Beiträge von Waldläufer70

    Mit „Schnitt“ meine ich das Zusammenspiel von Whipping, Hängematte und Moskitonetz, das die Fußbox ergibt und zumindest mir ermöglicht, zu 3/4 auf dem Bauch zu schlafen (also eine 1/4-Seitenlage-3/4-Bauchlage-Position).

    Die Hängematte selbst ist ein gewöhnliches Rechteck, da hast Du recht.

    Soweit ich hier im Forum gelesen habe, soll die Traveler von Warbonnet nicht weniger bequem sein als die beiden Modelle mit Netz (Blackbird iund Eldorado). Das Netz würde demnach beim Komfort höchstens den indirekten Einfluss haben, dass es den Ort vorgibt, an dem man zu liegen hat, während man bei der Traveler quasi auch am "falschen" Ort liegen kann. – Du hattest deine Aussage ja allgemein auf die Hängematten von Warbonnet bezogen und nicht nur auf die beiden Modelle mit Netz.

    Die Warbonnet-Hängematten sind nicht unbedingt die längsten. Durch ihren Schnitt und den Stoff zählen sie aber zu den bequemsten.

    Was verstehst du unter «Schnitt»? So weit ich informiert bin, sind die aus einem rechteckigen Stück Stoff gemacht. Wenn diese Information korrekt ist, bleibt eigentlich nur noch die Kombination von Stoff und Hängewinkel.

    Im Sinne der Brauchbarkeit der Tags (Schlagworte) ist es absurd, wenn du in einem Bereich, wo es schon ausreichend Tags gibt, neue Tags vergibst. Wenn du beim Setzen der Tags drei Buchstaben getippt hast, werden dir bestehende Schlagworte angezeigt. Wähle daraus, was am besten passt, gerne auch ganz unterschiedliche Schlagworte, aber vermeide es, unnötig neue zu setzen, die dann später wieder mühsam zusammengefasst werden müssen. Es gibt schon jetzt teilweise einen ziemlichen Wildwuchs bei den Schlagworten.

    Tipps zum bequemen Zuschnitt und End-Verbund der GE nehme ich noch gern entgegen!

    Bei den Seiten darfst du durchaus ein wenig "pfuschen"; das ist primär eine Frage der Optik / Ästhetik. Bei den Endsäumen bleibt dir für ein aussagekräftiges Resultat nur das Zählen der Karos und sauberes Umbügeln den Karos entlang vor dem Festnähen. Hier können Abweichungen von drei, vier Millimetern bereits spürbaren Einfluss auf das Liegegefühl haben. Je kürzer die Hängematte, desto stärker spürst du Ungenauigkeiten.

    PS: Hier findest du noch weitere Hilfestellungen für die allfällige Brücken-Hängematte:

    "Die Matte vor lauter Bäumen" oder "Wie ich versuche meine erste Brückenhängematte zu nähen"

    Ich habe mich letzten Sonntag wieder mal in meine kurze ENO DoubleNest gelegt (ca. 284cm) und war erstaunt, dass ich darin in gewisser Weise auch durchaus angenehm lag, allerdings mit einem Kissen unter den Knien. Der geringe Platz gab ein gewisses Gefühl der Geborgenheit. Auf der anderen Seite wird das ausgestreckte Liegegefühl mit zunehmender Länge besser. Bei ausreichend festem Stoff wird die Position zunehmend flacher. Bei mir habe ich das Gefühl, dass ich bei der doppelten Körpergrösse als Länge für die Hängematte (184cm Körpergrösse => ca. 12' oder 366cm) an dem Punkt bin, wo ich ohne Tricks (Kurven im Stoff oder Kissen unter den Knien) sehr angenehm liege. Die Breite muss nur soweit zunehmen, dass man mit den Füssen eben nicht gleich von der Hängematte rutscht. Da braucht die Breite nicht mehr unbedingt der halben Länge zu entsprechen.

    Bei eher dehnbaren Stoffen, so meine Vermutung, kommt man bei der Länge schneller an den Punkt, wo der Vorteil zunehmender Länge durch die Dehnung wieder verloren geht: Wenn ein Stoff sich stark dehnt, dann dürften sich Torso und Gesäss mit zunehmender Länge wieder stärker absenken, da die Dehnung sich ja auf die gesamte Stofflänge auswirkt. Ein längerer Stoff dehnt sich unter meinem Gewicht um mehr Zentimeter als ein kürzerer Stoff. Ich habe allerdings noch mit keinem 40D-Stoff meine doppelte Körpergrösse getestet: Dort waren ca. 350cm das Maximum und da hatte ich auch eine Kurve in den Stoff gemacht, um dem Becken mehr Unterstützung zu geben, also auch etwas "geschummelt".

    Hmm, ich hatte noch keine in der Hand. Aber es scheint mir, dass man da nur ein 10 mm-Gurtband durchkriegt.

    Es gibt 1/2"-Rings und 1"-Rings. Da geht jeweils das Band durch, das angegeben ist. Also bei den 1/2"-Beastee-Dee-Rings sind das rund 12.5mm, wahrscheinlich sogar 13mm. Ich habe die mit 1/2"-Grosgrain-Ribbon an meinem Sommertarp verwendet.

