Beiträge von Cross Hammock

    Ist denn kein gar kein Packsack für das "Nötigste" (z.B. Gestänge & Tarp?) oben auf dem Heck denkbar?

    Doch, das wäre prinzipiell denkbar. Ich mag es nur aus Gründen der Aufgeräumtheit nicht, dass außer der Trinkflasche irgendetwas an Deck befestigt ist. Ohne störende Aufbauten kann man im Fall einer Kenterung auch leichter von hinten wieder einsteigen (Cowboy-Einstieg).

    Bikepacker Die Logistik ist mit meinem Kajak nicht ganz so einfach. Ich habe zwei Spitzenbeutel, in denen das gesamte Equipment steckt - so weit, so gut. Solange man mit geschlossener Spritzdecke im Boot sitzt, ist alles wasserdicht verpackt. Aber wenn man im Regen aussetzt, beginnen sofort nach dem Aussteigen die Probleme. Erstens regnet es ins Boot, dann muss man die Spitzenbeutel rausholen, die sofort nass werden. Um an den hinteren Beutel zu gelangen, muss der Sitz ausgebaut werden, was umständlich ist, aber eine täglich unvermeidliche Prozedur darstellt. Und dann muss man, bevor irgendein Regenschutz aufgebaut ist, die Beutel aufmachen. Das größte Gepäckstück, das jeden Tag als letztes ein- und als erstes ausgepackt werden muss (obwohl man es überhaupt nicht braucht), ist die Transporttasche. Danach kommt man erst an Tarp, Carbon Tree, Schlafsack, etc. Der Raum ist insgesamt knapp und ich verstaue das Tarp aus Gründen der Platzausnutzung immer als erstes in der hinteren Spitze. Also kommt man dummerweise erst dran, wenn alle anderen Sachen ausgepackt sind. Zum Glück musste ich nur am ersten Tag im strömenden Regen aufbauen.

    BoundryWaters ja, schade, aber es kommen noch andere Touren.

    jenshelge danke für deine nette Reaktion! Ja, die Erfahrungen von dieser letzten Etappe möchte ich wirklich nicht missen, auch die mit dem schlechten Wetter nicht. Wenn alles nass geworden ist und man es schafft, ein Tarp aufzubauen, kommt es am Ende nur darauf an, dass der Schlafsack trocken bleibt. Dann ist alles gut. Zwar nicht auf dieser Tour, aber ein paar Wochen früher habe ich übrigens auch eine Kentererfahrung gemacht. Mal sehen, wann ich mich aufraffen kann, davon zu berichten...

    BX.33 Die Tour war nicht nur sehr unterhaltsam, sondern ich habe auch viel über die Gegend gelernt. Ich wusste z.B. nicht, dass ein großer Teil der fast 100 km bis 1989 mit Wachtürmen martialisch gesicherten Grenzregion östlich der Elbe historisch zu Niedersachsen gehört - die niedersächsischen Elbtalauen. Dieses Gebiet - so groß wie ganz Ost-Berlin - war im Potsdamer Abkommen der sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen worden, um die Elbe einfacherweise als Grenzfluss festlegen zu können. Die Westalliierten haben diese Landnahme anscheinend hingenommen, nicht aber die dort ansässige Bevölkerung. Direkt nach der Wiedervereinigung wollten diese 6100 Zwangs-Mecklenburger wieder Niedersachsen werden. Danke an Moch, der mir dazu einiges erklären konnte.

    Letzte Woche habe ich die Gelegenheit genutzt, meine im Juli begonnene Elbetour zu Ende zu paddeln. Also hieß es, nach Tangermünde zurückzukehren und dort für die dritte Etappe einzusetzen.

    Für den ersten Tag waren Dauerregen und Unwetter angesagt, aber ich wollte das nicht glauben.

    Leider kam es dann tatsächlich aber genau so. Ich bin trotzdem über 40 km weit gepaddelt und dann an der Havelmündung ans Ufer gesetzt, knapp bevor das Naturschutzgebiet beginnt. Ob sich bei dem Wetter ein Ranger herausgetraut hätte, um das zu kontrollieren, ist aber wohl eher zweifelhaft.

    Im strömenden Regen habe ich zuerst nur den Carbon Tree mit dem Tarp aufgestellt, dann meine Sachen drunter bugsiert und schließlich die Hängematte aufgehängt. Dann hörte der Regen auf, es war aber so ziemlich alles klatschnass - bis auf den Schlafsack.

