Beiträge von Cross Hammock

    Ich bin kürzlich dazu übergegangen, meine Silnylon-Packbeutel durch ebensolche aus DCF zu ersetzen. Dabei handelt es sich durchweg um Resteverwertung von übrig gebliebenem Material anderer Projekte. Der Vorteil besteht darin, dass das Material 1. sehr leicht, 2. durchsichtig und 3. wasserdicht ist, d.h. die verpackten Gegenstände sind bei Unternehmungen am oder auf dem Wasser gut geschützt man sieht schon von außen, was sich im Packsack befindet. Allerdings ist der Preis dafür eine Empfindlichkeit des Materials, von der ich noch nicht weiß, ob sie langfristig der Benutzung wird standhalten können. Positiv ist, dass man DCF problemlos mit Klebeflicken reparieren kann.

    Lange war sie geplant und anders als gedacht wurde sie realisiert: eine von noodles ausgearbeitete Tour mit Fahrrad, Packraft und Hängematte durch die Uckermark. Die Uckermark, das ist die von der letzten Eiszeit geprägte Landschaft nördlich von Berlin, in der sich nicht nur der größte geschlossene Buchenwald Mitteleuropas, sondern auch eine große Anzahl von Seen, Flüsschen und Kanälen befindet, die zur Erkundung einladen. Der Clou der Tour bestand darin, diese Wald- und Wasserlandschaft vom zentralen Ort Templin aus mit Fahrrad und Packraft zu erfahren. Leider wurde unser Organisator kurzfristig von einer Sommergrippe heimgesucht, deshalb mussten Omorotschka und ich allein losziehen.

    So sah das minimalistische Bikepacking-Setup von Omorotschka aus,

    für das auf dem Boot nur das Vorderrad demontiert werden musste. Ich habe, bei einem etwas größeren Boot, das Fahrrad gleich im Ganzen verfrachtet.

    Die spannende Paddelstrecke begann für uns an der Krüseliner Mühle, an der sich - momentan ist dort Paddel-Hochsaison - eine größere Anzahl von Kayaks und Kanus tummelten.

    Nach etlichen Seen und Verbindungskanälen gelangten wir hinter der Kolbatzer Mühle in immer schmalere Gewässer, bei denen man sich den Weg durch die Biberdämme selber suchen musste.

    Am Küstrinchenbach war dann Schluss, infolge des niedrigen Pegels, der diesem trockenen Sommer geschuldet war.

    Anschließend sind wir dann zum offiziellen Wasserwanderrastplatz "Fegefeuer" geradelt und haben uns im Rahmen unserer bescheidenen Möglichkeiten alle Mühe gegeben, diesem Namen zu entsprechen. Der Rastplatz bestand aus einem eingehegten Kral, in dem sich zwar ein passendes Baumpaar für meine Cross Hammock fand,

    nicht aber für den längeren Hängeabstand einer GE-Hängematte. Omorotschka musste sich also an den Begrenzungspfählen des Platzes fixieren, die zum Glück hielten.

    Ernährt haben wir von den Früchten des Feldes, oder - weniger emphatisch ausgedrückt - von den Erzeugnissen der landschaftsprägenden Monokultur.

    Der heutige Tag bestand im Wesentlichen aus der Rückfahrt nach Templin per Fahrrad, weil wir bei nieseligem Wetter keinen Appetit mehr auf eine Paddelpassage über die Seen hatten. Aber die Tour war doch ein tolles Erlebnis, das Lust auf mehr solche Wasser-Radelpartien macht - dann hoffentlich mit noodles.

    Bei den vielen Bäumen, die auf den Bildern das Ufer säumen, ist es ja jammerschade, dass ihr keinen Platz mehr für die Hängematte gefunden habt. Aber klar, zu dritt im Kayak kann es schon mal eng werden.

    Ich bin 1990 direkt nach der Wiedervereinigung den Main von der Weißmainquelle bis zur Mündung abgeradelt und habe noch sehr schöne Erinnerungen daran.

