Beiträge von Furbrain

    Ich kann dir von meiner Erfahrung mit meiner XLC und meinem Scandi-Wooki berichten. Laut Warbonnet-Homepage ist die XLC 62'' bzw. 157 cm breit. Wenn ich mich richtig erinnere (kann sie gerade nicht aufbauen), dann ist mein Wooki darunter ein wenig schmaler geschnitten, zumindest lappt noch ein klein wenig der Hängematte darüber.

    Somit halte ich den Wooki für die Hängemattenbreite von 62'' optimiert (macht ja auch Sinn für ein Baukastensystem von Warbonnet). Der 1.2oz MTN XL Hybrid Ripstop, mit dem ich mir letzten Herbst eine 338 cm lange DIY genäht habe, ist halt 5'' breiter. Ich habe sie noch nicht mit dem Wooki richtig ausprobiert, da mir beim ersten Test mit der 1.2oz MTN XL und dem Wooki bei diesem das Sicherheitsgummi rausgerutscht ist, ich den Wooki also "überfordert" habe. Abgesehen vom viel dehnbareren Material ist die Länge meiner DIY, ihre Ridgelinelänge und somit der Durchhang halt vollkommen anders als der, mit dem die XLC kommt.

    Ich persönlich finde die Breite von 1.2oz MTN XL super für mich um diagonal abzuhängen! Schmaler machen würde ich sie daher auf keinen Fall. Ich habe erstmal auf @TreeGirl 's Tipp hin für beide Enden eine Verlängerung gespleisst. Die richtige Einstellung für den Wooki in Kombination mit 1.2oz MTN XL werde ich aber erst im Frühjahr herausfinden, da ich seitdem nur in der Kombination "XLC + Wooki" zum Übernachten draußen war. Werde dann wohl mit ein wenig Drüberhängen des Hängemattenstoffes über den Wooki leben (auf beiden Seiten dann 2,5'' bzw. 6 cm).

    Die Matte aus 1.6 HyperD XL, die ich davor genäht hatte, wäre mir allerdings viel zu breit für den Wooki. Bei einer Breite von 74'' bzw. 187 cm flattert mit da auch ohne UQ schon zuviel nutzloses Material um den Beinen herum - trotz Diagonalliegens. Bin aber auch selbst nur 178 cm lang, so dass sich der Stoff der 345 cm langen 1.6 HyperD-XL-Hängematte für mich bei meiner Körpergröße tatsächlich überdimensioniert anfühlt :|

    Ich habe meinen DIY-UQ "Hysooqui" erst mit einer durchgehenden Wärmedämmung von 133g Apex genäht und dann noch nachträglich eine Lage 200g Apex im Rumpfbereich nachträglich ergänzt. Das 200g Apex habe ich nur an vier beim Nähen extra offen gelassenen Außenstoff-Eingriffstellen an das 133g Apex mit Nadel und Faden geheftet, da sich die Fasern der Apexmatten schon beim Stapeln verhakt haben, wenn ich sie ein wenig gegenseitig aufeinander gerieben habe.

    Nach einigen Ausflügen in der vergangenen Saison mit mehrmaligen Ein- und Auspacken hatte ich den Eindruck, dass selbst diese geringe Heftung ausreichte. Die Materialebenen haben sich meiner Beobachtung nach nicht mehr zueinander verschoben. Wenn du die Ebenen bereits mit dem Außenstoff an den Rändern vernähst, sollte das – meiner Erfahrung nach – vollkommen sicher sein.

    Hast du eigentlich inzwischen mal eine Hängematte mit Kurve gemacht?

    Meine nächste Hängematte aus Hexon W 1.6 will ich mit einer 2 cm Kurve an beiden Enden und Warbonnet Whip fertigen. Das Material ist da, ich hatte allerdings bisher nicht die Ruhe loszulegen. Ich hoffe, dass ich noch im Januar die Möglichkeit haben werde einen Tag dafür anzuberaumen.

