Beiträge von Waldläufer70

    Meine Exped UL 7 LW - bereits etwas betagt - ist bei erstmaliger Nutzung in der Brückenhängematte im Fussbereich delaminiert. Es kommt bestimmt auch aufs Alter an. Die Belastung scheint mir aber unter Biegung grösser als flach am Boden.

    Warum? Unter Biegung (bei Längsrillen!) wird die Zugbelastung auf die Stege in den wenig belasteten Bereichen grösser, da die Winkel zwischen den drei Flächen nicht mehr gleichmässig 120° betragen. Das kann dort, wo kein grosses Gewicht auf der Isomatte aufliegt (also im Fussbereich), das Abreissen der Stege begünstigen. Zumindest stelle ich mir das so vor. Es ist auf jeden Fall seltsam, dass meine Isomatte exakt in dem Moment, wo ich sie zum ersten Mal in die Brückenhängematte gelegt habe, delaminiert ist (Stege abgerissen).

    Deine Therm-a-Rest-Matte hat aber wohl Querkammern. Somit ist die Belastung der Kammern dort anders. Aus meiner Sicht müssten die eher besser halten.

    Ehrlich gesagt habe ich mehr Sorgen wegen dem Stoff :D

    Solange der Stoff nicht verletzt oder ungünstig belastet wird, hält der mehr aus als deine dünne Dyneema-Leine:

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    Hast du bei der dickeren 4mm-Version den "Spleiss" länger gemacht als bei der aktuellen 3mm-Version? Manchmal kann auch das eine Rolle spielen. Je dicker die Leine, desto länger sollte der Spleiss (für maximale Belastbarkeit) sein.

    Samson Rope empfiehlt für seine Leinen für den verstellbaren Spleiss 3.5 * 21, also rund 73,5 mal den Durchmesser als Länge für den Spleiss.

    Eine schöne Matte!

    Ich frage mich, ob die dünnen Dyneema-Leinen auf Dauer ausreichend dimensioniert sind. Bei Whoopie Slings kommst du ja nur auf etwa 70% der angegebenen Nutzlast und mit dem Alter wird das Material auch nicht besser.

    Ich versuche, bei den Materialien immer einen Sicherheitsfaktor von 5 einzuhalten. Beispiel:

    Bruchlast 500 daN => Whoopie Slings 350 daN => Nutzlast 70 daN (ca. 70 kg)

    dem Wasser etwas zuzusetzen um den Gefrierpunkt zu senken

    Eine schöne Idee! :)

    Durchschnittliches Meerwasser gefriert bei rund -1,9 °C. Aber das will niemand mehr trinken. Beim Toten Meer liegt der Gefrierpunkt bei -21 °C. Da haben wir es aber mit einer gesättigten Kochsalzlösung zu tun. Prost! 8o <X

    Dann besser auf Bier oder Wein setzen:

    • Bier gefriert bei -2 bis -3 °C.
    • Wein bei ca. -5 °C.

    Hat jemand noch weitere interessante Daten?

    Da es relativ viel Brennstoff braucht, um gefrorenes Wasser wieder aufzutauen, würde ich immer die Möglichkeit wählen, das Wasser gar nicht erst einfrieren zu lassen. (Natürlich kommt es hier auch darauf an, ob du nur kurz rausgehst oder länger unterwegs bist. Bei einer kurzen Tour kannst du natürlich einfach etwas mehr Brennstoff mitnehmen. Bei einer längeren Tour würde ich lieber darauf achten, Brennstoff zu sparen.*)

    * Es braucht gleich viel Energie, um einen Liter Wasser zu schmelzen, wie du benötigst, um den Liter um 80 °C zu erhitzen.

    Ein paar Möglichkeiten:

    • In ein Tuch oder in Kleidung einwickeln und in der Hängematte unter die Knie legen (bei Rückenlage).
    • In den Kleiderbeutel stecken und den in der Hängematte unter die Knie legen (bei Rückenlage).
    • Wenn man ruhig schläft, kann man die Flasche auch neben sich in die Hängematte legen, allenfalls auch in etwas Weiches eingewickelt.

