Beiträge von Waldläufer70

    Das ist der Grund, weshalb ich auf den 12-10-Brenner von TrailDesigns umgestiegen bin. Die meisten Brenner, die ich kenne, heizen so stark, dass die Umgebung unverhältnismässig stark mit "aufgeheizt" wird. Das ist weder sinnvoll noch effizient.

    Die gelbe Flamme weist zudem darauf hin, dass da der Spiritus schneller verbrannt wird, als frische Luft nachfliessen kann, was zu einer ineffizienten Verbrennung mit Russbildung führt.

    Das mein Blickwinkel darauf, nachdem ich mir vor einem Jahrzehnt zahlreiche Spiritusbrenner selber gebaut habe.

    Genau das hatte ich mir damals auch gedacht. Hat sich für mich in der Praxis allerdings nicht bewährt, so dass ich die Teile wieder verschenkt habe.

    Enterprise: Ich habe da mal von "jemandem" bei meinem Besuch in Berlin Tarpworms geschenkt bekommen (siehe oben). Da ich damit auch nicht so ganz klar komme, könnte ich die gerne weitergeben. Einzige Bedingung: Bei Nichtgefallen/Nichtnutzung bitte weiterschenken. ;) Melde dich einfach, falls du Interesse hast, dann bekommst du ein kleines Paket aus der Schweiz. :)

    An den Firstenden meiner Tarps habe ich Schlüsselringe angebracht, an den je eine Schnurschlaufe angebracht ist. Die ist um eine dickere Schnur mittels Prusik befestigt. Die dickere Schnur hat an einem ende eine Schlaufe mit Karabiner. Ich lege die Schnur um den Baum und klinke den Karabiner in den Schlüsselring am Tarp ein. Über den Prussik kann ich das Tarp spannen und justieren. So bildet die Schnur auch das V zwischen das die Hängemattenaufhängung verläuft.

    Entspricht meinem Vorgehen mit dem Unterschied, dass ich da LineLocs eingebaut habe.

    So ähnlich mache ich das auch, außer dass ich die Schnur "ohne Achter" um die Hand wickele. Dann ein paar mal um Schnur und Hering, das Ende durch die obere Schlingenwulst und das ganze nach unten festziehe. Beim Auspacken muss ich dann das ganze Paket nur wieder nach unten vom Hering abziehen und es entwickelt sich automatisch. (Ohje... glaube ohne Bilder versteht man das nicht. =O)
    Geht auch Ruck-Zuck, ist aber nur fast so schön wie einfach die Schnüre in die Snakeskin mit einzupacken. :D

    Ich hab's verstanden! ;)

    Meistens bleiben die Schnüre aber auch bei mir fest am Tarp (LineLocs).

    • Mein Tarp hat an den Abspannpunkten LineLocs 3 fix angenäht. Die nutze ich zum Abspannen nach unten.
    • Am First habe ich aus dicker Gummikordel (4fach) auf beiden Seiten an den Ösen ein etwa 10cm langes Stück befestigt, an dessen Ende ebenfalls ein LineLoc sitzt. Dort habe ich eine ummantelte Dyneema-Schnur eingefädelt. Am Ende der eingefädelten Schnur sitzt ein Minikarabiner. Mit dem gehe ich um den Baum und hänge ihn an der Öse am Tarp ein. Mit dem LineLoc baue ich dann die gewünschte Spannung auf. Funktioniert für mich optimal. Versorgt wird das Tarp mit in der Öse eingehängtem Mini-Karabiner. Wenn ich das Tarp direkt an der Hängematten-Aufhängung befestige (eigentlich der Regelfall mit der Gathered-End-Hängematte), dann brauche ich die Seilschlaufe bloss in den Evo-Loop am Baumgurt zu hängen und brauche nicht um den Baum zu gehen: Schlaufe am Evo-Loop einhängen und spannen am LineLoc - fertig!

    Das Problem ist halt, dass die Mehrheit der Arbeitsplätze in der Stadt sind. Und wenn alle auf dem Land leben und mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit fahren, dann nimmt man den Lärm gleich mit aufs Land. Und ökologisch ist es sowieso nicht.

    Mal habe ich gelernt, dass bereits mehr als 50% der Menschen in Städten leben. Ich vermute, inzwischen sind wir bereits "weiter"... In der Schweiz wird viel über verdichtetes Wohnen diskutiert und einiges davon auch umzusetzen versucht. Es ist in den letzten zwanzig Jahren ungleich mehr verbaut worden, als in den 30 Jahren davor, die ich auch noch überblicke.

    Ich bin hier zwar zugezogen: So sah es hier vor 50 Jahren aus... und so heute. Im Menü auf der linken Seite kann man jedes gewünschte Jahr einstellen und kann so exakt nachverfolgen, welches Gebäude in welchem Jahr neu in der Landschaft aufgetaucht ist.

    Gab hier im Forum auch mal nen thread zu den verschiedenen Kartenquellen, da wurden gute Werkzeuge zur Tourenplanung genannt und verlinkt.

