Beiträge von Cross Hammock

    Die Breite des Nähfußes ist schon ein wichtiger Punkt und bei einer 9-mm-Maschine ist der Sichtbereich natürlich etwas eingeschränkter als bei meiner Uralt-Pfaff. Da hilft es nur teilweise, dass es auch Nähfüße aus Plexiglas gibt. Ich bin über die Stichbreite der Performance 5.0 allerdings schon froh, denn so kann ich mit dieser Maschine auch mein Logo sticken. Aber das ist ein Sonderfall, normalerweise sollten auch 6 mm Stichbreite reichen. Prinzipiell ist es so, dass Zubehör wie z.b. Nähfüße für eine neue 9 mm Maschine teurer ist als für die günstigen 6 mm Maschinen. Zu kaufen gibt es an Zubehör schon eine Menge für alle Maschinen.

    Empfehlen würde ich dir auf jeden Fall, dir eine Geradstichplatte zu besorgen. Damit wird dir garantiert kein Nähgut in den Spulenbereich gezogen.

    Da die Bruchlast bei Liros Lazy Jack 4 PES mit 500 daN angegeben ist, scheint man den Angaben des Herstellers vertrauen zu können. Ich finde allerdings, dass eine 4 mm Schnur etwas mehr aushalten können sollte. Kanirope Dyneema z.B. sollte bis 1300 daN halten.

    Ja, das Thema ist ambivalent, Wetterbedingungen variieren und obendrein ist der Körperflüssigkeitshaushalt von Schläfer zu Schläfer sehr verschieden. Ich würde mich aber nicht als Nicht-Schwitzer bezeichnen. Ich trage im Daunenschlafsack gerne zwei Lagen Merino-Unterwäsche übereinander, eine dünne aus diesem Material und eine dickere aus diesem Sahara Single Jersey. Wenn mir dann warm wird (das war am letzten Wochenende so), dann ziehe ich die dickere Lage aus.

    Was Konrad und Mittagsfrost zum Wind gesagt haben, kann schon stimmen.

    Weshalb ich bei meiner VBL-Abstinenz bleibe, hat auch mit dem Hot Tent zu tun. Am letzten WE war es unmöglich, das größere Nylonzelt aufzubauen, das ich kürzlich genäht habe, weil sich die Konstruktion als zu windanfällig erwiesen hat. Normalerweise habe ich aber im Winter ein Zelt mit Ofen dabei - und damit ist es problemslos möglich, einen klammen Schlafsack zu trocknen. Das hat im letzten Winter bei meiner Harz-Durchquerung super funktioniert.

    Eigentlich schwöre ich auch auf den IDT meiner Pfaff Performance 5.0. Aber im letztenHerbst musste ich reparationshalber sechs Wochen ohne sie auskommen. In der Zeit habe ich mit meiner Pfaff 31 aus dem Jahr 1927 etliche Hängematten aus Hexon 1.6 und auch 0,9 oz Moskitonetz genäht - und das funktionierte tadellos. Ich habe allerdings den Nähfußdruck stark vermindert, wie Bernd oben schreibt. Also IDT ist schon Klasse, aber meiner Ansicht nach kein Muss, wenn man mit der vorhandenen Maschine etwas experimentiert.

    Zusätzlich haben wir ja noch die mittlerweile zahlreichen Ständer

    Ich glaube auch, dass ein Gerüst entbehrlich ist. Falls es mir terminlich möglich sein sollte zu kommen (was ich sehr wünsche), bringe ich 2 vielleicht auch 3 Ständer mit (davon 1 oder 2 aus Carbon). Und daran dürfen auch sehr gerne Nicht-Cross Hammocks hängen - vorausgesetzt ihr wiegt nicht mehr als 90 kg.

    Obwohl es hier ja nur um den Ort gehen soll: Ich konnte schon letztes Jahr nicht kommen, weil sich die Pfingsten-Fraktion durchgesetzt hat. Und leider werde ich auch dieses Jahr nicht kommen können, wenn es unbedingt wieder ein solches langes WE sein sollte.

    Ich habe am Wochenende zwei Nächte im Hängemattenständer und Daunenschlafsack übernachtet. Es herrschten Wetterbedingungen um den Gefrierpunkt - und zwar bei stürmischen Böen.

