Beiträge von Hammock Fairy

    Die Stange am Kopfende ersetzt die Verankerung am Fußende, und die Stange über der Ridgeline verhindert, dass der Tensa zusammenklappt. Selbst ausprobiert habe ich es noch nicht, und ich weiß nicht, wie gut der Tensa4FS gegenüber dem Turtlebug abschneidet. Jedes Gestell hat seine Vor- und Nachteile, und ich bin nicht überzeugt, dass Indoor-Nutzung einer der Vorteile des Tensa4 ist. Es kommt wohl auf den Platz an, den man zur Verfügung hat.

    Ist es gut oder schlecht dass die ridgerunner an den Seiten nicht hochkommt? Von Komfort usw abgesehen ist dass für mich eins der zentralen Features, freie Sicht in alle Richtungen...

    Beides hat seine Vor- und Nachteile. Um die Seiten flach zu halten, muss die Sanduhrform extremer sein, d.h. entweder die Mitte ist schmaler, oder die Spreizstäbe sind länger. Oder beides. Auch der Schwerpunkt liegt höher. Der Stoff steht mehr unter Spannung, was für ein härteres Liegegefühl sorgt. Allerdings werden die Schultern dadurch weniger gebogen. Persönlich interessiert mich die freie Sicht wenig: für mich wiegen Liegekomfort und Platzbedarf unter dem Tarp schwerer. Ich habe beide Arten Brückenhängematten und mag beide. Allerdings habe ich eine Präferenz für tieferliegende Brückenhängematten, gerade weil ich mehr umschlossen bin (Windschutz, Wärme bei einem entsprechend breiten Underquilt) und ich bei Brückenhängematten ein weicheres Liegegefühl brauche.

    ich habe noch keinen eigenen Thread zu diesem Thema gefunden.

    Tiefschlafkissen für zarten Nacken

    Nackenstarre

    Deshalb würde mich interessieren, welche Lösungen ihr habt. Ich glaube, ich brauche einfach ein ganz kleines Kissen, das eher den Nacken ein bisschen stützt. Und ich würde es gerne hinten aufhängen können, damit es nicht immer runterrutscht. Ansonsten sollte es natürlich leicht sein und ein kleines Packmaß haben.

    Gibt es dafür schon gute fertige Produkte?

    Mein immerdabei Wanderkopfkissen ist das Western Mountaineering Cloudrest Pillow - es hat die perfekte Größe und ist nicht zu schwer (könnte allerdings noch leichter sein, wenn WM auf den nutzlosen Packbeutelteil verzichtet hätte). Der Preis ist mittlerweile aber nicht mehr akzeptabel. Meines habe ich beim Kauf meines WM Schlafsacks vor 14 Jahren gratis dazu bekommen.

    Grundsätzlich würde ich für die Hängematte immer ein ca. 30 x 40 cm großes Daunenkissen mit ca. 100 g Daunenfüllung empfehlen. Größer hat keinen Mehrwert, und dicker sorgt für Nackenschmerzen. Dazu kommt, dass gerade ausreichend befüllte Kissen automatisch unter dem Nacken liegen bleiben. Ich verwende jedenfalls keine Befestigung: meine Kissen bleiben dort, wo sie sein sollen.

    Wenn das Gewicht keine allzu große Rolle spielt, funktioniert auch ein 30 x 40 cm Sofakissen aus Daune wunderbar. Ich kann dieses von Daunen & Federn empfehlen. Alternativ: wenn du eine alte Daunendecke hast, die du nicht mehr brauchst, kannst du bei deiner örtlichen Bettenreinigung nachfragen, ob sie dir ein kleines Kissen damit befüllen können. Ich habe den Inhalt einer geerbten, zu dicken Daunendecke reinigen lassen, und unter anderem ein 30 x 40 cm Kissen damit befüllen lassen. Der Aufpreis zur Reinigung war gerade mal 9 €.

    Ansonsten habe ich auch schon mit Ad hoc DIY Kissen gut geschlafen: ich habe einfach meine Daunenjacke oder Daunenweste in einen kleinen Stoffsack gestopft. Wenn ich versuchen würde, mein Kissen einzusparen, würde ich mir wohl einen simplen Packsack aus einem angenehmen aber leichten Stoff (z.B. Seide - ich komme aber auch gut mit Nylon Quiltstoffen zurecht) nähen, und ihn Abends mit Nachts nicht genutzten, weichen Kleidungsstücken befüllen.

