Beiträge von BoundryWaters

    Na ja, warm wird es hier natürlich auch und allein wegen Packmass und um nicht venten zu müssen, möchte ich im Sommer auf das richtige setup zurückgreifen können. Daher würde ich es in Deutschland wohl auch so machen. Zwinged nötig ist ein leichter UQ im Sommer sicherlich nicht.

    Ich suche mir auch die quilts nach den zu erwarteten Temperaturen aus. Dabei geht es um das Packmass und benötigte Wärmeleistung. Warum mehr mitschleppen, als man braucht? Man kann sicherlich wie oben beschrieben „venten“ und bei UQs ist es mit dem Rating auch nicht so kritisch wie mit dem TQ, doch ich würde auf jeden Fall ein Kalt - und Warmwetter setup enpfehlen.

    So langsam dämmert es mir, dass ich mich besser hätte ausdrücken sollen.

    Da ich mein altes Equipment (Schlafsack, EVA-Matte) weiterverwenden möchte bezieht sich das Budget nur auf Hängematte und Tarp.

    Die Empfehlung mit Khibu ist ja mittlerweile mehrfach gekommen. Insofern schaue ich mir das mal an (sobald ich wieder auf die Webseite komme).

    Ich finde Du hast Dich ganz gut ausgedrueckt, aber nicht jeder scheint sich Deinen Beitrag ordentlich durchzulesen. Ich habe mir damals eine Warbonnet XLC gekauft und bei gutem Wetter mit Isomatte ausprobiert und fuer gut befunden. Dann kamen tarps, quilts usw.

    Wenn Du erstmal eine Isomatte verwenden willst, dann empfiehlt sich eine doppellagige HM, so dass Du ein Fach zum Einschieben der Matte hast und diese dann auch nicht verrutscht. Eine HM mit (abnehmbaren) Moskitonetz waere ebenfalls ratsam. Ich wuerde mal Treegirl kontaktieren und sehen, ob Du eine Blackbird XLC, doppellagig in der leichteren Version bekommen koenntest. Keine Ahnung was die bei Ihr im shop kostet, aber vielleicht hast Du dann ja noch etwas Geld fuer ein Tarp uebrig. Da koennte ich Dir ein 11 Fuss Thunderfly empfehlen. Wenn das nichts fuer Dich ist, bekommst Du Beides auch wieder leicht verkauft. Ein set up dieser Art benutzen viele Foristen und damit kann man als Anfaenger (und Fortgeschrittener) eigentlich nichts verkehrt machen.

    Goose Down Booties von der Firma Feathered Friends sind das Ticket. Die werden sicherlich auch nach DE liefern. Nicht ganz billig, das Geld aber wert. Benutze ich jeden Winter und hab noch nie kalte Fuesse gehabt. Außen hast Du einen Überschuh, mit dem man den Booties als Hausschuh benutzen kann, oder wenn man Nachts mal kurz raus muss. Der ist dann für das Schlafen aber schnell abgestreift.

    Diese Einwegprodukte produzieren nur noch mehr Müll und kosten auf die Dauer auch mehr Geld.

    Aber rutscht die denn nicht in der Mitte der HM zusammen, wenn du dich reinlegst?

    Meine Decke ist ziemlich dick und doppelt gefaltet ist das beim reinlegen nicht wirklich ein Problem. Da ich Seitenschlaefer bin, verrutscht sie aber manchmal etwas beim drehen, aber man lernt damit umzugehen. Ich war letztes WE wandern und die Temperaturen gingen Nachts in den leichten minus Bereich. Ich hatte meinen Swanndri wollsweater dabei und habe mir den dann Nachts noch in die Matte gelegt, um den Quilts noch etwas Unterstützung zu geben. Das hat auch gut funktioniert und beim wandern schleppt man ja nicht unbedingt eine Wolldecke mit.