    Ansonsten gibt es im Forum eine Schlagwort-Liste. Da findet man recht viel zum Thema «Tarps»:

    https://www.haengemattenforum.de/cms/tagged/11-…tlab.wbb.thread

    Ja, auf jeden Fall. Biker61 hatte die Tabelle angefangen, ich hatte sie dann hierher übernommen und immer wieder ergänzt. Aber seit die Vorschläge, sie komplett zu überarbeiten, eingegangen sind, habe ich nichts mehr daran gemacht. Zu gross war meine Angst, sie dabei irgendwie zu zerstören. Sie ist auch jetzt eigentlich schon zu breit fürs Forum; ich habe unten einen horizontalen Scroll-Balken. Auch die Zeit, alles umzustrukturieren, wollte ich nicht auf mich nehmen.

    Ein paar Beispiele:

    • Ich bin vorhin von einem Grillplatz im Wald zurück gekommen, wo ich mir einen Instantkaffee gekocht habe. Da lag eine leere Verpackung von Fleischkäse mit einem gebrauchten Papiertaschentuch drin, am Boden ein leerer Joghurtbecher mit Plastiklöffel. Beim Grillplatz befindet sich kein Abfalleimer (warum auch?) und da dachte sich die Person vielleicht: Mist, jetzt muss ich leeren Verpackungen nach Hause schleppen, da lasse ich die doch lieber liegen.
    • In Schottland verläuft der »Great Glen Way« ein Stück weit auf einer wenig befahrenen Überlandstrasse: Was da alles am Boden herumlag: leere Verpackungen und Pappbecher eines bekannten Fast-Food-Anbieters. Da und dort dem Loch Lochy entlang längst abgelaufene Verpackungen mit Fleischprodukten. Man könnte den Abfall auch im Restaurant oder sonst zuhause entsorgen.
    • Die letzten 100km des Camino Francés (einer der Jakobswege in Spanien): In jeder Ausbuchtung massenhaft Papiertaschentücher, auf alle erdenkliche Art und Weise benutzt. Dabei gibt es dort alle paar Kilometer eine Ortschaft, wo man sein Geschäft verrichten oder den Abfall korrekt entsorgen könnte.

    Der Mensch schützt nur, was er liebt. Die Natur als Naherholungsgebiet zu nutzen, funktioniert auch ohne Liebe zur Natur ganz gut. Leider. Ich habe vermutlich auch irgendwo meine blinden Flecken...

    Jedermannsrecht scheint für viele zu bedeuten: Jeder hat das Recht, seinen Abfall liegen zu lassen.

    Ich habe natürlich auch direkt die größte rausgesucht - die hier passt besser (TL5).

    Vielleicht noch das Material: Baumwolle trocknet relativ langsam. Das bedeutet unterwegs noch mehr Gewicht und am Abend womöglich noch immer eine feuchte Hängematte. Das sind aber alles nur Vermutungen. – Finde ich gut, wenn du das ausprobierst und hier darüber einen Faden aufmachst. Nach allem, was man so hört, gehören die mexikanischen Netzhängematten mit zu den bequemsten Hängematten, die es gibt.

    Vielleicht die Grösse? Du brauchst dann ja auch ein grösseres Tarp, damit die Hängematte trocken bleibt. Dann vielleicht noch das Gewicht? - Aber vielleicht setzt du andere Prioritäten... Könnte es auch sein, dass sie etwas empfindlicher ist?

    Zelt finde ich auch gut.

    Stefan Hauser, könntest du bitte noch ein paar Tags mehr vergeben. Unter dem Tag «Abhängen in Deutschland» würde ich diesen Faden niemals wiederfinden. Du könntest z.B. «Jedermannsrecht» als Tag setzen. Vielleicht auch «Abhängen ohne Jedermannsrecht». Thematisch sind wir ja schon lange über Deutschland hinaus am Diskutieren. Vielleicht haben andere noch Vorschläge für Tags.

    Den Faden finde ich übrigens ganz toll, weil er uns ermutigt und Möglichkeiten aufzeigt, wie wir auch ohne ein Jedermannsrecht nach nordischem Vorbild Wege finden können, raus in die Natur zu gehen.

    Nachteil: Fussende höher lässt sich so sicher nur sehr eingeschränkt testen. Das müsste man dann einfach gedanklich simulieren.

    Bei einer Brücken-Hängematte wäre ich damit sehr vorsichtig, das Fussende (deutlich) höher zu hängen als das Kopfende. Natürlich sollst du nicht zum Fussende rutschen. Diese Gefahr ist aber durch den «Hügel» der Knieunterstützung ohnehin schon ein Stück weit reduziert (wenn du eine solche einbaust). Wenn die Stange am Fussende kürzer ist als diejenige am Kopfende, dann hängen die Füsse bei gleich breitem Stoff dort zwar weiter unterhalb vom dortigen Spreizstab als das beim Kopfende der Fall ist. Das müsstest du ausgleichen. Wenn du aber am Fussende ebenfalls ein gleichseitiges Aufhänge-Dreieck nutzt, wird das Fussende durch das kleinere Dreieck bereits ein Stück weit angehoben und du kannst davon ausgehen, dass die Firstleine bei idealem Aufbau in etwa waagerecht zu liegen kommt.

