Beiträge von Cross Hammock

    Bei einer Übernachtung am Ufer der Müggelspree hatte ich gestern eine herausfordernde Situation: Die Baumabstände waren für meine Gurte alle viel zu groß, aber es gab einen Baum mit weit auskragenden, aber leider auch dünnen Ästen. Deshalb musste ich den Baumgurt zunächst ein Stockwerk höher um einen Ast schlingen, damit die Belastung auf zwei Äste geht.

    Danach hing die Matte wie sie sollte und war zugleich doppelt gesichert. Der hier noch erkennbare leichte Schräghang wurde bei Benutzung durch die nachgebenden Äste ausgeglichen.

    Die Abspannhöhe lag aufgrund der Gurtlänge bei etwas über einem Meter. Ich brauchte deshalb noch einen Einstiegssockel - und lag so hoch über allen potentiellen Wildschweinen.

    Die Anreise per Boot war auch ganz schön. Danke an Omorotschka für die beiden Bilder!

    Zwar nicht heute, aber vorgestern habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Hängeplatz gemacht und bin auf einer Insel im Tegeler See fündig geworden.

    Die Anreise geschah wie üblich mit dem Fahrrad, das Übersetzen hat nicht lange gedauert und dann konnte ich einen einigermaßen zivilisationsfernen (und seit Schließung des Flughafens Tegel auch geräuscharmen) Abend verbringen.

    Letzteres stimmt nicht ganz, denn die Vogelwelt sorgte dafür, dass ich nicht viel vor Mitternacht einschlafen konnte und bereits gegen halb fünf wieder geweckt wurde.

    Als etwas verfrüht erwies sich die Auswahl der Isolation, denn mit der Thermarest X-Lite (statt X-Therm) und dem zweitwärmsten (statt wärmsten) Schlafsack war es mir bei 3°C am Morgen doch relativ frisch. Aber ich habe diese kleine Flucht doch sehr genossen!

    Kommt jemand rein zufälligaus der Region Braunschweig?

    Furbrain ist Braunschweiger und auch ich habe in den 1980ern ein paar tolle Jahre in BS verbracht. Inzwischen sind wir aber beide Berliner. Es gab schon mal die Idee einer Hängemattentour durch den Elm. Start in Evessen, dann durchs Reitlingstal zum Tetzelstein und dort irgendwo im schönen Buchenwald abhängen und übernachten. Aber momentan muss das alles noch Zukunftsmusik bleiben...

    Ach so: willkommen im Forum!

    Die Entwicklung der Hängematten geht weiter in Richtung ultraleichter Modelle. Das haben anscheinend auch die norwegischen Amokleute realisiert und sich folgerichtig zu einem Anschlag auf die Gewichtsunter- und Preisobergrenzen entschlossen. Herausgekommen ist die Amok Draumr UL. Mir bereitet diese Hängematte allerdings einige Kopfzerbrechen. Wirklich ultraleicht ist sie mit 850 g nicht geworden und verzichtet auch nicht auf Gadgets wie Trinkflaschentasche und jede Menge Schnallen und Zusatztäschchen, die echte ULer eigentlich entbehren können. Die Hauptgewichtsersparnis resultiert aus dem Einsatz von Monolite-Material, das für den bekannten transparenten Look sorgt. Die Dehnung dieses Stoffes dürfte in einer Querhängematte zwar ein geringeres Problem sein als in einer normalen GE-Hängematte, aber wenn man sich folgendes Video ansieht, stellt man bei Minute 3:09 doch fest, dass der Hintern deutlich tiefer zu hängen kommt.

    Aus meiner subjektiven Perspektive betrachte ich dieses Modell mit großer Gelassenheit. Die von ihren Features vergleichbare Cross Hammock 2 in 1 ist in der einlagigen Version 30 € billiger (Amok hat exakt meinen doppellagigen Preis als Referenz genommen), wiegt 250 g weniger, verwendet durchweg hochwertigere Materialien (YKK-Zipper, alle Schnüre aus Dyneema, Hexon 2.4, keine Metallteile außer dem Reißverschlussschieber) und ist 100% Made in Germany.

