Beiträge von Waldläufer70

    hi Waldläufer70 wie kam es denn zu diesem "worst case"? Mir graut es schon beim lesen! Mach das nie wieder !

    Ich möchte keine schlechte Laune verbreiten, aber diese Art von Humor erschliesst sich mir nicht. Einmal geht, danach sind diese Sprüche irgendwie "ausgelutscht"... Ich habe in der Nacht vom Montag auf den Dienstag tatsächlich unter meinem Tarp am Boden geschlafen. Mehr dazu hier.

    #4 Wenn du in einem Gebiet mit reichlich trinkbarem Wasser unterwegs bist, kannst du einen Schöpfbecher oben im Rucksack oder sogar direkt aussen daran befestigen. Dann kannst du jedes Mal, wenn du an einen Bach kommst, etwas trinken und brauchst nur eine kleine Reserve im Rucksack mitzuführen.

    Das Thema «Wasserfilter» gibt hilfreiche Hinweise zur Verwendung von Wasser direkt aus Bächen!

    Habe soeben noch das Zing-It / Lash-It (1.75mm) in den «Line Lock Light» ausprobiert. Hält nicht! Es beginnt zuerst langsam zu rutschen und dann tauschen die belastete Schnur und das lose Ende den Platz und die Schnur rutscht ganz schnell durch. Das gleiche, das auch mit den Lineloc 3 passiert.

    Also doch Paracord Typ 1 oder sonst eine ummantelte Dyneema-Schnur. Mal schauen, was ich noch zuhause rumliegen habe...

    Im Grunde müsste der Umstand, dass es sich um eine Nähmaschine handelt, reichen, um sie für Männer attraktiv zu machen. Tatsache ist, dass Nähmaschinen wohl bis weit in die 1980er-Jahre fast ausschliesslich von Frauen genutzt wurden, Frauen also den absoluten Grossteil der Kundschaft ausmachten.

    So waren die Benutzerhandbücher meist explizit an Frauen adressiert. Dass auch Männer diese Maschinen nutzen könnten, lag ausserhalb des Vorstellbaren. Um es etwas plakativ zu sagen: Männer arbeiteten ausser Haus, während Frauen zuhause den Haushalt führten, und da gehörte das Nähen und Flicken von Kleidern – wenn man sich eine leisten konnte – mit der Nähmaschine dazu.

    Hier ein Müsterchen aus dem Benutzerhandbuch meiner Bernina 1030 aus den 1980er-Jahren:

    Nachdem ich mein neues Tarp in Wort und Bild bereits ausführlich vorgestellt habe (siehe weiter oben), nun noch ein paar Eindrücke von der ersten Übernachtung im Wald. Mir scheint, dass ich im Falle von Regen ausreichend geschützt wäre, solange der Regen nicht mit heftigem Wind kombiniert daher kommt.

    Es ergibt einen schöneren Aufbau, wenn ich das Zentrum des Tarps mit einer weiteren Schnur noch etwas anhebe. Da ich beim Wandern eigentlich immer eine oder zwei ausreichend lange Leinen dabei habe, steht dem auch nichts im Weg.

    Ich habe keine Kettenlinien in die Seitenränder geschnitten, aber unter Spannung könnte man das fast meinen:

    Es ist erstaunlich, wie dehnbar dieses Silnylon verglichen mit meinem Hex-Tarp aus Silpolyester ist. Ob das ein Vor- oder eher ein Nachteil ist, wird sich zeigen.

    Und nochmals der schöne Ausblick vom Waldrand:

    Das Paracord Typ 1 scheint sich bei Nässe doch ziemlich zu dehnen. Ich habe mein schwerstes Buch an einem 50cm langen Stück Schnur aufgehängt. Nach einer Stunde hatte sich die Leine um 3mm gedehnt. Dann habe ich es eine Stunde lang immer wieder mit einem nassen Lappen benetzt: Es hat sich um weitere 11mm gedehnt. Beim Trocknen über Nacht – immer noch unter Last – ist es um etwa 2mm geschrumpft. Ich denke, dass ein Teil der 11mm Dehnung im nassen Zustand auch noch auf eine feuchtigkeitsunabhängige Materialdehnung (da vorher unbenutzt) zurückgeführt werden muss. Wahrscheinlich war die Anfangsdehnung nach nur einer Stunde noch nicht abgeschlossen. Wie viel die Feuchtigkeit wirklich ausmacht, weiss ich deshalb nicht.

