Beiträge von Waldläufer70

    Danke. So halbwegs kann ich es mir jetzt vorstellen. Schade, dass er das Vorgehen im Video nicht vorführt.

    Falls du sie dir wirklich bestellst*, würde mich ein kleiner Bericht über die Hängematte sehr interessieren. Den könntest du ja dann gleich hier anschliessen.

    * Bedenke, dass du da womöglich noch Zoll bezahlen musst; ich kenne mich als Schweizer mit den deutschen Regelungen und den allfälligen Freibeträgen nicht aus. Hier findest du dazu mehr.

    Während es bei uns draussen mal wieder schneit (eigenartiger Frühling), habe ich auf dem Estrich ein paar Dinge ausprobiert. Unter anderem wollte ich mich mal wieder in meine beiden ENO DoubleNest legen, die ich mir 2014 als erste Hängematten gekauft hatte. Im ersten Moment kamen mir die unmöglich kurz vor (sie sind ca. 280cm lang). Im zweiten Moment habe ich mich wieder an das Gefühl erinnert, das mich damals nicht sogleich am Hängematten-Camping hat zweifeln lassen. Und im dritten Moment bin ich sogar um ein Haar darin eingeschlafen; die Hängematte fühlte sich nicht mal so unangenehm an.

    Interessant fand ich, dass sich die beiden Matten nicht genau gleich liegen. Vielleicht sind sie nicht exakt gleich lang (ich glaube, ich hatte die mal gemessen und die Daten auch irgendwo hier im Forum deponiert), vielleicht sind sie nicht beide gleich sauber gearbeitet; ziemlich sicher habe ich aber auch auf die Schnelle nicht bei beiden Hängematten die gleiche Ridgeline-Länge gefunden.

    Nebenbei ist mir aufgefallen, dass sich das Loch bei den «Beetle Buckles» ganz gut für die Befestigung des Unterquilts mittels Minikarabinern eignet. Da die ENO-Matten ja recht kurz sind, brauchte ich eine Befestigungsmöglichkeit, die ein Stück von den Enden der Hängematte entfernt liegt; das hat mich auf die Idee gebracht.

    Danke schon mal für alle eure Rückmeldungen!

    Die Berichte von «delaminierenden» Isomatten von Therm-a-Rest meine ich auch primär im Zusammenhang mit dem «Speed Valve» wahrgenommen zu haben. Ist ohnehin ein dämlicher Name: Ein Ventil lässt per Definition ein Gas oder eine Flüssigkeit nur in eine Richtung passieren. Beim Schnellverschluss, um den es hier geht, ist das nicht der Fall; es handelt sich nicht um ein Ventil. Mag sein, dass es auch andere Definitionen von «Valve» gibt...

    Mich erschreckt gerade, wie viele kaputte Matten es da nur schon in den paar Rückmeldungen bereits gibt. Das darf eigentlich nicht sein. Wie weit das mit dem Drücken vom Gewicht zu tun hat, weiss ich nicht. Immerhin hat ja die Aussenhülle jeweils gehalten. Geplatzt ist da jeweils die Verbindung zwischen dem Steg und der Aussenhülle. Aber insgesamt stimme ich zu, dass leichtere Materialien gleicher Art weniger stabil sind.

    Eine lebenslange Garantie ist zwar nett, drückt aber auf Dauer die Preise nach oben, denn in der Endabrechnung muss es für die Firma ja wieder irgendwie aufgehen. Mir wäre da im Zweifelsfall eine Matte lieber, die nicht kaputt geht und keine lebenslange Garantie hat.

    Insgesamt habe auch ich den Eindruck, dass die Nutzung einer Isomatte in der Hängematte eine grössere Belastung für diese darstellt, wird sie doch immer unter Belastung auf irgendeine Art gewölbt und/oder verdreht. In dieser Meinung bestärkt hat mich der Umstand, dass meine gestern exakt bei der Nutzung in der Brückenhängematte innerhalb von etwa zehn Minuten ziemlich zu Beginn den zweiten Schaden erlitten hat. Klar, das hätte auch am Boden passieren können.

    Im Idealfall würde ich die Hängematte genauso separat abhängbar machen wie das Tarp. Dann kann man alles zusammen verstauen, man kann aber auch drei separate Beutel / Snakeskins nutzen. Und dann – je nach Wetter – zuerst aufbauen, was zuerst aufgebaut werden muss.

