Beiträge von Cross Hammock

    Es sind nicht viele, aber doch einige von uns sind auch im Winter unterwegs - und haben davon auch schon berichtet. Von zweistelligen Minusgraden ist in den folgenden Postings die Rede.

    Hängematte in Eis und Schnee

    Letzter Winter Hang der Saison

    Letzterer Thread thematisiert auch den letzten Hang mit zweistelligen Minusgraden, den es im Berliner Umland gab. Zweieinhalb Jahre ist das jetzt her - und wir werden gespannt sein können, ob es im kommenden Winter überhaupt wieder so kalt werden wird. Ich bin ja bekanntlich mit einer Querhängematte unterwegs, die gerade im Winter ihre Vorteile besitzt. Mein gesamtes Schlaf-Equipment aus Hängematte inclusive Aufhängung (400g), DCF-Tarp inclusive Schnüren und Heringen (200g), Isomatte inclusive Blasesack (700g) und MYOG-Daunenschlafsack mit 750g Daunenfüllung (950g) wiegt 2,3 kg - und mehr möchte ich auch keinesfalls mitnehmen. Mich würde interessieren, was dein Geraffel wiegt, wenn man alles zusammennimmt. Ein wichtiger Punkt ist die Wärmeversorgung im Winter. Ich schwöre ja auf Hot-Tents, von denen ich mehrere besitze, die zwischen 400g und 5 kg wiegen. Der Ofen wiegt noch mal anderthalb Kilo, aber auch da rüste ich auf (oder besser ab) und hoffe demnächst mit einer Ausrüstung unterwegs zu sein, bei der Zelt und Ofen zusammen unter einem Kilo wiegen. Mit meinen Hot Tents waren wir Berliner schon oft unterwegs.

    Winterhang am Brandenburger See im Januar 2020

    RE: Stammtisch Berlin

    Ein solches Zelt ist zunächst einmal ein Mehrgewicht, da man es ja nicht zum Schlafen braucht. Aber der Komfort ist unschlagbar, nicht zuletzt, weil es damit problemlos möglich ist, nasse Sachen zu trocknen - im Winter ein unschätzbarer Vorteil.

    Auch einen VBL kann man sich so ohne Probleme sparen.

    Welche Belichtungszeit hattest Du für den Sternenhimmel? Ging das ohne Nachführung? Ist toll geworden!

    Für Sternenfotografie muss man die 500er Regel beachten. Die besagt, mit einem 500er Teleobjektiv kann man 1 Sekunde belichten, ohne dass die Sterne als Striche erscheinen. Mit einem 16 mm Objektiv an einer APS-C Kamera kann man folglich 23 Sekunden belichten, ohne dass die Sterne zu Strichen verwischen. Wenn man dann noch eine Blende von 1,4 hat, sind solche tollen Nachtaufnahmen möglich.

    Das Huawei 40 Pro von noodles erzielt einen ähnlichen Effekt mittels seiner modernen Bild-Elektronik.

    Ich glaube, dieses Foto ist nicht unter Last aufgenommen worden (trifft auch auf meins zu). Wenn die Hängematte belastet wird, sieht das noch mal anders aus. In der Cross Hammock kann ich von unten gut erkennen, dass sich das Loch schließt. Durch die Position oberhalb des Kopfes oder unterhalb der Füße ist das in einer GE-Hängematte möglicherweise nicht ganz so gut zu sehen, dazu müsste man zu zweit sein. Probiert das auf dem Treffen doch mal aus!

    Ich bin vor einigen Monaten ebenfalls dazu übergegangen, die Karabiner an der Cross Hammock durch Evoloops zu ersetzten und bin von letzteren hellauf begeistert. Und ich nutze genau die Methode, die Jeff Myers in dem Video oben zeigt und die auch Waldläufer70 benutzt. Den Einwand, der Knoten würde nur zur Hälfte im Loch sitzen, kann ich nicht verstehen. Nach dem Einsetzen des Knotens gibt es doch gar kein Loch mehr. Durch den Zug, der durch die Belastung auf die Verbindung kommt, wird dieses Durchrutschen zuverlässig verhindert. Ich hänge mal ein Foto von vor einer Woche auf der Hängematteninsel an, das diese Aufhängung (am Carbon Tree) zeigt.

