Beiträge von Cross Hammock

    Danke für den Hinweis mit dem Stoff. Ich habe jetzt erst mal bei Dutch bestellt und sehe wie weit ich damit komme. Was das 6.6er Nylon bin ich immer noch ein gebranntes Kind. Denn daraus ist auch der der Hängemattenstoff von Extex (im neuen Shop sieht man, dass er aus Polen kommt), der sich bei meiner ersten Matte so aufgezogen hat. Aber qualitätsmäßig spielt der 1.1er von Ripstopbytheroll sicherlich in einer anderen Liga.

    Die Draumr ist soweit ich sehe ein riesiges und deshalb schweres Stoffmonster, die mit einer Unzahl von Gimmicks ausgestattet wurde, die ich zum großen Teil nicht brauche - und bei der die Füße auch in der neuen Version ziemlich eingequetscht werden. Ich bin genauso groß wie der Sacki, und was ich da in seinen Videos gesehen habe, spricht mich nicht so sehr an.

    Den Gedanken mit 2.4er hatte ich auch sofort. Aber die 1.6er hält und hält und hält. Ich habe jetzt erst mal 14 yard 1.6er bei Dutch bestellt, um für kommende Hängematten-Projekte Vorrat zu haben. Dazu gehört auch eine 3,5 m lange Gathered End, weil ich mit dieser Normalform der Hängematte bislang keinerlei Erfahrungen habe.

    Ich werde erst jetzt auf dieses Thema aufmerksam, weil mich Waldläufer70 nach meinem Erfahrungsbericht darauf aufmerksam macht. Grundsätzlich: Ich habe das Spider Web 2.0 den Sommer über ausgiebig getestet und in etwa 20 verschiedenen Häng-Situationen damit die allerbesten Erfahrungen gemacht. Das Glattstreichen des Bandes ist zwar Voraussetzung dafür, dass man tatsächlich 25 mm Auflagefläche an den Baum bringen kann. Aber das funktioniert tadellos und völlig unproblematisch. Kein Vergleich zu verdrehten Nylon- oder Polyestergurten, die man nie wieder richtig glatt bekommt. In vielen Situationen hält das Band auch auf dem Beetle Buckle ohne durchzurutschen. Dem beugt man außerdem dadurch vor, dass man nach der Justierung einen lockeren Knoten ins lose Ende macht - und fertig ist die Sache.
    Werden die Whoopie-Slings dadurch überflüssig - wie der Titel suggeriert. Für mich definitiv nicht. Ich habe mir die Bänder in 8 Fuß bestellt, damit ich bis 70 cm dicke Bäume nutzen kann. Das kommt bei mir gar nicht so selten vor.

    In dem Fall hier hatte ich einen Baum von etwa einem halben Meter Durchmesser - und benötigte sowohl die Gesamtlänge des Bandes als auch die volle Länge der Whoopies, damit die Matte dort hängt wo sie hängen sollte.
    Über einen Punkt kann man freilich nicht diskutieren: der exorbitante Preis, den Dutch dafür verlangt, weil es sich bei dem Spider Web 2.0 um eine Sonderanfertigung in Kleinmenge handelt. Dem ist nur abzuhelfen, wenn viele Leute diese Bänder kaufen und in der Folge die Herstellung erschwinglicher wird.

    Angeregt von der Kölner Initiative möchten zwei Berliner Hängematten-Enthusiasten aus dem 90°-Lager gerne mit anderen Hängern in Kontakt und ins Gespräch kommen. Bevor wir etwas organisieren und vorschlagen, würden wir gerne wissen, wer von euch in Berlin wohnt und am Austausch interessiert ist. Meldet euch also. Wir wohnen übrigens in Charlottenburg.

    Eine Menge Erfahrungen habe ich auch mit den neuen Aufhängematerialien von Dutch sammeln können: dem Spider Web 2.0, den Beetle Buckles und den Dutch Clips zum einnähen.
    Die Frage, die ich mir anfangs schon gestellt habe lautet: braucht man das wirklich? Immerhin kostet diese Aufhängelösung sage und schreibe 78,50 $ - ohne Steuern und Versandkosten. Ich habe mich letztlich dafür entschieden, weil ich für den Stoff der Matte selber nur 18 $ bezahlt habe (die in den Wind geschossenen 20 $ für den 1.0er Stoff verbuche ich als Lehrgeld). Dafür bekommt man dann ein Set mit 2,40 m langen Baumgurten, das sich blitzschnell aufbauen und kinderleicht regulieren lässt und sage und schreibe 70 g wiegt.

