Beiträge von Cross Hammock

    Wie angekündigt, möchte ich auf die Neuerungen in meinem Shop eingehen und fange dabei mit dem Carbon-Hängemattengestell an, das ich seit einem reichlichen halben Jahr in Benutzung habe. Obwohl ich das zunächst nicht geplant habe, biete ich den Carbon Tree jetzt auch im Shop an. Der Grund dafür ist simpel: es gibt eine Nachfrage danach und darauf gehe ich ein. Einen Konflikt mit Schaumkuppel kann ich dabei nicht erkennen, und zwar aus mehreren Gründen.

    1. Schaumkuppel hat meiner Ansicht nach eindeutig zu erkennen gegeben, dass er davon ausgeht, mit dem Tensa4 nicht allein zu bleiben: "Was Patente betrifft, so soll ich über bestimmte Ansprüche schweigen. Letztendlich erwarte ich, dass es in diesem Bereich einen Wettbewerb geben wird." Aber hoffentlich sagt er selbst noch etwas dazu.

    2. Unsere Angebote unterscheiden sich doch recht stark. Schaumkuppel hält die Carbon-Variante für weniger wirtschaftlich, weil das Ausgangsmaterial ein Vielfaches von Alu kostet - und die Gewinnspanne entsprechend niedriger ausfällt. Ich aber glaube an das Carbon-Modell und habe dabei von den Dimensionen eine völlig andere Lösung gefunden, als der Ur-Tensahedron sie vorsah. Bei mir kommen keine dünnen, aber dickwandigen, sondern dicke, aber dünnwandige Rohre zum Einsatz.

    3. Mein Angebot richtet sich an einen Käuferkreis in der EU.

    4. Der Carbon Tree ist nur für die Benutzung mit der Cross Hammock gedacht.

    Dieser Punkt ist eine wichtige Aktualisierung meines Angebotes und findet sich ab sofort auch so auf der Webseite. Warum? Ich habe heute erstmalig einen Versuch gemacht, meine neue GE-Hängematte aus Monofil Nylon am Carbon Tree aufzuhängen und habe festgestellt, dass diese Aufhängung ein komplett anderes Verhalten des Ständers nach sich zieht, das ich erst einmal kennenlernen will, bevor ich den Carbon Tree dafür empfehle. Ein Problem scheint die Länge von 3,72 cm meiner Monofil-Hängematte zu sein. Der Carbon Tree stand dadurch extrem flach, was dazu führte, dass sich die Kräfte stark vergrößert haben. Die Soft Shackles haben sich dadurch ein Stück in die Bohrlöcher im Carbonrohr eingeschnitten und haben diese erweitert. Das deutet darauf hin, dass hier viel größere Kräfte auftreten als bei der Cross Hammock. Mein Vertrauen in das Carbonrohr ist dadurch aber noch gestiegen, denn ich hatte gehört, dass sich Carbon nicht verformt wie Metall, sondern bei Überschreiten der Belastungsgrenze unvermittelt bricht. Dem ist offenbar nicht so.

    5. Der Carbon Tree ist ein Produkt aus exklusiv teurem Material und ich rechne nicht damit, dass die Nachfrage danach sehr groß sein wird. Deshalb werde ich mich mit dem Material auch nicht bevorraten, sondern das Material pro Bestellung meinerseits bestellen.

    Abschließend: Ich finde die Idee von Schaumkuppel genial und wer einen robusten Ständer sucht, ist mit Schaumkuppels Modell sicherlich nach wie vor gut beraten. Aber für alle UL-Freaks, die ihre Ausrüstung pfleglich bis penibel behandeln, sich an der Materialanmutung und schlanken Form des Carbon Trees freuen und darüber hinaus die Cross Hammock mögen, ist er vielleicht eine Option.

    Das Holzgestell habe ich hier vorgestellt. Hängemattenständer für die Cross Hammock

    Was das Zusammenklappen des Carbon Trees angeht: das ist mir auch schon einmal passiert. Und im Unterschied zur GE-Hängematte fallen bei der Cross Hammock die Rohre dann auch auf dich drauf, bzw. du fällst beim Umkippen auf die Rohre. Macht aber nicht viel, denn die Rohre wiegen pro Stück nur 400 g. Bei mir haben die Carbon Rohre diesen Unfall ohne jede Beschädigung überstanden. Ich bin zwar immer noch etwas misstrauisch und behandele die Rohre deshalb sehr sorgfältig. Aber sie scheinen wirklich robust zu sein.

