Beiträge von Hammock Fairy

    Brauchst du nicht vorführen; ich habe die Wurstpacktechnik schon lange ausprobiert, und die nimmt einfach zuviel Platz in meinem 35 l Rucksack in Anspruch. Eine pralle Wurst lässt sich zwar falten, aber nicht so platzsparend verpacken wie locker gepackte Ausrüstung.

    Abgesehen davon habe ich bei meinen Wurstsäcken auch immer das Problem, dass es ewig dauert, die Luft raus zu drücken. Ich mag Wurstsäcke aber, wenn ich nicht platzsparend packen muss, z.B. für meine Bett-Set-Up, dass ich tagsüber in eine Ecke hänge.

    An den Wookie lässte nix dran kommen, wa?

    Exakt. Derzeit gibt es keinen besseren Underquilt.

    Und so redet man aneinander vorbei.

    Unglückliche Formulierung. Normale Underquilts muss man (meist) nicht verlängern, dafür aber "einstellen". Das heisst hier eine Gummikordel anziehen, dort etwas hochziehen - und trotzdem bleiben große Luftlöcher. Manchmal hilft es, wenn jemand den Underquilt einstellt während man in der Hängematte liegt. Aber die grundlegenden Probleme bleiben bestehen.

    Beim Wooki dagegen muss man gar nichts machen, wenn man ihn mit einer der Hängematten nutzt, für die er designt wurde. Wenn die Hängematte länger ist, muss man lediglich eine Verlängerungskordel anbringen, und einmal vorsichtig die richtige Länge finden. Dazu braucht man niemanden, und es ist auch kein "Einstellen" sondern lediglich ein "Aufhängen". Der Wooki ist eine isolierte Hängematte, und muss eben wie eine Hängematte korrekt aufgehängt werden.

    Er hat halt keine Warbonnet sondern eine Happy Tree Friends oder so.

    Das ist mir klar. Und da die Hängematte mit großer Wahrscheinlichkeit kurz ist, würde ich den Wooki auch nicht empfehlen. Man könnte sich natürlich einen Wooki-Klon nähen. Bei kurzen Hängematten darf der symmetrisch sein, und genauso schmal wie die Hängematte, weil man ohnehin nicht sehr diagonal liegen kann. Die Frage ist nur, ob sich das lohnt. Bevor ich das Underquiltproblem behebe, würde ich erst einmal das Hängemattenproblem beheben.

    Meine Analyse wäre: du hast dir Einsteigerausrüstung geholt, die eben suboptimal ist. Die günstigen Massenhersteller scheinen nicht viel Zeit für die Produktentwicklung zu verschwenden. Der Fokus liegt auf Marketing - und dafür muss die Ausrüstung auf dem Papier gut aussehen, und so günstig sein, dass die Anschaffung nicht lange überlegt werden muss.

    Du kannst den Amazonas Underquilt sicher noch optimieren - bis zu einem bestimmten Grad. Aber wenn du schon weißt, dass Hängemattencamping dein Ding ist, würde ich dazu raten aufzurüsten. Wenn du Zeit und Lust hast, komm doch einfach zu unserem Treffen nächsten Monat. Alternativ wirf mal einen Blick auf die Benutzerkarte.

    Diese Info verunsichert den Neuling ja noch mehr.

    Der Wookie is auch kein Kunstfaser UQ.

    Hab ich auch nicht behauptet. Du hast nur geschrieben, dass der Wooki genauso eingestellt werden müsste wie die UQs von TTTM oder Carinthia - und das stimmt nicht. Mit Warbonnet Hängematten ist der Wooki Plug & Play - und auch mit anderen Hängematten ist die Anpassung kein Vergleich mit anderen Underquilts.

    Ein Underquilt, egal von welchen Hersteller, hängt man nicht einfach so drunter und fertig.

    Er muss halt einmal eingestellt werden. So dass nirgendwo Luft durch pfeifft. Aber er auch nicht zu eng anliegt.

    Das musst Du mit einem hochwertigeren von Ticket to the Moon, Carinthia oder mit einem Wookie genauso machen.

    Am besten liegt einer drin und jemand stellt ihn aussen ein.

    Sorry, aber das ist nicht richtig. Der Wooki muss nicht eingestellt werden, wenn man ihn mit einer Warbonnet Hängematte nutzt. Wenn man ihn unter eine längere Hängematte hängt, muss lediglich die Aufhängung verlängert werden. Aber es gibt nichts einzustellen. Das ist ein Problem von Underquilts, die nicht hängemattenförmig konstruiert sind.

    Über längere Strecken und anspruchsvolleres Gelände kann ich maximal 15 kg schleppen. Das geht aber schon gewaltig auf die Knie. 12-13 kg sind besser. Damit komme ich auf ein Packvolumen von ca. 40 l. Mein Rucksack ist ein 35 + 10 l Rucksack. Damit bin ich bis zu 5 Tage autark (in Gebieten mit Wasserquellen) unterwegs gewesen. Etwas länger wäre noch drin - aber um 2 Wochen ohne die Möglichkeit Lebensmittel einzukaufen unterwegs zu sein, müsste ich die Anzahl meiner Luxusartikel reduzieren, und vermutlich auch knapper planen.

