Beiträge von grobinger

    Er sagte, er habe von seinen deutschen Kollegen gehört, dass sich in Deutschland illegale Camper zunehmend aktiv hinter einer Gesetzeslücke verstecken, wonach eine Übernachtung in der Hängematte nicht eindeutig verboten ist. Er sagte auch, dass die deutschen Kollegen hoffen, dass ein generelles Verbot für Hängematten in der Zukunft kommen würde, wenn das Hängemattencamping zunimmt.

    Mal meine 2 cents dazu: Ich finde es ein seltsames Staatsverständnis, wenn dem Bürger unterstellt wird, sich hinter einer Rechtslücke zu verstecken. In einer freiheitlichen Demokratie ist alles was nicht verboten ist, halt zunächst mal erlaubt und man muss sich nicht für die Wahrnehmung seiner Grundrechte irgendwie rechtfertigen, sondern das Gegenteil ist der Fall, der Staat muss ein etwaiges Verbot begründen und zwar unter Würdigung der dadurch eingeschränkten Grundrechte. Falls der Gesetzgeber irgendwas vergessen hat, nicht mein Problem. Für entsprechend sensible Bereiche wo es eben überhaupt nur Ranger gibt, sind meist ja eh noch viel strengere Regeln in Kraft, so dass es ja überhaupt keine Notwendigkeit für ein explizites Hängemattenverbot gibt. Da haste dann meist abseits der Wege sowieso überhaupt nix verloren, sei es mit Zelt oder Hängematte oder auch einfach nur so ohne Übernachtung. (siehe diese Siebengebirgediskussion)

    Ich habe 0,0 Skrupel in einen durchschnittlichen Nutzwald zu hängen, wo viel viel viel mehr störende Dinge passieren, als ich mit meinem Ruhebedürfnis. Ich mache nachts keinen Lärm (außer angeblich zu schnarchen) und am nächsten Tag kann keiner mehr erkennen wo ich überhaupt gewesen bin. Ich wurde auch noch nie von irgendeinem Ordnungshüter behelligt. An frequentierten Wanderwegen mache ich gerne in der unmittelbaren Nähe von Schutzhütten/Grillplätzen Rast. Ingesamt muss man halt auch sehen, dass der Großteil der Userschaft hier nicht das Problem ist, sondern irgendwelche Horden von Flegeln die Scandtracks in der Prärie ablädt oder in anderen sensiblen Bereichen wo man halt einfach nix zu suchen hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit negativ aufzufallen umgekehrt proportional zur Hängemattenlänge ist ;) (OneWind könnte das natürlich ändern ^^ ) Die Notwendigkeit hier nur noch hochkonspirativ hinter vorgehaltener Hand davon zu berichten, dass man irgendwo im Wald gepennt hat, sehe ich beim besten Willen nicht. Ist ja auch albern weil vollkommen offensichtlich was wir mit dem ganzen Zeug so machen...

    Ich denke, das das Warbonet Tarp durch den Cat Cut Schnitt aufgespannt an Laenge verliert im Vergleich zum Dutch Tarp. Ich kanns die Tage mal genau messen im Vergleich.

    Mein Hammock Gear Palace kriegt die Türen auch nicht komplett übers Dreieck. Wobei der Vergleich bei den Brücken eh so ein bißchen fehlerbehaftet ist, weil die Aufhängepunkte zumindest bei der Ridgerunner oder der Koma nicht fixiert sind durch die ridgeline, wer straffer aufhängt braucht ein längeres Tarp.

    In Summe mag es sein, dass es mehr eine gefühlte Sicherheit vor Regen ist als eine echte. Nur wenn der Wind geht und ungünstig kommt, dann kann es schon sehr helfen. So zumindest meine Wahrnehmung. Aus Gewichtsgründen würde ich auch nicht auf die Türen verzichten. Ob das 13' Tarp 550 g oder vielleicht 580 g wiegt, ist für mich nicht relevant. Und mehr Gewicht wird es am Ende nicht sein. OK, ein paar Gramm noch für die Abspannschnüre, aber auch das macht es dann nicht aus. Ansonsten habe ich noch festgestellt, dass ein zusätzlicher mittlerer ground tie out bei 13' quasi ein must have ist. Insbesondere wieder bei Wind. Da machen drei Abspannpunkte pro Seite echt eine Menge aus.

    Ich glaube auch dass es überwiegend eine Gefühlssache ist, ob man das braucht oder nicht. Kommt natürlich drauf an was man so macht, wenn man monatelang in der Prärie unterwegs ist und mit gröbstem Scheisswetter rechnung muss, sind die Paar Gramm in Türen gut investiert. Ich brauchs aber halt nie und tatsächlich gehts mir weniger ums Gewicht (es gibt sich ja wirklich nicht viel) sondern ich bin einfach sagenhaft faul und ein einfaches Hextarp ist halt am schnellsten in der Handhabung :)

    Natalie man muss die auf jeden Fall mit einer Luftmatratze (Isomatte geht nicht) verwenden. Die ist aber natürlich universal einsetzbar. Hängematte mit Luftmatratze sind in der ultralight Version bei 2kg. Also geringfügig mehr, als bei anderen Hängematten. Ich finde, dass es durchaus vorteilig ist, wenn man nicht so viele Pakete hat (wie zB bei Amazonas...)

    "ultralight". Das Gesamtpaket ist so schwer, dass man stattdessen auch zusätzlich zu einem normalen Gathered End setup ne zusätzliche Isomatte mitnehmen könnte. Da ist die crosshammock das deutlich stimmigere Paket...

