Beiträge von Waldläufer70

    Legst du den Stoff dann wirklich aktiv auf dein Gesicht oder fällt der von selbst in diese Position wenn du näher am Fußende liegst? Benutzt du Tie-Outs?

    Ich kann mich nicht erinnern, dass mir der Stoff von alleine ins Gesicht gefallen ist. Wenn es allerdings stark windet, könnte das passieren. Aber wie gesagt, du kannst die Hängematte ja abspannen.

    Ich drehe mich auch zwischendurch auf die Seite und muss dann nicht immer wieder die Mitte der Hängematte finden.

    Ich habe im Vergleich zur Körpergrösse recht lange Beine. Das kann auch etwas ausmachen.

    Also bei mir ist mit meinem 20°F-Incubatoren - ebenfalls mit etwas Übergewicht - bei 5°C so langsam Schluss. Darunter beginnt dann allmählich das Frösteln, zumindest an gewissen Stellen.

    Und wenn man zum ersten Mal (mit Unterquilt) in der Hängematte schläft und noch nicht so recht weiss, wie das alles "funktioniert", ist es nicht verkehrt, wenn die Nachttemperaturen nicht (wesentlich) unter 10°C fallen. Zu warm war mir mit meinem auch im Sommer noch nie. Die wirklich tropischen Nächte habe ich damit allerdings bisher noch nicht erlebt.

    Es sind übrigens HammockGear Incubatoren mit 20°F und etwas "Übergewicht" geworden. Die Farben seien in Natura noch deutlich schöner als auf den Fotos. :)

    Wenn das Wetter sich dann eines Tages entscheiden sollte, zur Abwechslung mal etwas angenehmere Temperaturen zu bieten, und wir auch ein gemeinsames Zeitfenster finden sollten (nicht mal so einfach), dann gibt's einen gemeinsamen Ausflug.

    Danke nochmals für alle Tipps und Einschätzungen!

    Die sind ja ganz toll geworden! :) :thumbup:

    Über eine Snakeskin bei meinem rechteckigen Tarp habe ich kürzlich auch nachgedacht. In meinem Fall ergibt es wenig Sinn, weil ich das Rechteck für die Bodennutzung mit dem 280cm langen First als A-Frame aufbaue, über der Hängematte aber diagonal mit einer Firstlänge von 12 Fuss (266cm). Bei deinem grossen Quadrat sieht das natürlich anders aus.

    Ich liebe meine Hängematten mit rund 180cm Breite und bin 184cm gross. Ich rutsche meistens ganz auf die Fussseite und kann dann meine Arme wunderbar hinter dem Kopf verschränken. Und wenn der Mond mal besonders hell scheint, lege ich mir etwas vom vorigen Stoff über den Kopf. Andere mögen genau das nicht.

    Magst du das? Dann würde ich die Breite bei 72 Inch lassen. Das sind ja bloss knapp 183cm. Für mich wäre das ideal.

    Ich hänge das Tarp an den Baumgurten auf (mit einer Prusik-Schlaufe) und spanne es zuerst nur lose ab. So kann ich die Baumgurte noch etwas verschieben, wenn ich mich mit der Höhe verschätzt haben sollte. Sobald alles passt, spanne ich definitiv ab. Eine lose vorgespannte Firstleine beim Tarp hat auch den Vorteil eines geringeren Zuges am Baum (steilerer Winkel der Firstleine).

    Wo möchtest du das Tarp denn beim Dutch-Clip einhängen? Wenn du es am Clip selbst einhängst und noch keine Last auf der Hängematte ist, zieht es den Clip vom Baum weg.

    Ich frage mich halt wie stark die Qualität sich zu einem billigen wie dem unterscheidet, ich habe eine Freundin die kürzlich eine Woche mit diesem hier unterwegs war. Regendicht war es anscheinend gar nicht aber ansonsten war sie zufrieden.

    In der Regel muss man die Nähte solcher Zelte mit verdünntem Silikon abdichten, damit es komplett dicht ist. Es gibt auf YouTube eine sehr gute Anleitung von "The Outdoors Station".

    Six Moon Designs hatte ich weiter oben ja bereits empfohlen. Wenn dieses Modell tatsächlich aus silikonisiertem Polyester (statt Nylon) hergestellt ist, hätte das den Vorteil, dass sich das Material bei Nässe nicht dehnt.