    Über einige Nachteile dieses Setups wird man auf der Homepage von Dutch aber erst seit kurzem informiert: "Please note Dyneema has not tested well with Cinch Buckles or other buckle style hardware."
    Was bedeutet das konkret? Die glatten dünnen Dyneema-Bänder halten nicht immer auf den Beetle Buckles und rutschen durch.

    Ich war zunächst stocksauer als ich das bemerkt habe. Dann fand ich heraus, dass man relativ leicht Abhilfe schaffen kann, wenn man nach dem Aufspannen und regulieren noch einen Knoten in das Dyneema Webbing macht. Der verhindert dann sicher, dass etwas durchrutscht. Dyneema knoten geht in diesem Fall übrigens ganz bestimmt. Ein weiterer Nachteil der neuen blauen Bänder ist ihre Knitteranfälligkeit. Es ist dringend zu raten, dass man das Band nach jeder Benutzung sorgfältig aufwickelt, sonst kommt es ganz schnell zu einem Gehedder, mit dem weder die Dutch Clips noch der Beetle Buckle zurande kommen.

    Ähnliches gilt übrigens für die Zing-it Schnur von Dutch. Ich hatte in den Kommentaren auf Dutchs Seite zu dieser astreinen Schnur gelesen, dass sie mit den Line Locs benutzt werden kann. Stimmt aber nicht, rutscht auch durch. Aber auch hier kann man sich behelfen, indem man direkt hinter die abgespannte Schnur einen Knoten setzt, der auch ganz leicht wieder aufzuziehen geht.

    Aber nun zu den erfreulicheren Erlebnissen. Ich war dieses Jahr vor allem in den Bergen unterwegs, knapp unterhalb, aber auch oberhalb der Baumgrenze und hab jede Menge Erfahrungen sammeln können, wie man eine Hängematte an schrägen Hängen abspannt.
    Das erste Szenario war das einfachste, ist aber auch relativ selten anzutreffen. Beide Bäume stehen am Hang auf einer Höhe und die Geographie erlaubt es, dass man annähernd normal ein- und aussteigen kann. Hier zeigt sich aber bereits deutlich der Vorteil der 90°-Konstruktion, denn man kann bereits ab einem Baumabstand von 1,80 m hängen.

    Im anderen Fall ist man unten im Tal drin und findet dort relativ ebenes Gelände. Manchmal muss man bei dem ohrenbetäubenden Geräusch schlafen, das Bergbäche in regenreichen Sommern entwickeln. Seit dieser Nacht weiß ich auch, dass ich meinem selbstgenähten Tarp auch bei Sturzregen vertrauen kann.


    Wunderschöne Stellen findet man mittendrin im Hangwald. Aber nach denen muss man suchen und braucht dann einige Phantasie, um sich abzuspannen.


    An dieser Stelle hat mich sehr beruhigt, dass unter der Matte weicher ebener Waldboden war, der einen im Fall "alle Stricke reißen" sanft aufgefangen hätte.

    Wenn man in Höhen über 2000 m vordringt, hilft aber manchmal alles nichts und man muss runter...


    Ich hatte diesen Sommer viele Gelegenheiten zum Hängematten-Camping mit meiner selbstgenähten 90°-Matte - ich nenne sie ihrer Form wegen mal Modell Shark -, von denen ich etwas ausführlicher berichten möchte.

    Zunächst ist allerdings von einer herben Enttäuschung zu erzählen. Nachdem ich das von Hammocktent angekündigte, aber bislang anscheinend nur von mir realisierte Konzept der Shark Anfang des Sommers mit dem Hexon 1.6er Stoff erfolgreich umgesetzt hatte, nahm ich mir wie berichtet ja vor, die gleiche Matte noch einmal aus dem dünneren Hexon 1.0 Material herzustellen. Ich bestellte also Stoff bei Dutch, verbesserte die Zackenform, indem ich die äußeren Zähne etwas anschrägte, erstellte Schablonen für die kommende Serienproduktion,

    ... schnitt den Stoff zu, nähte mit viel Akribie den Außensaum, spleißte die 1mm Kanirope-Dyneema-Schnüre an die Zacken und nahm stolz wie nur je ein Hängemattenbesitzer es sein kann in einer Matte von sage und schreibe 120 Gramm Gewicht Platz. Ihr könnt euch denken, was dann passierte. Nachdem ich die Liegeprobe mit inliegender Isomatte absolviert hatte, legte ich mich ohne Isomatte rein und vernahm bald nach dem ersten Räkeln ein wirklich ekelhaftes Geräusch, bevor ich unsanft zu Boden glitt...


    Seitdem weiß ich, dass dem Traum vom leichten Equipment, den alle haben, die nicht mit dem Auto zum Hängplatz vorfahren, sondern manchmal tagelang mit dem Rucksack unterwegs sind, vom Material Grenzen gesetzt sind, die man nicht unterschreiten sollte.

