Beiträge von Waldläufer70

    FALLS ich mir eine Brücken-HM als erstes DIY-Projekt nähe, denke ich über solches Gestänge nach, dass ich ggf. (zur Gewichtsersparnis) durch im Wald geschnitzte Stöcke ersetzen kann. ZB Aufnahmeschlaufen, oder 3D-gedruckte Hülsen oder so. Haltbarkeit natürlich zu optimieren, aber das muss doch zu schaffen sein. Dass ich dafür teure Alu- oder gar Titanstäbe und Aufnahmen mitnehmen müsste, will ich zumindest umgehen können. Aber das sind alles erst mal nur Gedanken.

    ???

    Das mit den selbst geschnitzten Stangen scheint zu funktionieren. Die Stangen sollten aber aus möglichst geradem Holz gefertigt sein. Es ist schwierig abzuschätzen, wie stark so eine Stange wirklich ist, weil das Holz, das man im Wald findet, nicht «genormt» ist.

    Hier ein Beispiel:

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    Was mir bei diesem Video allerdings auffällt: Der Typ lässt seine Hängematte sehr lose durchhängen, die Firstleine flattert im Wind. Wenn er da mehr Spannung draufbringt, so dass die Hängematte in einem Hängewinkel von rund 25° durchhängt, dann steigen alle Belastungen – auch die auf die Spreizstangen – enorm an.

    Ich habe selber kein Tarp mit Türen. Ich hätte Angst, dass ich mich mal aus Versehen einschliesse. Oder noch schlimmer: ausschliesse.

    Aber wenn ich eines hätte, dann würde ich mich wohl in einigen Punkten an Jason/Frozen orientieren:

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    - ...auch in Hinsicht auf Auf-der-Seite-Liegen (weil man sich des Nachts eben doch hin und wieder schlaflos wälzt)?

    Noch zu deinen Bildern:

    Seiten-Position 1 erinnert mich an eine gern von mir gewähte in meiner Gathered-End, also mit Sicherheit akzeptabel.

    Die Seitenlage 1 ist tatsächlich in beiden Hängematten-Arten möglich. Ich habe zum Thema Seitenlage bei mir bisher Folgendes beobachtet:

    • In der Gathered-End-Hängematte wähle ich eher die Position 1. Gestreckt auf der Seite finde ich da eher schwierig. Das funktioniert aber bei mir nicht bei allen gerafften Hängematten gut: Bei einigen habe ich dabei keinen richtigen Halt. Ich denke, es hängt mit der Festigkeit des Stoffes zusammen. Bei festeren Stoffen funktioniert es für mich besser.
    • In der Brücken-Hängematte habe ich mich bisher eher gestreckt auf die Seite gedreht. Oft lag ich dann recht nahe am Rand wie im Foto bei Position 2.

    Die Seiten-Position 2 ist offenbar recht weit an der Unten-Rausfall-Grenze? Was macht in dem Falle der UQ?

    Als kleines Kind hatte ich am Bett eine «Herausfallsperre». Ich habe mich im Schlaf offensichtlich gerne daran angelehnt. Jedenfalls bin ich damals praktisch in jedem Urlaub aus dem Bett gefallen, weil dort eine solche Latte an der Seite gefehlt hat. – Inzwischen habe ich mich längst daran gewöhnt, dass der «Herausfallschutz» fehlt und bin nie wieder aus dem Bett gefallen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich selbst in dieser «mörderischen» Liegeposition nie aus der Hängematte fallen würde. ;)

    Der Unterquilt steht etwas über, insbesondere wenn ich ihn mit den oben erwähnten Gummikordeln zur Firstleine hin abspanne. Das geht also gut. Im Winter hätte ich mit meinem Unterquilt allerdings das Problem, dass ich da zusätzlich noch eine geschlossenporige Isomatte benötige – und die reicht nicht bis zum Rand. Da liege ich dann schön in der Mitte (Bereich von –2°C bis +5°C; darüber brauche ich diese Matte nicht mehr).