    Man könnte auch zwei Snakeskins integrieren: Eine wasserdichte nur für die Hängematte und eine zweite (wasserdicht oder aus Netz, je nach persönlicher Vorliebe), die man über beides, das Tarp und die Hängematte drüber ziehen kann. Die Frage wäre höchstens: Wie wasserdicht ist ein wasserdichter Stoff in der Praxis? Wird da die Hängematte vielleicht doch feucht?

    Das mit der "durchlaufenden" Ridgeline hab ich nicht so ganz verstanden...

    Ist ganz einfach: Damit das Tarp sicher gespannt ist, muss es entweder mittels Gummischnur auf Spannung gehalten werden (mein Favorit) oder selber die Funktion der Ridgeline übernehmen (Ridgeline der Hängematte ist dann womöglich etwas lose). Im zweiten Fall solltest du eine durchlaufende Ridgeline haben, auf oder unter der du das Tarp mittels Prusikknoten befestigen kannst. Sonst besteht bei ungünstigem (zu flachem) Aufbau die Gefahr, dass dir die Spannung das Tarp zerreisst. – Ist es jetzt klarer geworden?

    Rückfrage: War das innerhalb oder ausserhalb der Garantiefrist? Ich habe auch schon gehört, dass Exped bei Schäden teilweise sehr kulant gewesen sein soll. Ich muss dem nochmals nachgehen... Ich weiss nicht, ob ich den Fall noch finde. Einen mit deinem Erlebnis vergleichbaren Fall habe ich aber auf Amazon auch schon gelesen.

    Obwohl hier off-topic noch ein Gedanke:

    Was nützt mir ein kulanter Hersteller, wenn die Qualität nicht hält, was sie verspricht? Wenn ich irgendwo in der Wildnis unterwegs bin, kann ich wohl ein Loch in einer Matte flicken (vorausgesetzt ich nehme das Flickzeug mit). Wenn aber die Stege abreissen, kann ich das unterwegs nicht reparieren. Da nützt mir dann alle Kulanz nichts. Oder in einem anderen Fall: Was nützt mir eine kulante Firma, wenn ich in Schottland in praktisch neuen Gore-Tex-Schuhen ständig nasse Füsse bekomme? Etc.

    Kurz auf den Punkt gebracht: 1. Priorität hat für mich die Qualität, die Kulanz hat nur 2. Priorität (frei nach dem Motto: Kleine Geschenke erhalten die «Freundschaft» (= Treue zur Marke), vorausgesetzt, die erste Priorität ist erfüllt.

    Ich hatte mir ja vor einiger Zeit auch eine Brücken-Hängematte genäht. Irgendwann habe ich auch versucht, eine Isomatte hineinzulegen und diese als Isolation zu nutzen (Herbst 2016 oder etwas später). Ich fand das nicht allzu bequem, da einerseits die Matte nicht fixiert war und immer wieder hin und her rutschte (ich habe bei meiner Brückenhängematte kein Isomattenfach gemacht), andererseits der ohnehin schon relativ hohe Schwerpunkt noch weiter nach oben gebracht wurde.

    Es handelte sich dabei um die folgende Isomatte:

    Exped SynMat UL 7 LW, 197cm x 65cm x 7cm (rechteckig), R-Wert: 3.1, Gewicht: 590g, Kaufjahr: 2012

    Letzten Herbst (2018) habe ich bei meiner Isomatte dann im Fussteil einen Schaden festgestellt: Der Mattenstoff hat sich vom eingeschweissten Steg zu lösen begonnen:

    Da seit meinem Versuch mit der Brückenhängematte (Herbst 2016) bereits einige Zeit vergangen war und ich die Matte inzwischen auch öfters am Boden genutzt hatte (z.B. «Great Glen Way» und «East Highland Way» in Schottland), stellte ich keinen Zusammenhang zwischen dem Defekt und meinem Hängematten-Experiment her. Ich dachte einfach, dass eine UL-Matte wohl irgendwann – ich hatte sie seit 2012 regelmässig genutzt – ans Ende ihrer Laufzeit kommt.

    Nun habe ich allerdings gestern mein Experiment wiederholt. Dabei ist am Fussende auch auf der anderen Seite der eingeschweisste Steg von der Oberfläche abgeplatzt (war deutlich hör- und dann natürlich auch sichtbar). Ich habe nun also eine weitere Blase auch auf der anderen Seite der Matte. Im Kopfbereich habe ich bisher keinen Schaden an der Isomatte feststellen können.

