nur ein Versuch) und die Tatsache, dass sich die Stöcke nicht zerlegen lassen, und deshalb bei An- bzw. Abreise im Flugzeug nur teuer zu transportieren wären. Aber sie sind vergleichsweise leicht, liegen gut in der Hand, sind schlank und gut zu schwingen (wobei ich sie nur probeweise für ein paar Schritte im Laden bzw. auf der Messe benutzt habe). Und ich hätte keine Bedenken daran meine Hängematte aufzuhängen. Vermutlich kann man sich so einen Holzwanderstab auch selbst bauen. Mir fehlen dafür nur die Kenntnisse und Werkzeuge.

    Alternativ habe ich auch schon darüber nachgedacht, mir im Stil des Carbon Trees einfach eine zusammensteckbare Stange aus Carbon Segmenten zu basteln, ohne den Anspruch die Stange als Wanderstab nutzen zu wollen. Ich hatte die Trecking Treez in der Hand, und mir wären sie zu unhandlich und zu schwer als Wanderstöcke. Letztendlich habe ich (noch) nichts in dieser Richtung unternommen, weil ich auf meinen letzten Reisen einfach keinen Bedarf dafür hatte.

    Zur Crosshammock ist mir noch die Idee gekommen, man könnte doch für das abzipbare Modell recht einfach einen alternativ anzipbaren Zeltboden selber nähen – so dass man bei Bedarf die Hängematte gegen Zeltboden austauscht aber Tarp und Moskitonetz in beiden Situationen verwenden kann.

    Erstens ist das Problem dabei, dass die Reißverschlüsse dafür Sonderanfertigungen sein müssen, und du das identische Gegenstück dazu brauchst.

    Und zweitens verstehe ich nicht, was der Vorteil gegenüber einer einfachen Unterlage ist. Näh oder kauf dir einen wasserdichten Badewannenboden, und leg ihn unter die Cross Hammock. Dann hast du das gleiche Ergebnis mit weniger Aufwand und Gewicht. Auf Anfrage näht dir Ulrich vielleicht die Hängematte auch aus 1.7 MTN XL. Bei dem Stoff hätte ich absolut keine Bedenken ihn auf dem Boden (zusammen mit einer wasserdichten Bodenschutzplane!) zu verwenden.

    Frage – funktionieren in der Crosshammock die Isomatten mit den Luftkammern in Längsrichtung auch gut? Ich denke von der Statik her braucht es hier auch eher die Querkammern… :/

    Von der Statik her brauchst du gar keine Isomatte. Bequemer sollen aber Querkammern sein. Verwenden kannst du mit Sicherheit auch Längskammern.

    um Vergleich wäre es schön auch noch die GE-Hängematten ausprobieren zu können – gerne würde ich herausfinden ob ich bei meiner Größe einen merklichen Unterschied zwischen einer 11' und 12' Matte erkenne und ob ich mit 40D oder doch eher 70D besser liege…

    Bin im Raum Salzburg und oft in Grafenau bzw. im Bayerischen Wald zu Gange und kann mir gut vorstellen auch ein gutes Stück mit dem Zug zu fahren – Österreich und der Süden Deutschlands sollte für mich kein Thema sein… :thumbup: Optimal wäre natürlich der direkte Vergleich falls jemand beide Längen und/oder beide Stofffestigkeiten besitzen sollte… ;)

    Grafenau ist nicht allzu weit von mir / Deggendorf entfernt, und ich habe eine Menge Hängematten, die ich zu Hängematten-Treffen mitbringe -- aber die beste Vorführmöglichkeit ist im Deggendorfer Stadtpark. Und bei den derzeitigen Temperaturen ist es mir einfach zu kalt um 4 Stunden zu frieren. Wenn es wärmer wird können wir vielleicht einen Termin finden. Oder es klappt doch noch mit einem bayerischen Hängematten-Treffen. Die Frage ist, ob du so lange warten möchtest.

    Ein leichtes, klein verpackbares und robustes Set-Up, das sowohl zwischen zwei Bäumen als auch auf dem Boden maximal bequem ist, gibt es nicht. Du wirst irgendwo Abstriche machen müssen. Die Cross Hammock und das Haven Tent erfüllen die meisten deiner Ansprüche zumindest halbwegs, aber die Cross Hammock ist weniger robust (dafür leicht), und das Haven Tent ist schwer (dafür robust).

    Nachdem du ja bereits eine Hängematte besitzt, die du auch am Boden verwenden kannst - warum nicht eine echte Hängematte besorgen? Auf Naturwanderungen nimmst du die Hängematte mit und auf Kulturwanderungen das Flyingtent.