    Die beiden überzähligen Zähne sind ab, die Matte ist nur noch 210 cm lang - etwas knapp für die Isomatte, aber es kommt ja noch ein Moskitonetz dran, damit sollte deren Tendenz zum Rausflutschen gebändigt werden. An die Schnüre mache ich mich demnächst. Denn die sollen 20 cm kürzer werden - d.h. um die Länge der Zacken. Das bedeutet, dass meine Whoopies eine größere Verstellzone bekommen, damit müsste ich dann deine Fuß- und Kopfabsenkung ausprobieren können.

    Ja, sieht super aus! Ich fachsimpele mit meinem Berliner Hammocktent-Kompagnon häufig über die beste Aufhängelösung. Bei seiner Matte ist das Kopfteil ähnlich hochgezogen wie bei dir. Nur dass bei dir dazu noch die Fußpartie sehr schön eben ist. Bei meiner alten wie neuen Matte liegt der Kopf etwas tiefer als die Füße. Das ist nicht ganz optimal, aber mir scheint es kaum vermeidbar zu sein, wenn man mit dem Kopf etwas ebener liegen möchte. Aber ich muss jetzt erst mal entscheiden, ob ich die beiden überzähligen Zähne der neuen Matte noch absäbele und auf 210 verkürze.
    Ich wäre übrigens sehr gerne nach Hängerschied gekommen - nicht zuletzt um dich mal zu treffen -, aber es klappt durch einen Familientermin leider nicht.

    Ich habe mich an der Breite des Hexon-Stoffes orientiert (154 cm). Die Zähne sind ca. 20 cm lang, bleiben für die Matte also ca. 110, wenn man ca. 4 cm für die Schnüre doppelt umschlägt. Leider bin ich dem Rat gefolgt, die Matte - entsprechend der Hammocktent 2.0 - etwas länger zu machen und habe auf 230 cm verlängert. War aber nicht nötig, werde zu 220 zurückkehren.

    Danke für die freundliche Resonanz! Den Grund für die Aufhängung habe ich nicht nur verschweißt, sondern auch umgenäht. Auf dem YouTube Video sieht man, wie es gemacht ist.

    https://www.haengemattenforum.de?v=qI3dxhgJUMw&feature=youtu.be%22

    Die Konstruktion der Zähne kann in der Tat verbessert werden. Ich habe komischerweise 22 statt üblicherweise 20 Aufhängezähne fabriziert. Keine Ahnung wie es dazu zu später Stunde kam. In Zukunft werde ich die äußeren Zähne auch - wie Konradsky meint - anschrägen. Und ich werde in der Mitte der Matte, wo die Hauptlast des Rumpfes getragen wird, die Zähne enger stellen als am Rand.
    Die Säume habe ich doppelt umgeschlagen und pro Seite in je einer einzigen Naht durchgenäht. Ich habe zu den meisten Arbeitsschritten auch Videos gemacht, die ich aber noch zusammenfügen und hochladen muss.
    Wie lange dauert sowas? Da ich alles ein erstes Mal gemacht habe, habe ich für die einzelnen Arbeitsschritte sicherlich mehr Zeit benötigt als ein Routinier. Aber für die Saumnaht war es sicherlich sehr hilfreich, dass meine Maschine (Pfaff Performance 5.0) eine automatische Nähfußanhebung hat, d.h. jedesmal wenn ich vom Fußpedal runtergehe, stoppt nicht nur die Maschine, sondern der Nähfuß hebt sich ein Stückchen an, während die Nadel im Stoff steckenbleibt, sodass man ohne einen weiteren Handgriff den Stoff neu ausrichten, bzw. drehen kann. Das spart viel Zeit. Einen elektrischen Fadenabschneider möchte man auch nicht gerne missen, wenn man sich dran gewöhnt hat, aber der automatische Nähfußanheber ist für die Arbeitsgeschwindigkeit noch wichtiger. Alles in allem hat es eine halbe Nacht (Mi / Do) gedauert, den Stoff zuzuschneiden. Do Nachmittag letzter Woche war die Matte fertig. Das Spleißen der Schnüre hat dann nochmal 4 Stunden gedauert.

    Mit inliegender Thermarest-Matte. Man sieht, dass die Schnüre noch viel zum lang sind (ich hab einfach vergessen die Länge der Zacken abzuziehen).

    Detail der Zacken

    Ganzes Innenbild der Matte.