    Was mir am Paracord Typ 1 allerdings nicht so gefällt:

    • Es ist extrem weich / beweglich und deshalb ausgesprochen anfällig für ungewollte Verwicklungen / Verknotungen.
    • Die feine Flechtstruktur macht es sehr «klebrig»: Es bleiben die ganze Zeit Zweige an der Schnur hängen.

    Die negativen Punkte haben aber auch positive Aspekte:

    • Die Schnur lässt sich sehr gut knoten: Die Knoten halten gut und auch im Leinenspanner rutschen sie nicht.
    • Weil die Schnur sehr fein geflochten ist, verrutschen die Knoten an Zweigen kaum und halten auch dort sehr gut.

    Ich glaube, ich habe noch ein Set Abspannschnüre aus Zing-It, die damals in den «Lineloc 3» nicht gehalten haben. Beim neuen Tarp habe ich ja die «Line Lock Light» verwendet; da könnten die halten. Mal schauen, ob ich die Schnüre noch irgendwo finde...

    Ich habe letzte Nacht an der gleichen Stelle wie vor einer Woche das neu genähte Tarp ausprobiert. Naja, was heisst ausprobiert? Ich habe es aufgespannt... geregnet hat es nicht:

    Am Morgen habe ich auch noch eine Bodenvariante ausprobiert:

    Eigentlich habe ich danach gesucht, wie bei einer alten, mechanischen Bernina (1030) die Oberfadenspannung funktioniert, da wurde mir dieses Video vorgeschlagen, in dem es um die korrekte Einstellung von Ober- und Unterfadenspannung geht:

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    Gewissermassen schon. Ich fand es aber einfacher, den Stoff schön dem Einfassband entlang zu führen, als die zwei Schichten exakt aufeinander zu halten. Ich denke, es liegt am farblichen Kontrast. Man hat im wörtlichen Sinn einen Anhaltspunkt und kann das Ripstopmuster am Einfassband ausrichten.

    Weiter – so denke ich – hat das, was ich oben schon erwähnt habe, mir viel geholfen:

    Ein weiterer Trick ist: Vertraue dem Stoff und dem Transport der Maschine und entspanne dich... Führe so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

    Ein weiterer Trick, den ich erstmals konsequent umgesetzt habe und der das vorher Gesagte stark unterstützt, ist:

    Ich habe die beiden Stoffbahnen umgekehrt links von mir auf den Tisch gelegt und zwar so, dass der rechte Rand (an dem ich nähen wollte) exakt auf der Höhe des Nähfusses lag. Ich habe ihn dann gegen mich unter dem Freiarm der Maschine durchgeführt und dann weg von mir zum Nähfuss hin gehen lassen. So konnte ich fast alle Spannung vom Nähgut wegbekommen. Gelegentlich musste ich den Stoff auf dem Tisch dann wieder neu ausrichten, weil sich nach einigen Dezimetern wieder Spannungen aufgebaut haben.

    Ergänzung: Ich habe den Stoff jeweils unter meinen beiden ausgebreiteten Händen auf dem Nähtisch in Form gehalten, ohne aber Kraft auf ihn auszuüben. Die Zeigefinger lagen dabei links und rechts vom Nähfuss, die Daumen davor, der rechte Daumen auf dem zu nähenden Saum. Den Transport hat die Maschine übernommen, ich habe meine Hände nur mitbewegt. Etwa alle 5cm bis 10cm habe ich meine Hände entsprechend verschoben und den Stoff wieder faltenfrei, aber ohne Spannung unter den ausgebreiteten Händen vorbereitet, bis ich nirgends mehr eine Welle im Stoff sehen oder spüren konnte. So habe ich auch recht leicht gespürt, wenn es Zeit wurde, die Stoffbahnen auf dem Tisch neu auszurichten, weil ich dann unter meinen Händen eine leichte Spannung gespürt habe.

