Beiträge von Hammock Fairy

    Hi Hammock Fairy,

    diese Reflectix finde ich interessant. Entspricht das ungefähr dieser Folie?

    https://www.reflectiveinsulation.eu/de/home/19-12m…isolierung.html

    Ohne es direkt gesehen und angefasst zu haben ist es schwer, beide Produkte miteinander zu vergleichen. Ich denke, das Reflectix das ich habe ist dieses: Double Reflective Insulation. Den Fotos und der Beschreibung auf deiner Seite nach zu urteilen, besteht die Isolierung nicht aus Luftpolsterfolie sondern aus Schaumstoff. Demnach müsste sie dichter und schwerer sein. Wie gesagt: ich denke nicht, dass die Alubeschichtung einen großen Unterschied macht. Ein Stück 3 mm Evazote ist ähnlich effektiv.

    Täusch ich mich, oder wird bei Kondensation Wärme frei. Auf diesem Prinzip funktionieren doch Latentwärmespeicher.
    Dann sollte doch diese Kondensationswärme an einer Rettungsdecke oder anderen undurchlässigen Schicht auch zum besseren Wärmeempfinden beitragen. Zumindest kurzfristig.
    Ein Effekt, der bei einem Test mit nur einerwarmen Flasche nicht auftreten sollte.

    Sorry, das weiß ich nicht. Was ich weiß ist allerdings, dass ich nicht gerne in Kondenswasser liege. Das Kondenswasser, das sich im TaR Slacker Hammock Warmer gebildet hat, war ausreichend, um meinen Wooki ziemlich nass zu machen. Wenn der Hammock Warmer zwischen Wooki und Hängematte gewesen wäre, wäre der Hängemattenstoff nass gewesen. Und selbst wenn bei der Kondensation Wärme entstanden wäre: sobald man sich bewegt, und die nasse Schlafkleidung mit der normalen Luft in Berührung kommt, wird es sofort kalt. Das Problem hatte ich, als ich noch mit eine Isomatte in der Hängematte geschlafen habe. Da würde wohl nur eine Dampfsperre helfen.

    Nach dem Prinzip könnte man ja auch einen Wooki machen. Einen Reflooki quasi..

    Du kannst den Hang Tight Underquilt sicherlich zum Wooki umbauen, d.h. auf eine Trägerschicht aufnähen. Aber selbst ein Wooki liegt nicht so gut an, wie ich es gerne hätte. Wenn man alle Löcher zuverlässig füllen könnte, würde das die Isolierung vermutlich extrem boosten. Mein Plan für meinen nächsten Sooki ist, 100 g Apex außen und 100 g Apex innen aufzunähen. Ein Sandwich sozusagen. Noch besser wäre vermutlich Apex außen und UP innen - weil das UP in die Löcher loften kann. Wenn meine Vermutung stimmt, müsste so ein Underquilt deutlich wärmer sein als ein normaler Sooki gleichen Gewichts.

    weißt du zufällig ob die Reflectix Luftpolterfolie ( ursprünglich ja aus den USA) die gleiche Folie ist wie die von mir in den Niederlanden gekaufte Reflex Folie?

    Nee, keine Ahnung. Ich habe mein Reflectix aus den USA mitgebracht. Das gab es dort auf Rolle im Baumarkt zu kaufen. Bei der nächsten Gelegenheit können wir aber das Material direkt vergleichen. Ich habe bei Lebensmittelbestellungen ein paar mal silberne Luftpolsterfolie im Paket gehabt - aber die erschien mir dicker, schwerer und weniger flexibel. Der Hersteller oder Produktname stand nicht drauf.

    OK, um die Frage endgültig zu klären muss einer wohl einen Hang Tight Underquilt mit und einen ohne Reflektorschicht bestellen, und dann einen Versuch mit einer Heißwasserflasche und einem Thermometer machen ^^

    Ich verwende ja auch gelegentlich ein Stück Reflectix (aluminiumbeschichtete Luftpolsterfolie) unter meinem Torso (in direktem Körperkontakt), wenn mir der Underquilt nicht reicht - aber ein ähnlich großes und dickes Stück Evazote an der gleichen Stelle liefert ähnliche Ergebnisse. Ich weiß nicht, ob ich die Isolierungen im Doppelblindtest unterscheiden könnte.