    Ich bin ja sehr begeistert von Wolle und hatte auch 3 Felle im Haus, bis ich sie weggegeben habe, wegen Hausstauballergie der Kids... Irgendwie bereue ich das jetzt, für draußen im Garten in der Hängematte wär das ja echt was gewesen... Auch ohne Allergie sind die Felle halt Staubfänger, oder wie macht ihr das? Wolle selbst ist ja kaum allergen, soweit ich weiß. Was wir noch haben, ist ein Wolle Unterbett von Frau Wolle. Das ist wahrscheinlich zu weich für in der Matte... vielleicht probier ich es doch mal noch aus.

    Eine schoene dicke Wolldecke doppelt gelegt ist in der kalten Jahreszeit immer gut und gehoert bei mir zur Winter Standard Ausruestung!

    Danke für eure Antworten!

    Ich hatte das Cover übrigens nur über den Quilt liegen, geatmet habe ich bei den etwa -4°C draussen (Mütze und Schlauchtuch). Deshalb war ich auch so erstaunt über das viele Kondenswasser. Ich denke, es hat damit zu tun, dass das Cover sehr schnell die negative Temperatur angenommen hat und dann dort das Wasser zwischen der losen Berührungsfläche von Cover und Quilt kondensiert, teilweise gefroren und teilweise (wieder) aufgetaut ist. Es war auch sehr neblig gewesen (ca. 97% Luftfeuchtgigkeit gemäss Wetter-App). Das Argon 67 (Quilt) wie auch das Argon 90 (Cover) verfügen beide über eine DWR-Beschichtung, wie ich jetzt gerade auf der Website von DutchWare sehe. Ich hatte bisher tatsächlich noch nie ein Problem mit einem nassen Quilt gehabt, war aber bisher auch weniger der Draussenschläfer bei Minus-Temperaturen. Deshalb meine Fragen.

    Wenn Du das cover quasi also Decke genommen hast, dann kann man sich das mit dem Kondens auch ohne Atemluft schon ganz gut vorstellen.

    Gut, laut anderen Erfahrungen hält schon alleine das Mesh des Side Vent schon ordentlich Schnee ab, sicher ist das aber natürlich nicht.

    Was mich aber eher dazu bringt doch immer ein Tarp zu benutzen/ eins zumindest aufzuhängen ist der Underquilt, der ja sonst echt nicht geschützt ist.

    Ordentlich Schnee abhalten ist natuerlich schon mal ein guter Anfang, 100% waeren aber wahrscheinlich besser....

    BoundryWaters, merkst du einen grossen Unterschied zwischen einem Cover aus winddichter Kunstfaser (Quiltstoff) oder einem aus Baumwolle (Canvas), was die Kondensfeuchtigkeit angeht? Ich hatte kürzlich den Eindruck, dass mein Topquilt im direkten Kontakt mit einem Cover aus Quiltstoff sehr nass wurde vom Kondenswasser. Oder war da der direkte Kontakt zwischen Cover und Quilt der Fehler? Das Cover lag direkt auf dem Quilt auf.

    Also Segeltuch/Canvas sollte man erst ab ca. -10 Celsius nehmen, da die Temperatur in der Socke entsrechend hoeher ist und die Feuchtigkeit der Atemluft nicht gefriert und das Segeltuch durchnaesst. Wird es kaelter hat man in der Socke Eisbildung, allerdings wesentlich weniger als mit Nylon Material, da Canvas atmuksaktiver ist.

    Bei den Nylon Socken kann das Material die Feuchtigkeit nicht speichern und deshalb kommt es bei entsprechenden Temperaturen entweder zu dem von Dir geschilderten Kondens bzw. extremer Eisbildung. Das liegt meiner Meinung nach an der Atemluft, den Wetterverhaeltnissen (Wind/Luftfeuchtigkeit) und ob Du in der Socke durch vents Luftaustausch herstellen kannst, oder nicht. Ich glaube nicht, das Quilts die evtl. das Topcover beruehren, hier einen Unterschied machen.

    Ich habe bzgl. Kondesfeuchtigkeit explizit bei Dream nachgefragt, als ich mir ein Topcover dazu bestellen wollte.

