Beiträge von Sundance

    Nicht heute, aber gestern gemacht.

    Ich habe einen Edelstahlbecher, der mich schon seit Jahren auf meinen Reisen beleitet. Nun kam mir die Idee, diesen auch als Topf zu verwenden. Anlass war die geniale Seite von zenstoves.net.

    Also flugs die Maße eingegeben, einen Prototyp aus Papier ausgedruckt und zusammen geklebt. Mit Sprühkleber auf etwas festerem Papier fixiert, zugeschnitten, gefaltet und Paßgenauigkeit getestet. Danach das Ganze noch einmal mit veränderten Maßen wiederholt. Passt.

    Dann 0,5mm Alublech gekauft, mit der neuen Schablone übertragen und mit der Blechschere zugeschnitten. Erstes Fazit: Das Blech hätte noch eine Nummer dünner sein können.

    Das alles ist nicht UL, dafür aber stabil. Leider ist der Windschutz so stabil, dass man ihn nur mit Mühe einrollen kann.

    Becher: 159g, Windschutz: 89g, Trangia: 110g.

    Jetzt suche ich noch eine Dose ohne nach innen gebogenen Rand, wo ich Windschutz, Trangia, usw. gut verstauen kann.

    Inzwischen habe ich meine erste Nacht in der Hängematte im Garten hinter mir - zwischen Mammutbaum und Schaukel.

    Leider ist das eine Handy-Foto ziemlich verwackelt. War ich wohl zu aufgeregt.

    Geschlafen habe ich in weiten Teilen der Nacht sehr gut. In Ermangelung eines Underquilts habe ich meine Isomatte mit in die Hängematte genommen. Das funktionierte ziemlich gut, nur leider ist die Kombi Oberfläche Isomatte / Hängematte ziemlich laut. Jedesmal, wenn ich mich gedreht habe, bin ich von dem Lärm aufgewacht, den ich selbst verursacht habe.

    Ich habe mir eine Warbonnet Lightweight Double Eldorado gekauft. Eigentlich hätte sie Charcoal Grey sein sollen, tatsächlich ist sie aber eher dunkelbraun.

    Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die Ridgeline eine vernünftige Spannung hatte. Am Anfang hatte ich zu viel Abstand zwischen meinen Abspannpunkten und kam dann nicht hoch genug. Nun ja, das habe ich also gelernt.

    Als Tarp habe ich das Thunderfly. Ich habe es an einer durchgehenden Parachordschnur aufgehängt und dann auch mit Parachord abgespannt. Vor allem die Abspannung nach unten hin hat extrem nachgegeben. Vielleicht lag es daran, dass das Parachord noch neu ist, vielleicht auch an dem Silnylon des Tarps, vielleicht auch an beidem. Ich musste so einmal mehr nachspannen, was aber kein Drama war. Vielleicht tausche ich eines Tages das Parachord gegen einen anderen Tampen aus.

    Was ich noch verändern will, ist, dass ich direkt an die Hängematte Continuous Loops befestigen werde (gebastelt habe ich sie schon) und diese dann mit FishHooks an den Whoopie Slings befestigen möchte. Und für den Mammutbaum waren die Dynaweave Straps deutlich zu kurz. Da hat dann ein Spanngurt ausgeholfen.

    Ich werde dieses Jahr wohl nicht mehr raus kommen, aber nächstes Jahr will ich das unbedingt ausprobieren. Da ich zwei Hängematten habe, vielleicht mal für eine Nacht mit unserem Sohn; mal sehen.

    Und: Wie ihr lest, sind mir eine Reihe der Fachbegriffe aus der Subkultur der Hängemattenschläfer inzwischen vertraut ;)

    Ok, das sind dann ja schon mal Anhaltspunkte. Von einer Gepäckhängematte lese ich hier z.B. zum ersten Mal.

    Wie Frage "Wie schwer denn der Rucksack sein darf?" war missverständlich formuliert. Ich meinte eigentlich: "Wie viel Gewicht kann ich in Form eines Rucksacks noch zusätzlich an die Hängematte ranhängen?"

    In diesem Jahr hatte ich meinen großen Rucksack mit und da wir in den sieben Tagen zwischendurch keine Lebensmittel nachkaufen konnte und wir alle fünf gute Esser sind, war es zu Anfang entsprechend viel; danach jeden Tag ca. 800g weniger. Aber es stimmt natürlich, dass ein guter Teil des Gewichts nachts nicht im Rucksack ist.

