Beiträge von Waldläufer70

    Meine Lösung für dieses Dilemma wäre es eine weitere Brückenhängematte ohne Hardware zu nähen :saint:

    Du wirst lachen, aber die Ideen dafür habe ich schon länger im Hinterkopf. In letzter Zeit war die Nählust aber nirgends zu finden. An Projekten würde es nicht mangeln... Tatsächlich entstanden sind in letzter Zeit aber nur so kleine Dinge wie Neopren-Hülle fürs Smartphone oder die oben gezeigten «Taschen» für die Brücken-Hängematte.

    Dieser Methode würde ich inzwischen nicht mehr so wirklich vertrauen:

    • Das «Knopfloch» ist und bleibt relativ offen.
    • Es gab inzwischen hier im Forum Berichte von Evo-Loops, die nicht richtig gehalten haben.

    Ich habe deshalb heute eine Idee ausprobiert (mit dem «Improved Soft Shackle» = ISS), die aus meiner Sicht sicher sein sollte:

    1) Ich habe für die Befestigung des Evo-Loops am Ovalring eine Windung weniger gemacht, um in der Mitte Platz zu schaffen.

    2) Ich hänge den «Knoten» nicht mehr ins «Knopfloch», sondern stecke ihn in der Mitte zwischen Ovalring und Dreisteg durch.

    Dadurch entsteht eine sichere Verbindung: Der grosse Knoten des «Improved Soft Shackle» kann nicht zwischen Ovalring und Dreisteg durchrutschen. Zudem drückt er den Dreisteg an den Ovalring.

    Konkret wird das lose Ende mit dem Knoten durch die Schlaufe der Hängematte geführt und dann - wie oben gezeigt - zwischen Ovalring und Dreisteg durchgesteckt.

    Oder sieht da jemand ein Problem?

    Das wäre eigentlich ein Nebenthema... darum nur kurz: Nicht die Zahl der Suchresultate zählt, sondern die Qualität. Schau einfach mal, mit welcher Methode du auf Dauer die für dich besseren Resultate erzielst. Ich habe die Methode übrigens von Hammock Fairy geklaut und mir nicht weiter Gedanken darüber gemacht. Ich finde jede Methode, die eine Suchmaschine (es gibt ja nicht nur G....) einbezieht, besser als die Suchfunktion des Forums. Und das war mein eigentlicher Punkt.

    Ich habe die neuen «Taschen» ausprobiert. Mir scheint, dass sie sehr gut funktionieren. Auch hatte ich den Eindruck, dass die Griffe ein ganzes Stück weniger zusammengedrückt werden, weil sich der Druck durch das Gurtband besser auf den Schaumstoff verteilt.

    ABER =O

    Da die Titan-Teile bei diesem Vorgehen horizontal statt vertikal liegen, laufen die schmalen Gurtbandschlaufen der Hängematte etwas schräg durch die Schlitze der Titan-Teile. Ich habe gesehen, dass das dem Gurtband auf Dauer nicht guttun dürfte. Über kurz oder lang werden diese Schlaufen ihren Dienst versagen. Was nützt es, wenn die Stöcke zwar halten, aber dann womöglich das Gurtband an einer Ecke der Hängematte ausreisst?

    Entweder müsste ich die Titan-Teile am Kopfende aufsägen (und damit schrotten) oder ich versuche es nach der Methode, bei der die Stockspitzen ähnlich wie die Stifte der Spreizstäbe in den Öffnungen der Titan-Teile sitzen und die Stockgriffe mit AmSteel hinter den Stockspitzen eingehängt werden. Ich hatte diese Methode bei meinen ersten Versuchen weiter oben gezeigt. Sie lässt sich nicht so leicht mit Worten beschreiben. - Allerdings gefällt mir diese Methode nicht so gut...

    Wieder ist Nachdenken angesagt!

    Gerade bin ich von einer kleinen Runde auf dem Mountain-Bike zurück...

    Unterwegs kam ich an einem Wegweiser vorbei. Auf dem stand «Atem-Weg» geschrieben. Es ging gerade steil hoch. So habe ich beschlossen, den Weg nicht zu nehmen. Ich hatte Angst, dass mir der Atem weg bleibt.

    Inzwischen habe ich mir die weiter oben vorgeschlagenen «Taschen» für die Stöcke genäht. Um die Gurtbandschlaufen möglichst wenig Belastung auszusetzen, habe ich

    • die beiden Doppelschlaufen nicht aneinander festgenäht. Sie sollen sich gegeneinander bewegen können.
    • einen Ankerstich eingefädelt. Das AmSteel soll sich trotz der «Taschen» ordentlich am Griff der Stöcke festkrallen.