    Nun stellen sich mir die folgenden Fragen:

    • Sind (grosse) aufblasbare Matten aus dem UL-Bereich für die Nutzung in Brücken- oder Querhängematten (oder überhaupt in Hängematten) nicht geeignet? Oder zumindest die von Exped nicht?
    • Hängt es mit der rechteckigen Form zusammen, die an den Ecken natürlich stärkere Kräfte aufnehmen muss als mumienförmige Isomatten.
    • Hängt es mit der Bauweise der Brückenhängematte zusammen? Meine hängt – typisch für die Bauart der Koma – am Fussende tiefer durch als am Kopfende, was die Isomatte dort deutlich mehr wölbt und damit belastet. Eine ähnliche Wölbung müsste sich zwar auch bei einer Querhängematte ergeben, dort aber auf die gesamte Länge ungefähr gleich stark.
    • Hängt es damit zusammen, dass ich kein Isomattenfach verwendet habe, welches die Matte stabilisiert und den Druck vermutlich besser verteilt?
    • Oder ist das bei meiner Matte vielleicht einfach eine Alterserscheinung?

    Wie auch immer, die Belastung der Isomatte in der Hängematte ist jedenfalls deutlich höher als bei der Nutzung am Boden. Diesen Schluss ziehe ich aus dem gestrigen Experiment, welches unmittelbar zu einem weiteren Schaden geführt hat.

    An die Nutzer von Brücken- und Querhängematten (z.B. Hammock Goofy, Cross Hammock, u.a.):

    • Welche Isomatten nutzt ihr denn so? Habt ihr auch die UL-Produkte in Gebrauch oder nutzt ihr ausschliesslich die Standard-Produkte, die bestimmt mehr aushalten?
    • Wie sind eure Erfahrungen mit der Haltbarkeit der Isomatten in euren Hängematten?
    • Könnt ihr euch vorstellen, dass das fehlende Isomattenfach respektive die ungleichmässige Wölbung der Isomatte den Schaden verursacht haben?
    • Oder denkt ihr, meine Matte war einfach zu alt für solche «Experimente»?

    Ich frage, weil ich nicht eine weitere Isomatte bei der Nutzung in der Hängematte (egal welchen Typs) kaputt machen möchte. Dafür sind sie mir zu schade.

    (...) da sie das nasse Tarp nicht zusammen mit der trockenen Hängematte verstauen wollen.

    Du könntest aber das Tarp einhängbar gestalten. Dazu müsstest du vermutlich auf starke Gummischnur zurückgreifen oder eine durchlaufende Ridgeline fürs Tarp verwenden, die samt Verbindungselement rund 100kg aushält. Dann könntest du – je nach Feuchtigkeit des Tarps – dieses mit der Hängematte zusammen einpacken oder es aushängen und separat versorgen.

    Ich habe letzte Nacht mal mit dem oben verlinkten Befestigungs-Set auf der Exped geschlafen. Grundsätzlich hat das besser funktioniert als erwartet. Die Gummischnüre quer über die Isomatte haben mich nicht gestört. Allerdings habe ich nur noch zwei Gummischlaufen gefunden; die dritte muss ich irgendwo verlegt haben. Aber halb so schlimm: Die oberste Gummischlaufe hätte mich ohnehin gestört; da hätte ich mich eingeengt gefühlt.

    Was ich nun halt nicht weiss, ist, ob ich mit diesem Set ein paar Grad Celsius mehr aus dem System herauskitzeln kann. Wie gesagt: Bisher war immer bei etwa 5°C Schluss, bei Wind schon ein Stück darüber. (Damit es nicht an der Isolation gegen den Boden liegen kann, habe ich mir für die Übergangszeit kürzlich eine wärmere Isomatte gekauft.)

    Das habe ich gesehen, wird mir aber trotzdem nicht so recht klar, was da genau passiert.

    Klar, man kann sie auf der Website des Herstellers bestellen (Link oben) oder auf zahlreichen Websites in den USA wird sie ebenfalls angeboten. Du dachtest wohl an einen Anbieter in Europa?

    Was bei meinen Quilt für die maximale Wärmedämmung natürlich auch suboptimal ist, ist die Fussbox, die mit Druckknöpfen und einem Kordelzug verschlossen wird. Da bleibt unten immer ein münzgrosses Loch, durch das Wärme entweichen kann.* Das spielt aber erst eine Rolle, wenn ich dem Temperaturlimit nahe komme. Ich schätze daran die Flexibilität, den Quilt im Sommer oder auf Besuch auch mal als Decke nutzen zu können.

    * Für sehr kalte Temperaturen habe ich mir aus drei Rondellen aus Moosgummi (eine münzgrosse in der Mitte und zwei grössere aussen) einen Verschluss für die Öffnung gebastelt, den ich beim Zuziehen der Fussbox einfügen kann.

    Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen.

    Du beschreibst hier ja die Verwendung auf der Isomatte und sprichst von Schlaufen. Nun bin ich etwas unsicher, welche Schlaufen du meinst. – Zu meinem Oberquilt habe ich mir drei Schlaufen aus Gummischnur mitbestellt, die man über die Isomatte ziehen kann. Sie verlaufen dann quer um die Matte herum. An diesen Schlaufen befinden sich jeweils zwei Haken für Handschuhe, die sich frei bewegen können und in die man die D-Ringe des Quilts einhängen kann. Meinst du solche Schlaufen? Nur scheint mir deine Beschreibung nicht so recht zu meinem Produkt zu passen.

    Da meine Isomatte (Exped) Längsrillen hat, habe ich schon mit zwei Gummizügen gearbeitet, die ich der Länge nach um die Isomatte ziehe und davor durch die jeweils drei Ösen auf der Seite des Quilts ziehe. Das hat den Vorteil, dass die Gummizüge nirgends im Weg sind, weil sie den Kerben der Isomatte entlanglaufen. Zudem lässt sich der Quilt dann der Länge nach genau dorthin ziehen, wo ich ihn brauche. Wird es kälter, dann schiebe ich die beiden Gummizüge auf beiden Seiten eine Rille mehr zur Mitte hin: Der Quilt umschliesst den Körper dann etwas mehr und es kann weniger hereinziehen. Trotzdem hebt sich der Quilt beim Drehen aber manchmal etwas an.

    Die gekauften quer zur Isomatte verlaufenden Schlaufen habe ich noch nie verwendet, weil mir davor graute, drei Gummischnüre quer unter meinem Körper zu haben, die dann von Rippe zu Rippe gespannt sind. Zudem fand ich es nicht besonders hilfreich, dass der Quilt dann nicht gegen seitliches Verrutschen gesichert ist, weil sich die Handschuh-Haken frei hin und her bewegen können.

    Ich hoffe, meine Beschreibungen sind anschaulich genug, um verstanden zu werden. (Wenn du auf den Link oben klickst, gibt es noch ein Foto davon.)

    So wie beschrieben, komme ich mit meinen Oberquilt bei der Nutzung auf der Isomatte bis etwa 5°C oder auch etwas darunter. Sobald aber Wind aufkommt, wird es bei diesen Temperaturen schlagartig problematisch.

    Falls eure Konstruktion anders aussieht, könntest du sie dann vielleicht – in Wort oder Bild – noch etwas veranschaulichen?

    Es wird bei Quilts häufig das Thema der Luftspalte angebracht, das ist unserer Erfahrung nach aber ein reiner Nutzungsfehler.

    Mich würde mal der Nutzungsfehler interessieren.

    Ich drehe mich recht häufig, wenn ich am Boden auf der Isomatte schlafe. Da gelangt bei mir immer wieder mal Luft unter den Quilt. Das einzige, was mir da ein Stück weit geholfen hat, war, den Quilt mithilfe von Gummizügen an der Isomatte zu fixieren. Das ist aber jeweils etwas unständlich, bis da alles richtig in Position ist. Und zu 100% verhindert das bei mir auch nicht, dass beim Drehen immer wieder mal eine Luftspalte entsteht.

    Wie verhinderst du das?

    Inzwischen hat Jeff Myers noch eine Anleitung für den «Button Knot» gemacht, bei der er ihn mit zwei Farben knüpft:

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    Gerne. Die sehen jedenfalls ganz professionell aus; ich könnte es auch nicht besser. Und ich bin nun ja bestens ausgerüstet, um meine Qualität noch weiter steigern zu können. ;)

    PS: Ja, der Anfang ist etwas tricky; da musste ich das Video auch alle paar Sekunden stoppen und schauen, dass er mich nicht abhängt. Es gibt inzwischen auch ein ...

    Dann würde ich an eurer Stelle einfach mal einen Vergleich machen

    Das ist sicher eine gute Idee. Schwierig ist es deshalb, weil ich weder Zelt noch Hängematte zuhause aufbauen kann. Zudem schlafe ich auf der Isomatte auf dem Boden meiner Wohnung auch ohne Zelt eher schlecht. Die Hängematte kann ich im Estrich aufbauen. Dort schlafe ich aber auch eher schlecht, da mir die frische Luft fehlt. Im Sommer ist es dort oben auch zu heiss.