    Für Deutschland und die Schweiz halte ich die Hängematte für eine gute Möglichkeit, um "wild" zu übernachten. Da findest du eigentlich immer zwei Bäume, um sie aufzuhängen. Nur gibt es eben nicht das eine Modell, das für alle bequem ist.

    Die CrossHammock wurde schon genannt. Viele empfehlen die Blackbird (allenfalls XLC) oder die Eldorado von Warbonnet. Aber das sind relativ teure Anschaffungen, wenn man noch nicht weiss, ob es für einen passt. Kontaktiere - wie bereits empfohlen - unbedingt Leute, die in deiner Nähe wohnen und lasse dich praktisch beraten.

    Ein reines Boden-Setup hat den Vorteil, dass der Komfort hauptsächlich von der Isomatte abhängt. Wenn die für dich bequem ist, dann bist du völlig frei, nach deinem Gusto zu ergänzen, was für dich Sinn ergibt:

    • Biwaksack und Tarp
    • Zelt

    Den Hersteller Tarptent.com habe ich bereits erwähnt. Das Notch gibt es z.B. etwas günstiger aus Silnylon und einiges teurer (und leichter) aus DCF / Cuben Fiber. Das wäre ein Zelt, das ich empfehlen könnte. Aber auch das ProTrail ist leicht und gut.

    GossamerGear oder SixMoonDesigns wären weitere gute Adressen. Oder ZPacks, die sind allerdings durchs Band aus DCF und entsprechend teuer.

    Die Tarptents sind auch in Deutschland erhältlich. Aber es wird wohl so sein, dass die Lieferfristen im Moment länger sind als sonst.

    Hängematten sind toll. Aber bei den meisten Leuten dauert es einige Zeit, bis sie ihren Favoriten gefunden haben. Falls du am Boden grundsätzlich gut schläfst, bist du vermutlich schneller am Punkt, wo du losziehen kannst, wenn du vorerst diesen Weg einschlägst.

    In Sachen Hängematte würde ich mich zeitlich nicht unter Druck setzen, sondern mir mit der Suche etwas Zeit lassen. Wenn du schnell das Passende finden solltest - umso besser.

    PS: Der Camino Francés beginnt in Saint-Jean-Pied-de-Port, nicht in Irun.

    Ich bin den Camino Francés im Dezember gegangen. Da hätte ich ohnehin nicht draussen übernachten wollen. Aber Heiligabend in Ponferrada und Neujahr in Santiago hatte auch was. Und wettertechnisch hatte ich Glück: Schnee sah ich nur von weitem und je näher ich dem grundsätzlich eher feuchten Galicien kam, desto trockener wurde das Wetter. In Galicien hatte ich nur zweimal Regen: einmal zwischen O Cebreiro und Triacastela und einmal von Lires nach Muxía.

    Draussen übernachten und Jakobsweg kann ich mir in Frankreich eher besser vorstellen.

    Ich zitiere hier mal noch den von mir verfassten Gewichtsvergleich zwischen Hängematte und Zelt:

    Fazit:

    Mit Zelt (und erst recht Biwaksack/Isomatte und Tarp) ist man bei vergleichbaren Materialien eigentlich immer leichter unterwegs als mit der Hängematte. - Wenn man Gewicht sparen möchte, dann wird man nur dann zur Hängematte greifen, wenn man in ihr deutlich besser schläft oder wenn der Aufbau eines Zeltes verboten, die Nutzung einer Hängematte aber rechtlich in einer Grauzone liegt.

    Leichter als mit einem Zelt-Setup (ich empfehle gerne die Tarptents von Henry Shires) kämest du vermutlich nur mit der "Cross Hammock" oder einer vergleichbaren Querhängematte weg. Solche haben zudem den Vorteil, dass sie in der Regel mit einer Isomatte genutzt werden und dir somit auch eine Übernachtung am Boden ermöglichen, also mit dem passenden Tarp ein Stück weit beide Welten erschliessen.

    Gerade in Frankreich gibt es sehr viele und günstige Campingplätze, zum Teil auch den Jakobswegen entlang oder in deren unmittelbarer Nähe.