    Wenn ich sie fertig habe, ergänze ich an dieser Stelle meine Erfahrungen dazu. Zurzeit ist das Wetter leider eh nicht so toll, dass ich draußen ausführliche Liegetests durchführen würde. Steht aber für die ersten sonnigen Frühjahrstage auf der Liste ;)

    Etwas off-topic, aber doch interessant in diesem Zusammenhang ist diese Wirtschaftsmeldung von Tagesschau.de

    Zitat

    Bei seinem Handelskonzept ist Alibaba eng mit dem Logistikdienstleister Cainiao verknüpft. Das langfristige Ziel: Bestellungen aus China sollen innerhalb von 24 Stunden und in der restlichen Welt innerhalb von drei Tagen vollständig abgewickelt sein.

    Importeure und Endkonsumenten werden sich freuen. Wenn man allerdings den ganzen Artikel durchliest, könnte man meinen, dass Alibaba die Wirtschaftsprozesse, wie wir sie kennen, demnächst gehörig durcheinanderwirbeln wird :/

    Ich mache einfach mal diesen Faden auf, in der Hoffnung, dass sich der Inhalt nicht zu sehr mit anderen Fäden in dieser Rubrik doppelt. In den letzten Wochen wurde an unterschiedlichen Stellen im Forum diskutiert, ob es nicht auch Materialien gibt, die "Made in Germany" bzw. "Made in Europe" sind und die wir für die Hängemattengestaltung nutzen könnten (z. B. hier und hier).

    In den meisten Fällen wird es uns nicht gelingen, direkt mit der Industrie in Kontakt zu kommen, da wir DIY-ler ja eher Endkosumenten sind und keine 1000m Stoff oder 1000 Teile/Paket abnehmen können. Ich finde es aber dennoch interessant, sich mit dem Thema zu beschäftigen, um eventuell über diese Hersteller an Händler zu kommen, die evtl. unsereins kleinere Mengen zugänglich machen könnten. Die Jungs von hamaka scheinen laut Homepage auch viele ihrer genutzten Materialien zumindest in Europa herstellen zu lassen.

    Somit erhoffe ich mir an dieser Stelle eine Sammlung von europäischen bzw. auch deutschen Firmen/Herstellern, die tatsächlich als Produzenten auftreten und nicht nur als Händler ihre Produktion in Asien durchführen lassen und die veredelten Produkte dann "re-importieren" (vgl. Apple mit dem tollen Spruch: "Designed in USA - Assembled in China").

    Daher gleich meine zwei Hersteller, die ich teilweise bereits im Forum vorgestellt habe. Wer im Netz über solche Quellen stolpert, kann sie gerne hier eintragen:

    AnSoJo Outdoor - deutscher Hersteller für Polyester- und Dyneema-Seile, sowie Produkte aus Bio-(Baum)wolle

    YKK Deutschland - Japanisches Unternehmen mit deutscher Produktionsstätte u. a. für Reißverschlüsse, Klemmschnallen und andere Textil- & Plastik-Artikel

    Jau, herzlich Wilkommen bei den notorischen Hängern! Das Harzer Vorland ist bestimmt eine gute Motivation, um mal für eine Nacht rauszugehen. Dir noch viel Spaß dabei und nützliches Stöbern hier im Forum.

    Hallo noodles, danke für deinen Kommentar! Ich habe erstmal sehr defensiv im Artikel argumentiert, als nicht-Jurist auf der Basis dessen, was man so im Internet an Beiträgen findet (z. B. dem YouTube-Kanal von Ein Mann im Wald und Sacki). Wenn ich hier im Forum einem Mitglied juristische Kompetenz zutraue, dann bist du das ;)

    Daher habe ich nun 1. die Aussagen rein auf Deutschland bezogen und 2. das Wort "Welt" in "Wald" umgeändert. Ergänzt habe ich den Satz mit der Unterscheidung von "Zelt" und "Lagern", worin ich auch erstmal einen Link auf deinen Kommentar in diesem Faden gesetzt habe.

    Bzgl. des Kommentars von Waldläufer70 und der Rechtslage in der Schweiz würde ich vorschlagen – sofern das Interesse besteht – einen eigenen "Rechtslage bei Übernachtung im Wald"-Faden aufzumachen und ggf. die entsprechenden Beiträge von dieser Stelle dann dorthin zu verschieben. Das Thema ist interessant und auch relevant, aber gerade juristische Argumentationen sind ja oftmals sehr differenziert zu betrachten ...