    Der Rat war dann die Öffnungen vergrößern zu lassen, bzw. ein Side Vent am Kopf anbringen zu lassen, da dies die Optimale Lösung dafür sein soll. Alle Kunden Berichten mit dieser Konstellation von keinen Problemen mehr mit Feuchtigkeit.

    Meine Konfig. ist in meinem Thema dazu zu finden:

    Dream Hammock 12ft Sparrow Review von Bestellen bis Langzeittest

    Einen side vent habe ich mir damals bei meiner Sparrow auch anfertigen lassen. Siehe unten. Man sollte allerdings beachten, dass durch den Schnitt nicht durch evtl. Schnee geschuetzt ist, d.h. hier ein tarp auf jeden Fall erfoderlich ist. Das ist bei dem Warbonnet topcover anders. Da liegt der vent im geschuetzten Winkel. Die Vents am Fussende muesste man bei Schnee in jedem Fall abdecken.

    Edit: Im Schnee mit Socke und nicht NUR Topcover! Wenn es schneit und Schnee zwischen HM und UQ gelangt, dann wirds nass.

    Moin,

    Wow.....tolle Fotos BoundryWaters 👍

    Ich hoffe es schneit bald......

    Bei Schnee und wenn frostig kalt ist es nochmal eine ganz eigene tolle und friedliche Atmosphäre wenn man warm und kuschelig in der Hm liegt.

    Gruß von der Ostsee

    Jo, alles alte Kamillen, die ich hier bereits mal gepostet hatte...

    Im Winter und wenn sicher nicht mit Regen zu rechnen ist, reicht ein Topcover/Socke prinzipiell aus und hilft im Gegensatz zum tarp bei der Waermeleistung. Habe so schon viele verschneite Naechte verbracht. Ein zusaetzliches Tarp ist allerdings beim Ein- und Aussteigen waehrend eines Schneefalls und als zusaetzlicher Windschutz ganz nuetzlich.

    Da ich Anfang August eine Besorgung in Duluth, MN taetigen wollte und dazu noch sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen angesagt war, entschloss ich mich dazu, noch ein paar Tage im Kanu dranzuhaengen. Die oestliche Seite der Boundary Waters war mir zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt und basierend auf den noch vorhandenen Permits und der wenigen Zeit, die ich zur Verfuegung hatte, entschloss ich mich fuer einen verhaeltnismaessig einfachen Trip, mit Basislager auf einer Insel an der kanadischen Grenze. Gemacht getan und unten ist der Fotobericht....

    In Grand Marais, MN bei traumhaften Wetter. Lake Superior im Hintergrund.

    Der Gunflint Trail geht vom Lake Superior ca. 100 Km ins Landesinnere und endet dann in einem State Campground. Entlang der Strecke befinden sich Wanderpfade, Entry Points fuer Paddelabenteuer, Lodges und Cabins. Ich musste bis ans Ende fahren, um zu meinem "Entry Point" zu gelangen.

    Am Entry Point angekommen und bereit in See zu stechen.

    Unterwegs ist mir dann dieser Bursche ueber den Weg gelaufen. Naja, ich war auf dem Wasser und er and Land.

    Der Zweig zeigt meine Endstation auf der Karte. Die roten Punkte sind campsites, die man nicht reservieren kann. Es laeuft auf einer First come, First serve Basis.

    Nachdem ich einige Inseln abgegrast hatte, entschied ich mich schliesslich dazu, mein Lager fuer die naechsten zwei Tage auf Blueberry Island aufzuschlagen.

    Da wir mit unseren HM ja flexibel sind, entschied ich mich dazu, direkt am Wasser aufzubauen. Die altbewaehrte XLC Generation 1 mit 40F Wooki und Thunderfly tarp in Porch Mode.

    Hier der Ausblick auf meine Badebucht. Waere wohl auch perfekt zum Angeln gewesen.

    Die Inseln im Hintergrund gehoeren bereits zu Kanada.

    Eine typische Feuerstelle fuer die BoundaryWaters. US Forest Service Firegrate und Feuerholz hatten mir meine Vorgaenger auch noch dagelassen.

    Und das Beste zuletzt. Sonnenuntergang und fast Zeit in die HM zu krabbeln...