    Dass der Wasserbehälter dicht sein sollte, wurde bereits gesagt.

    Tagsüber würde ich die Wasserflasche im Rucksack nahe am Rücken transportieren. Dann sollte in unseren Breitengraden nichts einfrieren.

    PS: Allfällige Wasserfilter solltest du unbedingt vor dem Einfrieren schützen.

    Könntest du dich nicht mal mit Waldläufer70 zusammentun, der ja auch in der Schweiz wohnt? Ich weiß zwar nicht, ob ihr in einer ähnlichen Gegend wohnt, aber falls es nicht zu weit auseinander ist, könnte ich mir vorstellen, dass er dich mal probeliegen lässt.....

    Stimmt, das wäre möglich. Ich bin allerdings insofern ein eher untypischer Kandidat, als ich - abgesehen von der "ENO Doublenest" (ca. 280 cm "lang") - über keinerlei gekaufte Hängematten verfüge. Aktuell bin ich sehr eingespannt und komme zu nichts, aber du ( Laanaar) kannst ja mal auf der Karte schauen, ob ich einigermassen in deiner Nähe bin.

    wie die Faust aufs Auge

    Ich hoffe, das Set passt gut zueinander und passt auch gut zu dir!

    Off-topic: Der Ausdruck "wie die Faust aufs Auge" meint eigentlich, dass etwas überhaupt nicht passt, wird heute aber (leider) immer häufiger genau umgekehrt verwendet, obwohl das überhaupt keinen Sinn ergibt. Oder gehört eine Faust aufs Auge?

    Ich nutze dasselbe Modell, und habe weder Probleme noch Sorgen: Ich muss die Matte auch nur minimal aufpumpen, weil viel weniger Druck darauf lastet als am Boden (RidgeRunner mit zwei Lagen).

    Dann lag es wohl am Alter der Isomatte: 2012 gekauft und ohne Probleme genutzt, bis ich sie dann einmal (wohl etwa 2018) in der Brückenhängematte genutzt habe. Oder ich habe sie zu stark gefüllt, wenn auch deutlich weniger als für die Nutzung am Boden.

    Allerdings muss man auch sagen: weniger aufgeblasen, weniger Isolation. Ich brauche sie ja für die Isolation und nicht für den Komfort.

    Bei gleicher Befüllung ist die Belastung in der Hängematte jedenfalls deutlich ungünstiger, da die Stege stark belastet werden und leicht abreissen können, was bei mir - mit einem hörbaren "Blobb" - auch sofort passiert ist.

    Ich kann da nicht wirklich viel ergänzen. Mein Eindruck ist, dass sich durch die Verlängerung der Ridgeline nicht in erster Linie die Liegeposition ändert, sondern vor allem die "Härte" des Stoffs: Die wird dann gefühlt "härter". Und natürlich wird die Belastung der ganzen Materialien (deutlich) höher, insbesondere auch die Belastung der Spreizstäbe.

    Ich schliesse mich da an: ausprobieren. (Allenfalls hilft das bei der Herstellung der verstellbaren Ridgeline.)

    Fürs Liegegefühl ist aus meiner Sicht auch sehr entscheidend, wie hoch das Fussende im Vergleich zum Kopfende gehängt wird. Auch da hilft nur ausprobieren, um die persönliche Lieblingseinstellung zu finden.

    Als Physiklehastheniker mal laut gedacht, aber wird denn so viel Last auf den Spreizstab abgeleitet?

    Bei GE-Stabhängematten und Brücken ist der sich auch nicht sonderlich beansprucht, auch wenn die Last da eher horizontal als vertikal zieht.

    Hier hatte ich die Kraft bei Brückenhängematten mal zur Diskussion gestellt:

    Waldläufer70
    22. November 2017 um 18:10

    Je kürzer das Aufhänge-Dreieck ist, desto höher wird die Belastung. Das ist das gleiche wie die (starke) Zunahme der Belastung der GE-Hängematte bei immer flacherem Aufhängewinkel.