    Im Zelt schlafe ich dann gut, wenn das Ambiente stimmt: zum Beispiel an einem abgelegenen, ruhigen und nicht zu feuchten Platz. Zum Beispiel hier auf dem «Great Glen Way» habe ich sehr gut geschlafen:

    Das war bisher wahrscheinlich meine beste Nacht im Zelt. Absolut kein Kondenswasser, angenehme Temperatur, absolute Ruhe und ein erfrischendes Bad am Morgen garantiert. Da habe ich richtig gut geschlafen.

    In der Hängematte schlafe ich auch am besten, wenn diese Bedingungen (mal abgesehen von der Bademöglichkeit) erfüllt sind: angenehme Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sowie Ruhe (keine störenden oder verunsichernden Geräusche). Nach wie vor eher schwierig ist da dieses Gefühl, irgendwie am tiefsten Punkt der Hängematte «gefangen» zu sein.

    Nicht immer lässt sich im Vorfeld richtig einschätzen, wie die Bedingungen konkret sein werden. Jedenfalls schlafe ich sowohl im Zelt wie auch in der Hängematte am besten, wenn ich draussen in der Natur an einem schönen Platz bin, an dem ich mich grundsätzlich schon mal wohl fühle. Weiter sind bei mir sowohl Zelt wie auch Hängematte Mittel zum Zweck: Sie ermöglichen mir, draussen zu schlafen, wenn ich etwas Urlaub vom Alltag benötige oder mehrere Tage unterwegs sein möchte.

    Ein Campingplatz bringt bei mir nur einen Mehrwert gegenüber einem Platz in der freien Natur, wenn er ruhig und idyllisch gelegen ist, ich genug Freiraum habe, es gute Sitzgelegenheiten (Tische und Bänke) gibt und die sanitären Einrichtungen sauber, gross genug und praktisch eingerichtet sind. Ich ziehe einen See oder Fluss in der Natur hundertmal einer zu engen, womöglich schmutzigen Dusche auf dem Campingplatz vor, in der ich eine halbe Akrobatikübung mit zahlreichen Körperverrenkungen aufführen muss, um zu verhindern, dass meine Kleidung nass oder gar schmutzig wird. 8o

    Dir, barfuß, weiterhin einen schönen Urlaub in Frankreich.

    Wer mehr Information über den «Creux du Van» wünscht, findet diese hier:

    https://www.creuxduvan.com/

    Ein paar kompakte Informationen findet man auch auf Wikipedia.

    Bei jedem Zugang zum Schutzgebiet (es handelt sich um ein so genanntes «Jagdbanngebiet») findet sich auch eine grosse Informationstafel:

    Den Inhalt der Tafel habe ich in vier übersichtliche Bilder zerlegt.

    Allgemeine Informationen zum Schutzgebiet:

    zum Lesen bitte anklicken

    Fauna:

    Karte des Schutzgebietes:

    Ganz zufällig stosse ich gerade auf eine neue Brückenhängematte. ENO (Eagle's Nest Outfitters) hat nun auch eine Brückenhängematte herausgebracht.

    Hier ist sie.

    Ich kann auch nicht mehr dazu sagen als das, was auf der Website zu sehen ist. Irgendwie kann man da am Kopfende etwas verändern, so dass sich ein Modus fürs Entspannen und einer fürs Schlafen ergibt. Wie das funktioniert habe ich aber auf die Schnelle noch nicht verstanden.

    Ich schlafe im Zelt in den meisten Fällen besser als in der Hängematte und denke, dass es damit zu tun hat, dass ich mich wie gewohnt frei auf der Matratze ausbreiten kann. In der Hängematte ist ja immer eine gewisse «Einengung» zum tiefsten Punkt hin spürbar. Nach jeder Änderung der Position muss sich der Körper wieder neu eine bequeme Lage suchen. Das funktioniert bei mir (noch) nicht automatisch.

    Eigenartigerweise war ich aber 2015 auf einem Campingplatz im Bleniotal. Es war Hochsommer und wirklich sehr heiss. Nach der ersten Nacht im Zelt fühlte ich mich ganz schlecht ausgeruht und fragte die Besitzerin, ob ich die folgenden Nächte in der Hängematte schlafen dürfe. Obwohl ich damals noch die (viel zu kurze) «ENO DoubleNest» nutzte, unter mir eine 120cm lange Isomatte, schlief ich da viel besser und erholte mich besser.

    Es ist schwierig zu sagen, welche Faktoren letztendlich wirklich die entscheidende Rolle spielen. Wie du es sagst, Frank1311, das Draussenschlafen als solches ist ja letztlich bereits ungewohnt für die meisten von uns.