Beiträge von Baumkind

    Diese dünnen Plastik-Stöffchen sollte mit einem Heißschneider geschnitten werden, der gleichzeitig die Schnittkanten verschweißt. Da ich solch ein tolles Teil nicht habe, nehme ich dafür einen Lötkolben. Geht auch. Und ist multi-use.

    Die Nähte habes ich vor dem Nähen mit dünnem, weißen Heftgarn in sehr großen Stichen mit der Hand geheftet. Das hat das Nähen kollossal vereinfacht. Die zusätzlichen Löcher sind beim Abdichten der Naht geschlossen worden.

    Ansonsten habe ich zum Zusammenhalten keine Stecknadeln genommen, sondern kleine Klämmerchen. Zum Nähen habe ich Microtex-Nadeln genommen und einen recht großen Stich (4mm) gewählt.

    Habe ich schon mal den Rollenschneider erwähnt? Nie wieder ohne sozusagen....

    Das Problem: Mein Querlieger hat eine "Spannweite" von ca. 2 m - mein Tarp ist aber drei Meter breit...
    Also mußte eine Lösung her, ein Tarp, mit einer Spannweite von zwei Metern.

    Nach langer Überlegung sollte es so aussehen:

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    Ein sechseckiges hängendes Zelt, das man bei Bedarf auch auf dem Boden aufstellen kann.

    Das Schnittmuster:

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    Die Umsetzung (nicht ganz sauber abgespannt):


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    Die "Türen" können senkrecht geschlossen werden:

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    Innenansicht:

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    Das Baumkind

    Mein Querlieger hat ein Hängemattenfach, wo ich für gewöhnlich eine dünne Evazote-Platte und eine Iso-Luftmatratze drin habe. Wenn die Luft raus ist, rolle ich den gesamten Querlieger, manchmal sogar mit Schlafsack zusammen und packe ihn in ein All-in-One-Sheet, und verschnüre das Paket zu einer "Hammock Roll". Durch die Eva wird es so oder so ein großes Paket.

    Vorteil: Ich brauche nicht andauernd die Isomatten raus- und reinfummeln.

    Das Tarp kommt bei mir aber extra (allein schon wegen der Feuchtigkeit). Meine Snake Skins sich aus imprägniertem Zeltstoff, damit Feuchtigkeit nicht sofort durchsifft. Wasserdichteres Material würde mir aber zu schwer sein. Lieber packe ich eine zu feuchte Snake Skin in einen Plastikbeutel.

    Das Baumkind

    Einfachen Mückenschutz kann man auuuch aus Gardinen machen.
    Gardinenreste bekommt man für kleines Geld im Einrichtungs- oder Deko-Laden. Man kann auch die Augen offen halten nach Restposten, oder hin und wieder einfach mal bei Ebay Kleinanzeigen gucken.

    Das Baumkind

    Ich nutze seit langem Snake Skins und möchte sie nicht mehr missen. Meine ersten warenn aus Gardinenstoff und leider nicht wasserdicht. Jetzt habe ich welche awus imprägnierem Zeltinnenstoff. Ist zwar nicht die wasserdichteste Lösung, aber gibt nicht so viel Feuchtigkeit nach außen ab. Das Baumkind

    Hi Schnietz,
    ich hab eine Hängematte mit Mattenfach. Da steckt eine dünne Evazote 1x2m sowie eine Luftmatraze drin. Im Prinzip reicht auch die Eva, zumindest wenn's warm ist. Wenn ich mal keine Bäume finde, kann ich mit diesem Setup auch auf dem Boden schlafen. Mit dem Tarp wird dann ein kileiner Shelter gebaut. So ist zumindest mein Plan.

    Das Baumkind

    Zum Thema Snake Skins: Die würde ich nicht aus Moskitonetz machen. Darin bleibt ständig was hängen.
    Ich habe mir welche aus Zeltinnenstoff von ExTex gemacht und bin damit sehr zufrieden.

    Das Baumkind

    Ich habe u.a. in Bad Münstereifel einen Platz an einem Bachlauf mit Feuerstelle gefunden.
    Vielleicht könnte man ja mal anfragen, ob man den Platz für ein Wochenende für ein kleines Treffen haben könnte - dafür würde ich auch entsprechend Geld bezahlen wollen.

    Das Baumkind

    Die Pibella Comfort ist so konstruiert, dass frau auf dem Rücken liegend oder sitzend nach unten pinkeln kann. In der Hängematte muß ich darauf achten, dass es auch wirklich nach unten abfließen kann, also den Oberkörper ein bißchen hochrutschen lassen. Ob die Blase dabei zu 100% entleert wird oder nicht, vermag ich nicht zu sagen. Meine Erfahrung ist jedoch, dass es auf jeden Fall ausreichend ist.

