Beiträge von Freihaenger

    Schon länger angekündigt möchte ich nun eine Anleitung für die Herstellung von Baumgurten aus Sicherheitsgurten vorstellen. Es gibt verschiedene Ausführungen und ebenso verschiedene Arten der Herstellung.

    Da unsere Nähmaschine etwas betagt ist und heute auch erstmal repariert werden musste ist das Ergebnis nicht ganz so schön, aber dennoch gut genug um es vorzuzeigen.

    Zunächst stelle ich die Variante mit verjüngten Schlaufen in der aufwändigen Form (meine bevorzugte Variante) vor:

    Ausgangsmaterial:

    • Autogurt, 2,25m lang, 4,5 bis 5cm breit
    • Alterfil S80
    • 100er Jeansnadel

    Die Enden des Gurts werden gerade abgeschnitten und langsam und vorsichtig abgeflammt. Zum Schneiden verwende ich ein Keramikmesser, welches mit einem Zug und viel Druck quer über den Gurt gezogen wird.

    Zur Herstellung der Schlaufe sind folgende Schritte notwendig:

    Vom Ende gemessen nach 11cm den Rand von beiden Seiten längs zur Mitte einklappen und mit einer Zickzack-Naht fixieren. Die Ränder sollen sich in der Mitte berühren.

    Von dieser Naht ausgehend jeweils nach 2,5cm zu beiden Seiten eine weitere Quernaht anbringen.

    Nun den Spalt zwischen den Quernähten mit einer Längsnäht verschließen. Der Gurt hat nun eine Sanduhr-Form gebildet. Hier die spätere Außenseite.

    Jetzt wird die Schlaufe vorbereitet, dazu klappt man das Ende in Richtung des Gurts, das dass die "offenen" Stellen innen liegen und die mittlere Quernaht das Ende bildet.

    Der breite Bereich wird nun über 4-5cm verteilt mit 5 Quer verlaufenden Nähten fixiert, so dass eine Schlaufe mit 5,5-6cm Durchmesser entsteht.

    Je nach Belieben kann man das ganze am anderen Ende wiederholen.
    Viel Spaß beim Nähen!

    Ich hoffe dass dies deine Fragen beantwortet:

    • Mir ist noch nie Wasser in die Matte gelaufen, ich habe aber immer eine Tropfleine an der Abspannung. Zudem bevorzuge ich 12ft Tarps mit Türen und habe bisher immer Seile anstelle von Bändern verwendet.
    • Am anderen Ende habe ich einfach eine 4 Zoll Zing-it Evoloop drüber gewickelt.
    • Da ich die 8er Evoloops zweimal durch die Matte ziehe sind sie recht kurz, etwa Zeigefingerlänge. Hier nochmal das Kopfende mit neuem, orangefarbenem 7/64 ;)
    • Es sollte selbst beim Hennessy-style funktionieren. Da man da nur einen Strang hat muss man halt die Evoloop nach jedem Seitenwechsel einmal um 180° verdrehen.
    • Man kann den Packsack weiterhin öffnen, aber an diesem Ende nur noch ca. 4cm. Für Whoopies etc. ist das kein Problem.

    Wenn es günstig und leicht sein soll, ohne viel Bling, dann empfehle ich folgendes:

    • Alte Kfz Gurte als Baumschlingen, zur Not mit geknoteten anstelle von genähten Schlaufen
    • Das ummantelte Dyneema Seil von Extremtextil, hält Knoten und lässt sich wieder lösen.
    • Als Knoten den Hennessy 8er Knoten um das Seil mit dem Gurt zu verbinden
    • Um das Seil mit den Schlaufen der Matte zu verbinden einen Schotstek mit Sicherung oder im Hennessy-Stil die Schlaufe entfernen und direkt durch das Ende des Seils ersetzen

    Das Setup ist zwar nicht ganz so komfortabel wenn es um das Verstellen geht, aber viel Zeit benötigt man nun auch nicht. Baumgurte sollten in Form einer 9 vom Baum abgehen.

    Für das Tarp:

    • Spitzdach (A-frame)
    • materialschonend sind Schnüre mit etwas Dehnung, daher würde ich am Anfang nicht unbedingt Dyneema verwenden. Ein 275er Paracord oder Nylon-Maurerschnur aus dem Baumarkt tun es auch
    • Wenn doch Dyneema, dann eine durchgehende Firstleine und
    • zum einfacheren Verstellen ein paar einfach geknotete Prusikschlaufen
    • Knoten: Palstek, Fuhrmannknoten, Topsegelschotstek, Schotstek, Prusikknoten und der Ewenkenknoten
    • Gekaufte oder geschnitzte Heringe

    Für gute und günstige Verbindungen mit Schlaufen und Knoten empfehle ich den Kanal von Jeff Myers in der Röhre.

    Weitere Anmerkung: Mir ist eine Unaufmerksamkeit unterlaufen. Die richtige Orientierung der Aliens ist entscheidend um Schäden am Seil zu vermeiden. Erneute Tests haben das bestätigt. Die Korrekturen habe ich eingearbeitet.

