Beiträge von noodles

    Ridgeline für Tarps verwende ich nicht (mehr), ich spanne mit Trucker Hitch oder LineLocs ab. Bei der Crosshammock hänge ich das Tarp mit Gummiloops in die Daisychain ein und sichere mit toggles (Äste). Das kann es nicht sein.

    Möglich ist, dass die Firstnaht entweder nie oder jedenfalls die letzten 5 Jahre nicht mehr abgedichtet worden ist. Ob ich das mal gemacht habe, weiß ich nicht mehr. Man sieht jedenfalls keine Spuren mehr von Nahdichter. Das könnte es gewesen sein. Ob da aber soviel Nässe rein kommt, dass es sprayt, halte ich eher für unwahrscheinlich. Es scheint jedenfalls so, dass SilPoly irgendwann von beiden Seiten mit Nässe vollgesogen ist. Wie auch immer: DCF ist da sicherer.

    Luftfeuchtigkeit war natürlich hoch, der Waldboden auch unterm Tarp immer naß.

    Wo ist denn Wasser eingedrungen?

    Die Ursachen der Nässe sind nicht ganz klar. Die Feuchtigkeit an den Querenden der Matte lassen sich durch das Anstoßen bei Ein- und Ausstieg erklären. Unangenehmer war, dass bei starkem Regen bei Windstößen immer eine Art Nieselregen in die Matte wehte. Meine Vermutungen waren erst einmal, dass ich das Tarp nach der ersten Regennacht nass einpacken musste und es dadurch auch auf der Innenseite noch nass war. Nach ein paar Stunden Regen waren, als ich Schlafen gehen wollte, innen großen Tropfen zu sehen und die Isomatte war feucht,. Ich habe versucht, das vor der Nacht trocken zu wischen. Nach weiteren Stunden Regen kam es dann bei starken Windstößen zu den Schauern in die Matte. Ob sich dabei Feuchtigkeit von der Innenseite gelöst hat oder von außen zusätzliches Wasser eingedrungen ist, ist unklar. Jedenfalls war es nicht viel und da es die letzte Nacht war und ich einen KuFa-Schlafsack benutzt habe, zu tolerieren. Am Morgen lagen große, angewehte Blätter auf dem Tarp, keine Ahnung, ob das Wasser an diesen Stellen eindringen konnte.

    Bei der Abspannung habe ich die vollen 2m der Schnüre genutzt, man könnte die natürlich noch länger wählen. Dann hängt die Fläche aber noch flacher und das Tarp hängt noch mehr durch.

    Bei Superfly, Minifly und Co über der GE hatte ich das Problem bisher nicht, allerdings auch selten 2 Regennächte hintereinander. Die sind allerdings auch aus Sil-Poly.

    Jedenfalls traue ich der Sache mit dem SilPolytarp nicht mehr und werde bei Regentouren DCF wählen.

    Das Problem:

    Die Crosshammock ist mehr dem Seitenwind ausgesetzt als die GE-Matte. Im Sommer ist das meist kein Problem, im kalten Wind kombiniert mit Regen kann es ungemütlich werden.

    Der Hersteller Cross Hammock bietet Sommertarps an, die jedoch von ihrer Fläche her sehr sparsam ausfallen. Das wirkt sich positiv auf das Gewicht aus, bringt aber bei Seitenwind und Regen ziemliche Probleme.

    Angeboten wird zwar auch ein Wintertarp in SilPoly und DCF, das scheinbar einen Rundumschutz bietet. Diese Tarps sind aber relativ knapp bemessen, so dass wenig Platz bleibt, man kaum darunter stehen kann und die Matte stößt unvermeidlich an das Tarp an, was nur bei der DCF-Variante nicht weiter stört. Bei der SilPolyvariante führt das aber bei viel Regen dazu, dass Feuchtigkeit durchdringt.

    Bei unserer letzten Tour hatten wir 2 Nächte hintereinander heftigen Dauerregen, das Tarp war komplett durchfeuchtet und es drang jedenfalls in der 2. Regennacht einiges an Wasser ein.

    Die DCF-Variante ist außerdem sehr teuer. Da ich sowohl Nutzer von GE-Matten mit den entsprechenden Tarps als auch der Crosshammock bin, lag die Überlegung nahe, ob man diese auch für die CH verwenden könne und sich damit die Probleme lösen lassen.

    Meine Lösung:

    Seit längerem nutze ich das WB Minifly für die Crosshammock im Sommer. Dazu habe ich in der Mitte der Längsseiten Tieouts angenäht und hänge die dann quer über die CH.

    Das bewährt sich seit Jahren. Das Minifly ist länger als alle originalen CH-Tarps und dadurch ist zum einem mehr Platz und man vermeidet das Anstoßen der Matte an das nasse Tarp.

    Die Seiten bleiben aber weiter offen und das Problem mit Seitenwind und Regen bleibt.

    Neben dem Minifly habe ich für die GE noch

    Ich habe auch beim HG DCF 12´Tarp in der Mitte Tieouts angenäht

    Und hänge das dann quer über die CH. Der entstehende Raum ist riesig, man kann stehen und sehr bequem in der CH unter dem Tarp sitzen und kochen.


    Außerdem kann man jetzt in einer hohen Variante zum Rausgucken abspannen

    oder sehr tief zum Schutz vor Wind.

    Um auch noch scharfen Seitenwind mit Regen abzuwehren habe ich das HG DCF Hextarp ebenfalls mit Tieouts in der Mitte versehen, in die ein kleiner Karabiner eingehängt wird. Jetzt passt das 11´HexTarp genau unter die CH und deckt die Seiten vollständig ab.

    Außerdem umschließt dieses Tarp jetzt die CH von unten, was auch das Problem des Wärmeverlustes von unten minimiert.

