Beiträge von Waldläufer70

    Daune deckt im Vergleich zu Kunstfaser ein grösseres Spektrum ab und ich empfinde sie aus meiner Sicht auch als weniger schnell "schwitzig" vom Klima her. Allenfalls hätte ich bei Daune ein Stück weit ethische Bedenken. Aber das haben wir hier im Forum zur Genüge diskutiert.

    PS: Jetzt kommt mir gerade in den Sinn, dass ich in Schottland mal stark darunter geschwitzt habe, als ich bei Wind und eher kühlen Temperaturen zu warm gekleidet ins Zelt bin und dann während einem nächtlichen Gewitter völlig verschwitzt aufgewacht bin. Da war ich allerdings definitiv zu warm angezogen und hatte den Quilt wohl auch um den Hals etwas zugezogen.

    Jetzt kommt mir gerade in den Sinn, dass ich vor meinen ersten Hammock-Gear-Quilts ja doch noch eine andere Lösung hatte: das Alpine Down Blanket von Therm-a-Rest (nicht mehr erhältlich). Das war sehr geräumig (gerade auch im Fussbereich) und auch wirklich sehr angenehm. Es hatte aber den grossen Nachteil, dass im Brustbereich fast die gesamte Daune zur Seite gerutscht ist. Das konnte ich dann zu meinem Erstaunen sogar im Outdoor-Geschäft, wo ich es gekauft hatte, wieder zurückgeben. Letztlich also auch kein völliger Fehlkauf, aber noch mit ein paar Anfängerfehlern bei der Konstruktion behaftet. Therm-a-Rest hat seine Quilts inzwischen auch deutlich überarbeitet. - Das war aber noch in der Zeit, vor ich auch Hängematten genutzt hatte.

    :rolleyes: Ich denke jetzt nicht weiter drüber nach, was hier alles rumliegt, ansonsten käme ich wohl zu dem Ergebnis, dass ich ein ernstes "Gear-Hording-Problem" habe :/

    Das kenne ich auch... =O

    Den 40°F-Burrow habe ich primär als "Hüttenlösung", falls man nicht weiss, ob eine Unterkunft geheizt ist, gekauft. Den hatte ich beispielsweise im Dezember auf dem Camino Francés in Spanien dabei und war sehr froh darum (zweimal ungeheizte Unterkünfte mit Atemwölkchen). Selbst im Sommer traue ich mich aber höchst selten, den mal statt dem 20°F-Quilt mitzunehmen, obwohl ich mit dem wohl bis 10°C von oben sehr gut gegen die Kälte geschütze wäre. Den 20°F-Burrow nutze ich praktisch fürs ganze Jahr (von etwa -4°C bis 15°C Nachttemperaturen) auf all meinen Wanderungen. Als limitierend (meine Grenze etwa bei +2°C) empfinde ich da eher meinen 20°F-Incubator.

    Da wärst du der 1. und Einzige den ich kenne, bei dem der erstgekaufte Ausrüstungsgegenstand auf Anhieb perfekt ist; insbesondere da du noch keine Quilt-Erfahrung hast ... wer weiss ob du mit einem Quilt überhaupt glücklich bist ... :/

    Ich habe mir bisher einzig zwei Burrows (20°F und 40°F) sowie den Incubator (20°F) gekauft und bin damit zufrieden. Ich denke, es kommt auf die eigenen Ansprüche an. Und etwas Glück muss man natürlich auch haben.

    Also nur Mut Enterprise. Hilfreich wäre aber vielleicht gewesen, für all deine Fragen einen eigenen Faden aufzumachen. Du hast oft an zwei, drei Stellen gleichzeitig deine Fragen angebracht. Ist wahrscheinlich nicht so übersichtlich...

    Irgendwie sieht die Footbox vom Burrow geräumiger aus, kannst du dazu irgendwas sagen?

    Nicht wirklich, weil ich nur den Burrow habe. Mir ist die Fussbox gross genug. Klar wäre es manchmal angenehm, wenn man etwas mehr Bewegungsfreiheit hätte, v.a. wenn die Temperaturen wärmer werden. Aber das würde dann auch wieder mehr Gewicht bedeuten. Zudem rutschen die Beine in der Hängematte ohnehin immer zur Mitte hin.

    Ergängzung: Wenn ich mir die Fotos des Taiga anschaue, ist mein Eindruck, dass der Burrow geräumiger ist. Schreibe HammockGear sonst mal an. Da bekommst du in der Regel innerhalb von 24h Antwort (vielleicht nicht am Wochenende).

    dass der Burrow keinen „Wärmekragen“ hat

    Nein, hat er nicht. Den habe ich aber definitiv noch nie vermisst. Ich ziehe zwar die Kordel gelegentlich zu, wenn es wirklich kalt wird, habe aber nicht das Gefühl, dass der die Wärme merklich erhöhen würde, zumal in meinem Fall eher Wärme durchs "Loch" am Fussende (Kordelzug) entweicht. Von etwa Mai bis oft in den Oktober ziehe ich den Kordelzug um den Hals nicht oder nur wenig zu.

    Ergänzung: In der Hängematte hat die Isolation von unten in der Regel mehr Einfluss als die von oben!

    Enterprise, du hast zwar nicht mich gefragt...

    Ich habe den Burrow 20°F in in Lang und Breit (wegen Nutzung auch am Boden) mit einer Unze (28.35g) Overfill. Die Fussbox kann ich über Druckknöpfe öffnen, so dass ich ihn in eine Decke verwandeln kann. Ist praktisch, weil man da besser lüften kann.