    Ich bin leider heute noch nicht dazu gekommen, die Ankündigung des Carbon Tree zu erstellen. Deshalb nur kurz zu deinen Fragen, barfuß: die Bodenschnur ist mit Whoopie Sling verstellbar. Für die Cross Hammock braucht man etwa eine Länge von 2,30 m. Für eine GE vermutlich viel weniger. Das werde ich noch austesten und dann eine Option im Shop einfügen. Und ja, bei zwei Schnüren kommt nur die halbe Kraft auf jeden einzelnen Strang. Bisher habe ich pro Seite eine einzige lange Schnur benutzt, die auch mit Whoopie Sling verstellbar war. Aber ich plane in Zukunft nur einen Hering pro Seite zu verwenden, um das Setup zu vereinfachen. Ich werde dafür auch noch ein Video posten. Es gibt zwar schon eins aus dem letzten Sommer, aber das habe ich dummerweise unscharf aufgenommen. Die Aufstellung des Carbon Trees dauert (bei unproblematischem Untergrund) wirklich nur 3 Minuten.

    Deine Beschreibung des Handy Hammock, Mittagsfrost, hat mich damals beeindruckt. Das System ist wirklich sehr ausgeklügelt. Leider ist es für die Cross Hammock zu niedrig. Und das Strippengewirr könnte man wahrscheinlich durch ein dickeres Carbonrohr vermeiden. Schade dass der Hersteller das nicht mehr weiter verfolgt hat.

    Willkommen im Forum! Ich wäre sehr gespannt, deine Bastelleistungen mal in Augenschein nehmen zu können. Wir Berliner plus Ostseeanrainer planen für Mitte Februar ein Outdoor-Wochenende. Mehr dazu kommt hier in Kürze. Vielleicht kannst du ja dabei sein.

    Ich verleihe die Matte auf dem Treffen gerne, denn ich fürchte, dass ich bei aller aufregenden Neuentdeckungen, die ich damit mache, doch nicht ins andere "Lager" konvertieren werde. Die matte wurde soeben über 2 Stunden von drei Kindern getestet und für gut befunden. Wegen der Zugfestigkeit/Reißfestigkeit des Materials mache ich mir gar keine Sorgen. Und auch der stretch scheint sich in Grenzen zu halten.

    Wer schimpft hier über was? Was den Solo stove - Vergleich betrifft, so scheint mir das ein typischer Fall von Äpfel- und Birnen-Diskussion. Den Tensahedron habe ich z.B. noch nie aus der Nähe gesehen. Der Carbon Tree ist eine Entwicklung von mir, die sich davon ziemlich stark unterscheidet. Meine Ansicht.

    Da es mich juckte, mit dem neuen Monofil Ripstop Nylon von Extremtextil (das bei RSBTR Monolite heißt) zu experimentieren, habe ich mein angekündigtes Projekt bereits heute umgesetzt. Der erste Eindruck war überwältigend positiv: man kann eine Hängematte also auch in einer halben Stunde herstellen, anstatt an einem Tag - so geht es mir nämlich mit der Cross Hammock.

    Entschieden habe ich mich für ein whipping à la Warbonnet:

    (Entdeckung am Rande: Das Olympus 75, 1,8er Objektiv macht doch das schönste Bokeh)

    Da ich nicht allzu großzügig gesäumt habe, sind folgende Maße der Hängematte herausgekommen: Länge der Hängematte, gemessen anhand der Saumkante von einem Ansatzpunkt der Ridgeline zum anderen: 3,72 m, Breite 1,62. Die passende Ridgelinelänge habe ich mithilfe einer Whoopie-Sling ermittelt. Sie ist bei mir 3,12 m am angenehmsten gewesen. Damit ist die Hängematte im XXL-Bereich angesiedelt; und ich muss sagen, das gefällt mir gut! Es ist wie beim Paddeln: Länge läuft! Obwohl ich bei GE-Hängematten nicht allzuviele Vergleichsmöglichkeiten habe, denke ich, dass sich der stretch des Stoffes in Grenzen hält. Absolut irre ist der transparente Look des Materials:

    Man hat hier also tatsächlich eine Hängematte, aus der man permanenten Rundblick genießt - freilich milchig eingetrübt.

    haengemattenforum.de/cms/attachment/52347/

    Was mir und uns allerdings weniger gefiel, war die enorme statische Aufladung, zu der das Material neigt. Es knisterte nur so, wenn man sich darin mal geräkelt hat. Falls das noch jemandem was sagt: ein dejà vue-Gefühl von Dederon.