    Der Schlafsack wurde bei Anreise aus dem Packsack genommen und blieb dann zwei Tage in der Cross Hammock im Ständer, auch tagsüber. Nach der zweiten Nacht wurde er so wie er war draußen wieder eingepackt und zu Hause gewogen. Er wog genausoviel wie bei Anreise. Geschlafen habe ich darin so wie immer in langer Merinounterwäche. Es gab keinerlei Kondensation, Schwitzwasser o.ä. Dabei hat es beide Nächte (und auch am Tag) immer wieder geregnet, geschneit und kräftig gewindet. Bei 100% Luftfeuchtigkeit sind das Bedingungen, die wahrscheinlich die größte Herausforderung für Daunenschlafsäcke darstellen.

    Mein Fazit: Ich brauche keinerlei VLB. Solange der Schlafsack regengeschützt ist, bleibt er wunderbar luftig, trocken und kuschelweich.

    (Das soll allerdings nicht heißen, dass ich jemandem den Spaß im Ganzkörperkondom nicht gönne.) 8o

    Ich finde auch, dass bisher keiner der Vorschläge an den Silbersee heranreicht. Auch der Termin Anfang Mai gefällt mir, weil Pfingsten und Himmelfahrt sicher schon bei allen attraktiven Plätzen ausgebucht - und bei mir obendrein familienseitig blockiert sind - von den Sommerferien im Juli und August ganz zu schweigen.

    Wie ihr wisst, habe ich im letzten Sommer einen leichten Hängemattenständer aus Carbonrohren konstruiert, den ich seither ausgiebig nutze und verschiedentlich auch schon hier gezeigt habe. Nun ist von einer neuen Erfahrung zu berichten, nämlich einem ziemlich robusten Einsatz im Schnee auf dem Treffen des UL-Forums, bei dem allerdings in erster Linie nicht der Winter, sondern der Sturm die größte Herausforderung war. Und was soll ich sagen, mein Carbongestell hat diese Extrembelastung glänzend bestanden! Auf dem Foto erkennt man, dass die Location in der Rhön auf einer Anhöhe ziemlich exponiert ist.

    Nach der ersten Nacht war ich heilfroh, dass der Wind meine Konstruktion nicht umgeworfen hat und wollte ursprünglich die zweite Nacht ins Innere des Zeltplatzgebäudes umziehen, weil für die zweite Nacht noch viel heftigere Winde und dazu ein Wechsel von nassem Schneefall und Regen angesagt war. Aber schließlich bin ich doch draußen geblieben, weil ich ganz einfach wissen wollte, ob die Konstruktion auch diese Bedingungen aushält. Und sie hat standgehalten, obwohl jede Bö, die mich getroffen hat unvermeidlich dazu führt, dass nicht nur das Tarp knattert und schlägt, sondern auch der Ständer ruckelt, was sich aber nur als ganz leichtes Schwanken auf die Hängematte überträgt.

    Der Wind kam übrigens vom Wald her und hat dass Gestell nicht am Kopf- oder Fußende, sondern von der Seite getroffen. Einmal führte das dazu, dass der Hering, der die Türen auf dem oberen Bild abspannt (die von 3 mm Shockcord gehalten werden) rausgerissen und 2 m wegkatapultiert wurde. Die eigentlich existentielle Frage war aber, ob die 4 Heringe, die links und rechts des Ständers die gelben Schnüre im Boden verankern, der Belastung trotzen. Ich habe deshalb nach der ersten Nacht pro Bodenverankerung jeweils einen zusätzlichen Hering eingesetzt (also insgesamt acht - und das scheint ausgereicht zu haben. Noch besser wäre es möglicherweise gewesen, wenn ich Schraubheringe zur Verfügung gehabt hätte. Hat jemand damit Erfahrungen? Die stehen jetzt ganz oben auf meiner Wunschliste, denn dann bräuchte ich wohl definitiv keine Angst vorm Umfallen mehr zu haben. Eine mögliche Gefahr wäre dann wohl nur noch ein benachbart campender Kollege, der nachts auf der Suche nach dem Klo über meine Schnüre stolpert und einen Hering rausreißt.

    Was die Haltbarkeit des Gestänges selbst angeht, bin ich mir mittlerweile sicher, dass damit gar nichts passieren kann, bzw. noch viel größere Kräfte als meine 75 kg sicher gehalten würden.