Beiträge von Siebenschläfer

    Ich war ja das erste Mal dabei und bisher nicht sonderlich durch Aktivität hier im Forum aufgefallen - mein intensives, regelmäßiges Lesen war halt unsichtbar. Umso gespannter war ich auf die ersten Eindrücke von den vielen Menschen, die sich schon so lange auf das nächste Treffen freuten. Ich bin jetzt auch einer davon ;)

    Für mich war der Silbersee vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe perfekt zu Fuß zu erreichen: Aussteigen, in einer Linie über die Wilhelmshöher Allee, den Bergpark und den Herkules auf den westlich gelegenen Höhenrücken aufsteigen, ein paar extensiv bewirtschaftete Wiesen überqueren und dann in den Silberseewald eintauchen. Es gibt auch einen Bus bis Igelsburg (110, fährt stündlich). Am Ende war ich aber froh, gelaufen zu sein - trotz Dauerregen. Der dichte Nebel um die alten Bäume im Park und auf den baumbestandenen Wiesen war einfach mystisch.

    Das Ankommen und Trocknen dauerte dann den restlichen Tag an, mal in Seitenschläfers HotTent mit wechselnder Besetzung, mal am Grill der Grillhütte. Danke, dass ihr mich alle so offen und wertschätzend aufgenommen habt! Ich hab mich von Anfang an wohl gefühlt.

    Die Gegend war übrigens prima geeignet, sich jeden Tag mal die Füße zu vertreten. Relativ natürliche Wiesen wechseln sich mit Wald ab (viel Buche, wenig Fichte).

    Auch ich hätte Lust auf eine Kräuterwanderung gehabt. Brennnessel, Giersch, Knoblauchrauke und Waldmeister waren schon mal da. Die wären auch für eine kleine Mahlzeit geeignet. Am Platz hab ich auch ein paar vereinzelte Spitzmorcheln gefunden.

    Bis irgendwann bald zum nächsten Treffen! Und hoffentlich öfter als bisher hier im Forum!

    Die Arbeit kann man sich sparen, wenn man einen Karabiner an der Schlaufe des Baumgurts festmacht, dann mit dem Gurt um den Baum geht und ihn zuletzt durch die Feder des Karabiners schiebt.

    Ich meinte eigentlich nur das erneute "um den Baum Gehen" mit dem Gurt zwischen den weiter oben liegenden Ästen. Das ist ja für jede einzelne Höhenveränderung erneut nötig.

    Wenn ein Baum alle 10cm rundum kleine lange Äste hat und man den Gurt 30cm höher aufhängen will, würde ich das dann schon "fädeln" nennen und es ist teilweise aufwändiger als alle anderen Befestigungsschritte.

    Oder mit einem Evo-Loop...

    Danke, Siebenschläfer, für deine Ausführungen. Die muss ich mir zuhause nochmals im Detail anschauen.

    Für die Ermittlung der Minimaldistanz verwenden einige auch die in beide Richtungen ausgestreckten Trekkingstöcke. Bei mir wären das allerdings ca. 180cm plus zweimal die 130cm der Stöcke - also etwa 440cm abzüglich der Griffe der Stöcke. Das scheint mir eher etwas weit als Minimaldistanz.

    Stöcke sind auch eine prima Idee, wenn die Distanz zur eigenen Anwendung passt. Hab ich leider nie dabei. Wenn dir die Distanz damit zu groß ist, könntest du einen auf eine bestimmte Weise anders halten und damit den Abstand verkürzen. Das wäre tatsächlich eleganter als meine zweimal ausgebreiteten Arme.

    Mir würde für Skitouren noch meine Lawinensonde einfallen, aber die muss ja auch erst zusammengesteckt werden...

    Wenn man irgendein festes Maß zu Hand hat und vor dem Aufhängen ein bisschen kalkuliert, ist das jedenfalls eine praktische Sache!