    Dabei stehen einem wortwörtlich die Haare zu Berge - dieses Bild sagt wohl alles. Ich werde die Matte noch ausgiebiger testen als es heute möglich war und bin schon gespannt, sie im Frühjahr draußen auszuprobieren.

    Was haltet ihr von dem Material?

    andererseits interessiert mich wie ein Vorne-Hinten-Schaukler mit dem Links-Rechts-Schaukeln klarkommt.

    Ich glaube, an beide Schaukelbewegungen kann man sich leicht gewöhnen. Die Cross Hammock hat dabei vielleicht noch den kleinen Vorteil, dass jeder Mensch seit Kindheitstagen daran gewöhnt ist, in Kopf-Fuß-Richtung zu schaukeln, aber auch Hollywoodschaukeln dürften diese Schaukelrichtung im kollektiven Unbewussten verankert haben.

    Es scheint so, als käme mein gestriges Update für dich gerade richtig. Ich stelle den Carbon Tree aber auch noch mal gesondert hier vor. Zu den anderen beiden Ständern werden sich sicher andere äußeren, die diese Gestelle benutzen. Zum Carbon Tree kann ich dir versichern, dass er sehr stabil ist. Die Gewichtsbegrenzung habe ich trotzdem eingeführt, einfach weil ich keine Informationen für Gewichtsbelastungen über 90 kg habe. Dass der Carbon Tree nicht für harte Böden geeignet ist, kann ich nicht bestätigen. Es ist in dem Fall nur wichtig, dass du etwas unterlegst, damit sich die Endkappen aus Hartplastik nicht abnutzen. Dann stellt sich aber auch die Frage, wie willst du die Heringe in den Boden bekommen? Abspannpunkte im Zimmer zu finden, ist gleichfalls unkompliziert, hängt aber doch vom jeweiligen Zimmer ab. Ich habe den Carbon Tree jedenfalls schon im Zimmer aufgestellt und an den Heizkörpern und Möbeln abgespannt.

    Ab sofort kann dieser Stoff auch bei Extremtextil erworben werden - vorerst aber nur im Store Berlin. Ich war gerade dort - und habe mir 3,80 m davon in Waldgrün (einer Farbe, die es bei Ripstop nicht gibt) zugelegt. Außerdem wird der Stoff bei Extex noch in Orange angeboten. Kostenpunkt: 8,90 €. Wer nicht in Berlin wohnt, muss noch ein bisschen warten, aber der Stoff sollte bald im Shop verfügbar sein.

    Das wird dann also meine erste GE-Hängematte!

    Zitat aus dem Blog: "the new ultra-high molecular weight polyethylene (yeah, that’s what Dyneema is) loop is said to be ‘totally indestructible’."

    Da hat jemand etwas nicht verstanden. Dyneema dehnt sich in der Tat wenig, aber es dehnt sich garantiert immer noch mehr als die eingesparte Alu-Klemme an Stabilität gebracht hat. Und Festigkeit bei der Sattelbefestigung sollte eine höhere Priorität haben als so eine lächerliche Gewichtsersparnis. Genau diese Schraube ist mir schon zweimal am Sattel gebrochen, weil ich ihn zu weit nach hinten geschoben hatte.

    Dass das Netz vereist, kenne ich. Bei -5°C könnte ich mir auch vorstellen, das Netz wegzulassen. Aber wenn es kälter als -10°C ist, würde ich das Netz trotz der Eisstaubdusche, die am Morgen auf einen niedergeht, bevorzugen. Denn die Luft im Kokon ist bei zweistelligen Minusgraden deutlich wärmer als draußen. Und das sticht in den Lungen bei jedem Atemzug.