    Das ist schon klar. Aber in diesem Fall ging es ja um einen KuFa-Underquilt für 205 €, bei dem man vermutlich bereits deutlich vor 0°C anfängt zu frieren. Wenn ich noch einmal von vorne anfangen müsste, und nur ein kleines Budget hätte, würde ich das meiste in einen guten Daunenunderquilt investieren. Brauchbare Hängematten müssen nicht viel kosten. Und als Tarp tut es auch selbst geklebte Polycryo-Folie. Aber ich möchte definitiv nicht frieren, weil ich es dann auch gleich bleiben lassen kann.

    Wenn das Budget wirklich winzig ist, würde ich eher eine breite Evazote Matte und einen günstigen KuFa-Underquilt kaufen. Da ist der Schlafkomfort zwar nicht maximal und auch leicht feucht, aber zumindest schläft sogar eine so extreme Frostbeule wie ich es bin damit warm genug.

    Kufa ist deutlich günstiger als Daune.

    Das ist die Frage. Je nachdem wie kalt du schläfst, brauchst du ja auch mehr Isolierung. Ich bräuchte vermutlich 3x 200er Apex um auf die gleiche Leistung wie mein 0°F Daunen-Underquilt zu kommen. Da sind die Kosten vermutlich vergleichbar.

    Ich hätte auch gerne Daune, aber ich setze die Anzahl der Nächte die ich draußen bin pro Jahr unter, sagen wir, 10C° in Relation zu Komfort, Packmaß u. Preis. Bin mit meinem Apex dann schon zufrieden. Habe keinen Vergleich zu Daune, aber ich schlafe gut.

    Wenn Apex für dich warm genug ist: super. Ich würde sofort auf KuFa umsteigen, wenn das Wärme-Gewichtsverhältnis näher an Daune dran wäre, weil es einfach pflegeleichter ist. Aber 3 kg vs. 800 g ist jenseits von Gut und Böse.

    Ich verwende mittlerweile einen Mix aus Apex und Daune - aber mir ist auch der Schlafkomfort am wichtigsten, gefolgt vom Gewicht.

    Ich würde mir immer wieder einen Daunenunderquilt holen. Die ganze Diskussion zu "aber KuFa wärmt auch noch in nassem Zustand" ist eigentlich nur für die wenigsten Hänger wirklich relevant. Wenn du wochenlang in nassen Klimazonen unterwegs bist, ohne die Möglichkeit deinen feuchten Quilt mal zu trocknen können mag KuFa die bessere Wahl sein. Aber dafür schleppst du halt auch deutlich mehr Gewicht (und Volumen). Ich habe jahrelang Underquilts aus 200er Apex vermietet, und habe das unterschiedlichste Feedback bekommen. Bei 0°C war damit niemandem mehr warm. Aber einige haben schon bei 15°C angefangen zu frieren - andere erst bei 5°C. Mit einem gleich schweren Daunen-Underquilt hätten es wohl die meisten locker bis 0°C geschafft.

    Was die Hängematte betrifft: da musst du dich durchprobieren. Alle Hängematten in deiner Auswahl funktionieren für viele Hänger gut. Ob die jeweilige Hängematte für dich funktioniert weißt du erst nach ein paar Nächten. Glücklicherweise gibt es hier einen Marktplatz, wo man unpassende Hängematten an den nächsten Einsteiger weiterverkaufen kann.

    Auch aus meiner Sicht ist das Tarp der Ausrüstungsgegenstand, bei dem man erstmal sparen kann - sofern das Gewicht keine extrem große Rolle spielt. Es muss nur ausreichend lang (30-60 cm länger als die GE-Hängematte) und breit (mindestens 110 cm würde ich sagen) sein. Silnylon oder Silpoly sind qualitativ hochwertiger als PU-beschichtete Stoffe, aber so lange der Stoff wasserdicht und ausreichend reißfest ist, tut es auch ein Billigtarp. Ich habe mir im letzten Hennessy Odds and Ends Sale ein 12' PU-Tarp für 50 € gekauft, um zu Hause im Garten meine leichten Tarps schonen zu können. Das Tarp ist vergleichsweise schwer und voluminös, aber tut was es tun soll.

    Ist der Pflegenachteil eines integrierten UQ, dass man die HM nicht so einfach mal waschen kann?

    Daune waschen ist nicht schwer. Daune trocknen dagegen sehr. Zumindest wenn sie anschließend wieder schön bauschig sein soll. Wenn du einen Trockner hast, der nicht sofort aufhört zu trocknen sobald die Hülle trocken ist und nicht zu heiß wird, hält sich der Aufwand einigermaßen in Grenzen. Wenn du die feuchte Daune aber manuell entklumpen musst, dauert der Trocknungsprozess einige Tage und das Ergebnis ist nicht so wie neu. Außerdem geht bei jeder Wäsche Daune verloren.