    Was ich mir jetzt allerdings überlege, ist ein weiterer Versuch mit Cloud71, bei dem ich eine Gewichtsobergrenze inclusive Baumgurten von 250 g für eine Cross Hammock UL mit Mückennetz anpeile. Mal schauen, wann ich dazu komme...

    Mich interessiert natürlich auch: Was haltet ihr von der Draumr UL?

    Klebeband würde ich nur dann verwenden, wenn es sich komplett heraus waschen lässt, und die Nähmaschine nicht verklebt

    Dass die Nähnadel verklebt, passiert bei mir regelmäßig bei der Herstellung der DCF-Tarps - und ist leider nicht vermeidbar. Ansonsten kann ich nur empfehlen, auf Klebebandfixierung vor dem Nähen zu verzichten. Es gibt viele Methoden um einen Stoff zu heften - von der Stecknadel bis zu den Wonder-Clips. Das Vorkleben ist meiner Meinung nach die unökonomischste und mit Kollateralschäden behaftetste Methode.

    Es wird halt Zeit die alten Damen ruhen zu lassen und zumindest mal elektrisch zu nähen.

    Warum das denn? Es gibt Situationen, in denen Leute sich aus der Komfortzone rausbewegen und heilfroh sind, dass man auch unplugged nähen kann.

    Beispiel gefällig? Vor 14 Jahren habe ich eine Trekkingtour durch Tansania gemacht. Eines Nachts hat uns ein Wildschwein auf Nahrungssuche das Zelt zerrissen. Ich habe daraufhin in der nächsten Massai-Boma dem Dorfältesten das Problem vorgetragen.

    Daraufhin wurde eine Nähmaschine - ratet mal welche - auf den Dorfplatz geschoben und das Zelt repariert.

    Wer auch ohne Strom nähen kann, ist manchmal auf der sichereren Seite!

    Glückwunsch, Omorotschka ! Das ist genau die Nähmaschine, die ich vor dreieinhalb Jahren hier schon mal vorgestellt hatte. Ich nutze sie nach wie vor regelmäßig, weil sie unbeirrt auch dicke Materialien absolut zuverlässig näht! Neuerdings macht meine Tochter die mir öfter mal abspenstig. Es gibt keine bessere Maschine für Anfänger.

    Meine wird in 8 Jahren Hundert. Wie alt ist deine? Das kannst du anhand der Seriennummer auf dieser Seite herausfinden.

    (Wer behauptet, diese Nähmaschine sei nur Dekoration, hat sie nie aus der Nähe gesehen.)

    Ein Freund und ich haben die zurückliegenden beiden Sonnentage genutzt, um nach dem Winter die Faltkajaks für eine Spritztour flottzumachen. Mit dem Bus und einigem Gepäck ging's zur Einsatzstelle.

    Beim Aufbau liege ich (mit einiger Erfahrung) inzwischen bei unter einer halben Stunde.

    Als einzige Paddler weit und breit und bei immer noch sehr sauberem Wasser war die Tour ein Genuss.

    Für die kühlen Abendstunden hatten wir Zelt...

    ... und Ofen dabei.

    Die Hängematte habe ich mit etwas gemischten Gefühlen aufgebaut ....

    ... denn nur wenige Schritte neben dem Hängplatz hatte das Lieblingstier der Hängemattennutzer sehr frische Spuren hinterlassen.

    Aber glücklicherweise hielt unsere Anwesenheit die Tierchen auf Abstand - und so haben wir mit unserem Häng möglicherweise etlichen Bäumen das Leben um eine Nacht verlängert.

    Der andere Hängplatz war umgeben von frischem Bärlauch, der uns am Abend das Essen gewürzt hat.

    Tarps haben wir uns geschenkt, denn es wurde zwar kalt (-4°), blieb aber trocken.

    Am nächsten Morgen war das Wasser in Ufernähe gefroren, sodass man sich erst mal als Eisbrecher betätigen musste. Insgesamt war der Trip ein tolles Erlebnis, das Lust aufs Frühjahr gemacht hat!