    Hattest du mit deinen Gathered-end Matten auch mit der straffen Wadenfalte zu kämpfen? (Halve ridge oder wie heißt das auf hängemattisch?) Wie lang waren/sind deine GE-HMen? Bleibst du jetzt bei den Brücken oder kann man das nicht verallgemeinern?

    »Calf Ridge« – die »Kalbsfalte« :P (calf = Wade; Kalb)

    Ich hatte in meiner 284cm langen ENO DoubleNest gelegentlich dieses Problem, aber eigenartigerweise nur, wenn der Unterquilt unter der Hängematte hing.

    Seit ich ab 2016 längere Hängematten selber genäht habe (335cm bis 370cm lang), kenne ich diesen «Wadenhügel» kaum noch.

    Aber jetzt schnell zurück zur Brücken-Hängematte...

    Ich schlage vor, mal zu sammeln. Dazu bedarf es ja keiner Pflege. Jeder, der etwas zu sagen / ergänzen hat, trägt seine Tabelle bei. Und wenn man mal das Gefühl hat, dass alles gesagt ist, kann man immer noch ein Wiki daraus machen. Bei jenem finde ich schade, dass die individuellen Einschätzungen verloren gehen. Es gibt ja auch nicht das ultimative Video zum Vergleich von »Zelt und Hängematte«, um ein klassisches Beispiel zu nennen. Jedes Video gewichtet anders. Soviel mal von meiner Seite.

    Für die Schultern ist schön Platz (Spreizstab am Kopfende ist 110cm breit).

    Ich nutze die Alustangen von DutchWare. Er führt kurze (ca. 46cm) und lange Elemente (ca. 64cm). Daraus ergeben sich die folgenden Längen:

    • 92cm (46cm + 46cm)
    • 110cm (46cm + 64cm)
    • 128cm (64cm + 64cm)

    Alle Segmente sind in zwei Stärken erhältlich. Fürs Kopfende (110cm) nutze ich die stärkeren Stangen, fürs Fussende reichen gut die dünneren Elemente (kürzere Stange und mehr Durchhang des Stoffes).

    Theoretisch könnte man eine Brücken-Hängematte mit einer 128cm langen Stange am Kopfende bauen. Ich hätte aber Bedenken, dass die stabil genug wäre. Die Belastungsgrenze nimmt mit zunehmender Länge quadratisch ab. Man könnte eine solche aber aus gleich dicken (oder noch etwas dickeren) Karbonstangen bauen und hätte dann bei weniger Gewicht mehr Stabilität. Das würde noch mehr Raum für die Schultern ergeben, aber auch die Belastung der Stange erhöhen und das Aufhänge-Dreieck verlängern. Ob es sich dafür lohnt, den ganzen Bauplan zu überarbeiten?

    Ich dachte nicht daran, dass es jemand pflegen muss. Jeder postet seine Liste und man bekommt beim Lesen ein Gefühl für die Vor- und Nachteile. Ich glaube nicht, dass es eine objektive Liste gibt (vgl. fühlt sich eher an wie ein Bett; das kann Vor- oder Nachteil sein). Bei einem Wiki wäre mein Problem, dass die individuelle Sicht einer scheinbaren Objektivität geopfert werden müsste.

    Aber klar, vielleicht ergibt sich so etwas wie ein Konsens und dann könnte man einen Wiki-Eintrag daraus machen.

    Da ich relativ sorgfältig (und vielleicht manchmal etwas umständlich) formuliere, habe ich mich bisher immer dagegen gesträubt, mich hier im Forum an Lexikoneinträgen zu beteiligen. Das ist dann einfach gleich noch einmal ein grosser Schritt nach oben vom redaktionellen Aufwand her.

    PS: Kann man in Tabellen wirklich keine »Liste« erstellen? Ich musste da nämlich die Übersichtlichkeit opfern, weil das nicht zu gehen scheint.

    Glaubst du (hast du dir schon mal überlegt oder gar schon getestet), ob man eine Brücken-HM so konstruieren könnte, dass man die lokale Breite (Durchhang), also zB. Kniebereich oder Becken vs Taille vs Schultern bei Seitenlage, mittels einzelnen Verstellzügen in der Probephase oder gar dauerhaft justieren kann (später dann ggf. durch feste Nähte ersetzt)?

