Beiträge von Cross Hammock

    Hesmon hat völlig recht. Für eine solche Initiative braucht man eine Hausmacht, wie z.B. der Herr Osterheld als Projektleiter an einem Forstamt sie hat. Eine handvoll Foristen, ohne irgendeine reale Einflussmöglichkeit hat da kaum irgendwelche Chancen etwas Vergleichbares zu bewirken. Und mit Tourismus haben Waldcampingplätze, wie ich sie mir vorstellen könnte, rein gar nichts zu tun. Es wird zwar Geld kosten, andernorts eine ähnliche Infrastruktur einzurichten, aber verdient wird daran nichts.

    Ich benutze sogut wie immer eine Aufhängung aus Spider Daisy Chains von Dutch. Die wiegen in 2,40 m Länge 80 Gramm, also die Hälfte deiner sechs Teile. Damit bestreite ich 90% aller Aufhängungen. Dabei habe ich außerdem immer noch zwei Dogbones aus Amsteel von je 1,30 m Länge. Die wiegen zusammen 14 g und erlauben es mir, Abstände von bis zu 7 m zu überbrücken. Keine Knoten, keine Metallteile, alles blind im Dunkeln zu bedienen.

    Viele Menschen vergessen, dass bis vor ca. 50 Jahren noch vieles in D erlaubt war oder zumindest toleriert wurde. Meine Eltern, Baujahr 30er Jahre, konnten nach dem Krieg als junge Erwachsene deutlich freier Übernachten, als es heute möglich ist

    So weit muss man gar nicht mal zurückgehen. Ich hänge mal ein Dia aus den späten achtziger Jahren an. So sah es aus, als eine Truppe frisch gebackener Braunschweiger Abiturienten per Fahrrad über die Alpen nach Italien fuhr und mit einem Harras Bier in einem Schweizer Almstadel übernachtete.

    Dann kam in vielen Ländern quasi eine Regelwut auf - vielleicht auf Grund der Hippie-Kultur,

    Das war ganz sicher nicht der Grund. Diese Kultur hat eher dazu beigetragen, dass etliche starre Regeln gelockert wurden. Die heute strengeren Naturschutzregeln haben meiner Ansicht nach mehr damit zu tun, dass eine zu große Menge Leute mit zu wenig ökologischem Verantwortungsbewusstsein in landschaftlich sensiblen Räumen gedankenlos unterwegs ist. Und diesen Leuten muss man sinnvollerweise Grenzen setzen.

    Wie hängt man so eine Querhängematte unterwegs denn ohne Leiter auf?

    Ohne hier sehr ausführlich zu werden: Du brauchst für die Querhängematte definitiv keine Leiter. 2 m genügen, also eine Höhe, die mit ausgestreckten Armen für die meisten erreichbar ist. Und ja, es ist hier super idyllisch. Die Nachtigall singt, ansonsten Totenstille (nur die Wasserschutzpolizei hat eben wieder meine 1 m vom Wasser platzierte Bushbox beanstandet 😉). Gute Nacht!

    Ja, willkommen im Forum! Wenn du vier Grad in der Hängematte ausgehalten hast, gehörst du hier schon zur abgehärteten Fraktion. Das Bikepacking interessiert mich auch. Momentan nutze ich für meine Touren immer ein Stadtrad mit Ortlieb Gepäcktaschen. Eben gerade übernachte ich damit in der Cross Hammock an der Havel. Aber in Zukunft will ich auch bikepacken!

    Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Es wäre wunderbar, wenn es hierzulande eine Jedermannsrecht-Tradition gäbe wie in Skandinavien. Das sage ich als jemand, der lange dort gelebt hat und diese Tradition für hoch und heilig hält. Aber dem gemeinen Berliner kann man nicht erklären, dass man seinen Müll gefälligst mitnimmt und nicht in der Landschaft verteilt. Wenn das schon in den öffentlichen Parks nicht klappt, wo es doch noch so etwas wie eine soziale Kontrolle geben sollte, wie soll das in stadtferner Natur funktionieren? Das ist ein Projekt für die kommenden Generationen, aber ich zweifle, das ich dessen Realisierung noch erleben werde...

    Momentan gehe ich davon aus, dass die einzigen Gründe, doch wieder eine Campinghängematte zu verwenden die passende Isolierung, der passende Mückenschutz und der Wunsch nach Abwechslung sind.

    Ich habe auf dem Hängemattentreffen darin gelegen und fand die super bequem. Allerdings sind die von dir genannten Einschränkungen doch erheblich. Außer an wenigen Hochsommertagen brauche ich meistens eine Isolation - und beim Übernachten eigentlich immer. Mit dem Netz bin ich nicht so kritisch wie die meisten hier und lasse das oft weg.

    O.K. - wir haben unterschiedliche Anwendungsbeispiele vor Augen. Ich meinte eine mit Climashield isolierte Cross Hammock, bei der ich den Außenstoff (Hexon 1.0) 4 cm weiter dimensioniert habe als den Innenstoff, auf dem ich liege (Hexon 1.6). durch den Stretch dehnt sich der 1.6er Stoff so stark, dass die Isolation stark gegen den 1.0er Außenstoff gedrückt wird. Bei etwas mehr Stoffzugabe hätte ich eine bessere Isolation. Aber das ist für Underquilts oder gar normale Zudeckquilts irrelevant. Da muss man mehr darauf achten, dass der Underquilt gut an der Hängematte anliegt.

    Beim Climashield braucht man sich darüber nicht den Kopf zu zerbrechen. Bei Daune und bei daunenähnlicher Füllung darf die äußere Hülle die Isolierung aber nicht zusammendrücken.

    Den zweiten Teil kann ich nur nachdrücklich unterstreichen. Aber auch bei Climashield-Füllung ist es meiner Ansicht nach sehr wichtig, die Füllung nicht zu komprimieren und folglich den Außenstoff weiter zu dimensionieren als den Innenstoff. Auch Climashield entwickelt einen Loft, der mehr Luft einschließt und Wärme speichert, wenn er sich entfalten kann.

    Bei Liros in Berg, gibt es täglich Lagerverkauf! ;)

    Eine Sammelbestellung könnte für alle Interessant sein, oder?

    Nicht für den, der einmal Liros mit Amsteel 7/64 vergleichen konnte. Im Vergleich Amsteel, Kanirope und Liros rangiert Liros mit Abstand ganz unten. Es ist fluffig, feinfädig, leiert schnell aus und spleißt sich viel schlechter als die anderen Materialien. Das erkennt man schon auf den ersten Blick, wenn man es neben Amsteel hält.

    Ich frage mich, ob es außer dem Spaßfaktor beim Spleißen noch einen weiteren Grund gibt für eine Whoopy-Sling als Ridgeline.

    Es gibt nicht nur GE-Hängematten. Für eine Querhängematte kann es sehr wichtig sein, die Länge der Ridgeline per Whoopie Sling zu verstellen. Ich nutze regelmäßig Baumabstände von unter 2 m, und dann ist es toll, wenn die Ridgeline per Whoopie Sling verkürzt werden kann.