    Wie angekündigt, habe ich in den letzten Tagen eine neue Matte aus Hexon 1.6er Material genäht und mich dabei am Design der Hammocktent 2.0 orientiert (die es offiziell ja erst ab August geben soll). Ich kann Lukas - dem Erfinder - das Kompliment nicht vorenthalten, dass er mit dieser Lösung bei der wahrscheinlich wichtigsten Schwachstelle von 90° Matten Abhilfe geschaffen hat: der Lastübertragung vom Stoff auf die Schnüre. Ich hatte ziemlich damit zu kämpfen, die stark belasteten Quernähte meiner ersten Matte so zu verstärken, dass die Konstruktion haltbar wird. Das war nur um den Preis einer erheblichen Gewichtszunahme durch doppelte Stofflagen möglich. Damit ist bei der neuen Konstruktion Schluss. Der Stoff kann einlagig verarbeitet werden und es ist bei unter 80 kg Gewicht sicherlich möglich, einen noch leichteren Stoff zu verwenden (ich denke da an Hexon 1.0). Die 1.6er Matte wiegt 220 Gramm ohne Schnüre. Insgesamt sollte es - für Leichtgewichtsfreaks - durchaus möglich sein unter 300 Gramm Gewicht zu bleiben.
    Ich habe mir die Mühe gemacht, die Aufhängung mit gespleißten 1 mm Kanirope-Dyneema-Schnüren zu versehen und kann jetzt in Sekundenschnelle (bei den Kopf- und Fußschnüren teilweise sogar aus dem Liegen heraus) die Matte verstellen und meinen Liegebedürfnissen anpassen. Macht echt Spaß! Anbei ein paar Fotos vom Fertigungsprozess und ein Video der Erstbenutzung.

    Beim Zuschnitt ist ein Winkellaser sehr hilfreich, denn man erhält den Stoff aus den Shops fast nie gerade abgeschnitten.

    Geschnitten wird der Stoff mit Heißschneider, das geht schneller als mit Schere und man versiegelt die Kanten gleich mit.

    Der fertig zugeschnittene Stoff


    Genäht wird ein Saum um die Außenkante und danach die Tunnelzüge für die Aufnahme der Schnüre

    Fertig!

    Lauter kleine Rechtecke, das hieße doch den Stoff wieder zuzuschneiden und zu vernähen. Das sollte bei der Hammocktent 2 aber vermieden werden - und wurde ganz bestimmt auch nicht so realisiert. Die einzelne Naht an der Zahnwurzel dient meiner Ansicht nach nur der Befestigung des Moskitonetzes und hat bestimmt keine tragende Funktion für die Aufhängung.
    Das soll nicht heißen, dass man es nicht so machen könnte wie du schreibst. Aber die Idee der Zähne dient doch wohl dem Zweck, Nähte mit Querbelastung generell zu vermeiden.
    Über die Befestigung der Schnüre muss ich noch nachdenken. Denn hier kommt es darauf an, dass diese Verbindung möglichst unkompliziert geknotet und auch wieder gelöst werden kann, damit man gegebenenfalls nachjustieren kann. Alle, die schon mal eine 90 Grad Matte genäht haben, wissen, dass das nötig ist.
    Beim Hammocktent 2 scheint diese Korrekturmöglichkeit aber - wie bei Modell 1 - nicht vorgesehen zu sein. Und die neue Matte hängt - dem Film nach geurteilt - auch genauso durch wie die alte.

    Diese Information erreicht mich grade rechtzeitig, weil ich überlege, wie ich den Schnitt eines Moskitomattenmodells aus Hexon 1.6 designen soll. Diese Haifischzahn-Lösung ist eigentlich die logische Fortentwicklung der Exped-Scout-Aufhängung, die Treegirl im Thread zu meiner 90°-Matte gepostet hatte. Man braucht kein Gurtband mehr und muss nicht ganz soviel nähen wie für die Exped-Scout. Ich frage mich - und die Nähexperten im Forum - jetzt noch zwei Sachen:
    1. Wie näht man das U an der "Zahnwurzel". Es wäre am besten, die Naht nicht abzusetzen, sondern vom Saum der Zahnkante kommend in einem Rutsch zum nächsten Zahn zu gelangen. Dafür muss man den (möglichst doppelt) umgeschlagenen Stoff an der Außenkante aber extrem dehnen. Die Lösung könnte ein Naht- oder Kantenband sein - aber es sieht mir nicht so aus, dass das hier zum Einsatz kam.
    2. Wie whippt man den Stoff an der Zahnspitze? Möglicherweise indem man die Spitze nur bis zu einem ca. 3 cm breiten stumpfen Ende verjüngt, das dann mit einem kurzen Tunnelzug versieht und durch den die Dyneema-Schnur zieht. So scheint es mir gemacht zu sein. Wo aber kommt der Knubbel ganz am Ende her?