    Ich hatte vor der Tour ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich am Ostseestrand würde hängen können. Hab damit gerechnet, mich irgendwo in die küstennahen Wälder verkrümeln zu müssen, wie in der ersten Nacht. Dass ich immer in der ersten Reihe hängen würde, hab ich mir nicht träumen lassen.

    Das war ja ne echte Jungs-Tour, so mit Umtragen vom Prerowstrom übern Deich - da muss man erstmal drauf kommen 8o

    Diese Strecke hatte unser Kapitän im letzten Winter ausgekundschaftet. Allerdings waren damals die Ufer nicht verschilft und es war doch anstrengender als gedacht, die Kats hochzuholen. Die größte Herausforderung waren aber die Telefonleitung und die Straße. Erstere konnte man umgehen, indem man die Boote auf die Seite kippt. Und um über die Straße zu kommen, brauchten wir acht Leute: sechs tragen das Boot und zwei kriegen Schwimmwesten an und sperren die Straße - und dann das Ganze drei Mal. Das nennt man dann Urlaub.

    Für Apex muss der Stoff ja nicht daunendicht sein. Da könntest du zum Beispiel diesen verwenden. (Allerdings habe ich noch keine praktische Erfahrung mit dem Stoff...) Der Stoff ist recht leicht und auch günstig, aber nur rund 120cm breit; das könnte aber reichen; kommt halt auf deinen Bauplan an.

    Den Stoff kann ich leider gar nicht empfehlen. Ich hatte mir einige Meter davon gekauft, benutze ihn inzwischen aber nicht einmal mehr für Packbeutel. Anmutung und Haptik ist mir einfach zu billig.

    Ich kann die Erfahrung von Hammock Fairy bestätigen. Bei mir handelte es sich um DCF, das ich an den Verstärkungspunkten doppelt genommen und mit Transferklebeband fixiert hatte. Beim Drübernähen hat sich der Klebstoff an die Nadel geheftet und nach wenigen Stichen ging nichts mehr. Allerdings blieb mir zum Glück erspart, dass auch noch der Spulchenbereich verklebt wurde. Seitdem nähe ich über mit Transferklebeband verstärkte Stellen nur noch mit der Hand.

    Ich filtere kein Wasser. Ich habe zwar noch einen Sawyer Mini Filter rumliegen, aber seit einmal Frost drangekommen ist, bin ich mir nicht mehr sicher, ob der überhaupt was bringt. In Afrika hatte ich mal einen richtig teuren Katadyn Filter mit, bis mir beim wohl zu starken Pumpen die Keramikkartusche abbrach. Seitdem koche ich das Wasser ab, wenn es mir nötig scheint. Viele Weltreisende (Heike Pirngruber, Florian Schmale) machen das genauso.

    In zwischen bin ich wieder zu Hause gelandet und will noch einmal ein kurzes Fazit der Tour ziehen. Hängematte und Segeln - so kann man knapp zusammenfassen - sind ein Dream-Team, das perfekt harmoniert. Wer Schaukelbewegungen bei Tag und Nacht mag, kommt voll auf seine Kosten. Ich hatte in den 10 Tagen immer das Glück, eine Hängmöglichkeit zu finden. Das war auch dem Umstand zu verdanken, dass wir mit drei Booten unterwegs waren, zwischen deren Masten meine Cross Hammock hing und sogar noch eine weitere Matte hätte hängen können. Einzig die Aufhängung war etwas tricky, weil die Masten zu glatt sind, um den Baumgurten Halt zu bieten. Deshalb musste ich eine Querstrebe auf 4 m Höhe mit einbinden, und das ging nur mit den Spider Daisy Chains von Dutch, die man am herabhängenden Ende von unten wieder lösen kann.

    Am besten hängt es sich aber doch am Baum.

    Und dann war da natürlich das Segelerlebnis, das, wenn die Windverhältnisse stimmen, einfach großartig ist.

    10 Tage am Stück immer draußen zu sein, war zudem eine Erfahrung für sich, aber das kann man natürlich auch auf einer anderen Tour haben.