    Anders als bei Gathered-End-Hängematten, wo du das Fussende nur schwer zu hoch hängen kannst, kommt bei einer Brücken-Hängematte aus meiner Erfahrung der Punkt, wo du in Richtung Kopfende rutschst und dann quasi mit dem Kopf / Nacken an die Steigung des Hügels, der sich unter dem Spreizstab am Kopfende bildet, gequetscht wirst. Ich fand das bei den wenigen Malen, wo mir das passiert ist, jeweils sehr unangenehm und spürte nach kurzer Zeit eine Stauchung der Halswirbelsäule, die bald in eine Art Nackenstarre überging. Allenfalls wird es wieder bequemer, wenn der Kopf mal über den Hügel drüber ist (siehe Diskussion weiter oben). Ich persönlich würde aber den Kopf wohl eher nicht unter dem Spreizstab haben wollen.

    Diese leichten Hügel unter den Stangen könnte man bei verkürzter Ausführung ggf in den Nacken und an die Fersen (oder gar Kniekehlen) legen. Aber dann wird das ganze schon sehr personifiziert. Kommt definitiv auf die Test-Anforderungsliste. Guter Hinweis auch das von dir.

    Hier kannst du noch sehen, was ich mit diesem «Hügel» unter der Spreizstange meinte. Ich bin mal auf den Bericht von Hammock Fairy über ihre Brücken-Hängematten von »Town's End« gespannt...

    Hier noch ein Video, das die »Sky Loft« sehr schön zeigt:

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    Jep, ich denke das ist eben eine alternative, die ordentlichen Stangen sind zur definierten Abspannung daheim sicher ne gute Sache, aber ich muss die ja nicht immer mitnehmen.

    Ich persönlich nehme lieber 311g (oder weniger, wenn die Stangen aus Karbon wären) mit und muss nicht jeden Abend neue Stangen schnitzen. Bedenken müsstest du folgendes:

    • Die Enden der Hängematte sind fix mit Stoff verschlossen wie bei der Ridgerunner im Video: Dann hast du das richtige Maß für die Länge der Stangen vorgegeben.
    • Die Enden der Hängematte sind offen wie bei meinen Gepäckablagen: Dann musst du ein Maßband oder eine Schnur mit Markierungen (Knoten) mitnehmen, um jeden Tag das gleiche Liegegefühl zu erreichen. Oder du lebst damit, dass es jedes Mal ein bisschen anders ist.

    Eventuell werde ich die Einschätzung für mich noch mal gedanklich auf eine verkürzte Bridge (reingezogene Stangen) anpassen.

    Mein Eindruck bisher war, dass sich direkt unter dem Spreizstab ein leichter Hügel bildet. In diesem Bereich kann die Hängematte nämlich nur durch die Dehnung des Stoffes nach unten nachgeben. In allen anderen Bereichen hängt der Stoff am seitlichen Gurtband: Je weiter weg von den Spreizstangen man die Hängematte mit Gewicht belastet, desto weiter kann der Stoff absinken.

    Du kannst dazu mal die Videos von Town's End anschauen, um davon einen Eindruck zu bekommen. Vielleicht hilft dir das Betrachten dieser Videos noch weiter oder gibt dir Anregung.

    Die Beschreibung deines Vorgehens zur Findung des idealen Schnittes erinnert mich an ein Video (das ich leider gerade nicht mehr finde), wo einer seine Gathered-End-Hängematte so whippt, dass eine darin liegende Holzform schön flach am Boden liegt. Probiere das ruhig aus, aber bedenke, dass der Torso immer schwerer bleibt als dein Kopf oder erst recht die Beine. Du wirst also immer einen gewissen Durchhang haben. Ein völlig flaches Liegen ist aus meiner Sicht auch mit einer Brücken-Hängematte nicht zu haben.

    Funktionieren Clam-cleats mit zing-it? Das ist glaub ich die Warbonnet Schnur.

    Ich habe es soeben ausprobiert: kein Belastungstest mit Gewichten, aber ich habe so fest gezogen, wie es meine Finger aushielten, ohne dass das Zing-It (1.75mm) einschneidet. Da ist nichts verrutscht. Allerdings kann ich dir nicht sagen, welche Grösse der Spanner ich damals in den USA bestellt hatte. Ein Teil wiegt knapp ein Gramm, es könnte sich also um einen Line-Lock mini handeln. 2.2g wiegt so ein Einzelstück jedenfalls nicht. Ob das Teil von Clam-Cleat stammt, weiss ich auch nicht; es sieht aber sehr ähnlich aus.

    Zing-It / Lash-It ist eine dünne Leine von Samson Rope (1.75mm / 2.2mm), die von diversen Herstellern genutzt oder als «Meterware» verkauft wird.