    Nach zig Versuchen mit verschiedenen Unter-Isolierungen bin ich für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass die meiste Wärme (+90%?) durch Luftlöcher und Luftkanäle - also durch Konvektion - verloren geht. Wenn die Beschichtung tatsächlich keine erhöhte Kondensation zur Folge hat, es keinen großen Gewichtsunterschied gibt, und der Preisunterschied unwichtig ist, spricht wohl nichts gegen einen beschichteten Underquilt. Da diese Art von Deckenunderquilt jedoch extrem große Hohlräume zwischen Quilt und Hängematte lässt, würde ich mir keine allzu großen Hoffnungen auf deutliche Wärmegewinne machen. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

    Einen aussagekräftigen Vergleich hat man aber erst, wenn man die ansonsten identische Ausrüstung mit und ohne Beschichtung testet. Und die Frage ist auch, ob die zusätzliche Isolierung nicht vielleicht einfach durch die zusätzliche, möglicherweise windabweisende Schicht kommt. Ich booste die Isolierung meiner Jacken, Wollpullover und Westen deutlich, indem ich einfach ein Windshirt (aus einem daunendichten Quiltstoff) überziehe. Ich bin jedes mal wieder beeindruckt, was für einen Unterschied das auch bei Windstille macht. Das soll niemanden von einem Testkauf abhalten - ich bin durchaus neugierig auf die Erfahrungen. Nach meinem Reinfall mit dem Therm-a-Rest Slacker Hammock Warmer der ja auch durch Reflektion funktionieren sollte, bin ich allerdings nicht sehr optimistisch.

    Nein, was ich bei meinen Decken und Schlafsäcken beobachtet habe, ist, dass die äußere Hülle oft gegen die innere Hülle gezogen wird, wenn die Decke oder der Schlafsack an den Seiten unter meinen Körper gesteckt ist. Die äußere Hülle mag breiter sein als die innere Hülle, aber in dem Moment in dem ich zum Teil darauf liege, und mich dann bewege (z.B. mich auf die Seite drehe und die Knie anziehe), verkürze ich sie. Über meinen angezogenen Knien sind jedenfalls alle Decken, Schlafsäcke und Quilts platt, wenn es kalt ist. Wenn das unangenehm ist, muss ich die Isolierung zurecht zuppeln und mich repositionieren um die Spannung zu verringern. Daran kann kein differentieller Schnitt etwas ändern. Das Problem besteht nicht, wenn die Decke nicht unter mir eingeklemmt ist. Nur dann entstehen halt schnell Öffnungen an den Seiten, wenn ich mich bewege.

    Ich glaube, dass ein differenzieller Schnitt nur dann Sinn macht, wenn der Stoff frei hängen kann (wie bei einem Underquilt). Bei einem Top Quilt werden die Seiten ja eingeklemmt und die Außenhülle wird deshalb gespannt. Insofern müsstest du den Top Quilt locker auf dir liegen lassen - und dann brauchst du auch keinen differenziellen Schnitt. Ich würde also keinen großen Aufpreis dafür zahlen.

    Und ganz besonderen Dank für dein nettes Angebot zum Probeliegen in wärmeren Zeiten! <3 Nach Deggendorf zu kommen ist für mich gar kein Problem und ich kann auch noch ein bisschen warten ;) . Würde denn eine wärmere Phase im März oder April schon in Frage kommen?

    Im März habe ich fast non-stop Termine und deshalb keine Zeit für ein Treffen, das ja immer eine Menge Vor- und Nachbereitung braucht (Ausrüstung zusammen suchen und wieder verräumen). Im April sieht es besser aus. Melde dich einfach zeitnah per PN oder per E-Mail.

    Ich hatte schon ein paar mal diese hölzernen Wanderstöcke in der Hand (gibt es z.B. hier zu kaufen) - die haben mir sehr gut gefallen. Abgeschreckt hat mich der Preis (es wäre für mich nur ein Versuch) und die Tatsache, dass sich die Stöcke nicht zerlegen lassen, und deshalb bei An- bzw. Abreise im Flugzeug nur teuer zu transportieren wären. Aber sie sind vergleichsweise leicht, liegen gut in der Hand, sind schlank und gut zu schwingen (wobei ich sie nur probeweise für ein paar Schritte im Laden bzw. auf der Messe benutzt habe). Und ich hätte keine Bedenken daran meine Hängematte aufzuhängen. Vermutlich kann man sich so einen Holzwanderstab auch selbst bauen. Mir fehlen dafür nur die Kenntnisse und Werkzeuge.