    Bei meinem ersten Tarp hatte ich die Stoffbahnen am Boden und musste die dann immer gegen die Schwerkraft nach oben, an mir vorbei und dann unter den Nähfuss führen. Kein Wunder, dass der Stoff da nicht dort durch wollte, wo ich ihn haben wollte. Später habe ich dann versucht, ihn auf meinem Schoss zwischenzulagern. Aber dort wollten die Stoffbahnen nicht bleiben, da zu rutschig.

    Du könntest sonst auch die zweite Stofflage mit ein paar Klebepunkten verdünntem SilNet vorfixieren und das Silikon vor dem Nähen etwas abbinden lassen. Wichtig ist aber, das Silikon relativ flüssig zu haben (Speichelkonsistenz), da es sonst unschöne Verdickungen in der Naht gibt. Das war mein oben beschriebener Fehler, weshalb ich die Naht dann weggeschnitten hatte. Natürlich könntest du auch einen ganzen Streifen auftragen statt nur Punkte. Das würde ich aber zuerst an einem Stoffmuster ausprobieren.

    Ich weiss nicht, ob ich alle Fragen beantworten kann, da ich noch nicht mit allzu vielen Nähmaschinen Erfahrung habe und auch nicht viel mehr als gerade und Zickzackstiche nutze. Die Maschine soll halt einfach zuverlässig funktionieren und ein schönes Nahtbild haben.

    Deshalb hier an dieser Stelle mal meine Geschichte:

    • Angefangen habe ich mit einer alten Elna, die nach wenigen Nähten den Geist aufgegeben hat und nicht mehr zu reparieren war. Ich habe keine Ahnung mehr, um welches Modell es sich gehandelt hat: Ich hatte sie von meiner Schwägerin geschenkt bekommen, die sie wiederum von jemand anderem hatte. Kurz, diese Erfahrung war nicht besonders gewinnend fürs Thema «Nähen». Bei einer Kollegin durfte ich dann auf einer Bernina das unvollendete Werk noch vollenden. Was für eine andere Erfahrung: Die schnurrte und lief wie am Schnürchen.
    • Im Rahmen des Projekts «Hängematte selbstgemacht» lernte ich bei einer Schneiderin die Grundlagen des Nähens. Das passierte auf einer Bernina Artista 630 (nur noch als Occasion erhältlich): eine der einfacheren Bernina-Nähmaschinen, die aber – samt Stickmodul und abspeicherbaren Mustern – viel mehr konnte, als ich wohl je brauchen werde. Mit dieser Maschine konnte ich im dortigen Nähstudio meine ganzen ersten Hängematten, Packbeutel, Tarps, etc. nähen und habe dabei diese Maschine sehr schätzen gelernt. Etwa ein Jahr lang habe ich dort immer wieder ein Projekt umgesetzt. Von den acht Maschinen gab es mal eine, die nicht mehr richtig lief und in den Service musste, aber das ist auch nicht weiter verwunderlich, da dort jede Woche zahlreiche Kursbesucher ein und aus gehen. Besonders gut gefallen hat mir an diesem Modell, dass die maximale Nähgeschwindigkeit per Regler stufenlos reduziert werden kann. Das hat mir als Anfänger sehr geholfen, da ich oft noch nicht das ausreichende Feingefühl im Fuss hatte, um bei maximaler Einstellung das Tempo nach meinen Bedürfnissen zu regeln.
    • Am gleichen Tag, an dem ich vom Mechaniker erfahren hatte, dass meine alte Elna nicht mehr zu retten sei, bekam ich von Bekannten eine Bernina Record 530-2 geschenkt. Diese Maschine mit 13 mechanisch gesteuerten Stichmustern – Baujahr 1962 – habe ich sofort in den Service gebracht und sie gründlich überholen lassen. Ein weiterer Service wurde nötig, als sie mal beim Nähen plötzlich zu rauchen begann und dann mit einem Knall stehen blieb. Zum Glück war es nur der Kondensator und kein Motorschaden. Mit ihr nähe ich nun seit 2017, weshalb ich das oben erwähnte Nähstudio nur noch äusserst selten nutze. Mir gefällt an ihr, dass sie vollständig mechanisch funktioniert, auch die Vorstellung, dass sie bereits ein ganzes Stück Geschichte hat. Sie produziert ein sehr schönes Nahtbild, bringt einen aber auch mal zur Verzweiflung, wenn dieses plötzlich nicht mehr schön ist. Seit einiger Zeit wird die untere Naht nicht mehr richtig schön, sobald ich die Nadelposition nach links oder rechts verschiebe (Schläufchenbildung unten). Beim Zickzack ist das aber kein Problem. Alle meine neueren hier vorgestellten Projekte habe ich auf dieser Maschine genäht (z.B. auch meine Brücken-Hängematte).
    • Kürzlich hätte ich vom erwähnten Nähstudio beinahe einen Vorläufer der oben erwähnten Artista in gebrauchtem Zustand zu einem sehr günstigen Preis erwerben können. Leider hatte dann aber ein anderes Studio noch Bedarf und erhielt dann verständlicherweise den Vorzug. Da war aber noch eine mechanische Bernina 1030 übrig und die erhielt ich dann zu meinem Erstaunen geschenkt. Mit ihr habe ich vorletzte Woche meine neueste Hängematte aus «1.6 oz HyperD XL Diamond Ripstop Nylon» genäht. Die Maschine ist ein Quantensprung gegenüber der alten Record. Jene näht nach wie vor zuverlässig und ich will die nicht schlecht machen. Man merkt aber einfach, dass da technologisch einiges gegangen ist. Die 1030 klingt vielleicht eine Nuance mehr nach dumpfem Plastik, aber hat immer noch diesen schönen mechanischen Klang, den ich von der Record kenne. Zudem ist sie ein ganzes Stück leichter. Zum Aufwickeln der Unterfadenspule muss man nicht mehr das Hauptwerk abkoppeln, sondern da ist eine separate Vorrichtung oben drauf, die sogar automatisch stoppt, wenn die Spule voll ist. Da gibt es eine Knopflochautomatik. Und 26 mechanisch gesteuerte Stichmuster (doppelt so viele wie bei der Record). Sehr praktisch ist auch, dass man beim Einschalten zwischen voller und halber Nähgeschwindigkeit wählen kann; das kann für Ungeübte oder bei heiklen Passagen hilfreich sein (siehe oben). Auch schön ist die «Langstich-Funktion»: Die Nähmaschine näht dann nur nach jedem zweiten Transport einen Stich, was die Stichlänge im Handumdrehen (Drehschalter) verdoppelt. Diese Funktion eignet sich sehr gut für eine Heftnaht, die man möglichst einfach wieder auftrennen können möchte, oder auch für eine provisorische Naht, wenn man noch unsicher ist, ob sich eine Idee in der Praxis bewährt, und damit rechnen muss, die Naht vielleicht wieder öffnen zu müssen. Auch beim Nähen über eine heikle Stelle (z.B. dicke Naht, Reissverschluss) kann die Funktion hilfreich sein. Die maximale Stichlänge erweitert sich mit dieser Funktion von 5mm auf 10mm. Die Maschine näht übrigens problemlos durch mehrere Lagen Gurtband und Hängemattenstoff (getestet bis knapp 5mm Materialstärke). Ich denke, diese Maschine dürfte für die nächste Zeit die Maschine meiner Wahl werden.
    • Wenn ich mir eine Maschine neu kaufen würde: Man hört ja viel Gutes von der «Husqvarna Viking» (hatten die Wikinger bereits Nähmaschinen?). @Bernd Odenwald hat seine zwar wieder verkauft, weil ihm der Klang nicht gefallen hat (wenn ich mich da richtig erinnere). Vielleicht wäre das etwas. Andererseits war ich mit den drei erwähnten Modellen von Bernina sehr zufrieden, so verschieden die Nähmaschinen-Zeitalter auch sind, die sie repräsentieren. Ich denke, ich würde mir wohl eine Bernina kaufen. Entweder die mechanische 1008 oder – weil ich damit immer sehr zufrieden war – eine modernere, die in die Richtung der Artista geht. Im Grunde würde aber ein einfacheres Modell genügen. Lieber habe ich eine etwas einfachere Maschine, die dafür aber weniger fehleranfällig ist und deshalb möglichst wartungsfrei und zuverlässig läuft. Was auch für eine Bernina sprechen würde: Alle Modelle, die ich kenne haben einen Freiarm und den weiss ich zu schätzen.

