Beiträge von Baumkind

    Riippumatto-Joerg Wo hast Du denn den schönen Reflex-Stoff her?

    Meine bessere Hälfte und ich haben lange Zeit Reflex-Jacken getragen.

    Inzwischen finde ich sie jedoch extrem unsicher, weil der Auto- oder Radfahrer durch die Reflex-Jacke von seinem eigenen Licht so geblendet wird, dass er so gut wie gar nix mehr sieht. Außerdem ist das Zeugs bei Tag so mausgrau, dass man es kaum sieht.

    Momentan trage ich eine CRS-Jacke von Proviz, die nicht ganz so dolle blendet, dafür aber auch im Hellen auffällig ist. Vorteil: Man sieht mich, aber ich blende halt nicht zurück. Manchmal trage ich auch eine einfache Warnweste mit ein paar Reflex-Streifen.

    Ich nutze die Reflex-Streifen-Reste von alten Warnwesten, um meine Hängematte oder den Weg dorthin zu markieren. Das funktioniert selbst mit einer Mini-Kopf-Funzel auch noch nach ein paar Bier am Laberfeuer.

    Das Material ist interessant. Gibt es Temperaturbereiche wie bei Schlafsäcken? Wie sieht es mit der Kombination mehrerer Lagen aus: addiert sich die Isolationswirkung?

    Was sind Eure Erfahrungen? Wie würdet Ihr das einschätzen?

    Ich nutze einen "Koffer" für den Kopf der Zahnbürste. Sowas gibt's z.B. im Fünferpack in der Bucht.

    Als Zahnpasta nehme ich entweder ein Reisegröße aus dem Drogeriemarkt, oder wenn es nicht aufs Gramm ankommt, meine ganz normale angebrochene Zahnpastatube.

    Beides steckt in der Mesh-Seitentasche meiner Hygiene-Tasche.

    Es war ein schöner Overnighter mit Euch!

    Die Nacht war einfach nur schön: kräftiger Wind in den Wipfeln, trommelnder Regen auf dem Tarp - ich liebe das!

    Das Salatrezept zum Nachmachen: etwas Giersch, Löwenzahn, Brennessel, Breitwegerich (Spitzwegerich habe ich nicht gefunden), und zwei Blättchen von dem Gurkenkraut (Borretsch) - waschen und klein schneiden. Ein Löffel Öl, ein Löffel Essig, Gewürzsalz, eine kleingeschnittene Zwiebel, ein paar Kürbiskerne. Zutaten gut mischen und essen.

    Das ist ja noch fast ein Jahr hin!

    Das muss ich erstmal mit meiner Regierung abklären...

    Außerdem möchte ich zu bedenken geben, dass so ein schönes langes WE auch immer schön für einen Familienausflug ist.

    01. MrHydeAndMe

    02. kempkes

    03. Baumkind (muss noch abklärt werden)

    Eine Frage zum Thema Essen: Will jeder sein eigenes Süppchen kochen, oder besteht Interesse an einem gemeinsamen Essen?

    Falls Interesse besteht:

    Problem Nr. 1: Es wird ein großer Topf (Hordentopf oder DO) benötigt - ich selbst habe keinen

    Problem Nr. 2: Da ich ohne Auto anreise, kann ich nur begrenzt Zutaten mitbringen. Einkaufen und mitbringen müßte jemand anders

    Meine Teilnahme ist abgeklärt, habe das WE frei bekommen:

    01. MrHydeAndMe +1

    02. Baumkind (freies WE muss noch abgeklärt werden)

    03. Miki

    04. Levi

    05. evtl. Levis Freundin

    06. sakura (müßte eigentlich machbar sein)

    07.Fenris77 +1

    08. kempkes

    09. niklasunterwegs

    10. sp00k (evtl.)

    Ich habe eine feste Ridgeline: ca. 2 m lange Whoopie-Sling. Im Prinzip nix weiter als zwei Schlaufen am Ende, eine davon kann verstellt werden. Die Ridgeline besteht aus 4 oder 5mm Dyneema.

    Meine Matte incl. Isomatten im Mattenfach, Ridgeline, Karabinern und Moskitonetz lasse ich normalerweise immer so, wie sie ist: Die Karabiner werden ineinander gehakt und einfach in die Mitte gelegt. Wenn ich auf Tour bin, lege ich auch den Schlafsack noch rein, falte die Matte einmal längs und rolle es dann zu einem Paket auf. Oder ich rolle alles auf und binde es mit einer Schnur zu einem Paket zusammen.

    Ist meine Annahme richtig, dass eine dünnere und weichere Matratze die Unterschiede der Seillängen pro anliegender Körperbreite (also Schulter vs Taille etc.) spürbarer macht?

    Klares Jein.

    1m breite Luftmatratze quergerippt (Thermarest): Hält besser in der Breite, angenehm für Bauch- und Seitenschläfer

    1m breite Luftmatratze längsgerippt (Exped): Hält besser in der Länge - kann aber nicht mehr sagen, wie es sich angefühlt hat.

    1x2m dünne Evazoteplatte (Extremtextil): Angenehm, aber mir fehlt ein bißchen der "formgebende Faktor" der Luftmatratzen

    Ohne Matte: Angenehm, aber schnell kalt von unten

    Meist nutze ich meine Hängematte mit der Kombi Thermarest 1m breit und 1x2m Evazote. Das ist dann die Luxus-Kombi, die auch im Winter gut funktioniert.