    Nachdem ich mir auf Empfehlung eines US-Hängers eine isolierte Klymit Isomatte angeschafft habe, halte ich vom Klymit-Konzept nichts. Selbst wenn die Kammern ausreichend isoliert wären, machen die Rillen jeden Versuch die Wärme zu halten zunichte. Vor allem in der Hängematte. Ich habe selbst im Sommer auf dem Fußboden im Haus gefroren. In der Hängematte habe ich es in einer lauen Sommernacht nicht mal bis Mitternacht ausgehalten, bevor ich die Klymit gegen eine herkömmliche selbstaufblasende Isomatte ausgetauscht habe. Da schlafe ich wärmer mit einem ähnlich schweren Climashield Apex Underquilt. Wenn ich eine GE-hängemattenfreundliche Isomatte verwenden wollte, würde ich wohl auf etwas wie die DD Inflatable Mat zurück greifen.

    Habe selber keine Windsocke, aber klingt für den Winter sinnvoll.

    Nutzt ihr dann trotzdem noch ein Tarp über der Windsocke? Wenn die wasserdicht ist, kann man sich das ja eventuell sparen.

    Du willst nicht in einer wasserdichten Windsocke schlafen - es sei denn, du schläfst auch gerne in voller Regenmontur. Ein Windsocke ist wie das Innenzelt in einem Doppelwandzelt: er verhindert, dass die warme Luft weg geweht wird und schützt vor Zugluft.

    Was gefroren ist, kann nicht nass sein.

    Gefrorenes Wasser taut von der Körperwärme sehr schnell auf.

    Für konstante Minustemperaturen empfiehlt sich ein schwerer Baumwoll-Socke - das gab es mal von Mollymacgear, aber die Website ist leider nicht mehr erreichbar :(

    Wir müssten alle möglichen Isolierungen mal mit einer Wärmebildkamera prüfen. Das ist die einzige Möglichkeit wie man ein objektives Bild erhalten könnte zu den verschiedenen Fasern, Gewicht usw. Die ganzen Angaben und Einschätzungen sind unpräzise.

    Das wäre sicherlich interessant, aber ob man die Unterschiede erkennen kann? Um objektive Daten gewinnen zu können, müsste man auf jeden Fall ansonsten identische Underquilts aus den unterschiedlichen Isolierungen nähen, sie unter identischen Bedingungen aufhängen, und dann den Wärmeverlust z.B. von einer Wärmflasche über einen festgelegten Zeitraum messen. Aber lohnt sich der Aufwand?

    Auflage wie ein Lammfell meinst Du, nehme ich an. Dafür würde sich wahrscheinlich Korkleder auch gut eignen.

    Nein, ich verwende einfach einen Climashield Apex Sooki in der Hängematte. Mit Schafffellen bin ich im wahrsten Sinne des Wortes nicht warm geworden. Und bei Korkleder o.ä. fehlt mir die Bauschigkeit. Der Sooki in der Hängematte funktioniert deshalb gut, weil er die Hohlräume zwischen mir und dem Hängemattenstoff so gut ausfüllt. Natürlich geht durch das plattdrücken ein gewisser Isolierwert verloren - deshalb benötige ich auf jeden Fall noch einen Underquilt. Aber der Underquilt muss nicht mehr so warm sein.

    Letzte Nacht habe ich mit einem 6 oz. Apex Sooki in der Hängematte und einem 20°F Wooki unter der Hängematte draußen geschlafen. Die Temperatur ist auf 7°C gefallen und alles war nass, aber mir war kuschelig warm. Mit dem 20°F Wooki alleine, ist mir ab ca. 19°C zu kalt zum schlafen. Auch mit einem 0°F Wooki allein wäre mir nicht so angenehm warm gewesen, wie mit dem Sooki in der Hängematte. Die Frage ist jetzt, wie dünn ich den Sooki machen kann, um noch einen guten Effekt zu haben. Letztendlich möchte ich ein Stück Apex in Liegerichtung auf die Hängematte aufnähen. Vielleicht komme ich dann tatsächlich mit einem 3/4 oder sogar 1/2 Underquilt aus. Wenn es gut läuft, komme ich damit vielleicht sogar leichter weg, als mit einem großen, dicken Underquilt. Und die Hängematte bleibt pflegeleicht.

    ch denke auch, dass es einfach nur günstiger in der Beschaffung ist als Apex Climashield. Es kann doch nicht besser Luftlöcher ausfüllen als Climashield Apex, oder was meinst Du?

    Ich gehe davon aus, dass es sich um lose Fasern handelt. Die verhalten sich wie Daune, bauschen also mehr als Climashield Apex und wandern an die richtigen Stellen. Wenn der Körper Konturen in der Hängematte drückt, können die losen Fasern die Hohlräume also besser ausfüllen.