    Wie weit man ein Modell grundsätzlich gut findet oder nicht, lässt sich nicht mal so leicht sagen:

    • Je mehr Maschinen man kennt, desto besser weiss man, welche Funktionen einem gefallen und welche man deshalb auf keinen Fall mehr missen möchte. Mir zum Beispiel ist wichtig, dass die Maschine einen Freiarm hat und der «Näharm» (an dem man den Nähtisch befestigt) nicht zu dick ist. Ist dieser zu voluminös, so wird es bei kleineren Packsäcken schwierig, den Kanal für den Kordelzug zu nähen. Auch sollte der Ärmel eines Kleidungstücks über diesen Arm passen. Das könnte für mich ein Ausschlusskriterium sein.
    • Auf der anderen Seite muss man immer auch die Vorgeschichte einer Maschine kennen. Wenn eine Maschine Probleme bereitet, muss das nicht bedeuten, dass dieses Modell grundsätzlich schlecht ist. Vielleicht hatte die Maschine einfach eine «unglückliche Kindheit» oder wurde sonst irgendwie traumatisiert. Da müsste man sich dann informieren, ob es sich um einen Einzelfall oder um bekannte Probleme bei diesem Modell (oder gar der Marke) handelt.
    • Ich würde mir vor einem allfälligen Neukauf vermutlich eine Liste machen und aufschreiben, was die Maschine – wenn immer möglich – können muss. Auf dieser Grundlage könnte ich dann zwei, drei Nähmaschinen ins Auge fassen. Dann würde ich schauen, wo ich das Modell der Wahl ausprobieren und von einem Händler mit Garantie gebraucht kaufen könnte. Wenn das nicht klappt, würde ich wohl einen Neukauf in Erwägung ziehen. Da müsste ich bei einer Bernina ziemlich tief in die Tasche greifen. Da mir aber ein einfacheres Modell völlig reichen würde, würde sich das noch in einem für mich gut tragbaren Rahmen bewegen.

    Zur Frage, ob Geld bei einem Neukauf meine Wahl beeinflussen würde: Da ich nicht an einer Maschine mit sämtlichen Sonderfunktionen interessiert bin, würde ich mir wohl kein anderes Modell kaufen, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Wie gesagt würde ich zuerst schauen, ob ich eine Gebrauchtmaschine aus zuverlässiger Quelle (mit Garantie) bekommen kann, um so – hoffentlich – etwas Geld zu sparen.

    Ach so, ich wollte ja noch die Fotos der erwähnten Maschinen einfügen:

    Bernina Record 530-2 (1962)

    Bernina 1030 (1980er-Jahre) letzte Bernina mit mechanischer Nadelsteuerung

    ff7d97fed9e1b1029d39ffdb355e8e1b_600x600.jpg Bernina Artista 630 (© Quelle)

    Hammock Goofy und Burritojoe

    Noch die Details dazu, wie ich die doppelte Kappnaht gemacht habe:


    Bündig mit dem Rand habe ich ein 1/2"-Grosgrain Ribbon (Einfassband) aufgenäht. (Diese Naht ist am Schluss nicht mehr sichtbar.) Das Einfassband soll so breit gewählt sein, wie man die Naht gerne haben möchte.

    Wiederum bündig zu diesem habe ich die zweite Stoffbahn aufgenäht: links auf links, also die eine Stoffbahn umgedreht (spielt nur eine Rolle, wenn die beiden Oberflächen unterschiedlich sind). (Diese Naht ist am Schluss auf einer Seite als dritte Naht in der Mitte sichtbar.)