    Sicherlich kann man Belastungstests bin zum Reißen des Amsteel-Materials durchführen, aber was hätte man dadurch gewonnen? Ich kann nur alle, die es noch nicht ausprobiert haben, dazu ermutigen, Evoloops zu nutzen. Wenn man einmal verstanden hat, wie man die knotet, gewinnt man einen ultraleichten und völlig intuitiv zu bedienenden Karabiner-Ersatz!

    Hallo bieber1 , ich bin ehrlich gesagt auch kein Freund der Bodennutzung der Cross Hammock. Aber prinzipiell, mit schonender Unterlage, sollte das kein Problem sein. Es gibt Leute, die bei dem Modell Protection das Netz oben aushängen und die Isomatte in die Hängematte aufs Netz legen, aber besser nimmst du dafür die Modelle Versatility und 2 in 1. Das Moskitonetz habe ich beim letzten Update der Matte größer dimensioniert, da sollte also genug Platz auch am Boden sein. Und den Reißverschluss kann ich zum seitlichen Öffnen platzieren, wo du ihn haben willst. Beim Modell Versatility, mit dem abtrennbaren Zipper, kannst du die seitliche Öffnung mit 2 Schiebern nach beiden Seiten bedienen und optimal anpassen. Beim Modell 2 in 1, bei dem das Netz dranbleibt, aber ganz geöffnet werden kann, musst du mit einem Schieber Vorlieb nehmen, weil am Treffpunkt der beiden Schieber die Befestigungsbrücke sitzt. Du hast aber den Vorteil des 100g geringeren Gewichts. Die Isomatten sollten 2 m lang und 63 cm breit sein.

    Ratet mal, wo ich mit Moch für zwei Tage gewesen bin:

    Erkannt? Richtig, auf der Hängematteninsel vom Sommertreffen.

    Wir haben am nächstgelegenen Festlandspunkt aufgebaut, sind dann übergesetzt,

    auf dem Biwakplatz angelandet und haben uns dort häuslich eingerichtet.

    Da ich wusste, dass es auf der Biwakwiese keine Bäume gibt, habe ich den Carbon Tree mitgenommen und hatte auf dem freien Feld die Qual der Wahl.

    In der ersten Nacht hatten wir gefühlt einen Viertelliter Tau auf dem Tarp, während es in der zweiten Nacht absolut trocken blieb, weil sich das Wetter, das zunächst noch 30° betrug, um 10 Grad abkühlte.

    Wie üblich mit Moch, wurde natürlich zünftig gekocht.

    Da die Erlaubnis bestand, durfte das auf der Bushbox geschehen.

    Wir haben uns unsere Mahlzeiten aber auch redlich verdient auf mehr oder weniger ausgedehnten Touren um die Insel, die allerdings recht umlagert war von Booten. Die Insel selbst hatten wir für uns so gut wie allein -

    - bis auf eine Begegnung mit Ricky, die sich schon wieder freut, wenn wir Himmelfahrt in größerer Runde anreisen.

    Die nächtliche Ruhe dort ohne jegliche Zivilisationsgeräusche fehlt mir schon jetzt wieder...

    Wir haben dieses Wochenende Omorotschka auf seinem Campingplatz einen Besuch abgestattet und dabei zufälligerweise auch noch hangloose getroffen. Abspannungstechnisch war der Platz eine Herausforderung, aber es ist uns gelungen, an vier Bäumen drei Hängematten aufzubauen. Damit waren die vorgefundenen Kapazitäten aber erschöpft. Die andere Hälfte der Belegschaft hat in Zelten übernachtet.

    Diese Frage ist allerdings berechtigt, denn unser "Ausflug" war ja eine ausgewachsene Tour mit zehn Übernachtungen und über 300 Segel-Kilometern. Diese Unternehmung findet in dieser Form seit vielen Jahren statt und funktioniert nur, weil alle sich an Regeln halten. Die Zelte und neuerdings Hängematten werden erst abends aufgebaut und morgens sofort wieder weggeräumt, es bleibt keinerlei Müll liegen (wir nehmen im Gegenteil noch welchen mit, wenn wir ihn finden) und es wird alles getan, um Konflikte mit Badegästen und Naturparkleuten zu vermeiden. Und das gelingt erstaunlich gut, denn alle sehen, dass unsere Truppe "by fair means" unterwegs ist und im Unterschied zu allen per Motorboot und sonstigen Vehikeln reisenden Touristen keinerlei Ressourcen verbraucht.