    Ich komme mit dem gut bis 0°C (und wohl auch noch ein paar Grad darunter), wenn

    • die Isolation von unten (Unterquilt / Isomatte) auf diese tiefen Temperaturen ausgelegt ist und
    • keine Luft rein pfeift.

    Die Bauweise des Burrow ist inzwischen verbessert worden:

    • Statt der Druckknöpfe kommt jetzt bei der Fussbox ein Reissverschluss zum Einsatz (geringes Mehrgewicht).
    • Die Kammern verlaufen jetzt längs (ausser im Fussbereich), so dass die Daune nicht mehr zur Seite rutschen kann.

    Vielleicht hilft dir das weiter...

    Es ist gut, wenn der Unterquilt etwas mit deinen Bewegungen mitgehen kann. Ich weiss nicht, wie gut das noch funktioniert, wenn man da etwas seitlich fixiert.

    Ja, dort, wo der Kopf liegt, etwas mehr Raum lassen, auf der abgewandten Seite (hinter der Eiger-Nordwand) den Gummi etwas zum Kopfende hin spannen. Kann man natürlich auch am Fussende machen, nur kommt man dort so schlecht dazu. ;)

    Keine Ahnung wie schnell die brechen ... ist halt so ein "Spezialdraht" schimpft sich Kanthal und nachdem er in "homöopathischen Dosen" verkauft wird vermutlich deutlich teurer als Meterware aus dem Baumarkt. Ich bringe mal was mit in 0,3 und 0,51mm; Blumendraht kann ich auch noch eben reinschmeissen ... hoffentlich vergesse ich das nächste Woche nicht =O

    Ich habe heute morgen gar nicht realisiert, dass ihr ja alle am Treffen dabei seid und das Thema demnach doch nicht ganz so ein "Nebengleis" darstellt.

    Ich würde sonst für Zing-It/Lash-It eine gefaltete Gitarrensaite empfehlen (die hohe E- oder H(B)-Saite von Westerngitarren funktioniert gut). Ich habe eine solche vor ein paar Jahren mit Zweikomponentenkleber in einen Holzgriff eingeleimt. Wenn man da nicht mit viel Kraft dahinter geht, hält das Werkzeug lange. Mir ist meines bisher nicht kaputt gegangen.

    Danke für Eure zahlreichen Beiträge.

    Ich denke, ein Teil der unterschiedlichen Antworten geht darauf zurück, dass HarryOnTrail bei seinen Überlegungen wohl die unbelastete Hängematte vor seinem inneren Auge hatte, während ich von einer belasteten Hängematte ausging.

    Eine ungenaue / offene Fragestellung kann also zur Anwendung ganz unterschiedlicher Modelle führen. 8o

    Ich habe ja nicht gesagt, dass der 1mm-Draht falsch ist, ganz im Gegenteil ... hast ja auch dein <3 dafür bekommen ... für eine 7/64" oder 1/8" AmSteel ist es perfekt, das Material ist aber für Ridgelines oder Abspannungen mit Kanonen auf Spatzen geschossen und deshalb kommt (zumindest bei mir) dünnes Material deutlich häufiger beim Speissen zum Einsatz.

    Eigentlich geht es hier ums Inseltreffen. Ich wollte bloss kurz erwähnen, dass man zum Spleissen ganz wunderbar mit einem Draht auskommt und habe für die genannten Anwendungen das passende Mass genannt.

    Es gibt hier im Forum zahlreiche Fäden, wo es detailliert ums Spleissen geht. (Und hier sogar noch einen spezifisch fürs Spleissen dünnerer Leinen wie z.B. Zing-It/Lash-It).

    Hier noch die Schweizer Karte für Reschenpass und Reschensee (höchster Punkt der Strecke). Da scheint es Wald in Hülle und Fülle zu geben. Ist allerdings bereits im Südtirol und entsprechend zurückhaltend würde ich dort "wild hängen" wollen.

    Und hier noch ein Foto vom Reschensee. Wald gibt's genug, aber es scheint sehr touristisch zu sein... :/

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    Gleich vorneweg: Ich habe keine Erfahrung mit der Via Claudia Augusta.

    Wenn ich es aber richtig sehe, liegt der höchste Punkt auf dem Reschenpass auf 1'513m ü.M.. Dabei von alpinem Gelände zu sprechen, mutet mir beinahe schon etwas übertrieben an. Hier noch weitere Höhenprofile der gesamten Strecke.

    Zum Vergleich: Im Oberengadin (Schweiz, Quellgebiet des Inn) liegt die Waldgrenze bei rund 2'000m ü.M. und vereinzelte Bäume und auch Baumgruppen findet man noch deutlich höher.

    Mich würde es wundern, wenn du auf dieser Strecke keine Bäume zum Hängen finden würdest.

    Eher problematisch könnte sein, dass du mit dem Fahrrad immer nahe an touristischen Routen unterwegs bist. Da könnte es sein, dass "wildes Übernachten" nicht überall gerne gesehen wird. Aber mit der nötigen Umsicht dürfte das trotzdem möglich sein, könnte ich mir denken. Und sonst gibt es ja auch noch Campingplätze (manchmal sogar mit Bäumen): Man will ja ohnehin auch mal duschen. Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist das Südtirol in Sachen "Wildcampen" relativ restriktiv.

    PS: Hier noch eine Karte zur Via Claudia Augusta.