    Siehe hierzu auch hier.

    Am Anfang und Ende habe ich für den Einschlag-Umschlag etwas Platz gelassen.


    Nun habe ich den Stoff geöffnet, der Naht entlang zusammengerafft und die eine Hälfte unter dem Arm der Maschine durch nach hinten rechts gebracht. Der linke Teil des Stoffes kam links auf den Tisch zu liegen. Damit habe ich verhindert, irgendwie Zug auf dem Stoff zu haben. Er sollte sich ganz frei bewegen können.

    Den Stoff habe ich nun gegen den Uhrzeigersinn zweimal um das Einfassband aufgewickelt und darauf geachtet, dass er dann ganz flach und gestreckt auf dem Nähtisch aufliegt (auf das Ripstopmuster achten). Dann habe ich nahe am Rand Stoff und Einfassband flach nach unten genäht. (Rechts von der neuen Naht bleibt die zweite Naht, die oben gemacht wurde, sichtbar.)

    Hier sieht man noch etwas besser, wie der Stoff um das Einfassband gewickelt wird. (Die erste Naht verschwindet hier im Inneren der Kappnaht.)

    Nun habe ich den Stoff umgedreht und neben der dritten Naht von vorhin – wiederum schön dem Rand entlang – die vierte und letzte Naht gesetzt. Auch hier habe ich darauf geachtet, dass der Stoff schön flach und gestreckt auf dem Nähtisch aufliegt und nirgends aus Versehen ein Stück Stoff festgenäht wird, das nicht festgenäht werden soll.

    Hier sieht man den Prozess der letzten Naht aus einer anderen Perspektive.

    Die fertige Naht sieht nun nicht auf beiden Seiten gleich aus:

    Auf einer Seite sind wie gewohnt zwei Nähte zu sehen:

    Auf der anderen Seite sieht man zwischen den beiden tragenden Nähten noch die Naht Nummer zwei, was mich aber nicht weiter stört:

    Was ich noch interessant finde: Wenn man in der Hängematte schaukelt, bleibt das Tarp weitgehend an Ort und Stelle, obwohl es relativ nahe an der Hängematte am Baumgurt befestigt ist. Die seitliche Abspannung scheint es recht gut zu stabilisieren. Das Schaukeln der Hängematte wird dadurch aber kaum abgebremst.

    Aber dehnt sich Paracord nicht, wenn es nass wird? Zusätzlich die Dehnung des nassen Nylontarps und schon hängt der Wetterschutz schlaff herum.

    Schau mal hier und hier. Ich habe das Paracord zwar nicht entseelt, möchte diese Paracord-Version aber auf jeden Fall gerne mal ausprobieren. Es geht mir auch um den Schutz des Tarps, weshalb ich keine extrem reissfeste Leine verwenden wollte.

    PS: Ich habe zudem ja auch noch Leinenspanner aus Gummischnur eingebaut. Das dürfte auch noch helfen.

    Noch etwas:

    Als Abspannleine habe ich Paracord Typ 1 ins Auge gefasst. Mit einer Bruchlast von rund 45kg dürfte das reichen, wenn es nicht gerade stürmt. Aber dann würde der Wetterschutz des Tarps (Hängemattennutzung) ohnehin nicht reichen. Beim Aufbau am Boden kann ich es bei heftigem Wind auch direkt im Boden verankern. Ein weiterer Grund, weshalb ich direkt am Tarp Ösen und nicht Leinenspanner angebracht habe!

    Mein Punkt:

    • In den Lineloc 3 hält Paracord Typ 1 nicht!
    • In den «Line Lock Light»* hingegen sehr gut! (Die Nut im Klemmmechanismus ist hier deutlich enger!)

    * Ich kann leider nicht mehr eruieren, ob ich damals die 10mm- oder die 15mm-Version bestellt hatte. Jedenfalls sind die von mir verwendeten für 1,25mm (½ Inch) breites Band gedacht.

    Vielleicht ist mal wer froh um die Information...