Beiträge von Furbrain

    Der hellgraue Stoff ist der, aus dem ich mein Wintertarp genäht habe. Vor einiger Zeit gab es auch noch dunkelgrün davon :| Der 6.6-Nylon soll sich weniger dehnen, aber nach dem Winterwochenende am See reicht mir der Aufwand mit dem Nachspannen bei diesem Stoff auch schon aus. Ich glaube, ich bin mehr ein Fan von Silpoly ... auch wenn es lauter ist im Wind und es bei Regen klingt, als läge man unter einer straffen Plastiktüte.

    Meine Erinnerung sagt mir, dass auch der Winkel β entscheidend sein kann (zumindest, wenn man den unteren Rand des Tarps eventuell etwas kürzer oder länger machen will und der Winkel σ zwischen den Seiten a und b dann ungleich 90° ist - vgl. die Grafik von Waldläufer70 ).

    Beim Nähen des Moskitonetzes á la Fronkey gab es eine ähnliche Entscheidungsnotwendigkeit. Da war mir der Winkel β so groß geraten, dass ich das Moskitonetz beim Reinlegen fast schon im Rücken gespürt habe. Für ein Wintertarp, dass ja ca. 350 Firstlänge besitzt, sollte die Gefahr nicht allzu groß sein. Allerdings reduziert sich der geschütze Lagerraum unter Kopf- und Fußende, wenn β zu groß wird. Da der Winkel β wiederum mit δ in Bezug steht, sollte man das ggf. berücksichtigen. Aber letzendlich entscheidet wohl wirklich das Spiel zwischen den Winkeln δ & γ, wie tief die Türen zum Boden reichen.

    Tricky ist dabei noch, die notwendige Stofflänge zu ermitteln, die ja bis zur Spitze des Türdreiecks reichen muss, das durch die Seiten s und d1 aufgespannt wird (plus Zuschlag für den Saum).

    β=30° könnte durchaus klappen. Bei RTBR wurde die Stoffbahn bei der Flügeltür zur Spitze hin lediglich um 6'' gekürzt (siehe Grafik von RTBR), keine Ahnung, was für einem Winkel δ das entspricht. Der Catcut spielt da keine Rolle, allerdings sollte man sich noch einmal Gedanken machen, in welchem Winkel man die Pull-Outs an den Türen annäht. Ich vermute, dass ich auch die Abspannleinen am Tarpkörper hätte nutzen können, wenn ich die D-Ringe noch mehr waagerecht an den Türen festgenäht hätte.

    Mal sehen, ob ich die Nähte noch einmal auftrenne und die D-Ringe neu ansetze. Da ich plane, das Tarp nur im Winter zu nutzen und ich abends die Türen eh verschließe, kann mich stürmischer Regen nicht so sehr überraschen ;)

    Danke für die grafische Aufarbeitung der Winkel und Seiten, Waldläufer70:thumbup:Gerade gestern habe ich einen relativ neuen Beitrag von Jason/Frozen auf YouTube gesehen (siehe unten). In diesem packt er ein neues DCF-Tarp aus, das nach seinem Feedback aufgrund der gesammelten Erfahrungen auf dem AT designt wurde. Nichts weltbewegend neues ist zu sehen, allerdings geht er explizit noch einmal auf die Türen ein, die bei seinem alten Tarp bei schlechtem Wetter wohl zu sehr geflattert haben.

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    Jasons Quintessenz ist – grob gesagt – dass er es besser findet, wenn sich die beiden Türflügel überlappen, um so ein Flattern und entweichende Wärme durch Windzug zu vermeiden (also die Längen d1 und d2). Des weiteren hatte er wohl Probleme mit Spritzwasser, das von den Seiten bei Wind gegen seine Hängematte gekommen ist, was er auch mit dem neuen Tarpdesign in den Griff bekommen will.

    Eine intensivere Beschäftigung mit den Winkeln und Seitenlängen der Türflügel könnte durchaus sinnvoll sein, wenn man diese auf jeden Fall überlappen lassen will – so wie Jason/Frozen und ich. Bei mir war es quasi Glück bei der Übernahme der Werte von RBTR auf die 150cm Stoffbahn. Wobei ich – wie bereits oben beschrieben – meine Abspannung der Türen jetzt direkt an den gegenüberliegenden Heringen vornehmen muss, um sie straff abzuspannen. Jason/Frozen kann das an den seitlichen Pull-Outs seines Tarps machen, was natürlich bei Bedarf schneller wieder zu lösen ist als meine Befestigung am Hering selbst. Wenn ich die Türen bei meinem Tarp weiter oben direkt an den Pull-Outs einhaken will, verliert das Material an Spannung und wellt sich, so dass die Türen wieder anfangen zu flattern und Wind durchkommt. Da kommt es wohl darauf an wie der Winkel δ gewählt wird.