    Unter den habe ich mich dann zähneklappernd verkrümelt, denn es war empfindlich kalt geworden. Ohne Abendessen und lange vor Sonnenuntergang bin ich erschöpft eingeschlafen und war erst bei Sonnenaufgang am nächsten Morgen wieder mit der Welt versöhnt.

    Über Wittenberge bin ich am Folgetag bis nach Schnackenburg gekommen, dem ersten Ort in Niedersachsen.

    Auf diesem Aussichtsturm habe ich im Sommer 1989 schon mal gestanden - am gegenüberliegenden Elbufer befanden sich damals noch die DDR-Grenzanlagen, von denen heute noch einige Türme übrig geblieben sind.

    Einige Kilometer weiter fand ich unterhalb eines rechtwinkligen Knicks der Elbe ("Böser Ort") einen ganz schönen Schlafplatz, an dem noch lange am Abend die Kraniche zu hören waren.

    Am nächsten Morgen setzte sich die Sonne erst langsam gegen den Nebel durch. Und wieder war alles klatschnass - diesmal vom Tau.

    Tagsüber herrschte dann ruhiges, sonniges Herbstwetter, fast ohne Wind, der, anderen Schilderungen zufolge, auf diesem Abschnitt das Vorwärtskommen oft erschwert.

    Die Temperaturen ließen sogar noch ein Nachmittagspäuschen ohne Isomatte zu.

    Die letzte Übernachtung wollte ich unbedingt noch einmal zwischen Bäumen verbringen. Dabei bemerkte ich zu spät, dass ich auf einer weiträumig eingezäunten Schafweide untergekommen war. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, standen die Schafe an ihrer Tränke am Ufer blöde glotzend um mich herum. Weniger entspannt waren die Hütehunde, die, nachdem sie mich bemerkten, ein infernalisches Gekläff begannen, sodass ich ohne Frühstück zusammenpacken und aufs Wasser flüchten musste.

    Vom Schäfer war bei meinem Aufbruch weit und breit nichts zu sehen, hier noch ein Blick zurück.

    Dem frühen Aufbruch zufolge bin ich schon mittags in Lauenburg angekommen und habe hier die Tour beendet. Zwar hätte ich gerne noch die Elbphilharmonie vom Paddelboot aus gesehen, aber die folgenden 50 Kilometer bis dahin wären landschaftlich eher unattraktiv gewesen, sodass ich den bis hierher gesammelten Eindrücken der Weite, Einsamkeit und Urwüchsigkeit dieser Flusslandschaft einen Schlusspunkt setzen wollte.

    In Lauenburg kann man nur 300 m vom Bahnhof direkt an der Elbe in Ruhe abbauen.

    Mein Fazit dieser Tour: 11 Tage, 575 km, etwa eine Viertelmillion Paddelschläge (ich habe das tatsächlich nicht nur geschätzt, sondern mit Hilfe der Kilometrierung festgestellt, dass ich zwischen 380 und 470 Schläge pro Km brauche) und ein Vielzahl von Naturerfahrungen, die mir diesen Teil Deutschlands anschaulich gemacht haben. Das wird nicht meine letzte Flusstour gewesen sein. Und jede Übernachtung hat in der Hängematte stattgefunden! Das war aber nur mit Gestell möglich.

    Am Stoff kann es durchaus liegen, Es ist der klassische ExTex Hammockstoff, der Riss ist entlang einer Schusslinie.

    Diesen Stoff habe ich ein einziges Mal benutzt - für meine allererste Querhängematte, die übrigens (vielleicht aus Nostalgiegründen) noch mein Avatarbild ziert. Er ist für Querhängematten denkbar ungeeignet, weil beim Querhängen die Hauptbeanspruchung auf den Schussfäden liegt - und die sind laut Angabe beim Extexstoff fast um ein Drittel schwächer ausgelegt als die Kettfäden (Kette 630N / Schuss 410N).

    Wenn ich richtig sehe, ähnelt dein Modell jetzt mehr der Amok Draumr als einer Querhängematte mit Schnüren. Was wiegt denn das Ganze?

    Das sieht doch nach einem sehr nützlichen Helferlein aus, Schwarzwaldine ! Leider schaffe ich es nicht, sowas als Zubehör anzubieten, wie hangloose mir vorgeschlagen hat, aber man sieht doch, dass das auch selber zu schaffen ist. Für die höhere Anbringung am Baum habe ich auch immer ein Paar Dogbones dabei, mit denen ich - wie Trotz Matte Glatze - die Baumgurte wieder runter bringe. Eine Leiter habe ich übrigens noch nie gebraucht (und für die Videos auch nicht in den Grunewald geschleppt). Aber ich gebe zu, dass das für kleinere Leute manchmal nicht ganz einfach sein kann. Manche benutzen dafür auch die Trekkingstöcke, mit denen sie die Baumgurte hochstochern. Ich glaube, Hammock Fairy hat das mal irgendwo beschrieben.

