OT: Gehört eher in Nebenthema, wie alle anderen Rucksackthemen auch, oder?
Der Exos war auch mein erster Rucksack, als das Thema Gewicht interessant wurde - ich aber vom Inhalt her noch so einen vergleichsweise schweren Rucksack brauchte.
Die erste Generation war super, dann kamen ein paar komisch verspielte mit fett gepolsterten Schultergurten und noch mehr Tand, als so schon - aber jetzt gibt es mit der Pro Version wieder sowas wie ein back to the roots. Aber ganz schön teuer geworden, die Kiste!
Gregory (optic, focus) ist dem ähnlich als Alternative.
Wenn da in der Richtung was erhältlich ist und passt - why not?
Grundsätzlich weiß ich sonst nicht, wo das Anliegen hingehen soll.
So richtig klare Fragen, bei denen hier irgendjemand von außen helfen könnte, gibt es vom TO leider nicht, im ungefähren stochern, wie es hier im Thread in allerlei Richtungen versucht wird, ist irgendwie für die Antwortenden nicht wirklich befriedigend und wohl auch für den TO letztendlich nicht zielführend hilfreich.
Da wäre ein bisschen mehr Vorarbeit und Hirnschmalz für konkrete, noch offene Fragen, bei denen man von außen auch helfen kann, hilfreich. So liest sich das eher wie Händchenhalten und betreuten Shoppen im Plaudermodus, damit man bei der Entscheidung nicht so alleine ist. Auch ein Anliegen, aber dann vielleicht eher im kompletten OT Bereich.
Also - was ist die Frage?
'konventionell oder Rolltop', wie im Titel?
Davon liest man im Post selber dann nichts mehr.
Das ist personal preference. Ich mag Rolltop, weil simpel, flexibel und leichtestmöglich.
Und nun? Anderen liegt ein Deckel, drawstring closure oder was auch immer mehr.
Was Dir liegt? Angucken und ausprobieren!
Ausgesuchter Rucksack a oder b?
Du hast sie doch schon in der Hand - wie nun schon etliche Male geschrieben - müssen sie vor allem passen. mit welchem Du wie gefragt langfristig glücklich wird, kann Dir niemand von außen verraten.
Und - wenn Verfügbarkeit an Deinem Standort auch noch ein limitierender Faktor ist, hilft es auch wenig, beliebig anderes in den Raum zu werfen, ohne zu wissen, was erhältlich ist. Auch da ist Vorarbeit des TO gefragt.
Noch weiter grundsätzlich:
Bei den angepeilten Lasten von 15kg+ dauerhaft kommt noch viel mehr in's Spiel, dass der Rucksack passen und dafür ausgelegt sein muss. Da ein Diskussion in Richtung gestelloser UL-Rucksack zu starten ist mMn. müßig.
Ich würde mir das grundsätzlich auf Tour nicht antun wollen.
Daher der Denkanstoß, ob nicht der andere Weg, das Verringern des Gewichts der sinnvollere und beim Laufen auch deutlich angenehmere Weg sein könnte. 7kg consumables - unmengen an Wasser in einer wasser- und schneereichen Gegend - von der schweren Ausrüstung ganz zu schweigen - da geht doch noch was.
Und um noch weiter auszuholen, was für den TO gar nicht mehr relevant sein dürfte:
UL Rucksäcke sind ben nicht vor allen Dingen leicht, weil fragile Materialien verwendet werden, sondern weil unnützer Klimmbimm weggelassen wird.
Der Korpus macht z.B. i.d.R. gerade mal 20% des Gewichts aus. Daher lohnt es sich weder, ihn zu klein, noch zu fragil zu konzipieren.
Mein Rucksack kommt im Maximum auf 50Liter, ist aus solidem DXG (132g) und bombproof Mesh (106g) gefertigt, hat eine bald fünfstellige Laufleistung - gern durch unwegbares Gelände und Fels - auf dem Buckel. Bis auf zwei winzige, in der Zivilisation dumm selbst verschuldete Mesh Löcher ist er top in Schuss und zeigt keine Anzeichen von Verschleiß - und wiegt keine 300g.
Warum? Weil ansonsten reduziert konstruiert - ohne fette Polster, Täschchen, Deckelchen, Reißverschlüsschen, Kordelchen und Schleifchen.
Dieses immer wiederkäuerisch vorgebrachte Vorurteil zeugt eher von geringem Einblick und Verständnis - und ist natürlich auch den möchtegern-leichten, kommerziellen Massenmarkt-Rucksäcken großer Marken, wie eben auch der Exos geschuldet, die alle die Quadratur des Kreises versuchen: Irgendwie leichter - und trotzdem voll mit Tand und Feeeatures wie es der Mainstream Käufer von seinem schwerden Schneckenhaus-Deuter gewohnt ist, damit sich jah jeder angesprochen fühlt - und für jeden was dabei ist.
Das wird dann erst mal schwer - und man versucht, durch immer fragilere Materialien das irgendwie halbwegs zu kompensieren.
Hat mit UL - oder den Prinzipien (unnützes weglassen, alles hinterfragen) nicht viel zu tun.
Da setzt man eher verärgert über den ganzen mit bezahlten, schweren Kram die Schere an - und lässt den ganzen, unnötigen Plunder abgeschnitten zu Hause.
Den dicken Anteil macht halt das Gestell, dann die dicken Hüftflossen etc. Aber das wegzulassen macht eben auch erst Sinn, wenn auch der Inhalt leicht genug dafür ist - und davon sprechen wir hier ja erst mal nicht.
Es gibt ein paar reduziertere Ansätze gibt es da zwar auch, wie hier genannt von HMG, aber auch von Üla, Weitläufer, Bonfus etc. - aber da kann halt auch niemand zaubern und das Rad neu erfinden, mit Gestell ist man dann dem Kilo Rucksack wieder näher, bzw. ab ~6-700g.
Also noch mal in Kurzform: Nimm den Rucksack, der bei Dir überhaupt verfügbar ist - und Dir passt. Bei dem Gewicht dann ausgerechnet ein paar Gramm beim Rucksack zu sparen macht nur als Mitnahmegewinn Sinn, wenn der leichtere sonst eh auch alles erfüllt - Modelle sind ja genannt.
Oder Speck den Inhalt ab - und schau dann noch mal, welcher bei welchem neuen Gewicht Sinn macht.
Viel Erfolg!