Dann würde ich an eurer Stelle einfach mal einen Vergleich machen
Das ist sicher eine gute Idee. Schwierig ist es deshalb, weil ich weder Zelt noch Hängematte zuhause aufbauen kann. Zudem schlafe ich auf der Isomatte auf dem Boden meiner Wohnung auch ohne Zelt eher schlecht. Die Hängematte kann ich im Estrich aufbauen. Dort schlafe ich aber auch eher schlecht, da mir die frische Luft fehlt. Im Sommer ist es dort oben auch zu heiss.
Im Zelt schlafe ich dann gut, wenn das Ambiente stimmt: zum Beispiel an einem abgelegenen, ruhigen und nicht zu feuchten Platz. Zum Beispiel hier auf dem «Great Glen Way» habe ich sehr gut geschlafen:
Das war bisher wahrscheinlich meine beste Nacht im Zelt. Absolut kein Kondenswasser, angenehme Temperatur, absolute Ruhe und ein erfrischendes Bad am Morgen garantiert. Da habe ich richtig gut geschlafen.
In der Hängematte schlafe ich auch am besten, wenn diese Bedingungen (mal abgesehen von der Bademöglichkeit) erfüllt sind: angenehme Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sowie Ruhe (keine störenden oder verunsichernden Geräusche). Nach wie vor eher schwierig ist da dieses Gefühl, irgendwie am tiefsten Punkt der Hängematte «gefangen» zu sein.
Nicht immer lässt sich im Vorfeld richtig einschätzen, wie die Bedingungen konkret sein werden. Jedenfalls schlafe ich sowohl im Zelt wie auch in der Hängematte am besten, wenn ich draussen in der Natur an einem schönen Platz bin, an dem ich mich grundsätzlich schon mal wohl fühle. Weiter sind bei mir sowohl Zelt wie auch Hängematte Mittel zum Zweck: Sie ermöglichen mir, draussen zu schlafen, wenn ich etwas Urlaub vom Alltag benötige oder mehrere Tage unterwegs sein möchte.
Ein Campingplatz bringt bei mir nur einen Mehrwert gegenüber einem Platz in der freien Natur, wenn er ruhig und idyllisch gelegen ist, ich genug Freiraum habe, es gute Sitzgelegenheiten (Tische und Bänke) gibt und die sanitären Einrichtungen sauber, gross genug und praktisch eingerichtet sind. Ich ziehe einen See oder Fluss in der Natur hundertmal einer zu engen, womöglich schmutzigen Dusche auf dem Campingplatz vor, in der ich eine halbe Akrobatikübung mit zahlreichen Körperverrenkungen aufführen muss, um zu verhindern, dass meine Kleidung nass oder gar schmutzig wird. 
Dir, barfuß, weiterhin einen schönen Urlaub in Frankreich.