    Ich hab woanders ja schon mal geschrieben, dass meine Matte nur zehn "Doppelschnüre" auf jeder Seite hat, also immer zwei Schnüre zusammenhängen. Auch bei der Frage, welche Schnüre zusammenhängen, gibt es mit Sicherheit auch noch mal Unterschiede. Da ich meine Schnüre zu einem Hammock Clew verwoben habe, findet zwischen den beiden Teilschnüren kein Ausgleich mehr statt.

    Hey Flip

    Ich versuche mal eine Antwort:

    1. Gerade Anzahl Schnüre

    Meine Hängematte hat 20 Knoten auf jeder Seite. Ich habe mich für eine gerade Anzahl entschieden, damit ich zwei Knoten mit einer Schnur machen kann - ich habe mal den Verlauf einer Schnur rot hervorgehoben:


    2. Kürzeste Schnur ermitteln

    Ich habe die Hängematte aufgehängt und mich rein gelegt. Mit Hilfe einer lose herabhängenden Schnur an der Ridgeline, die als Lot diente, habe ich abgezählt, dass die 8. Schnur (vom Kopfende gezählt) senkrecht steht. Dies ist die kürzeste Schnur. Durch Überlegen und Ausprobieren habe ich festgestellt, dass es ok ist, wenn die kürzeste Schnur 90 cm lang ist.

    3. Satz des Pythagoras

    Für die Berechnung der Länge der Schnüre habe ich eine Tabellenkalkulation gemacht und mit Hilfe des Satzes des Pythagoras die ideale Länge der Schnüre ausgerechnet. Die Länge der kürzesten Schnur war mit 90 cm ja bekannt, ebenso wie der Abstand zwischen den einzelnen Schnüren. Damit ließ sich die Länge für alle Schnüre einfach berechnen:

    4. Justieren

    Beim Zuschneiden habe ich die Schnüre jeweils einen halben Meter länger gelassen. Die Schnüre habe ich erst einmal provisorisch mit zwei halben Schlägen auf Slip geknotet. Das hat den Vorteil, dass der Knoten hält, man ihn aber trotzdem wieder lösen kann.

    Beim Justieren bin ich wie folgt vorgegangen:

    - Körperbreite: Da, wo der Körper breiter ist, müssen die Schnüre länger sein. Auf der Höhe von Kopf und Füßen sind sie etwas kürzer

    - Liegekomfort: auf Höhe der Kniekehle die Schnüre etwas kürzer machen, damit die Knie nachts nicht durchdrücken

    - Isomatte: die finale Länge der Schnüre ist abhängig von der verwendeten Isomatte

    - erste und letzte Schnur habe ich etwas kürzer gemacht

    Damit die Schnüre auf beiden Seiten der Hängematte gleich lang sind, habe ich die Luft aus der Isomatte gelassen und die Karabiner an einem Punkt aufgehangen, und dann alle Schnurpaare verglichen.

    Ich habe mehrere Runden Ausprobieren und Anpassen gebraucht, bis ich meine optimale Liegefläche hatte - aber das hat sich gelohnt.

    Ist Deine Frage damit beantwortet?

    ungemütliche Zustände: bin erst zu den Füßen gerutscht, dann waren die Knie überstreckt und dann habe ich es im unteren Rücken gespürt.

    Die ungemütlichen Zustände sind bekannt, können aber abgeholfen werden:

    1. zu den Füßen rutschen: Der Schwerpunkt ist bei meinem Querlieger (210 cm lang) nicht in der Mitte, sondern bei der 8. von 20 Schnüren auf jeder Seite. Die 8. Schnur ist deshalb die kürzeste Schnur. Die Länge der übrigen Schnüre kann mit Hilfe von Dreiecksberechnung in einem Excel-Sheet berechnet werden. Die Schnüre am Fußende sind die längsten. Allerdings kann man die Längen auf diese Weise nur theoretisch ermitteln, denn am Ende kommt es auch auf die Körperform an. Tendenziell sind die Schnüre auf Höhe der Hüfte und Schultern etwas länger, Richtung Kopf und Fuß werden sie etwas kürzer.

    2. Knie überstreckt: Hier muss man ein wenig tüfteln. Mit 20 Schnüren auf jeder Seite kann man sich die Hängematte perfekt auf die eigenen Bedürfnisse einstellen. Ich würde empfehlen, die Schnüre um die Kniekehle herum etwas zu kürzen.

    3. Unterer Rücken: Im Prinzip wie bei Punkt 2 vorgehen - ausprobieren und justieren... Das kann ein paar Runden dauern, aber dann hat man die perfekte Liegefläche 8)

    Kurze Anmerkung zum Alter der 90°-Hängematten-Posts: Es gab wohl nicht so viele Leute, die mit 90°-Hängematten experimentiert haben. Diejenigen, die es getan haben, haben ihre persönliche Variante entwickelt. Die Entwicklung meines Querliegers habe ich mitsamt Irrtümern und Problemen in diesem Faden hier dargelegt. Ich habe meine Irrwege ebenfalls dokumentiert, für den Fall, dass jemand das nachbauen möchte.

    Wie dem auch sei: meine Hängematte tut inzwischen seit 2016 (!) unverändert seinen Dienst. Mehr gibt es zur Hängematte eigentlich nicht zu berichten. Vielleicht sollte ich den Faden bei Gelegenheit mal um ein aktuelles Foto erweitern (nächstes WE hängt sie wieder :love:).