    Daher auch die Frage mit dem "Tuning" der Straffung einzelner Bereiche beim ersten Versuch. (Ich habe 3-fach gelegten Stoff, also um die äusseren Zuglinien gelegt, vor Augen, den man mittels kurzen Nähten grob fixiert, die Form aber durch die Last des Nutzers (und gegenseitige Reibung) erhalten bleiben müsste (Notliege aus meiner Rotkreuz-Grundausbildung von Annu-Dazemal). Dann nachbessern, neu Fixiereun usw. Und am Ende dauerhaft kürzen und nähen. Könnte das gehen?

    Ich bin nicht sicher, ob ich richtig verstanden habe, was du meinst...

    Was ich mir schon überlegt habe: Auf das in die Seiten eingenähte Gurtband wird aussen in den gewünschten Bereichen ein weiteres Gurtband aufgenäht (an den Enden), das mittels Schnalle verkürzt werden kann. So könnte man einen Bereich bei Bedarf absenken. Das Problem, das ich hier allerdings vermute: Es entsteht keine sanfte Absenkung, sondern eher eine «Blase» nach unten. Ich weiss nicht, ob ich mir den Aufwand machen würde, das mal praktisch auszuprobieren, zumal ich auch gar nicht wüsste, in welchem Bereich ich mir das wünschen würde. Wenn ich eine Knieunterstützung habe und ansonsten eine gute Unterstützung des Körpers spüre, bin ich eigentlich sehr zufrieden.

    - Vor allem sorge ich mich, welche Nähte/Fäden ich verwenden muss. Ich habe bisher eigentlich nur mit Baumwolle oder noch gröberem Material+Fäden genäht. Naja, ich vermute gute Tipps zum Nähen finde ich hier am Ende sowieso - also evtl. unbegründete Sorge?

    Ich habe bisher alles mit Haushaltsgarn (Gütermann Allesnäher oder Garn aus dem lokalen Supermarkt, Made in Europe) genäht. Bisher hatte ich keine Probleme. Bei Gurtband nähe ich halt entsprechend mehr Schichten. Alle dickeren Garne konnte ich mit meinen Nähmaschinen nicht sinnvoll verarbeiten (hässliches Nahtbild).

    Ich würde aber gerne mal das »Tera 60« von Gütermann ausprobieren. Vielleicht ist das etwas dünner. Gerade für Gurtband und Nähte, die viel Zug aushalten müssen (Brücken-Hängematte) würde ich das – nur schon vom Gefühl her – sehr schätzen.

    Auf jeden Fall ist Polyester das Material der Wahl: Es ist witterungsbeständig und auch recht UV-stabil.

    Zu deinen Fragen:

    Wenn du deine beste Brücken-Hängematte (Nr.3?) mit einer langen, guten Gathered-End-Hängematte vergleichst,

    - wo siehst du die Vor- und Nachteile?

    - ...auch in Hinsicht auf Isolierung/Underquilt...?

    Vorbemerkung: Wenn du mit einer für dich optimalen Gathered-End-Hängematte gut zurecht kommst, darfst du aus meiner Sicht von einer Brücken-Hängematte keine Wunder erwarten.

    Einschätzung zu meiner allfälligen Version 3.0 (aufgrund von Version 1.0 und 2.0):

    Vorteile:

    • Ich muss mich nicht für eine Liegerichtung (diagonal) entscheiden.
    • Die Knie werden gut unterstützt, es ist keinerlei Überdehnung der Knie spürbar.
    • Die Knie können in Seitenlage bei Bedarf (etwas) angewinkelt werden.
    • Ich habe gefühlt «mehr Platz»: Ich kann etwas nach rechts oder links rutschen, mich auf die eine oder andere Seite drehen. Es gibt nicht diese «Rinne», in der ich quasi «gefangen» bin.
    • Für die Schultern ist schön Platz (Spreizstab am Kopfende ist 110cm breit). Mit einem 70D-Stoff dürfte der Druck auf die Schultern gegenüber dem 40D-Stoff ein ganzes Stück abnehmen, weil der Stoff weniger nachgibt.)
    • Ich habe mehr Aussicht zu den Seiten hin (keine «Wand» auf einer Seite).
    • Ich kann sogar eine gewisse Zeit auf dem Bauch liegen (wäre jedenfalls das Ziel, funktioniert in den Versionen 1.0 und 2.0 bereits bedingt).
    • Ich muss bei gleichem Baumabstand die Baumgurte nicht so weit oben anbringen (habe dafür aber eine höhere Schaukelfrequenz [kürzeres Pendel]).
    • Es besteht viel weniger die Gefahr, dass mir etwas aus der Hängematte fällt: Topquilt wie auch Gepäck bleiben in der Hängematte, ohne dass ich sie sichern müsste.
    • Das Gepäck kann komplett in der Hängematte untergebracht werden und ist damit vom Boden weg.
    • Das Gepäck ist dabei unterteilt in Dinge, auf die ich nachts Zugriff wünsche (Kopfende), und solches, das ich nachts nicht benötige (Fussende).
    • Das Gepäck stört die Nutzung der Hängematte in keiner Weise, da es sich nicht neben mir, sondern «über» respektive «unter» mir befindet.
    • Der Topquilt liegt lose auf mir. Es besteht weniger die Gefahr, dass er zwischen mir und der «Liegerinne» eingklemmt wird.
    • Der Unterquilt kann gleich geschnitten werden wie die Hängematte und hängt dann passgenau und perfekt anliegend unter mir. Wenn die seitliche Kurve beim Quilt etwas weniger ausgeprägt ist, steht er sogar noch etwas über das Gurtband hinaus und kann mich auch an Stellen isolieren, die ich etwas ausserhalb der Hängematte positionieren sollte.

    Nachteile

    • Die Spreizstäbe sind zusätzliches Gewicht. Auch Karbonstangen wiegen etwas und selbst Trekkingstöcke müssen – soweit ich das mitbekommen habe – modifiziert werden, so dass sie dem Druck standhalten und nicht zusammengeschoben werden.
    • Der Mindestabstand der Aufhängepunkte ist grösser (rund 4 Meter).
    • Der Aufbau der Hängematte erfordert einen zusätzlichen Schritt: Die Spreizstangen müssen zusammengesteckt und eingefügt werden.
    • Der Unterquilt von Gathered-End-Hängematten passt nur bedingt. (Ich muss die Seiten bei tiefen Temperaturen mittels Gummikordeln zur Firstleine hin abspannen, damit die Seiten gut an der Hängematte anliegen.)
    • Beim Sitzen in der Hängematte drückt das seitliche Gurtband etwas ins Bein. (Es ist kein schlimmer Nachteil, aber das Sitzen ist in einer Gathered-End-Hängematte angenehmer.)

    Ein Vergleich von Gathered-End- und Brücken-Hängematte

    Gathered-End-HängematteBrücken-Hängematte
    Vorteileeinfach in der Handhabung (Auf- und Abbau, Ein- und Ausstieg)
    eher leichter (keine Spreizstäbe)
    geringere Belastung der Materialien
    Stoff nur wenig gespannt
    sehr stabile Liegeposition
    sehr angenehme Sitzposition
    braucht weniger Platz (rund 3m)
    langsameres Schaukeln
    individuelle Wahrnehmung: Liegegefühl ganz anders als beim Bett
    ist »die Hängematte schlechthin«
    Liegeposition symmetrisch und relativ flach (je kürzer, desto flacher)
    bessere Aussicht / weniger eingeengt zwischen Wänden (modellabhängig)
    auch bei grösseren Baumabständen lässt sich der Gurt angenehm am Baum anbringen
    individuelle Wahrnehmung: Liegegefühl ist näher beim «Bett»
    Isolation gegen unten kann sehr einfach und präzise angebracht und positioniert werden.
    Nachteileasymmetrisches Liegen (braucht eventuell etwas Eingewöhnungszeit)
    weniger Aussicht (hohe Wand auf einer Seite)
    bei grösseren Baumabständen muss man den Gurt relativ hoch oben anbringen
    angenehme, flache Liegeposition bedingt eine gewisse Länge (je länger, desto flacher)
    individuelle Wahrnehmung: Liegegefühl ganz anders als beim Bett
    umständlicher im Aufbau (Spreizstäbe)
    eher schwerer (zusätzliche Spreizstäbe)
    höhere Belastungen der Materialien
    Stoff relativ stark gespannt (Querbelastung)
    stabile Liegeposition, aber etwas kippeliger, v.a. beim Aufsitzen (braucht etwas Eingewöhnungszeit)
    Sitzposition weniger bequem (Gurtband oder gar Seil drückt ins Bein)
    braucht i.d.R. mehr Platz (rund 4m)
    schnelleres Schaukeln
    individuelle Wahrnehmung: Liegegefühl ist näher beim «Bett»
    bei schmalen Modellen kann angezogenes Knie in Seitenlage auf das Gurtband / Seil zu liegen kommen