    Ich habe mir unabhängig von dir ähnliche Gedanken gemacht. Gerade bei Nadelbäumen mit vielen Ästen lassen sich die Baumgurte später nicht mehr einfach verschieben, sondern ich muss sie komplett abnehmen und neu um den Baum fädeln. Deshalb hatte ich den Anspruch, möglichst im ersten Anlauf die richtige Höhe zu erwischen, wo doch der Abstand schon bekannt ist - und die restliche Aufhängung noch Zeit genug benötigt.

    Auch wäre es bei Regen optimal, ein Tarp gleich in der richtigen Höhe zu spannen und nicht noch zusätzlich verschieben zu müssen.

    Außerdem wollte ich wissen, ab welchem Abstand es richtig kompliziert wird, weil ich mit ausgestreckten Armen nicht mehr an die Baumgurte komme.

    Ich habe dann gute Erfahrungen mit meiner unteren Schätzung per Tabelle gemacht, von der ich allerdings nur versuche, die unteren beiden Grundregeln zu behalten. Das Ergebnis ist nahezu identisch mit deinem, Waldläufer70, denn natürlich messe ich die Höhe auch nur mit meinem Körper, was Brust-, Augen- und Kopfhöhe angeht.

    Allerdings vertraue ich meiner Schrittlänge nicht und hatte auch oft Untergründe, die nicht einfach abzuschreiten waren. Zudem ist meist mein erstes Interesse bei meiner eher langen Matte, ob ich den minimal notwendigen Abstand überhaupt wahren kann. Augenmaß hat sich dafür leider nicht bewährt. Also breite ich neben dem ersten Baum zweimal die Arme aus (das sind bei mir zweimal genau 1,90m). Das ist mit 3,80m etwa die Länge meiner hängenden Matte plus der minimal nötigen Befestigung.

    Ist der Abstand größer, kann ich die Differenz zum zweiten Baum dann ganz gut schätzen und mir vorstellen, wie lang die Whoopies etwa werden müssen. Bei einem Meter Abstand zum zweiten Baum (50cm pro Seite/Whoopie) bin ich mit der Befestigung auf Augenhöhe gut beraten, je zusätzlichem Meter muss es 30cm höher sein. Das entspricht etwa deiner Brust-4/Auge-5/Kopf-6-Schritt-Regel für meine Körpergröße und Mattenlänge.

    Ab 1,5m pro Whoopie wird es dann leider schwierig für mich, ohne Hilfsmittel an die Baumgurte zu kommen. Schade, denn ich mag die langsamen Schwingungen großer Abstände gern.

    Vielen Dank für euren Input, da kommt ja eine Menge Neues zusammen!

    Die Länge nach Faktor 1,9 ist dann wohl ein guter Ausgangspunkt. Wobei echinotrix mit seinen 3,50m bei 1,80m schon bei Faktor 1,94 ist, das wäre bei mir 3,70m.

    Mein 120er Garn ist tatsächlich ganz schön dünn, wenn ich mir mal andere Garne für dickere Stoffe ansehe. Mal sehn, was ich da unternehme. Tausende Meter Tera brauch ich aber erstmal wohl nicht, mehr als 30m wären wohl für eine Matte auch mit Tunnelzug nicht nötig.

    Whipping hatte ich tatsächlich ganz aus dem Auge verloren. Ich dachte, das wäre eine eher minderwertige Verbindungstechnik. Für meinen dünnen Stoff scheint es aber ja empfehlenswerter als ein Tunnelzug, und dazu simpeler und ohne Ansprüche ans Garn. Zumal man ja jederzeit auch anders falten kann, wenn man will. Danke für diese Hinweise!

    Mit dem Dyneema werd ich dann wohl bald Whoopieslings machen. Die begrenzte Knotbarkeit war mir bewusst, aber ich dachte, ein Palstek wäre immer möglich. Spleiße sind tatsächlich wunderschön und superpraktisch, bei ummantelten Seilen aber auch etwas Luxus, der für die Funktion nicht nötig ist. Mantelloses Dyneema ist da dann wohl viel anspruchsvoller.