    Ich habe fast nie etwas von mehreren Underquilts im Zwiebelprinzip gelesen. Spricht etwas dagegen Sommer und Herbst zusammen als Winter UQ zu verwenden?

    Das funktioniert, ist aber natürlich nicht so effektiv wie ein wärmerer Underquilt, weil 2 Underquilts doppelt soviel Hüllen haben wie 1 Underquilt.

    Deine Augen sind nicht die einzigen Organe, die bestimmte Lichtwellen wahrnehmen können. Und nur weil du nur ein bestimmtes Lichtspektrum bewusst sehen kannst, heißt das nicht, dass über das Auge nicht noch andere Informationen weitergegeben werden. Bewusst hörst du auch nur ein bestimmtes Schallspektrum, aber dein Körper verarbeitet auch unhörbaren Schall - siehe Infraschall.

    Das nützt einem dann im Feldversuch in dem Moment genau was? Mitten in der Taiga, oder in Spanien, in Schweden, am Wochenende.... "Hey! Ich hab ja Garantie".... bringt Dir absolut garnichts. Der Schaden wird ersetzt, dein Urlaub aber nicht.

    Ja, wenn du das Gestell tatsächlich fernab der Zivilisation benutzt wenn es brechen sollte, ist das natürlich unschön. Allerdings würde ich neue Ausrüstung immer erstmal testen, bevor ich sie in Situationen verwende, wo das Versagen problematisch ist. Und in der Realität eignen sich 99% aller Hängemattengestelle nicht wirklich zum wandern.

    Aber ich glaube, wenn du beim Turtlebug solche Bedenken hast, sind transportierbare Hängemattengestelle nichts für dich.

    Solange es vom Gewicht tragbar bleiben soll kann das durchaus sein (eine steckbare Edelstahlstange mit 3 bis 4mm Wanddurchmesser würde sich glaube ich nicht biegen - und wäre immernoch verpackbar. Aber eben auch sackschwer).

    Es wäre interessant, das auszuprobieren - ich wäre nicht überrascht, wenn sich auch so eine massive Stange immer noch erkennbar (wenn auch weniger) biegen würde. Die Länge ist immerhin etwas mehr als 3 m, und das Gewicht wirkt auf die Enden. Allerdings möchte ich nicht mehr unter so einer schweren Stange liegen.

    Wirklich interessant. Dann scheint es ja zu funktionieren. :thumbup: Mir ist bei dem Anblick direkt unwohl geworden :D

    Warum? Soweit ich weiß verbiegt sich Aluminium zuerst und bricht später - splittert aber nicht wie z.B. Carbon. Das heißt, wenn die Firststange tatsächlich zu schwach sein sollte, wird sie sich vermutlich zuerst merkbar verformen. Sofern das vom Hersteller angegebene maximale Gewicht nicht überschritten wurde, müsste YoboGear die Stange ersetzen. Ich habe aber keinen Grund, an der Herstellereinschätzung zu zweifeln. Ich habe sowohl den Cricket Stand als auch den Hive Stand schon viel genutzt, und Stabilität oder Haltbarkeit war kein Problem. Und der Turtlebug hat auf mich einen guten, ersten Eindruck gemacht.

    Du hattest ja bereits ein Foto der Draumr im Turtebug gemacht. War das die „Standartversion“ des Turtlebug? Es sah auf dem Foto schon recht niedrig aus. 😅

    Sorry, ich habe die Draumr noch nie im Turtlebug aufgehängt. Ich habe den Turtlebug erst seit 3 Wochen und hatte noch keine Gelegenheit, ihn ausgiebig zu testen. Ich habe nur kurz einen Hängesitz aufgehängt und Probe gesessen. Um ihn mit einer größeren 90° Hängematte zu testen fehlt mir momentan der Platz.

    Wenn es auf das Gewicht nicht ankommt, würde ich den neuen YoboGear Turtlebug Camper Stand empfehlen. Der ist super schnell auf- und abgebaut (schneller als jedes andere Gestell das ich ausprobiert habe) und lässt sich sehr einfach verkürzen.

    Den Tensa4 habe ich einmal mit einer 90° Hängematte verwendet, bin aber immer mit Stangen kollidiert. Außerdem muss man ihn beidseitig abspannen, wofür er eigentlich nicht gedacht ist.

    Eine Budget Alternative ist das Dreibeingestell von Decathlon. Der steht allerdings nicht so sicher wie der Turtlebug, ist sauschwer und verpackt sich nicht gerade klein. Er nimmt auch mehr Platz weg und lässt sich nicht so einfach verkürzen. Aber er kostet halt auch weniger als die Hälfte.