    Ich denk mal über eure Varianten nach...

    Moin,

    wer hängt seinen Trekking-Rucksack und seine Schuhe wie und wo an die Aufhängung der Hängematte?

    Und: Wie schwer darf der Rucksack sein?

    Und: Verändert sich dadurch die Aufhängung der Hängematte?

    Ich vermute, dass der Regenschutz besser ist, wenn der Rucksack unter der Hängematte liegt. Aber dafür würde er für Tiere unereichbar werden? Oder gibt es noch andere Gründe, warum man das tun könnte oder sollte?

    -Helge

    Herzlichen Dank für die freundliche und nette Begrüßung!

    Tja, jede "Subkultur" hat eben auch ihre Fachbegriffe, das ist wohl so.

    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob ich mich mit dieser Art und Weise des Schlafens anfreunden kann. Die Idee dahinter gefällt mir bisher sehr.

    Und ja, ich mache dann mich dann jetzt mal auf die Suche nach einem Thread mit der Frage nach einem Einsteiger-Standard-Setup mit Aufhängung und Tarp und mache sonst selbst einen auf.

    Moin in die Runde,

    ich klinke mich mal hier ein.

    Ich habe mir gerade meine erste Hängematte bestellt und bisher noch in keiner geschlafen. Wir waren jedoch in diesem Jahr als Familie (Vater + Mutter + 15J + 10J + 8J) zum zweiten Mal Schweden (Bergslagsleden) wandern und auf dem Weg haben wir immer wieder einen Vater mit seinem Sohn getroffen, die abends ihre Hängematte aufgehängt haben. Da die Hängematten Moskitonetz und Tarp hatten, waren ihnen nachts die Mücken egal. Außerdem konnte der Boden darunter sein, wie er wollte. Wir dagegen mussten für unser 3-Personen Zelt eine halbwegs gerade Fläche suchen. Unser Sohn und ich haben dann unter dem Tarp (3x4m) oder in den Schutzhütten geschlafen. Seitdem wir nun zurück sind, habe ich gleich mal Tante Suchmanschine angeworfen und lese mich ein. So bin ich hier gelandet.

    Ich bin also ein Neuling mit Null Hängemattenerfahrung. Die meisten Tipps (Wander-Tricks / Camping-Tricks), die ich hier lese, gelten fast 1:1 für Menschen, die im Zelt schlafen. Viel verwirrender finde ich die Begrifflichkeiten und für die verschiedenen Tampen und Schnüre, sowie Klemmen und Karabiner etc.

    Und dann perfektioniert jeder sein SetUp für sein Bedürfnis. Was mir noch helfen würde, wäre die Beschreibung eines Standard-Setups ohne Schnickschnack inkl. Tarpaufhängung. Aber vielleicht habe einen solchen Eintrag auch nur noch nicht gefunden.

    Und dann schließen sich weitere Fragen an: Kann ich den Rucksack und Stiefel auch noch mit aufhängen? Wie schwer darf er dann höchstes sein und wo hänge ich ihn dann am Besten ein?

    Ein Nachteil ist das höhere Gewicht: Unsere beiden Zelte wiegen 3,4kg (Staika) bzw. 3,1kg (NoName Tunnelzelt). In ihnen zusammen können wir mit 5 Personen schlafen. Bei einer Hängematte (850g) mit Tarp (650g) und Underquilt (650g) bin ich bei 2,15kg pro Person. Das ist sehr viel, wenn man mit Familie unterwegs ist und nicht jeder sein Gepäck alleine tragen kann. Von den Kosten mal zu schweigen. Daher habe ich auch erst einmal nur zwei und keine fünf Hängematten, etc. geordert. Lasse ich den Underquilt weg und nehme erst einmal meine Isomatte, gleicht sich das Gewicht schon wieder an.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn es hier um Anfängertipps geht und ich eine Bitte äußern darf, dann fehlen zurzeit noch die Tipps für ein schlichtes Standard-Setup mit verständlichen Begriffen. Mir sind Begriffe wie z.B. Continuous Loop, Woophie-Sling, Tree-Hugger, ... noch nie vorher in meinem Leben begegnet. Der Artikel "Eine Einführung in das Hängemattencamping" hilft hier schon, könnte jedoch noch genauer sein.

    Foren sind schon großartige Einrichtungen. Ich lese hier gerne mit und lerne dadurch viel. Danke also an alle, die ihr Fachwissen hier teilen.

    -Helge