    Ich habe dem Eröffnungsbeitrag noch zwei Fotos hinzugefügt und hoffe dass die Einfachheit und Machart der Verflechtung nun klar zu erkennen sind.

    Wichtig ist noch zu erwähnen, dass im aufgehängten Zustand die Wicklung gestreckt werden muss, damit einzelnen Windungen voneinander Abstand haben und eng an der Schlaufe anliegen. Im ersten Bild kann man das gut erkennen.

    Durch das beständige Bestreben weniger Fummelei zu haben, habe ich eine äußerst praktische, mir bisher unbekannte Tropfleine entdeckt. Ursprünglich wollte ich nur den Packsack am Kopfende der Hängematte befestigen, doch löst diese Art der Befestigung gleichzeitig das Problem der Tropfleine bei doppelten Seilsträngen.

    Die Schlaufe des zweiendigen Packsacks und die Schlaufe der Hängematte habe ich einfach mehrfach ineinander geschlungen, so dass etliche Wasserabweiser pro Strang entstehen.

    Darüber hinaus verliere ich den Packsack nicht mehr und habe das Kopfende markiert. Die Funktion und Beweglichkeit der Schlaufe der Hängematte bleiben erhalten.

    Gestern eine kleine Radtour ins Naturschutzgebiet zusammen mit meiner Frau unternommen. Buch eingepackt, mit den Loop Aliens experimentiert und 8 Stunden abgehangen. Irgendwie nicht zum Lesen gekommengelesen...

    Ein Tarp mitzunehmen hätte den leichten Sonnenbrand verhindert, denn mit Bäumen ist es etwas karg geworden:

    Unser alter Übernachtungsplatz, wie auf meiner Profilseite zu sehen, nachdem die Bäume die durch die Trockenheit gestorben sind, gefällt wurden. Erschreckend ist, dass vor allem die Bäume am Flussbett des Rheins gelitten haben. Der Wald ging im letzen Jahr noch bis ins Wasser.

    Kleines Update vom Osterhäng:

    Ich bin mit meiner Frau auf den Rädern unterwegs, daher bin ich mit einem neueren Modell der Chameleon unterwegs. Diese ist auch 1.0 außen und 1.6 innen.

    Die Versuche hatte ich mit einem der ersten Modelle der Chameleon durchgeführt.

    Auf den Fotos erkennen man deutlich, dass die innere Lage straffer ist und die äußere "Luft hat".

    Ich war mir dieses Unterschiedes nicht bewusst, habe aber nun die Erklärung, weshalb das mit den eingelegten Decken manchmal sehr gut und manchmal, wie beim Test, nicht so gut funktioniert hat.

    Der Fertigung des neueren Modells ist die zuvor erwähnte Konversation mit dem Team von Durchware vorausgegangen. Ich denke dass dies zu dem deutlichen Unterschied geführt hat.

    Eine neue Bridge Hammock, ok - aber festzurren? Das ist ja eher ein an Seilen gespanntes Bett oder Treetent, für mich ist das nichts. Ohne sie fest zu zurren sieht das für mich jedenfalls wie ein klassisches flipover-device aus.

    Aber immerhin bereichert sie den Markt und sie wird ganz sicher Liebhaber finden.

    Ich war heute morgen wohl noch nicht ganz wach

    Das wäre keineswegs ungewöhnlich (auch das "morgens nicht ganz wach sein" :P), die Hennessy Deep Jungle ist aus einem Dyneema-verstärkten Ripstop Nylon.

    An meinem Tensa4 Gestell ist die Ridgeline eine UCR und die Abspannleinen auch. Ich selber habe noch nie eine gemacht, komme aber mit den vorhandenen Leinen gut klar. Bei mir hat auch noch nie eine nachgegeben - allerdings sind sie mit einem Prusik gesichert.

    Ich habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht.

    Bei meinem neuen Tensa4 sind auch UCRs allerdings ohne Prusik Sicherung im Lieferumfang gewesen. Ich sichere sie mit einem separaten Prusik.

    Generell halte ich nicht viel davon, da sie das Würgeprinzip nicht gut umsetzen (Zug nur von einer Seite). Ich habe Mal welche auch dem dicken Dyneema Seil von Extremtextil gespleisst, da es wesentlich glatter als das Amsteel ist, rutschen sie damit sogar noch bis zur doppelten Länge des bury durch.

    Ein weiterer Nachteil ist, dass sie aufgrund des längeren bury eine größere Minimallänge haben.

    Bei ummantelten Seilen mit Dyneema-Kern erhitze ich vor dem Schneiden den Mantel über 1-2cm, so dass er sich zusammenzieht und versteift, je nach Material auch verschmilzt. Nach dem Abkühlen schneide ich die verhärtete Stelle dann mittig durch, mit dem Ergebnis, dass die beiden Enden fast wie getapte Schnürsenkelenden wirken. Der Dyneema-Kern ist dann fixiert.

    Nur mit dem Feuerzeug nicht zu nah dran gehen, das ganze muss bei niedriger Temperatur geschehen.