    Danke auch für dein Feedback, Waldläufer70

    Ich habe über deine Anmerkungen nachgedacht und habe mich dann bei der Überarbeitung des Artikelabsatzes entschieden, zwei Schritte rückwärts und einen neuen Schritt nach vorn zu gehen.

    Die FAQ ist für den Einstieg konzipiert und die Antworten auf die einzelnen Fragen sollten somit nicht zu ausführlich und bereits an dieser Stelle sehr tief ins Detail gehen. Vielmehr ist die Idee dahinter, unerfahrenen Leser mittels Links im Text den Zugang zu den entsprechenden Bereichen des Forums zu erleichtern. Daher habe ich mich entschieden, die Frage nach Hängemattenlänge und -Typen nun mittels (hoffentlich guten und erhellenden) Verweisen ins Forum zu lösen.

    Ihr habt natürlich recht, die von euch angesprochenen Punkte sind für unser Hobby essentiell. Ich möchte dennoch Dopplungen in den Artikelinhalten möglichst gering halten (es ist noch ein "Hängmatten-Lexikon" in Planung), und auch die Länge der FAQ-Antworten sind bewusst so gehalten, dass sie visuell nicht arg lange Absätze ergeben mögen.

    Ich hoffe, du und barfuß könnt meine Entscheidung bis hierhin nachvollziehen und seht eure Anmerkungen dennoch in der überarbeiteten Version berücksichtigt.

    Anmerkung: Einige wissenswerte Hintergründe zur Produktion von Dyneemaseilen zu diesem Thread waren im alten Forum als Kommentare verfasst. Daher ergänze ich als Fadenautor an dieser Stelle nachträglich die Fragen von Forenmitgliedern, die als Kommentar geschrieben wurden, in Form von Zitaten, und die von Wendländer, dem "Papa von AnSoJo", im weiteren Gesprächsverlauf entsprechend beantwortet wurden.

    Ich hoffe, das wirkt im Nachhinein nicht zu verwirrend, sondern dient der Transparenz:

    @Bernd Odenwald kommentierte:

    Zitat

    Nun Ansoja ist ja nur der Händler. Wer hinter Made in Germany steckt, wird nicht bekannt gegeben...

    Wendländer antwortete:

    Zitat

    AnSoJo entwickelt seine Produkte selber. Genauso wie andere Hersteller arbeitet AnSoJo dabei mit verschiedenen Produzenten zusammen. Die wenigen anderen deutschen Outdoor Produkt Hersteller, oder andere deutsche Hersteller fertigen auch nicht alle Komponenten im eigenen Haus. Um Kosten für ein neues Produkt zu sparen, greift auch AnSoJo auf vorhandene Komponenten deutscher Produzenten zurück. Doch oftmals existieren diese Komponenten nicht auf dem deutschen Markt, sodass diese erst nach den Vorgaben von AnSoJo gefertigt werden müssen. Mercedes entwickelt ja für ein neues Model auch keine neuen Reifen, sondern kauft Sie z. Bsp. bei Conti. So ist es z. Bsp. beim Geldgürtel DRAGAHN gewesen, Reißverschluss und Gurtband sind in gewünschter Qualität bei deutschen Produzenten zubekommen, die gewünschten Gürtelschnallen aus Edelstahl sind nicht auf dem deutschen Markt vorrätig und müssen anhand der Zeichnung und Leistungsbeschreibung speziell für AnSoJo angefertigt werden.


    Genauso verhält es sich mit dem 2,5 mm Dyneema Seil SOVEN. Ein Seil gemäß Furbrains Spezifikationen gab es nicht auf dem deutschen Markt, also wurde sich an die Arbeit gemacht.


    Gemeinsam mit einem deutschen Seilproduzenten haben wir ein Seil nach den geforderten Spezifikationen entwickelt und exklusiv für AnSoJo herstellen lassen.


    PS: AnSoJo ist sowohl Hersteller wie auch Händler!

    Hammock Fairy kommentierte:

    Zitat

    Für mich persönlich wäre ein durchgefärbtes, schwarzes UHMWPE-Seil in ähnlicher Qualität wie AmSteel am interessantesten. Dyneema gibt es wohl nur nachträglich gefärbt - weshalb die Farbe sehr schnell abgerieben wird.