    Weil das Auskühlen beim Austreten entfällt, ist auch die Blase für den Rest der Nacht ruhiger. Mit Monster-Puschen im Schlafsack ( http://www.walkonthewildside.de/huttenschuhe-b…2647008389.html ) waren es trotz Sturm und Temperaturen um -7°C sehr ruhige Nächte.

    [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] Ich schlafe immer so weit von anderen entfernt, dass weder ich andere noch andere mich stören mit welchen Geräuschen auch immer. Vielleicht gibt es ja auch für Männer Gerätschaften im Pflegebedarf, die tourentauglich sind.

    Das Baumkind

    Liebe hängende Freundinnen,

    wie macht Ihr das mit nächtlichen Bedürfnissen?

    Dieses Jahr bin ich zwei Mal bei Schnee und Sturm unterwegs gewesen. Das erste Mal war ätzend: Nachts aus dem Schlafsack rausschälen, Schuhe von der Ridgeline angeln, reinschlüpfen, ein paar Meter weiter Hose runter, und dann das ganze wieder retour. Ich war nicht nur ausgekühlt, sondern durch die Kälte kam auch eine Reizblase durch, um deretwillen ich insgesamt fünf Mal raus mußte.

    Männer sind da von Natur aus besser ausgestattet und können eine Weithalsflasche nutzen oder sich über die Reling der Hängematte erleichtern.

    Für die zweite Tour habe ich mich besser vorbereitet und im Pflegebedarf nachgesehen. Es gibt diverse Lösungen für Frauen, die aber eigentlich dafür gemacht sind, dass frau im Stehen pinkeln kann. Für diejenigen, die sich nicht hinhocken kann oder mag, eine gute Lösung - aber in der Hängematte nicht zu gebrauchen. Andere Systeme verbieten sich für eine Tour schon vom Packmaß her - bis auf eine Ausnahme:

    http://www.pibella.ch

    Die Pibella gibt es in zwei Varianten: Variante Travel ist so geformt, dass man damit im Stehen pinkeln kann, während Variante Comfort für bettlägerige Frauen entwickelt wurde. Entscheidend ist der Winkel der Zunge am linken Ende der Röhrchen:

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    Leider ist die Pibella Comfort mit 49,- Öre schon echter Luxus. Dazu kommt, dass der Unterschied der beiden Varianten (stehen vs. liegen) nicht sofort erkennbar ist.

    Die Pibella Comfort gibt es nur mit drei Beuteln. Solch ein Beutel fasst ca. 1l Flüssigkeit und kann (für den Eigengebrauch) wiederverwendet werden. Man kann auch Beutel separat nachkaufen, oder durch wasserdichte(!) Plastiktüten mit Gummiband ersetzen:

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    Vom Packmaß und Gewicht her ist die Pibella Comfort OK (Röhrchen 16 g, Beutel 12 g):

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    Erfahrung: Jau, es geht.

    Allerdings sollte frau vor der Tour den Umgang mit dem Röhrchen üben. Durch die Zunge rastet es regelrecht an der richtigen Stelle ein, und es ist eine saubere Sache.

    Allerdings besteht immer das Risiko, dass es nicht ganz sauber einrastet und der Ausgang der Harnröhre abgedeckt ist. Leider kann man dann nicht mehr anhalten, ohne dass etwas daneben geht. Ich habe deshalb eine wasserdichte Unterlage und eine Damenbinde zur Sicherheit benutzt.

    Falls jedoch trotz aller Übung und Vorsicht etwas daneben geht, muß der Gedanke trösten, dass die Feuchtigkeit durch die Körperwärme nach draußen diffundiert. Verbleibende Gerüche müssen dann eben nach der Tour mit der chemischen Keule erledigt werden. Das ist allemal besser, als beim Pinkeln in der Nacht zu unterkühlen.

    Damit die Flüssigkeit im Beutel nicht gefriert, habe ich sie immer direkt über die Reling der Hängematte entsorgt.


    Das Baumkind

    Am nächsten Morgen sah es noch weißer aus:

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    In der Nacht hatte es immer wieder geschneit, und es wollte einfach nicht mehr aufhören.

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    Aus gesundheitlichen Gründen, weil wir uns nicht auf tiefen Schnee eingestellt hatten (Schneeschuhe), oder doch den etwas leichteren Schlafsack eingepackt hatten und wegen einer fehlenden Regenjacke beschlossen wir am nächsten morgen, nicht mehr weiter zu gehen.

    Allerdings hatten wir vorher nicht auf die Karte gesehen und waren dem Irrtum aufgesessen, dass wir bergab über Brilon Wald schneller voran kommen könnten. So haben wir auf dem Rückweg einige Umwege gemacht, die teilweise durch recht hoch aufgewehten Schnee führten, bis wir gegen Mittag endlich unseren Startpunkt wieder erreichen.

    Für mich war es eine kurze, aber sehr lehrreiche Tour. Und es war schön, nach längerer Zeit einfach mal wieder draußen gewesen zu sein.


    Das Baumkind