    Also Unterkunft, Matte Tarp SS UQ, dann Küche, Kocher, Spiritus oder Gas Töpfe Kanne, Fressalien für 1 oder 2 Tage Wald, Kaffee 3 bis 4 mal am Tag, Frühstück, Abendessen, plus evtl Ersatzkram, usw.

    Topf - Einzahl. Töpfe sind bei einem Gewicht unter 15 kg definitiv nicht mehr drin, und auch nicht wirklich notwendig.

    Kaffee spare ich mir auch.

    Und Ersatzkram geht auch nicht. Eine saubere Unterhose und ein Paar trockene Socken müssen reichen. Ich nehme auch noch ein leichtes Schlafshirt und eine leichte 3/4 Schlafhose mit, die im Notfall auch als Ersatz-Wanderkleidung funktionieren würden. Tag und Nacht die gleichen verschwitzten Sachen zu tragen habe ich probiert, ist aber nicht meine Tasse Tee.

    Da habt ihr aber ein Schweineglück gehabt, dass nur die Ridgeline gerissen ist, und euch nichts passiert ist! Beim nächsten Häng solltet ihr euch nicht mehr auf euer Anfängerglück verlassen, sondern jeden Hängebaum inspizieren. Baumstamm genau anschauen: wenn es Löcher gibt, die Rinde teilweise beschädigt ist, oder Schwämme am Baumstamm wachsen ist der Baum sofort Tabu. Hoch in die Krone schauen: abgebrochene oder tote Äste sind kein gutes Zeichen.

    Auch die direkte Umgebung sollte man sich genau anschauen. Der tote Baum 5 m weiter kann ebenfalls gefährlich werden. Oder der tote Ast vom Nachbarbaum.

    Das alles gilt doppelt, wenn man zwei Hängematte an einen Baum hängen will. Schon eine Hängematte ist eine große Belastung für den Baum. Ich versuche deshalb möglichst junge Bäume zu wählen. Zum einen ist die Chance, dass sie krank sind geringer, zum anderen tut es weniger weh wenn ein kleiner Baum oder ein Ast davon auf einen fällt...

    Re Ridgeline: Schreib doch am besten Ulrich direkt an und frage nach. Ich wäre vorsichtig damit, die CH ohne Ridgeline zu verwenden, weil die Belastung auf den Stoff mit zunehmend flacherem Hängewinkel exponentiell steigt. Wenn du es raus hast, den richtigen Hängewinkel zu treffen, kannst du sicherlich auch ohne hängen. Aber wenn du dich verschätzt, reißt dir am Ende auch noch die Hängematte.

    :D Das schreibt man "Duct tape", weil es für Heissluftleitungen (in Englischer Kurzform "duct") benutzt wird...

    Richtig, aber Duct Tape kommt wohl von Duck Tape:

    "Duck tape" is recorded in the Oxford English Dictionary as having been in use since 1899;[2] "duct tape" (described as "perhaps an alteration of earlier duck tape") since 1965.[3]

    Es gibt sogar eine Marke dieses Namens.

    Über Beaks hab' ich letztens auch mal nachgedacht, aber afaics haben die auch Nachteile:

    Man braucht vier(!) Heringe extra - und das pro Seite!

    Das hängt wohl von deinem Design und dem gewünschten Aufbau ab. Ich denke, es wäre möglich, die Beaks so zu schneiden, dass keine zusätzlichen Heringe nötig sind.

    Ich überlege, mal ein langes, rechteckiges Tarp (3m * 4,5m?) mit vielen Schlaufen an den langen Seiten zu probieren. Damit hätte man genug Reserven für Türen - und wenn man sie nicht braucht, ein sehr geräumiges Dach ;-). Wahrscheinlich könnte man das auch ein Stück kleiner machen, aber dann hat man Probleme, wenn die Bäume zu dicht beieinander stehen (bei drei Metern könnte man das Tarp einfach drehen).

    Das ist dann wohl auch der große Vorteil der Speziallösungen: Dass sich der geschützte Raum nach unten verjüngt, ist eigentlich ja nicht schlimm - aber dass die Ridgeline länger wird, stört dann schon…

    Das ist genau der Punkt. Wenn das Tarp mehr als 60 cm länger als die Hängematte ist, muss man es schon sehr hoch hängen - und verliert dann automatisch Seitenschutz. Deshalb sind Tarps mit Türen nicht rechteckig geschnitten.

    Warum Warum Snakeskin war mir immer schleierhaft.

    Weil die so eingepackte Ausrüstung (Tarp oder/und Hängematte) wie eine Schlange aussieht.

    Soweit ich weiss ist "SnakeSkin" der Markenname von Hennessy Hammocks. Bei Dutch heißen sie Tarp Sleeves. Warbonnet und Simply Light Designs nennen sie Tarp Skins. Amazonas verwendet den Begriff Tarp Socks. Deshalb ist der Name im deutschsprachigen Raum vielleicht bekannter.

    Für mich ist ein Sock auch etwas geräumigeres wie ein Wind bzw. Winter oder Bug Sock, kein Packsack. Aber erfindet ja jemand noch einen besseren, deutschen Begriff.