    Beide verwendeten DCF-Tarps wiegen zusammen ca. 430 g und damit deutlich weniger als das SilPoly-Wintertarp von Cross Hammock Die Verwendung beider Tarp zusammen mit einer GE wird nicht eingeschränkt. Als Umbau sind lediglich die zusätzlichen Tieouts jeweils in der Mitte notwendig.

    Genauso funktioniert es auch z.B. mit WB Superfly (Dach) und WB Minifly (Cocoon). GE-Nutzer, die wegen der vermeintlich notwendigen Neuanschaffung vor dem Kauf einer Crosshammock zurückgeschreckt sind, können so doppelte Kosten vermeiden.

    Ich selbst schlafe in einer Crosshammock am besten. Nur das Problem mit den offenen Seiten hat mich bisher davon abgehalten, die auch im Herbst und Winter zu benutzen. Dieses Problem dürfte jetzt gelöst sein.

    Die Verwendung von GE-Tarps für den Aufbau eines Boden Setups beschreibe ich hier.

    Bei mehreren Tagen Regen hintereinander bleibt einem wohl nichts anderes übrig als Trocknungsmöglichkeiten während der Nacht zu suchen, jedenfalls beim Wandern. Beim Paddeln hatte ich das schon öfters, dass man den ganzen Tag nass ist, dann hatte ich allerdings in der Regel Wechselsachen für die Nacht mit und das Gewicht war nicht so entscheidend. Wenn man sich den ganzen Tag bewegt sind auch nasse Sachen erträglich. Nur das Einsteigen in die nassen Sachen am Morgen ist ein Graus ||

    Hier ein Bild von einer früheren Regentour

    wie ihr eure nassen Klamotten wieder trockenkriegt.

    Die Socken habe ich unter Mißbrauch des Händetrockners auf dem WC der Ausflugsgaststätte in der wir waren so gut wie trocken bekommen . Die Hose ist durch das Laufen auf den nächsten 10 km wieder einigermaßen getrocknet. Als weitere Option hatten wir das Wärmezelt mit, darin bekommt man alles in angemessener Zeit trocken.

    Wenn es den ganzen Tag weiter geregnet hätte, wäre es allerdings schwierig geworden. Bei der nächsten Herbsttour nehme ich jedenfalls zusätzlich zum Schirm Regenhosen mit.

    Am Wochenende habe 6 Foristen und eine Foristin eine Wanderung zum und durchs Zittauer Gebirge unternommen.

    43 km und 1080 Höhenmeter waren nicht unsportlich.

    Die Dörfer in der Oberlaustiz sind sehr schön

    Bei Temperaturen von ca. 25 ° bis 4° C war mit Sonne, heftigstem Regen und schönen Sonnenuntergängen alles dabei.

    Vom Oderwitzer Spitzberg und der Lausche gabe es super Fernsichten bis Schneekoppe, Elbsandstein und Böhmen.

    Eingekehrt wurde natürlich auch, für wenige Euros und sehr netter Bedienung gab es u.a. leckeren Kaninchenbraten mit böhmischen Knödeln in Tschechien.

    Übernachtet wurde im Wald, bei bis zu 4° Kälte in der Nacht war ein Wärmezelt ein absolutes Highlight.


    Die Gruppe hat super harmoniert, ein Wochenende genau nach meinem Geschmack. Vielen Dank fürs Mitkommen!

    Bist du da persönlich bereits unterwegs gewesen?

    Ja, schon viermal. Am schönsten fand ich es immer im Oktober. Ich bin allerdings jedes Mal mit dem Mountainbike für zwei Tage gefahren. Zum Wandern wäre mir der größte Teil der Strecke allerdings zu langweilig. Mit dem Fahrrad ist es herrlich naturnah, einsam und abwechslungsreich. Mit dem Gravel Bike ist es überhaupt kein Problem zu fahren.

    noodles
    10. Oktober 2021 um 20:38

    Der 66-Seen-Wanderweg wäre sowas im Großraum Berlin

    Der 66-Seenweg - Wandern über den 66-Seenweg in Brandenburg

    Noch naturnaher ist die Uckermark, Empfehlung wäre hier die Uckermärker Landrunde

    Uckermärker Landrunde - TMU
    Der 152 km lange Wanderweg beginnt in Prenzlau und führt durch zwei der drei Nationalen Naturlandschaften der Uckermark.
    www.tourismus-uckermark.de

    Beide Touren kann man auch abkürzen, den Seenweg über ÖPNV durch Berlin

    Es ist Herbst und das Nahrungsangebot im Wald ist vielfältig. Da gibt es erstmal sowas hier

    ist aber gerade nicht mein Thema, zum einem esse zur Zeit kein Fleisch und außerdem bin ich zunehmend jagdkritisch geworden.

    Was aber super ist, sind natürlich Pilze und das hier:

    Ich habe in den letzten paar Wochen bestimmt 5-6 kg davon geerntet, super lecker und wahrscheinlich auch sehr gesund. Inzwischen sind allerdings alle meine Brombeer-Stellen abgeerntet und ich finde keine neuen mehr.

    Also habe ich es als nächstes mit Hagebutten versucht. Man kann zwar ruckzuck einen Eimer voll sammeln, die Verarbeitung ist aber super mühsam. Man muss jede Frucht aufschneiden, alle Kerne rausschaben, dann alles 1 Nacht wässern und anschließend kochen und durch ein Sieb streichen, um das Hagebuttenmark zu gewinnen.

    Schmeckt gut, hat viel mehr Vitamin C als Zitronen, läßt sich vielseitig verwenden, ist aber irre aufwändig.

    Die ersten Verarbeitungsaktion wird wahrscheinlich doch die letzte bleiben, da hat dann doch die Faulheit gesiegt.