    Bin auch am überlegen ob ich einfach mal günstige Polyester-Fasern teste. Man zahlt den doppelten bis dreifachen Preis für Apex, nur weil sie ein Patent haben auf die "Endlosfaser-Technologie". Es hält aber genauso warm wie günstige Fasern d.h. im Verhältnis zum Gewicht.

    Subjektiv habe ich noch keine bessere KuFa-Isolierung benutzt als Apex. Aber vielleicht ist das auch Einbildung. Einen Blindtest habe ich nicht gemacht. Für private Bastelprojekte finde ich den etwas höheren Preis von Apex aber nicht wichtig. Ich würde mich ärgern, wenn ich Stunden und Tage in das Nähen eines Quilts stecke, und er dann ein schlechteres Wärme-Gewichtsverhältnis hat. Das ist für mich sparen an der falschen Stelle. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Die Bushcraft Youtuber Greg Ovens u. Zachary Fowler nutzen das Daunen-Modell von Superior Gear seit ein paar Jahren fast ausschließlich. Die beiden sind viel unterwegs und mögen das Konzept, dass man nichts mehr einstellen muss.

    Hängematten mit integrierter Isolierung haben durchaus Vorteile. Allerdings geht der Gewichtsvorteil bei einer doppellagigen (eine Hängemattenlage, eine Quiltlage) verloren. Es bleibt also nur der Vorteil, dass der Underquilt nicht extra aufgehängt werden muss, und nicht verrutscht. Dass ist mir bei Daune zu wenig um den riesigen Pflegenachteil wett zu machen. Persönlich denke ich, dass ein Hybridansatz mehr Vorteile hat: eine dünne, angenähte Apex-Isolierung plus Daunen Wooki. Durch die Apex-Isolierung kann man einen etwas leichteren Wooki wählen. Momentan experimentiere ich mit Innenisolierung (also nicht Under- oder Zwischenquilt sondern quasi Auflage) und hatte damit die besten Ergebnisse.

    Mal abgesehen davon, dass man seinen Wooki durch umwhippen etwas verkürzen oder verlängern kann, stellen sich mir ein paar Fragen zur Verwendung im Allgemeinen.

    Nur verkürzen - nicht verlängern.

    Das whipping dient hauptsächlich dazu, dass die Seiten mehr hochgezogen werden als beim Channel end, oder?

    Das von mir vorgeschlagene Whipping - ja. Das originale Whipping zieht die Seiten nicht hoch.

    Dass die Aufhängung, sollte man sich versehentlich in den wooki reinsetzen, leicht über den knubbel rutschen kann, ist eher ein positiver Nebeneffekt?

    Natürlich ist es positiv - es sei denn du ziehst Schäden am Wooki und/oder am Gummikordel vor... Allerdings hat Warbonnet die Gummibandaufhängung geändert: das Gummiband ist jetzt nur noch mit einem einfachen Ankerstich am Wooki befestigt.

    Ich habe es so verstanden, dass der Wooki nur an einem Ende gewhippt ist. Warum genau ist das so?

    Das originale Whipping ist einfach nur ein Warbonnet Whip, zieht also die Seiten nicht hoch. Ich vermute, dass Warbonnet den Wooki am Fußende gewhippt hat, damit man das Gummiband einfach anbringen kann.

    Superior Gear habe ich noch nicht getestet, aber ich gehe nicht davon aus, dass ihre Kunstfaserfüllung besser ist als andere wie z.B. UP. Ich habe einen 0°F UP Underquilt und einen 20°F UP Top Quilt und hatte das Gefühl, dass keiner genauso warm ist wie ein entsprechender Climashield Apex Quilt. Der Vorteil von loser Kunstfaser ist allerdings, dass Luftlöcher besser ausgefüllt werden - und das Packmaß ist natürlich auch geringer. Ersteres kann bei einem integrierten Underquilt evtl. etwas besser funktionieren als eine Vlies-Isolierung.

    Von Superior Gear hat mich immer abgeschreckt, dass sie nirgendwo Details zum Stoff (Denier!) oder die Breite angeben.

    Der Wooki XL passt keinesfalls. Wenn überhaupt, dann nur der reguläre Wooki. Sofern du nicht Glück hast, und einen gebrauchten Wooki findest, musst du diese Größe importieren. Ich würde stattdessen eine anständige Hängematte und einen Wooki XL kaufen - da wirst du langfristig glücklicher.

    Wenn du trotzdem einen regulären Wooki für die Amazonas Hängematte anschaffst, kannst du dich gerne bei mir melden, sobald du auf eine größere Hängematte und einen Wooki XL upgradest. Ich könnte noch einen regulären Wooki für meine Original Blackbird brauchen. ;)