    Frage: Ist eine solche Tabelle übersichtlich? Oder doch besser ein Fliesstext mit einzelnen Aufzählungspunkten?

    Angeregt durch Riippumatto-Joerg starte ich hier einen Faden, in dem wir die verschiedenen Hängemattenarten miteinander vergleichen können...

    Was, es gibt verschiedene Arten von Hängematten!? – Ja, klar, siehe hier.

    Ein Bemühen um objektive Kriterien ist sicher möglich. Allerdings gibt es bei jeder Hängemattenart zahlreiche Modelle aus unterschiedlichen Stoffen, in unterschiedlichen Längen und Breiten und in verschiedensten Ausführungen. Der ultimative Vergleich wird deshalb wohl nicht möglich sein.

    Ich werde einfach mal einen Anfang machen und in einer Tabelle die Gathered-End-Hängematte mit der Brücken-Hängematte vergleichen. Kopiert die Tabelle in einen neuen Beitrag und verändert sie nach eurem Gusto. So entsteht – trotz aller Widersprüchlichkeit der einzelnen Beiträge(?) – bestimmt ein Bild, das ein Stück Orientierung sein kann.

    Natürlich kann man statt mit einer Tabelle auch mit Texten arbeiten.

    Schön wäre, wenn auch die Querlieger / Querhängematten einbezogen werden könnten.

    Sicher ist es hilfreich, wenn sich zuerst einmal diejenigen äussern, die zwei oder mehrere Arten von Hängematten in regelmässigem Gebrauch haben.

    Ja, du hattest es erwähnt und ich hatte es im Hinterkopf. Du wohnst ja nur einen (weiten) Steinwurf von La Dôle entfernt, hattest du glaube ich, geschrieben. Danke für die Einladung. Kaffee und allenfalls gemeinsame Schritte klingen gut. :)

    PS: Habe ich "abri" aus deiner Sicht richtig gedeutet?

    Die maximal mögliche Spannlänge wäre auf meiner Terrasse ungefähr 340cm. Also kein Raum für extra Aufhängungen ausserhalb der Zusammenführungen, wenn auf der Terrasse genutzt.

    Da könntest du unter Umständen vier Aufhängepunkte installieren. Dann hättest du mehr Stabilität, dafür wäre das «Dreieck» (d.h. Rechteck) natürlich länger. Wenn du das Dreieck komplett abnehmbar konstruierst, kämst du bei vier Aufhängepunkten natürlich mit sehr wenig Platz aus (Länge der eigentlichen Hängematte plus vier Dogbones in der passenden Länge). Auch könntest du zuhause den Druck auf die Stangen stark reduzieren (eventuell auf unter 50%).

    Auch eine 11' Gathered end wäre dann wohl schon am absoluten Limit (auch zu prüfen), und ob die an die Bequemlichkeit einer gut geschnittenen Brücke rankommt?

    Eine 335cm lange Hängematte hat eine Ridgeline von allerhöchstens 300cm Länge, eher etwas im Bereich von 285cm. Da kommen dann noch zwei Schlaufen dazu. So viel Platzbedarf kommt da nicht mehr dazu.