    Alternativ habe ich auch schon darüber nachgedacht, mir im Stil des Carbon Trees einfach eine zusammensteckbare Stange aus Carbon Segmenten zu basteln, ohne den Anspruch die Stange als Wanderstab nutzen zu wollen. Ich hatte die Trecking Treez in der Hand, und mir wären sie zu unhandlich und zu schwer als Wanderstöcke. Letztendlich habe ich (noch) nichts in dieser Richtung unternommen, weil ich auf meinen letzten Reisen einfach keinen Bedarf dafür hatte.

    Zur Crosshammock ist mir noch die Idee gekommen, man könnte doch für das abzipbare Modell recht einfach einen alternativ anzipbaren Zeltboden selber nähen – so dass man bei Bedarf die Hängematte gegen Zeltboden austauscht aber Tarp und Moskitonetz in beiden Situationen verwenden kann.

    Erstens ist das Problem dabei, dass die Reißverschlüsse dafür Sonderanfertigungen sein müssen, und du das identische Gegenstück dazu brauchst.

    Und zweitens verstehe ich nicht, was der Vorteil gegenüber einer einfachen Unterlage ist. Näh oder kauf dir einen wasserdichten Badewannenboden, und leg ihn unter die Cross Hammock. Dann hast du das gleiche Ergebnis mit weniger Aufwand und Gewicht. Auf Anfrage näht dir Ulrich vielleicht die Hängematte auch aus 1.7 MTN XL. Bei dem Stoff hätte ich absolut keine Bedenken ihn auf dem Boden (zusammen mit einer wasserdichten Bodenschutzplane!) zu verwenden.

    Frage – funktionieren in der Crosshammock die Isomatten mit den Luftkammern in Längsrichtung auch gut? Ich denke von der Statik her braucht es hier auch eher die Querkammern… :/

    Von der Statik her brauchst du gar keine Isomatte. Bequemer sollen aber Querkammern sein. Verwenden kannst du mit Sicherheit auch Längskammern.

    um Vergleich wäre es schön auch noch die GE-Hängematten ausprobieren zu können – gerne würde ich herausfinden ob ich bei meiner Größe einen merklichen Unterschied zwischen einer 11' und 12' Matte erkenne und ob ich mit 40D oder doch eher 70D besser liege…

    Bin im Raum Salzburg und oft in Grafenau bzw. im Bayerischen Wald zu Gange und kann mir gut vorstellen auch ein gutes Stück mit dem Zug zu fahren – Österreich und der Süden Deutschlands sollte für mich kein Thema sein… :thumbup: Optimal wäre natürlich der direkte Vergleich falls jemand beide Längen und/oder beide Stofffestigkeiten besitzen sollte… ;)

    Grafenau ist nicht allzu weit von mir / Deggendorf entfernt, und ich habe eine Menge Hängematten, die ich zu Hängematten-Treffen mitbringe -- aber die beste Vorführmöglichkeit ist im Deggendorfer Stadtpark. Und bei den derzeitigen Temperaturen ist es mir einfach zu kalt um 4 Stunden zu frieren. Wenn es wärmer wird können wir vielleicht einen Termin finden. Oder es klappt doch noch mit einem bayerischen Hängematten-Treffen. Die Frage ist, ob du so lange warten möchtest.

    Ein leichtes, klein verpackbares und robustes Set-Up, das sowohl zwischen zwei Bäumen als auch auf dem Boden maximal bequem ist, gibt es nicht. Du wirst irgendwo Abstriche machen müssen. Die Cross Hammock und das Haven Tent erfüllen die meisten deiner Ansprüche zumindest halbwegs, aber die Cross Hammock ist weniger robust (dafür leicht), und das Haven Tent ist schwer (dafür robust).

    Nachdem du ja bereits eine Hängematte besitzt, die du auch am Boden verwenden kannst - warum nicht eine echte Hängematte besorgen? Auf Naturwanderungen nimmst du die Hängematte mit und auf Kulturwanderungen das Flyingtent.