    Wendländer antwortete:

    Zitat

    Dyneema gibt es auch spinngefärbt. Das heißt, dass die Farbstoffe bereits der Spinnmasse beigefügt werden. Dies geschieht aktuell für den Hauptsektor Seile, Gurte, ballistischer Schutz und techn. Textilien mit der Farbe schwarz. Im medizinischen Sektor auch in anderen Farben. Das Problem ist, dass die Herstellung eines spinngefärbten Seils einfach teurer ist.


    Mit dem richtigen Verfahren hat auch ein gefärbtes Seil eine gute Farbechtheit, was ich am SOVEN bereits getestet hab. Furbrain hatte laut seiner Rückmeldung an uns auch keine farbigen Finger.


    Danke Furbrain auch für deine hilfreichen Kommentare. Wie du schon richtig angemerkt hast, gibt es beim SOVEN einen Rabatt bei Spulenabnahme, ebenso sind Händleranfragen über PN erwünscht.

    Hammock Fairy kommentierte:

    Zitat

    Danke für die Erklärung. Ihr stellt aber doch derzeit nur (hell)graues SOVEN her, oder? Bei AmSteel gibt es mit dieser Farbe auch keine Probleme mit Abfärben. Das Dunkelgrau ("Schwarz") färbt leicht ab; am schlimmsten färbt Rot ab

    Wendländer antwortete:

    Zitat

    Ja, da wir erst mal sehen müssen, wie das SOVEN am Markt angenommen wird, haben wir vorerst mit nur einer Farbe, silbergrau, gestartet. Bei entsprechender Abnahme, können auch andere Farben produziert werden.


    Wir hatten aber auch schon früher gelbe und orange mantellose Dyneema Seile gefertigt. Diese hatten auch nicht abgefärbt. Das hat auch eigentlich nichts mit der Farbe des Seils zu tun, da die Färbung des Seils immer nach dem gleichen Verfahren geschieht. Es wird lediglich ein anderer Farbstoff verwendet.

    Ich habe den KD38 bei extremtextil auf der Homepage gefunden. Der ist wohl atmungsaktiv, also sollte das Schwitzen kein so großes Problem sein. Ein andere Wert ist mir aber noch ins Auge gefallen:

    Höchstzugkraft Kette (5cm): 70daN

    Hat das etwas mit der Reisfestigkeit des Stoffes zu tun? Weiß das jemand von den Stoff-Experten? Nicht das Knoti nach der ganzen Arbeit gleich am ersten Abend wieder auf dem Boden liegt ... ;)

    Hi Knoti , willkommen im Hängemattenforum :)

    Im Gegensatz zum Cross Hammock habe ich mit diesem Material noch nicht gearbeitet. Die meisten im Forum wollen halt nicht so sehr schleppen und achten daher auf's Gewicht. Daher nutzen wir hier halt Ripstop-Stoffe.

    Bezüglich deiner Frage, ob du aus deinem Stoff eine Hängematte machen kannst, kann ich nur sagen, dass er atmungsaktiv sein sollte, da du im Sommer sonst recht schnell in deiner eigenen Suppe schwimmst. Jurtenmaterial ist ja (meines Wissens) dazu gemacht, Regen vom Zelter fernzuhalten ... da musst du mal schauen, ob das zusammenpasst.

    Im Artikel "Zur Geschichte der Hängematte" findest du ein Wikipedia-Foto, das eine Hängematte zeigen, wie die Seeleute sie früher auf den Schiffen gehabt haben. Davon gibt es auf der Wikimedia-Seite noch mehrere.

    Die alten US-Militär-Hängematten aus dem zweiten Weltkrieg waren aus Baumwolle oder Leinen (hier ein Link aus den Fußnoten unseres Geschichtsartikels). Das kommt deinem Stoff und dem, was du daraus machen kannst, vielleicht am nächsten. Anhand der Fotos kannst du erkennen, wie die Aufhängung von diesem Hängematten früher war (mit Ösen und Seilen an den Enden).

    Es hat vor einiger Zeit hier jemand im Forum eine ähnliche Hängematte mit dieser Aufhängetechnik gebaut, leider finde ich den Faden nicht mehr so schnell. Entweder du stöbert selber ein wenig hier rum, oder vielleicht weiß auch ein anderes Forenmitglied, welchen Beitrag ich meine. Falls ich selber noch darüber stolpere, ergänze ich ihn an dieser Stelle nochmal.