    Ansonsten: Je mehr neue Fragen du stellst, desto weniger komme ich dazu, deine ursprünglichen Fragen zu beantworten. ;) Und bleibe thematisch bitte möglichst nahe bei dieser konkreten Brücken-Hängematte.

    durch im Wald geschnitzte Stöcke ersetzen kann

    Ich habe das in Videos schon gesehen, wäre damit aber sehr vorsichtig. Die Stangen können, je nach Modell und Bewegung, schon mal gegen 100kg Druck abbekommen, jedenfalls der längere am Kopfende. Und willst du wirklich jeden Abend neue Stangen schnitzen? Dann vielleicht besser Stangen aus Karbonrohr?

    Sorgen macht mir bei der "Brücke" etwas die Spannlänge, da meine Terasse als gelegentlicher Ort der Hängung dann zumindest rausfällt... Aber mal sehen, weo ich am Ende Kompromisse eingehe...

    Es gibt auch kürzere Varianten:

    • Ariel von Professor Hammock (YouTube)
    • Brücken-Hängematten von Town's End

    Bei beiden liegt man mit Kopf oder Beinen oder beiden unter einem Spreizstab.

    erst mal meinen vollen Respekt: Tolles Projekt.

    Wenn ich das richtig sehe, suchtest du (und hast gefunden?) nach der optimal-bequemen Hängemattenform für dich. Auch die Gepäck-/Wetterschutzlösung war wohl ein wichtiger Gedanke (und finde ich super).

    Nochmals vielen Dank für dein Kompliment. Ja, die Hängematte ist mir gut gelungen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass ich mich wegen des oben genannten Fehlers in der Eile des Gefechts um 180° anders in die Hängematte legen muss, als das eigentlich angedacht war. Insofern: Glück im Unglück gehabt. Ich bin sehr dankbar für die zufällig entstandene Unterstützung für die Knie: eine sehr angenehme Sache, um die Überstreckung der Knie zu verhindern.

    Die Gepäcklösung gefällt mir nach wie vor. Sie braucht aber relativ viel Platz, d.h. verlängert den Bereich der Hängematte, der vor dem Regen geschützt werden muss. Ich habe mir schon überlegt, ob sich das allenfalls anders gestalten liesse, ohne am Komfort, der mit dieser Lösung einhergeht, Abstriche machen zu müssen.

    Da ich mittlerweile auch infiziert bin und darüber nachdenke, meine erste Hängematte selber zu nähen (mit ebendem Ziel: ultimative Bequemlichkeit), denke ich auch darüber nach, ob es eine Brücken-HM sein könnte, und dein Projekt ist das erste, das mir dazu ins Auge springt. (Natürlich kommt momentan auch noch eine "lange" gathered-end in Frage. Oder eigentlich alles was bequem ist und eine gewisse Erfolgsgarantie >50% hat.)

    Das mit der «ultimativen Bequemlichkeit» ist so eine Sache. Sie war von Anfang an mein Ziel. Leider ist es nach wie vor so, dass ich in der Hängematte oft nicht so gut schlafe. Ich habe mich nie gezwungen, über längere Zeit in der Hängematte zu schlafen, so dass ich mich womöglich noch immer nicht an das andere Schlafgefühl gewöhnt habe. Auf der anderen Seite war stets mein Ziel, für Touren eine weitere Möglichkeit neben dem Schlafen am Boden (Zelt) zu haben. Ein grundsätzlicher Umstieg vom Bett auf die Hängematte war nie meine Absicht. Längere Touren mit der Hängematte (mehr als zwei Übernachtungen) haben sich bisher einfach nie ergeben.

    Manchmal dachte ich aber auch schon, dass gerade der Umstand, dass ich in Hängematten nicht immer gut schlafe, mich dazu angetrieben hat, mir viele Gedanken zu machen, Vieles auszuprobieren und am einen oder anderen Ort kreativ zu werden.

    Für den Moment mal so weit: Fortsetzung zu deinen eigentlichen Fragen folgt in weiteren Posts...