    Zum UQ:

    Der Lynx ist prinzipbedingt (Gummibänder) am Fußende nicht ganz so lang wie die Hängematte. Selbiges gilt auch für den Ridge Reaper von Loco Libre, der ist nur an den Ecken etwas (!!!) großzügiger vom isolierten Bereich her, am Fußende selbiges Spiel. JRB hatte ich noch nicht in der Hand, aber grundsätzlich liegen die "konventionellen" UQs vor allem im Arschbereich nicht so gut an wie das ein Lynx(klon) tut, es geht also ein bißchen Wärmepotential verloren. Wenn Du nicht einen UQ für eine GE mitnutzen möchtest und auch im Winter rausgehst, würde ich Dir dringend zum Lynx oder Loco Libre raten. Falls für Dich Gebrauchtkauf in Frage kommt: Ich habe einen 0F Lynx loszuwerden weil ich ihn durch einen locolibre ersetzt habe, war aber bisher zu faul ihn in den Marktplatz zu stellen.

    UQP:

    Das Outdoorline Teil tut was es soll, aber merke: Je dünner der Stoff, des geringer die Schutzwirkung natürlich.

    Tarp:

    Das kommt darauf an wieviel Wetterschutz Du möchtest. Wenn ich leicht unterwegs sein will, nehme ich oft nur ein Hammock Gear 12ft Hextarp aus DCF mit, also 3,6m x 2,7m. Wenn ich mit Regen rechne wird es meist ein 13ft Hextarp in 3m Breite oder ein 12ft Rechteck DCF von Dutch (auch 3,6m x 2,7m). Türentarps benutze ich nicht mit der Bridge. Zur Not kann man mit dem Rechteck Türen improvisieren. Das finde ich schon einigermaßen palastig und reicht mir vollkommen aus. Erfahrungsgemäß ist es nicht notwendig, dass das Aufhängedreieck unterm Tarp ist, ggf eben an driplines denken. Mir ist die Ridgerunner ein einziges mal abgesoffen und es lag ausschließlich an den fehlenden driplines, das Wasser ist über die Aufhängung vom Baum in die Matte gelaufen, ein größeres Tarp hätte das auch nicht verhindert. BX.33 hat da ne andere Meinung glaube ich was die Tarps angeht, kann ja gerne mal seinen Senf dazugeben ;) Ich halte ein Riesentarp für die Brücke vollkommen überflüssig, die Matte selbst ist ja viel kleiner als eine Gathered End. Auch die Gefahr des Durchstechens halt ich für vollkommen überbewertet, vor allem wenn man noch Gummischnüre am Tarp hat. Bei starkem Wind würde ich eher auf UQP oder eine Windsocke setzen, als zu versuchen das Tarp ganz zuzumachen.

    Klar, hängt einem bei der HM das Netz im Gesicht rum oder hat man genug Raum wenn man in der HM liegt?

    Im Gegensatz zum integrierten Netz spannt sich einen Netzsocke ja sozusagen selbst, weil überschüssiges Material nach unten hängt bzw zieht. Ein Abspannen ist so eigentlich nicht nötig.

    Von der falschen Platzierung abgesehen, ist es schwierig das ferndiagnostisch zu beurteilen anhand von Fotos, vor allem wenn niemand in der Matte liegt. Die Enden schauen allerdings sehr offen und zugig aus und normalerweise sollte ein UQ stramm anliegen, wenn niemand in der Matte liegt, sollte er diese also nach oben ziehen.

    Wenn die Aufhängepunkte 3,6m auseinander sind, ist die Ridgeline viel zu lang, was dann auch alle weiteren genannten Probleme erklärt. 12 Fuß ist ab ca. 1,85m Köroergröße schon die sinnigste Größe.

    Also ich würde niemal ohne mindestens eine brauchbare Lampe rausgehen. Ja, im Sommer zumindest geht es zu 99% auch ohne, aber spätestens wenn irgendwann mal irgendein Notfall eintritt, sollte man was haben. Die paar Gramm sind dann zumindest in meinen Augen der Unterschied zwischen ultralight und stupid light.

    Ich habe nur eine 12' BE von Onewind und schlafe darin sehr gut, aber ich würde jetzt lieber einen steiferen Ripstop haben, als den Onewind 70D. Der ist ok, aber es gibt deutlich besseres Ripstop.

    "Besser" ist da eigentlich Geschmacksfrage und muss persönlich ausprobiert werden. Ich finde zb Hexon 1.6 am "besten", das wäre Dir zb zu stretchig wenn Dir das OneWind 70D nicht hart genug ist. Für Anfänger sind solche Ratschläge schwierig wenn man das nicht einordnet. Jeder Arsch ist anders, als Startpunkt ist Hexon 1.6 oder das DreamTex von WB oder der 70D von OneWind schon vernünftig.

    Ich bin eigentlich nur auf der Suche nach einem funktionierenden Hängematten-Setup zu einem vernünftigen Preis.

    Ich will nichts billiges, sondern preiswertes. Der Tenor zu Onewind war hier im Forum eigentlich durchweg positiv, weswegen meine Wahl darauf gefallen ist.

    Auf dem Papier hat OneWind für Anfänger ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Leider häufen sich die Rückmeldungen über Falschlieferungen und Montagsmodelle. Gerade für Anfänger ist das sehr ärgerlich, da man eigentlich dann auf Hilfe von "Experten" angewiesen ist. Eine extralange ridgeline ist natürlich auch großer Unfug, die Verstellbarkeit ebenso ein Nichtfeature.