    Morgen geht's weiter und zum Nähen komm ich wohl am Wochenende.

    Vor mir liegt endlich ein kleines Päckchen von extremtextil mit Ripstop (4x1,5m), Dyneema 2,5mm und Polyesterband 25mm.
    Das soll erstmal als Zutatenliste für meinen ersten Hängemattenversuch genügen, ich wollte es möglichst simpel.
    Nach langem Lesen im Forum sind noch ein paar kleine Fragen offen, vielleicht habt ihr noch ein paar Tipps?

    Als Länge der gathered-end-Matte hab ich mir 3,6m vorgestellt (ich bin 1,9m lang, mal Faktor 1,9), um hoffentlich möglichst bequem drin schlafen zu können.
    Ist das für einen ersten Versuch sinnvoll, oder wäre länger eventuell noch besser?
    Mein Stoff würde ja noch mehr hergeben und ich könnte eine Seite später kürzen.

    Ich nähe schon ein paar Jahrzehnte (puh!) mit denselben Gütermann Garnrollen „Miniking Polyester No.120“ und vertraue dem Garn bisher voll und ganz. Allerdings hab ich noch nie so dünnes Nylon für dickste Belastungen genäht.
    Das wird wohl passen, oder ist das No.120 doch zu dünn?

    Ist es eigentlich egal, wie dick das Seil ist, das an den Enden der Matte durch den Saum gezogen wird?
    Ich hätte gedacht, dass hier ein vielleicht 8mm dickes Seil oder ein Band eine große Fläche und damit geringere Belastung/Scheuerwirkung auf den Stoff bewirkt. Aber in Diskussionen war auch mal von (meist ja viel dünneren) Dyneema die Rede.
    Wäre da mein 2,5mm Dyneema schon ausreichend und auch dauerhaft haltbar (also für den Stoff)?

    Den Packsack werde ich wohl nicht mittig annähen, die bisherigen Argumentationen dazu leuchteten mir sofort ein.
    Gibt es eine andere Stelle, an der der Sack (angenäht) praktisch wäre? Und was ist ein „doppelendiger Packsack“ - ein Schlauch mit zwei Tankas?

    Mit der Aufhängung werde ich noch experimentieren müssen – oft ist mir Sinn und/oder Funktion der vielen speziellen Varianten noch nicht klar, wenn sie auch ziemlich praktisch klingen ;-). Ich tendiere wohl erstmal zu Knoten. Meine ersten Erfahrungen hab ich mit diversen (Kletter-)Bandschlingen gemacht, da war die Befestigung immer bestechend übersichtlich, wenn auch nicht gut einstellbar und ziemlich schwer.

    Danke vorab!

    Moin,

    Vorstellungsrunden liegen mir ja eigentlich nicht so ;)
    Aber ich hab jetzt ein paar Tage im Forum gelesen, bin vom Ton hier sehr entzückt und klopfe mal leise an.

    Ich bin oft draußen, auch zum Übernachten, ursprünglich viel auf dem Wasser unterwegs, aber in den letzten Jahren eher im Wald. Pilze finden, meinen Holzkocher (Solo) mit den verschiedensten Hölzern füttern, Pflänzchen und Tierchen entdecken, alle Sinne laufen lassen.
    Vor ein paar Wochen musste ich unvermittelt meinen Rücken kurieren, Blockade, aua. Urlaub von schwedischem Wäldern auf deutschen Campingplatz in der Hochsaison umdisponieren (puh!). Die mit 2,75m eigentlich viel zu kurze Matte von Meru war der Lichtblitz des Urlaubs und seitdem will ich mehr Hängen!
    Deshalb hab ich mir nun die nötigsten Zutaten bestellt, um mir eine eigene Matte zu nähen, die dann vielleicht auch zum Schlafen geeignet ist. (Dazu lege ich einen separaten Faden an, bevor ich den ersten Stich mache).

    Hier noch ein Bild an den Mecklenburger Seen, wo der nötige Baumabstand einmal nur über Wasser einzuhalten war.
    Viele Grüße!

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