    Habt vielen Dank für eure netten Kommentare!

    Mittagsfrost Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass ich froh war, überhaupt was zu essen zu bekommen - und dass das Wasser nicht so hoch stand wie vor neun Jahren

    S. Auerteig Über das Boot bin ich auch richtig glücklich. In den Öffis macht es zwar wenig Spaß, dafür aber umso mehr auf dem Wasser.

    Baumkind Über den Carbon Tree gibts auch ein Video, an dem einige aus dem Forum mitgewirkt haben.

    Walkabout Ich transportiere den Ständer mit Gummis zusammengehalten und ohne jede weitere Verpackung entweder in der Fahrradtasche oder im hinteren Spitzenbeutel des Bootes. Nach vier Jahren sieht er schon etwas zerkratzt aus, aber die Rohre sind viel stabiler als ich anfangs vermutete.

    Da ich mir die Anreise zum Urlaubsort ins Allgäu per Fahrrad bei den aktuellen klimatischen Bedingungen doch nicht zugetraut habe, fand sich die Gelegenheit, die Elbe-Tour fortzusetzen. Also hieß es, nach Wittenberg zurückzukehren und dort wieder einzusetzen.

    Umständehalber bin ich erst abends losgekommen, sodass das Boot nicht vor 18:00 aufgebaut war.

    Aber es ließen sich bis zur Dämmerung noch locker 22 km zurücklegen.

    Untergekommen in ich dann im Kanuverein Coswig, der neben kühlen Getränken eine gemähte Wiese am Flussufer zur Verfügung gestellt hat. Und wie man sieht, bin ich davon abgekommen, ein Zelt mitzunehmen. Die Erfahrung wäre im wahrsten Sinne des Wortes doch zu erniedrigend gewesen.

    Da für den Folgetag 38° C ansagt waren, bin ich schon kurz nach Sonnenaufgang aufgebrochen.

    Ein frühes Mittagessen konnte ich im neu (!) eröffneten Fährhaus Barby einnehmen. Deprimierenderweise hat sich die Speisekarte dort seit 1989 nicht groß geändert.

    Für Entschädigung sorgte aber die fast unberührt scheinende Natur auf den folgenden Flusskilometern.

    Ein flussnaher Hängeplatz ließ sich am Ende des Tages erstmals auch ohne Hängemattenständer finden.

    Eine typische Einrichtung auf der Elbe sind die sogenannten Gierfähren, die von der Strömung getrieben werden und keinen eigenen Motor besitzen. Sie haben eine Liegeseite und dürfen eigentlich nur auf der anderen Seite umfahren werden. Ich habe mir mal einen Anschiss des Fährmannes eingehandelt, weil ich aus der Ferne den aktuellen Pendelbetrieb kalkuliert habe (und zwar richtig) und dann auf der falschen Seite durchgerutscht bin, um nicht warten zu müssen.

    Am Ende des zweiten (oder insgesamt sechsten) Paddeltages erreichte ich abends Magdeburg. Unten liegt mein Boot, oben bei den Schirmen genehmigte ich mir nach 60 Tageskilometern eine Stärkung.

    Und auch einen Rundgang um die älteste gotische Kathedrale in Deutschland ließ ich mir nicht nehmen, auch wenn die Paradiespforte mit den Bildnissen der klugen und törichten Jungfrauen, denen Magdeburg seinen Namen verdankt, leider nicht zu besichtigen war.

    Beim Verlassen Magdeburgs habe ich übrigens gesehen - wie vorher schon in Meißen, Riesa, Torgau und Dessau - auf welche Weise man in Deutschland 2022 Urlaub macht. Am Flussufer der Elbe reihen sich endlose Kolonnen von Wohnmobilen.

    Selbst übernachtet habe ich dann etwas abgeschiedener ein paar Flusskilometer stromab neben einer Baumruine mit echtem Horrorgesicht.

    So sah der Spot von draußen aus.

    Und so von drinnen. Man bedenke: 90 % des Bildes sind durchs Moskitonetz oder die Hängematte fotografiert.

    Und wieder konnte ich zwischen Bäumen abspannen.

    Auf der vorläufig letzten Etappe bin ich bis km 388 nach Tangermünde gepaddelt - diese Stadt mutet schon von Ferne an wie ein Traum aus der Zeit der Backsteingotik.