    Ist inzwischen im Lexikon gelandet: Karten & Navigation

    Mir gefällt das Kartenbild der Schweizer Landeskarten noch etwas besser als das vom Bayern-Atlas. Aber das ist sicher auch Gewöhnungssache. Luftbilder schaue ich mir höchstens ergänzend an (z.B. für die Vegetation). Aber für die Topografie helfen sie mir nur wenig.

    Ist die Bezeichnung für sowas Misanthrop?

    Ich denke nicht, dass du "Menschen hasst", was die wörtliche Übersetzung von Misanthrop ist. Nur leben wir heute einfach einen Rhythmus, für den der Mensch vielleicht gar nicht unbedingt gemacht ist. Und oft tragen wir diesen Stress auch noch in unser Freizeitverhalten und auch dort verkommt vieles zum "Wettkampf"?

    Dass man 40 km fahren muss, um einigermassen "Ruhe" zu haben, ist eigentlich schon der Wahnsinn. Wäre da vielleicht langfristig ein Umzug eine mögliche Lösung? Das ändert natürlich nichts daran, dass es Wahnsinn bleibt, wenn man als Städter 40 km fahren muss, um mal Ruhe zu haben.

    Ich bin von meiner Wohnung aus in zehn Minuten im Wald. Das ist Luxus. Allerdings höre ich an vielen Orten - je nach Witterung mal mehr mal weniger laut - die Autobahn. Also ganz ruhig ist es auch nicht. Aber nachts wird die Autobahn dann zumindest fast ganz still. Manchmal träume ich von noch mehr Ruhe... Ob ich eines Tages mal noch ganz aufs Land ziehe?

    Aber es war dann eh schon so spät, dass ich eh nicht mehr gekocht habe.

    Bei mir kommt das immer häufiger vor. "Früher" habe ich immer versucht, den idealen Platz zu finden: nicht leicht einsehbar, Wasser vorhanden, vielleicht noch "Sitzgelegenheiten" (Ergänzung: tolle Aussicht)... und wahlweise zwei gute Bäume oder ein ebenes Plätzchen am Boden (je nach Setup).

    In Skandinavien mag das auch klappen. Hier in der Schweiz klappt das nicht immer. Zudem baue auch ich nicht gerne zu früh auf. So kommt es auch bei mir vor, dass ich nicht mehr koche und "ohne Znacht*" ins "Bett" gehe. (*Abendessen)

    Heute bin ich immer öfters so unterwegs, dass ich einfach schaue, was mir der Weg bietet: Kommt ein schöner Platz, dann koche ich mir etwas, finde ich Wasser, dann fülle ich die Flaschen auf, und treffe ich am Abend auf ein passendes Waldstück, so suche ich mir zwei Bäume.

    34 km am Tag wären für mich echt zu viel, das höchste der Gefühle waren bisher 25 km - und da war ich ziemlich groggy.

    34 km finde auch ich recht viel. Allerdings - so meine Erfahrung - sollte man nicht aus einer Erfahrung einen Schluss über seine Leistungsfähigkeit ziehen. Es gibt viele Faktoren, die mitbestimmen, wie weit man an einem Tag kommt:

    • Tempo: Wenn ich morgens schnell starte, weil ich mich so fit fühle, dann komme ich meistens nicht weit. Ich mache zu grosse Schritte und belaste den Körper stärker als nötig. Das gleiche gilt, wenn ich das Gefühl habe, ich müsse mich beeilen. Dann kommt noch Stress dazu.
    • Zeit: Wenn ich draussen übernachte, starte ich in der Regel früher, als wenn ich irgendwo ein Bett nehme und noch gemütlich frühstücke (was ich durchaus geniessen kann!). Wenn ich schon um halb sieben oder acht unterwegs bin, alles gemütlich angehe, dann bin ich oft erstaunt, wie weit ich bis am Abend gekommen bin.

    Natürlich gibt es noch weitere Faktoren wie "guter Schlaf", ausreichende Ernährung, genug Wasser trinken, auf möglichst gute Laune achten, etc. Schlussendlich muss man aus meiner Sicht gar nicht eine bestimmte Strecke pro Tag schaffen. Ich plane meine Wanderungen gerne so, dass ich mir viel Freiheit lasse. In der Schweiz klappt das dank einem gut ausgebauten ÖV auch recht gut.

    Vor fünf Wochen habe ich im Wald übernachtet und ging am nächsten Morgen früh los. Bis am Abend hatte ich rund 30 km und etliche Höhenmeter zurückgelegt. Wenn ich dachte, es geht nicht mehr weiter, habe ich eine Pause gemacht. Und plötzlich hatte ich wieder Lust, doch noch ein, zwei Stunden weiterzuwandern.

    Vor einer Woche empfand ich zweimal 12 km als sehr anstrengend. Anscheinend war ich da einfach in einer anderen Haltung oder Stimmung unterwegs, die keine grossen Distanzen zuliess. Auch egal. Zum Glück ist es nicht immer so.

    schrotie, ich find's immer toll, wenn ich erfahre, wie es anderen geht. Danke für deinen Bericht! :)

    Da ich doch wieder ziemlich lange gegangen bin, gibt es leider kein Hängemattenfoto.