    Ich würde die erste Nadel wählen. Die zweite Nadel scheint spiralförmig flexibel zu sein. Das stelle ich mir für manche Situationen problematisch vor. Da die Dyneema-Schnur aus 8 bis 12 Strängen besteht und man genau in der Mitte zwischen diesen durch muss, fand ich eine stabile Stopfnadel oder einen Loop Turner immer hilfreich, um nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren.

    Man liest immer wieder, dass ein Wintertarp bezüglich Wetterschutz aufgrund der Türen etwas kürzer sein darf als ein einfaches Hextarp. Vielleicht ist das der Grund, warum RBTR die Ridgelinelänge reduziert hat. Das von dir auf die Grafik draufgelegte rosa Kreismaß legt zumindest so etwas nahe, da beide Ridgeline-Punkte etwa gleichmäßig "nach innen gerutscht sind" ... Nach welchen Kriterien sie allerdings die Türen bemessen haben, bleibt mir schleierhaft :/

    Du hast unter Umständen recht mit deiner Vermutung pragmatiker , dass die Anleitung von Jellyfish nur für Hextarps ohne Türen hilfreich ist. Ich hatte, nachdem ich mein Tarp genäht habe, nur noch flüchtig draufgeschaut, da ich ja schon vor meinen geschaffenen Tatsachen saß.

    Meine Vermutung ist, dass man durch die bei Jellyfish gegebenen Formeln für den Winkel B (60°) von der Ridgeline zur Bodenseite und die damit definierten Längen a (bei Jellyfisch der zu entfernende Stoffteil) und b (die Stoffbahnbreite) in Kombination mit der Anleitung von RBTR (dort hat ein Türflügel bei einer Stoffbahnbreite von 60'' eine Länge von 44'') die entsprechenden Werte für eine Stoffbahnbreite von 150 cm ableiten kann und somit auch die korrekte Relation für die Maße der Flügeltüren.

    Bin aber kein Mathematiker (und war in Mathe immer schlecht ?(). Vielleicht kann jemand anderes einschätzen, ob meine Gedanken dazu etwas taugen ...

    Das ging mir bei unserem letzten gemeinsamen Hang am See auch so. Meine 1.6 Hexon W-Matte ist auch breiter als der Wooki. Die überlappenden Ränder haben mich zwar in die Grenzen des Wooki "zurückgetrieben", dafür helfen sie, um sich nicht ausversehen in den Wooki statt in die Hängematte zu setzen. Geschlafen habe ich trotz des spitzeren Liegewinkels ziemlich gut :sleeping:

    Ich habe die Längenproblematik "wechselnde Hangematte vs. Wooki" übrigens mit dem Tipp für gespleisste Schlaufen von Hammock Fairyweiter oben im Faden gelöst. Funktioniert für mich prima :) Hatte ich dir - glaube ich - letztes Mal beim Gearsetup auch vorgestellt, droney

    Zu dem Zeitpunkt als ich die XLC gebraucht gekauft hatte, besaß ich bereits eine erste DIY-Matte klassisch aus extex-Hängemattenstoff genäht. Mit der war (und bin!) ich sehr zufrieden. In ihr habe ich dann auch festgestellt, dass ich Kopf rechts, Füße links besser liege (und schlafe).

    Aber ich wollte eine Hängematte mit Moskitonetz. Ich wollte eine Footbox, damit ich schön waagerecht diagonal liegen kann. Ich wollte den Mercedes unter den Hängematten, verdammt :evil: Aber da die XLC eine asymmetrische Hängematte ist, hätte ich damals eine Lefty-Sonderanfertigung direkt bei Warbonnet bestellen müssen und das war mir zu kostenintensiv. Die Wendefunktionalität für Links-/Rechtsschläfer kam erst mit der zweiten Generation.