    Hier ließ sich gut aussetzen und bis zum Bahnhof waren es nur wenige hundert Meter.

    Ich hoffe, im Herbst die Tour fortsetzen zu können!


    Danke für die Blumen! Du hast schon selbst gemerkt, dass es eine Exped-LW Isomatte sein sollte, um in der Cross Hammock liegen zu können, siehe auch die Hinweise von hangloose. Was die Verstellbarkeit im Kniebereich angeht, solltest du dir - auch für ein DIY-Projekt - keine Illusionen machen. Das mag bei einer Draumr funktionieren, aber die „schnurbasierte“ Cross Hammock (wie auch die Hammocktent) ist eine Hängematte zum Liegen. Sitzen haut damit nicht hin, auch die Verstellbarkeit des Kopfteils ist nur in gewissen Grenzen möglich. Die Angst vor den Schnüren ist wahrscheinlich etwas übertrieben. Damit hat - soweit ich gehört habe - noch niemand ernsthafte Probleme gehabt. Viel Glück bei etwaigen DIY-Versuchen!

    barfuß Ja, leider ist das Boot doch recht schwer, genauer gesagt 22 kg, inclusive Spitzenbeuteln und Spritzdecke. 3 Kg wiegt die Tasche. Aber es gibt, außer dem serbischen Faltkajak von Omorotschka, soweit ich weiß, keine leichteren Seekajaks. Dem gegenüber ist das Trak aber in 15 Minuten auf- und 10 Minuten abgebaut.

    Laubrolle , von der Quelle an, das ist aber ambitioniert und geht sicherlich nur mit Packraft ab Hohenelbe (Vrchlabi). Wenn ihr das gemacht habt, wäre ich sehr interessiert, zu hören, ob das möglich ist.

    Ted Mit Bäumen ist es in Ufernähe überall schlecht bestellt gewesen. Insofern war der

    Hängemattenständer die einzig praktikable Lösung, um in der Hängematte übernachten zu können. Für die nächsten Abschnitte überlege ich trotzdem, ein Zelt und längere Baumgurte mitzunehmen. Eventuell findet man dann doch noch Hängeplätze, oder man zieht sich - resigniert - ins Zelt zurück.

    barfuß Ich bin auch erstaunt, wie viel Gepäck man im Faltboot unterbringen kann. Der Hängemattenständer und vor allem die Packtasche des Bootes sind dabei volumenmäßig eine Größe, die das übrige Übernachtungsequipment nebst Proviant in den Schatten stellen. Aber das größte Problem sind die Wege zum und vom Bahnhof. In Bad Schandau war das gar kein Problem, aber in Wittenberg bin ich für den einen Kilometer vom Flussufer bis zum  Bahnhof mit 25 kg Boot und 12 kg Gepäck fast eine Stunde unterwegs gewesen. Ein Taxi hätte leider auch nichts genützt, weil der Weg nicht über Straßen ging.

    Letzte Woche habe ich mir eine kleine Auszeit genehmigt und bin vier Tage von Bad Schandau bis nach Wittenberg die Elbe heruntergepaddelt.

    Die Einsatzstelle liegt nur wenige Meter unterhalb der Bahnstation und ist leicht zugänglich.

    Die ersten anderthalb Tage begleitete mich ein Freund, der im Packraft unterwegs war.

    Der Vergleich der Bootsformen lässt erkennen, dass wir geschwindigkeitsmäßig nicht ganz auf einer Wellenlänge unterwegs waren. Dazu kam, dass nahezu auf der gesamten Tour konstanter Gegenwind aus Nordwest herrschte, dem ein Packraft erheblich mehr Angriffsfläche bietet.

    Die erste Übernachtungsstelle haben wir uns kurz oberhalb von Dresden gesucht. Mir war klar, dass es mit Bäumen schwierig werden könnte, deshalb habe ich mich entschlossen, den Carbon Tree mitzunehmen. Damit war gewährleistet, dass ich immer in der Hängematte würde schlafen können.

    Die gesamte erste Nacht regnete es, aber ich blieb, trotz luftiger Bedachung, trocken.

    Pillnitz kommt in Sicht...

    ... und kurz darauf das Blaue Wunder, das anscheinend gerade neu gestrichen wird.

    Nach Dresden schlief vorübergehend der Wind ein und man konnte sich auch mal treiben lassen.

    Der Meißner Dom. Hier war der Wind schon wieder stärker, was man an den entgegenkommenden Wellen sieht.

    Kurz darauf habe ich mir einen Schlafplatz gesucht.