    Ich wusste gar nicht, dass Kassel einen eigenen Steig hat und der auch noch so schön ausschaut. Müsste ich da vielleicht mal hin? Ich habe da noch Verwandte... :/

    Aber sag mal, ist der wirklich so farblos? - Tolle Fotos!

    Geht es Euch auch so oder bin ich allein mit diesem Bedürfnis?

    Geht mir mittlerweile auch so.

    Ich mochte die Stille / Ruhe schon immer lieber als den "Lärm". Aber ich habe den Eindruck, dass das in den letzten Jahren "noch schlimmer" geworden ist.

    Tatsächlich habe ich mir auch immer wieder mal überlegt, ob ich mir nicht ein Auto anschaffen möchte (oder wenigstens den Zugang zu einem), um etwas leichter raus in die Natur zu kommen. Sonst bin ich immer auf den ÖV angewiesen und manchmal kann das Studieren des Fahrplans einem auch etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Der Gedanke, einfach mit dem Auto loszufahren, wahlweise in einem Hotel oder in der Natur zu übernachten, ganz wie es gerade kommt, hat etwas Verlockendes.

    Aber am Schluss - Furbrain hat es schön auf den Punkt gebracht - erreicht man die schönsten (und ruhigsten/einsamsten) Ecken letztendlich meistens wirklich nur zu Fuss. Und die Natur hat einfach den viel ruhigeren, gemächlicheren Rhythmus als die (Gross-)Stadt und das Berufsleben. Meine Arbeit ist schon "getaktet" und manchmal auch laut genug.

    Das ist richtig, aber jede Tour und jedes Highlight das irgendjemand als gemacht einträgt wir zusätzlich als mögliche Wegoption mit aufgenommen ... auch irgendwelche "Abkürzungen" durch den Wald, über den Acker, quer über eine Wiese oder durch irgendwelche Bauernhöfe zwischen Scheune und Schweinestall durch.

    Die topographischen Karten in der Schweiz suchen schon ihresgleichen, da wird man fast ein wenig neidisch, dass es sowas so flächendeckend in D nicht so einfach zusammenzustellen ist.

    ... und nachdem wandern nun Volkssport ist und jeder der Community mitteilen muss wie toll er/sie ist, es sogar Punkte und Ranglisten gibt nutzt man Komoot vielleicht am besten dafür, zu entscheiden wo man NICHT hingehen sollte :/

    Ich habe Komoot etwas aus den Augen verloren. Aber das klingt ja echt besch...euert. Ein Freund von mir nervt sich seit Jahren, dass z.B. auf Hikr.org zum Teil die entlegensten Ecken als "Geheimtipp" gepostet werden. Instagram & Co. leisten diesbezüglich ihr Übriges.

    Ich stutze immer, wenn der Aufruf, seine "Geheimtipps" zu teilen laut wird: Wozu sollte ich meine Geheimtipps mitteilen? Dann sind sie ja nicht mehr geheim. Die spare ich mir lieber für Wanderungen mit guten Freunden oder Gästen, mit denen ich auf eine Tour aufbreche.

    Zurück zum Thema: Eine tolle Tour habt ihr da gemacht! :)

    Das liegt nur daran, dass inzwischen Hund und Sau seine Spaziergänge, unbekannte Abkürzungen, PIlz-, Bärlauch-, Heidelbeer- und Borkenkäfersuche als tolle Tour bei Komoot reinklopft und teilt und der Algorithmus meint das ist jetzt ein toller Weg und jagt den nächten in die Wiese <X

    Ich dachte, Komoot nutzt als Basis die Karten von OpenStreetMap, die es einfach ans eigene Kartenbild anpasst? Ich weiss es nicht; da muss ich mich mal schlau machen... (Da wir in der Schweiz wirklich gute topografische Karten haben - landesweit vom Bund zur Verfügung gestellt und regelmässig aktualisiert - nutze ich Komoot eigentlich nicht...)

    Auf jeden Fall kann man auch auf OpenStreetMap Wege eintragen, wo eigentlich keiner ist. Nicht immer wird das dann sofort entdeckt und entsprechend korrigiert. (Mit der "Geschichtsfunktion" der Schweizer Landeskarten kann ich immer sehen, welche Wege aktuell vorhanden sind, aber auch welche es früher gab.)

    Bei uns in der Schweiz sind aufgrund von Corona auch zusätzliche Wege Waldrändern entlang "entstanden", was nicht immer alle freut, v.a. wenn es sich um landwirtschaftlich genutztes Land handelt. Mal schauen, welche davon vielleicht mal auf den offiziellen Karten erscheinen werden...

    Enterprise, wenn du dir beim Taiga Sorgen machst, ob er dir im Fussbereich weit genug ist, warum schaust du dir dann nicht auch einen Quilt von Cumulus an? Da hast du unten einen Reissverschluss und eine Kordel, mit der du Lüften kannst. Und wenn du damit mal am Boden schlafen solltest, hast du - so meine Vermutung - auch etwas mehr Bewegungsfreiheit für die Beine.