    Mal schauen, wann ich dazu komme, die Sache auszuprobieren. Je nach den Abmassen des aufgebauten "Produkts meiner Bemühungen" werde ich dann vielleicht noch etwas grössere oder kleinere Continuous Loops spleissen müssen:

    Ich habe jetzt mal noch einen Versuch mit meinen «kostbaren» Karbonstöcken von Gossamer Gear versucht (244g/Paar)...

    Ich habe sie oben und unten vom Titan-Teil positioniert, einen Evo-Loop durch die Öse in demselben geführt und die Stockenden je mit einem Ankerstich umfasst:

    Dabei habe ich die Griffe jeweils oberhalb vom Titan-Teil, die Stockspitzen unterhalb desselben positioniert, sodass die Stöcke übers Kreuz verlaufen und dadurch (hoffentlich) noch etwas idealer belastet werden.

    Damit die Stöcke - insbesondere die relativ dünnen Stockspitzen - sich unter der Last nicht biegen können, habe ich noch zwei weitere Evo-Loops je zweimal um beide Stöcke gelegt, das lose Ende zwischen den Schenkeln beim Knubbel durchgeführt und dann um den Knubbel gelegt und schliesslich die Loops beidseits in Richtung Griffe geschoben. Das starke Material bei den Griffen kann so das dünnere Material bei den Stockspitzen mit unterstützen:

    Einen weiteren Evo-Loop wollte ich noch in der Mitte der beiden Stöcke positionieren, damit es sie dort sicher nicht voneinander wegbiegen kann. Das hat sich aber als überflüssig erwiesen. Die beiden Stöcke drückt es in der Mitte schön gegeneinander.

    Zuerst hatte ich etwas Bedenken, dass die Karbonstöcke für dieses «Experiment» zu schwach sein könnten und habe mich sehr vorsichtig in die Hängematte gesetzt. Die Sorge war aber unbegründet:

    Es kommt zu keiner bedenklichen Biegung der Stöcke.

    Es hat sich sogar gezeigt, dass es eher kontraproduktiv ist, die blauen Loops zu nahe an die Griffe zu schieben. So reicht es auch:

    Nur etwas hatte ich nicht bedacht: Die Ankerstiche drücken den Schaum der Griffe ziemlich unschön zusammen. Die Eindrücke werden vermutlich nicht vollständig wieder verschwinden.

    Vielleicht werde ich mir aus zwei übers Kreuz zusammengenähten Gurtbandschlaufen doch noch eine "Tasche" für die Stockgriffe machen. Das hätte noch den zusätzlichen Vorteil, dass die Hängematte am Kopfteil etwas weniger aufgespannt würde; beim hier gezeigten Versuchsaufbau hatte ich deutlich mehr als die gewohnten 110cm effektive Stocklänge, was die Belastung unnötig erhöht und auch eher weniger bequem ist als gewohnt(?).

    Mal über die Stockhalterungen nachdenken...

    Die aus meiner Sicht entscheidende Frage ist, ob du den Topquilt auch während der kalten Jahreszeit nutzen möchtest. Solange du windgeschützt bist und die Temperaturen nachts nicht gross unter 5°C fallen, funktioniert ein Topquilt - wenn er genug breit ist - auch am Boden wunderbar. Ein Topquilt ist bei Nutzung am Boden aber insgesamt windanfälliger als ein Schlafsack. Ich nutze die Befestigungsmöglichkeiten an der Matte mit Gummikordeln und Ösen nur, wenn die Bedingungen ungünstig sind, weil das Schöne am Topquilt ja gerade ist, dass man sich viel freier und weniger eingeengt fühlt als in einem Schlafsack.

    Die beiden Stäbe biegen sich schon recht deutlich, weshalb ich mir überlegt habe, sie asymmetrisch einzuspannen, und weil es zwei Stöcke sind, vielleicht sogar beide übers Kreuz.

    Ich mache da mal noch Fotos. Möchte das bloss vorsichtig angehen, da ich meine "kostbaren" Karbonstöcke nicht schrotten möchte (und mich auch nicht).

    Zurück zu Euler: Ich denke, der dritte Fall kommt der Sache von der Form her am nächsten. Danke für den Tipp mit Euler, den hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Falls das der Fall sein sollte, wäre die Belastbarkeit tatsächlich erhöht, bis allenfalls zum Faktor 2. Hmmm...