Das mit der Dehnung ist sehr individuell. Die einen mögen eine feste «Matratze», andere bevorzugen eine Unterlage, die mehr nachgibt.
Deine Beobachtung deckt sich mit der Theorie: Je mehr die Hängematte durchhängt (kleinere Zahl beim Verhältnis von Ridgeline- und Hängemattenlänge), desto weniger wird der Stoff belastet: Er ist dann weniger gespannt und dadurch spürst du die Stoffrippen weniger. Das ist wie beim Hängewinkel der Hängematte: Je flacher du den wählst, desto höher wird die Belastung der Aufhängung.
Von der eigentlichen Lage des Körpers her bist du aber mit 77% in einem Bereich, wo die Biegung des Körpers für eine so kurze Hängematte bereits sehr stark ist, was du an Wade und eventuell auch Knie unangenehm spürst. Von der Liegeposition her wäre eine grössere Verhältniszahl besser. Für eine kleine Zahl bräuchtest du tendenziell eine Hängematte, die im Verhältnis zu deiner Körpergrösse deutlich länger ist (über zweimal deine Körpergrösse); das ist bei vielen brasilianischen Hängematten der Fall.
Wenn dich die Stoffrippen stören, bist du vielleicht auch eher der, der dehnbare Stoffe lieber mag. Das müsstest du ausprobieren.
Ich meine die folgende Grundtendenz zu erkennen: Hängematten aus eher dehnbarem Stoff sollten im Verhältnis zur eigenen Körpergrösse nicht zu lang sein (vielleicht so Faktor 1,8), bei einer «durchschnittlichen» Dehnbarkeit ist der Faktor 1,9 für viele Nutzer sehr angenehm. Über dem Faktor 1,9 braucht man tendenziell einen Stoff mit geringer Dehnung, sonst kann das auch unangenehm werden.