    Daher war ich froh darüber Hammock Fairy ihre nicht genutzte XLC der ersten Generation abkaufen zu können. In der Hoffnung, dass ich mich auch an eine reguläre Liegeweise gewöhnen könnte ... nun ja X/

    Ironie der Geschichte: Mitterweile schlafe ich draußen am liebsten in meinen selbstgenähten Hängematten, ohne Moskitonetz und dafür mit kleinerem Packmaß. Die XLC nehme ich mit, wenn a) ich glaube das Mokitonetz gegen Insekten zu brauchen, b) ich mehr Stauraum in Griffweite haben will oder c) ich im Winter die +5°C Differenz zur Außentemperatur ausnutzen will, die sich unter dem Moskitonetz sammeln.

    Mein Scandinavian-Wooki kommt bis ca. +10°C aber immer mit 8o

    Ich hatte zuerst eine "normale" XLC gebraucht von Hammock Fairy abgekauft, in meinen DIY-Matten lag ich allerdings intuitiv immer "lefty". Nach einer Saison habe ich dann aufgegeben und mir eine XLC Gen.2 zugelegt, die ich zu "lefty" umgedreht habe – bin quasi an der nicht-intuitiven Liegerichtung gescheitert, besonders beim Übernachten.

    Mittlerweile habe ich auch einen Lefty-Wooki, in dem du natürlich gerne Probeliegen kannst. Allerdings bin ich in Berlin lokalisiert und du anscheinend eher im Süden des Landes. Vielleicht gibt es noch einen Lefty-Besitzer hier im Forum in deiner Nähe ...?!

    Sowas ist zu gefährlich, Bernd! Nicht, dass man nachts im Halbschlaf einen Fressflash bekommt und seine eigene Hängematte wegfuttert, um am nächsten Morgen (Achtung: Wortspiel!) voll "stoned" auf dem Boden aufzuwachen. Hö, hö ...

    Das "Problem" mit Familie und Freunden kennen vermutlich die meisten von uns. Macht aber nichts... Ist der Ruf mal ruiniert, etc.

    Als ich meiner Familie damals erzählt habe, dass ich mich mit ein paar, mir persönlich unbekannten Leuten treffe, die ich nur über das Internet kenne, um nachts im Wald zu übernachten, da wurde ich auch mit skeptischen Blicken gestraft. Wenn mir meine Tochter so etwas beim Abendbrot erzählt hätte ... nun ja. Ich zitiere da auch gerne ein von mir sehr geschätzes Forenmitglied:

    In meinem Alltag finde ich jedenfalls niemanden, mit dem man sich im Wald treffen kann, um sich nächtelang bei gutem Whisky am Lagerfeuer über Obertransport an der Nähmaschine zu unterhalten und sich danach an 2 Bäumen aufzuhängen.

    Hallo Danger, willkommen bei den Hängern :) Viel Spaß bei der Materialrecherche. Wenn du Hilfe brauchst ... weißt du ja, wo du sie bekommst ;) Auf dein kommendes Projekt sind wir hier natürlich neugierig und freuen uns, wenn du uns an seiner Entwicklung teilhaben lässt.

    Als ich in der Grundschule war, gab es einen Star-Wars-Charakter, von dem wir immer glaubten, er hieße auch "Danger" - war aber nicht so. Der Gute hieß "Dengar", aber wir konnten einfach noch kein Englisch ...

    Ich hoffe, du streifst in weniger abenteuerlichem Outfit durch die Wälder Niedersachsens 8o

    Dir noch viel Spaß hier im Forum!

    Überlege noch einmal, ob 1/8'' Dyneema wirklich notwendig ist. Selbst bei deinem Netto-Körpergewicht von ca. 110 kg reicht 7/64 Amsteel vollkommen aus. Hier wurde die Frage vor kurzem diskutiert. Du würdest damit Gewicht und Volumen sparen.

    Waldläufer70 und Biker61 haben eine Liste über Leinen für Hängematte und Tarp erstellt und aktualisieren sie regelmäßig. Diese Liste könnte für dich auch interessant sein für deine Entscheidungsfindung ...

    Bei der Suspension muss du dir darüber klar sein, dass die meisten Metallteile für die Aufhängung (z. B. Dutch-Bling von Dutchweargear) für eine Gurtbandbreite von 2,5 cm (1 inch) gefertigt werden. Bei deinen 30 mm kannst du diese nicht benutzen und musst auf schwere Karabiner oder Softshackles ausweichen.