    Nach einem verregneten Tag gab es sogar noch einen Sonnenuntergang ...

    ... und auch der nächste Tag begann zunächst freundlich.

    Diesbar-Seusslitz, das nördlichste Weinanbaugebiet der Welt (wenn das Wetter so bleibt, wird dieser Jahrgang wohl noch saurer als üblich).

    Das Siliziumwerk in Nünchritz, der größte Chemiebetrieb in Sachsen.

    In Riesa kann man verfallene Uferanlagen erkennen, die darauf hindeuten, dass es auf der Elbe mal eine rege Flussschifffahrt gegeben hat. Davon ist heute aber rein gar nichts mehr übriggeblieben. Abgesehen von ein paar Schiffen der Weißen Flotte zwischen Meißen und dem Elbsandsteingebirge kam ich mir während der vier Tage vor wie auf dem Yukon. Es gibt so gut wie keinen Schiffsverkehr mehr, was daran liegt, dass die Elbe nur noch 50 cm Wasser führt. Für Wasserwanderer ist das ein Traum!

    Der letzte Einkaufsstopp war für mich in Strehla. An Ausstiegsstellen für Paddler hat man hier offenbar nicht gedacht.

    Hinter Torgau beziehe ich nach 69 Tageskilometern meinen letzten Übernachtungsplatz. Das während der Fahrt auf dem Heck montierte Solarpanel hat übrigens - trotz meist bedeckten Himmels - locker gereicht, um die Stromversorgung sicher zu stellen.

    Einsame Weite und völlig Stille - bis plötzlich mitten in der Nacht Wind aufkam und schlagartig alle Tarpheringe rausriss. Ich musste dann fluchend im Dunkeln meine Schuhe und zwei Bierflaschen vergraben, um daran die Abspannschnüre befestigen zu können. Das hat gehalten - aber von den dünnen Titanheringen habe ich keinen einzigen wiedergefunden...

    Am letzten Tag ging es auf einem weitgehend zivilisationsfernen Abschnitt bis Wittenberg - der angepeilten Bahnstation.

    Unterwegs viel unberührte Natur - und jede Menge Gegenwind. Was denkt ihr übrigens, ist der weit verbreitetste Vogel an der Mittelelbe? Die Stockente, das Blässhuhn, der Schwan? Nein es ist die Nilgans, wie mir meine App "Merlin Bird ID" klar gemacht hat.

    Nach 213 km (minus 10 für die Strecke von der tschechischen Grenze bis Bad Schandau) bin ich gerade noch rechtzeitig in Wittenberg angekommen, um den 19:00 Uhr Zug nach Berlin zu kriegen.

    Mein Fazit: Wer Natururlaub in Deutschland machen möchte, ist auf der Elbe genau richtig. Ich werde jedenfalls diese Tour fortsetzen, sobald es meine Zeit erlaubt!

    H1mitz Entschuldigt die späte Antwort, ich war ein paar Tage mit dem Boot (und der Hängematte) unterwegs. Die Cross Hammock ist durchaus vergleichbar mit der im Video beschriebenen Hammocktent 2, wurde allerdings eigenständig entwickelt und nicht davon abgekupfert. Der Liegekomfort beider Matten ist sicherlich vergleichbar und es gibt bei der Cross Hammock mehr Variationen mit dem Material und Moskitonetz. Aber darüber könnte man sich ja auf der Webseite informieren.

    Auf zum Hängemattentreffen mit dem 9 € Ticket! Was hier alles drin ist: 3 Hängematten, 2 Boote mit 2 Paddeln, ein Carbon Tree Hängemattenständer, Schlafsack, Tarp, Isomatte, Gear-Zelt und Verpflegung für 4 Tage.

    Ankunft am Gudelacksee. Das Boot ist schon aufgebaut, jetzt nur noch alles drin verstauen, Rad unterstellen und übersetzen.

    Ich wollte den Ansturm auf die Uferbäume etwas entspannen und habe mich auf der Wiese platziert.

    So sah das Setup von bieber1 aus.

    Die Insel blühte in voller Pracht, die akustische Begleitmusik kam von den Fröschen und Vögeln.

    Diesen Sonnenaufgangsblick konnte Mittagsfrost genießen (falls er ihn nicht verschlafen hat) ;)

    Ausgefallene Gadgets wurden individuell adaptiert (da fehlt aber noch die Saumzugabe!)

    Auch für historische Rundgänge nach Lindow nahmen sich einige die Zeit.

    Und wie immer wurde der Pizzaofen rege genutzt.

    Danke an alle für die schöne Zeit und auf Wiedersehen in einem Jahr!