Beiträge von Furbrain

    Also, auf den Fotos sehen deine 3D-Nähte schon amtlich aus. Es ist der Fetten Wutz ihr Volumen auch anzusehen. Aber irgendwo muss es ja hin ;) Hast du bei den 1700g beim Aufhängen experimentieren müssen, dass durch das Eigengewicht ein nicht zu großer Luftraum zwischen Hängematte und UQ entstanden ist, oder hat die Matte immer noch Kontakt, wenn jemand drin liegt?

    Ich habe damals den Prototypen von Cross Hammock abgekauft, aus dem er den Carbon Tree entwickelt hat. Die Leisten sind jeweils 240 lang, was bei meiner 330cm DIY-Hängematte "Basic" mit Dogbone-Aufhängung (das ist die, mit der wir beim Frühjahrs-Hang-Out im April 2019 gemeinsam in Berlin draußen waren, Waldläufer70 ) dazu geführt hat, dass ich kurze Continuous Loops an den Whip gemacht habe.

    Ich habe es mit meiner Standardaufhängung nicht ums Verrecken hingekriegt, einen anständigen Bodenabstand zu erreichen. Für meine Gathered End muss ich den Holzrahmen ganz schon weit aufspannen, um die Stofflänge mit meiner Ridgeline-Einstellung so einzuhängen, dass ich mit dem Hintern nicht am Boden schleife.

    Es mag sein, dass ich einfach noch nicht die perfekte Einstellung gefunden habe. Insbesondere die Länge der Mittelschnur am Boden beeinflusst die beiden Holzschenkel und entsprechend die Höhe ihrer Spitzen, wo man die Hängematte befestigt. Das korresponiert wiederum mit der individuellen Hängemattenlänge und dem Durchhang :/ Ich denke mir schon, dass 250 cm lange Kanthölzer (also +10 cm an jedem Ende mehr als ich habe) einen Effekt haben – besonders wenn man lange Hängematten (z. B. +350 cm) in einem Tensa aufhängen will.

    Wenn ich mich Recht erinnere, dann wird das Porto auch in die Grenzsumme von 150 Euro mit eingerechnet, die dann verzollt werden muss. Das sollte man berücksichtigen bei der Kalkulation.

    Daher saß ich schon öfters vor meiner Rechnung und dachte mir, dass das US-Porto im Verhältnis zu den wenigen Waren, die in die 150 Euro noch reinpassen, zu teuer war, um so eine "Kleinbestellung" vor mir zu rechtfertigen. Da war der teurere Produktpreis beim europäischen Groß-Importeur - wenn es denn einen gibt - dann umgerechnet doch günstiger :|

    Meines Wissens ist die Standardbreite für Gewebe auf Stoffballen +/-150 cm breit. Zumindest bekommt man in den Stoffläden in Deutschland kaum eine andere Breite zu kaufen. Für die allermeisten Nähprojekte wird diese Breite wohl auch vollkommen ausreichen, um z. B. die Teile eines Schnittmusters aufzuzeichnen und draus auszuschneiden. Ansonsten näht man halt eine doppelte Kappnaht, um Stoffbahnen wasserdicht zu verbinden, wenn man eine größere Fläche braucht (z. B bei Zelten).

    Rein technisch ist eine größere Breite allerdings durchaus möglich. Die Amis haben beim Hängemattenstoff eine Breite von umgerechnet bis knapp unter 190 cm im Angebot. Beide "großen" Anbieter für Hängemattenstoff, "Dutchweargear" und "Ripstop by the Roll" haben "Überbreite" im Angebot.

    Meine persönliche Lieblingshängematte ist aus Hexon W, was knapp über 170 cm breit ist. Ich hatte mir auch schon welche aus Hyper D XL und Hex70 XL genäht. Aber die waren mit knapp 190 cm Breite zu breit für mich. Ich fühlte mich mit meiner Körpergröße von 178 cm darin verloren, zudem konnte ich die gesamte Breite kaum ausnutzen – egal wie diagonal ich darin lag. Am Kopf- und Fußende gibt es so viel totes Material, dass mir über die Füße und ins Gesicht klappt und rumschlabbert. Das nervt.

    Meine zweitliebste Hängematte ist übrigens aus dem Hängemattenstoff von extremtextil und besitzt somit die Standardbreite von 150 cm bei einer Länge von 335 cm ;)

    Da ich namentlich genannt wurde, melde ich mich auch mal, um nicht unhöflich zu schweigen. Allerdings kann auch ich kaum etwas konstruktives zu deinem Projekt beitragen, Riippumatto-Joerg :( Ich habe bisher selber keinen Daunen-UQ "recycelt", sondern nur einen UQ händisch mit Daunen gefüllt und bei meinen Hysooqui Climashield auf einen UQ-Protector aufgenäht und dann von unten auf eine Hängematte aufgebracht.