    Das ist schon klar. Aber in diesem Fall ging es ja um einen KuFa-Underquilt für 205 €, bei dem man vermutlich bereits deutlich vor 0°C anfängt zu frieren. Wenn ich noch einmal von vorne anfangen müsste, und nur ein kleines Budget hätte, würde ich das meiste in einen guten Daunenunderquilt investieren. Brauchbare Hängematten müssen nicht viel kosten. Und als Tarp tut es auch selbst geklebte Polycryo-Folie. Aber ich möchte definitiv nicht frieren, weil ich es dann auch gleich bleiben lassen kann.

    Wenn das Budget wirklich winzig ist, würde ich eher eine breite Evazote Matte und einen günstigen KuFa-Underquilt kaufen. Da ist der Schlafkomfort zwar nicht maximal und auch leicht feucht, aber zumindest schläft sogar eine so extreme Frostbeule wie ich es bin damit warm genug.

    Kufa ist deutlich günstiger als Daune.

    Das ist die Frage. Je nachdem wie kalt du schläfst, brauchst du ja auch mehr Isolierung. Ich bräuchte vermutlich 3x 200er Apex um auf die gleiche Leistung wie mein 0°F Daunen-Underquilt zu kommen. Da sind die Kosten vermutlich vergleichbar.

    Ich hätte auch gerne Daune, aber ich setze die Anzahl der Nächte die ich draußen bin pro Jahr unter, sagen wir, 10C° in Relation zu Komfort, Packmaß u. Preis. Bin mit meinem Apex dann schon zufrieden. Habe keinen Vergleich zu Daune, aber ich schlafe gut.

    Wenn Apex für dich warm genug ist: super. Ich würde sofort auf KuFa umsteigen, wenn das Wärme-Gewichtsverhältnis näher an Daune dran wäre, weil es einfach pflegeleichter ist. Aber 3 kg vs. 800 g ist jenseits von Gut und Böse.

    Ich verwende mittlerweile einen Mix aus Apex und Daune - aber mir ist auch der Schlafkomfort am wichtigsten, gefolgt vom Gewicht.

    Ich würde mir immer wieder einen Daunenunderquilt holen. Die ganze Diskussion zu "aber KuFa wärmt auch noch in nassem Zustand" ist eigentlich nur für die wenigsten Hänger wirklich relevant. Wenn du wochenlang in nassen Klimazonen unterwegs bist, ohne die Möglichkeit deinen feuchten Quilt mal zu trocknen können mag KuFa die bessere Wahl sein. Aber dafür schleppst du halt auch deutlich mehr Gewicht (und Volumen). Ich habe jahrelang Underquilts aus 200er Apex vermietet, und habe das unterschiedlichste Feedback bekommen. Bei 0°C war damit niemandem mehr warm. Aber einige haben schon bei 15°C angefangen zu frieren - andere erst bei 5°C. Mit einem gleich schweren Daunen-Underquilt hätten es wohl die meisten locker bis 0°C geschafft.

    Was die Hängematte betrifft: da musst du dich durchprobieren. Alle Hängematten in deiner Auswahl funktionieren für viele Hänger gut. Ob die jeweilige Hängematte für dich funktioniert weißt du erst nach ein paar Nächten. Glücklicherweise gibt es hier einen Marktplatz, wo man unpassende Hängematten an den nächsten Einsteiger weiterverkaufen kann.

    Auch aus meiner Sicht ist das Tarp der Ausrüstungsgegenstand, bei dem man erstmal sparen kann - sofern das Gewicht keine extrem große Rolle spielt. Es muss nur ausreichend lang (30-60 cm länger als die GE-Hängematte) und breit (mindestens 110 cm würde ich sagen) sein. Silnylon oder Silpoly sind qualitativ hochwertiger als PU-beschichtete Stoffe, aber so lange der Stoff wasserdicht und ausreichend reißfest ist, tut es auch ein Billigtarp. Ich habe mir im letzten Hennessy Odds and Ends Sale ein 12' PU-Tarp für 50 € gekauft, um zu Hause im Garten meine leichten Tarps schonen zu können. Das Tarp ist vergleichsweise schwer und voluminös, aber tut was es tun soll.