    Aber natürlich ist das kein Urlaub, der vielen zusagen wird. Man ist nie allein, kann sich nicht zurückziehen, sondern muss ständig nicht nur aufs eigene Boot, sondern auch auf die anderen Boote mit aufpassen, man kann sich nie waschen und auch nirgendwo Schutz suchen, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt wie diesmal zugegebenermaßen immer.

    Nach 10 Tagen kommt man dann zwar körperlich geschafft, aber glücklich wieder am Ausgangspunkt an und braucht erst mal einige Zeit, um sich wieder ans normale Leben zu gewöhnen...

    Ich stelle mir das richtig schön vor, wenn die Boote zwar gut verankert, aber auf dem Wasser sind...nicht nur hin und her, sondern auch rauf und runter

    Die Boote müssen nachts aus dem Wasser raus, insofern ist das zwar vielleicht eine schöne Idee aber praktisch leider nicht umzusetzen. Rauf und runter würde im Wasser aber auch bedeuten, dass man eintaucht - was einige wohl stören würde, bei den damals herrschenden Temperaturen aber auch als wohltuende Abkühlung hätte empfunden werden können.;)

    Und hier ist sie, die äußerste Südspitze Rügens. (Leider landete die Drohne 5 Sekunden später im Baum, sie konnte aber unverletzt geborgen werden.)

    Wieder wurden die Hängematten zwischen den Masten aufgehängt.

    Abendessen im schönsten Speisesaal der Welt.

    Jeder Morgen beginnt mit einem Bad.

    Abschied vom Palmer Ort. Aus dem linken Baum gelang es uns vorher noch, die Drohne zu pflücken. Wie man das macht? Man knotet zunächst alle Schnüre von einer Seite einer Cross Hammock ab und erhält somit eine dünne leichte Schnur von 22 m Länge. An die bindet man einen Hühnergott, der vom besten Werfer durch die linke obere Astgabel geworfen wird. Daran zieht man die zusammengeknoteten Kenterseile der drei Katamarane durch die Gabel, an der dann fünf Leute rütteln. Vier weitere Leute spannen unten ein Handtuch auf, in das mit etwas Glück das widerspenstige Objekt dann hineinfällt. Hat wirklich funktioniert!

    Kurz bevor die Runde bei Altefähr geschlossen wurde, gab es noch ein Hindernis zu überwinden - die alte Rügendammbrücke. Leider passen die Boote nicht drunter durch.

    Wir mussten die Kats also kentern und ließen uns dann unter der Brücke durchschleppen.

    Hinten liegt Altefähr. Auf Wiedersehen in einem Jahr!

    hangloose: Nein, das ist eine Thermarest NeoAir Xlite Max Large. Aber ich bin noch nicht ganz fertig.

    Nachdem das teure Objekt geborgen war, konnte der Ritt nochmal weitergehen.

    Der nächste Anlandeort war für uns Ludwigsburg am Greifswalder Bodden, dort waren schon die Vorbereitungen für ein Grillfest arrangiert, mit dem wir den vorletzten Abend der Tour feiern konnten.

    Der Abend hielt bei Sonnenuntergang noch eine Caspar-David-Friedrich-Stimmung parat.

    Gut wenn mans nicht weit bis zum Bett hat.

    Am nächsten Morgen kamen nicht alle zeitig raus.

    Passend zur Caspar-David-Friedrichs-Stimmung besuchten wir am nächsten Tag die Klosterruine Eldena vor den Toren von Greifswald.

    Dort steht in Gestalt des Südportals auch die älteste Mauer in Vorpommern.

    Die Einfahrt in den Ryck, der nach Greifswald führt (wo sich - wie ich kürzlich las - ungefähr zu der Zeit auch Mittagsfrost in seinem Mückenschwarm aufgehalten haben muss), wird überbrückt von dieser historischen Zugbrücke.

    Im Hafen liegt die "Greif", ein Rahsegler, der 1951 als "Wilhelm Pieck" gebaut worden war. Das Motto war damals offenbar "Überholen ohne Einzuholen".;)

    Als letzte Etappe ging es dann für uns wieder auf die andere Seite des Boddens nach Palmer Ort, dem Südzipfel Rügens, der nicht nur vom Namen her Anklänge an die Südsee erkennen lässt.