    Der UQ-Protector war auch an Kopf- und Fußende rechtecklig geschnitten und ich habe ihn unverändert auf den Hängemattenstoff aufgebracht. D. h., es gab bei mir nichts asymetrisches im Schnitt, sondern ich hatte ihn bewußt "für Links- und Rechtslieger gleichermaßen geeignet" geschneidert (was auch wesentlich einfacher war) ;) Dadurch habe ich natürlich nichts an Gewicht und Packvolumen gespart.

    Was mich wohl am meisten bei deinem Projekt beschäftigen würde, ist die Frage wie gut der differenzielle Schnitt (den der Selva anscheinend hat) sich von unten an den Hängemattenstoff schmiegen wird ...?! Ich glaube, auf der Innenseite des Wooki kann man die Nähte sehen, wie das Außenmaterial mit seinen Isolationskammern auf dem Innenstoff aufgebracht wurden (ich habe ihn leider gerade nicht greifbar um nachzuschauen). Dadurch gibt es keine Gefahr, dass sich durch das UQ-Gewicht zwischen Daunenraum und Wookie-Trägerstoff beim Hängen Lufträume bilden könnten, die die Wärmespeicherung und -übertragung gefährden würden. Das vermute ich, wenn man den Selva nur mit seiner Kontur auf den Trägerstoff annähen würde. Wenn man den Selva wiederum auch in der Mitte am Hängemattenstoff festnähen würde, ergäbe sich wiederum die Gefahr von Kältebrücken durch die neu gesetzten Nähte, um den Selva auch in der Mittelachse am Trägerstoff zu halten. Ich vermute mal, dass er H-Kammern hat?!

    Gesucht wird ein Setup für den Herbst/Winter, um mehrere Tage draußen im Wald verbringen zu können.

    Auch wenn der Drops bereits gelutscht zu sein scheint, möchte ich noch auf das Verhältnis "Winter - Daune" hinweisen. Ich habe zwar nur zwei Nächte bei klammer Luftfeuchtigkeit im Herbst/Winter abgehangen, war aber froh, dass ich mein Daunen-Setup am dritten Tag indoor trocknen lassen konnte.

    Daune verliert bei andauernd hoher Luftfeuchtigkeit/Regen den Fluff und damit reduziert sich die Wärmespeicherung. Wäre für mich bei einem Ausflug über mehr als drei Tage ohne Trockenmöglichkeit ein Argument für bulky Kunstfaserfüllung. Sonst wird's vielleicht ein wenig fröstelig in der Nacht ...

    Rettet die Dörfer! Nicht als Museum oder Touristenattraktion, sondern als Lebensraum

    In den Städten sieht es auch nicht viel anders aus. Hier im Nordosten von Berlin werden im Rahmen der überhitzten Wohnungsblase alle (Parkplatz-)Brachen - ich nenne sie gerne "Zahnlücken" - aufgekauft und gewinnbringend mit weißen Wohnblöcken mit tiefliegenden anthrazitfarbenen französischen Fenstern zugekleistert. Das soll wohl einen "mediterranen"Wohnstil imitieren. Nur liegt Berlin nicht am Meer:rolleyes: Abgesehen davon kommt mir die Stadt auch nicht besonders wie ein hochwertiger Lebensraum vor. Wenn ich auf meinem 70-minütigen Arbeitsweg durch Berlin Mitte muss, erinnert mich das üblicherweise eher an Disneyland mit den ganzen Hotelneubauten und Touristenattraktionen - z. Zt. ist es nur ein wenig "Corona-bereinigt".

    Der Unterschied zum Dorf liegt nur darin, dass a) die Städte sich vor Zuzug nicht retten können und b) der Verwaltungsmoloch so intransparent ist, dass die Immobilienmafia höchst fragliche Baugenehmigungen durchkriegt, um die Gentrifizierung voranzutreiben. Habe meinen Fall damals sauber dokumentiert und wollte daraus eigentlich als nachträgliche Therapie einen Kurzfilm machen - solche gibt es allerdings bereits schon Zuhauf, weil die Einzelschicksale sich immer ähneln.

    Hallo Olivio , auch von mir ein Willkommen im Hängemattenforum! Dich könnte der Berliner Stammtisch hier im Forum interessieren. In Berlin gibt es eine kleine, recht rege Szene, die sich alle paar Monate zum Onenighter in der Region trifft, und wo man über Hängematten fachsimpeln bzw. sich von den Setups der anderen insipirieren lassen kann (gerade im DIY-Bereich).

    Natürlich sind auch Tagesbesucher willkommen ;) Einfach Lesezeichen setzen und du bleibst auf dem Laufenden ...