Fagorian, hast du dein Tarp inzwischen schon einmal einem Praxistest bei Regen unterziehen können?
Beiträge von Waldläufer70
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Ich habe gerade gesehen, dass ich auch mein Tarp aus diesem Nylon 6.6 gemacht habe. Fagorian hat sich dann wohl davon inspirieren lassen. Ich war zuerst verwirrt, weil es das Laubgrün nicht mehr gab.
Ich persönlich finde auch, dass sich der Stoff sehr stark dehnt (auch ohne Feuchtigkeit). Dehnbarkeit ist zwar positiv, wenn es darum geht, Sturmböen aufzufangen, weil sich dann die Kräfte besser verteilen. Ich mag aber Silpoly auch etwas besser, v.a. auch weil es sich bei Feuchtigkeit nicht dehnt. Gerade vor ein paar Tagen im Wald habe ich bei Regen gestaunt, wie lose mein Hängematten-/Bodentarp plötzlich hing.
Ich mag aber beide MYOG-Tarps gerne. Mein Hex-Tarp habe ich aus Xenon 1.1 von DutchWare gemacht.
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Ich finde die Auswahl nicht so schlecht:
https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-…den-55g-qm.html (viele Farben, etwas schwerer)
https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-…den-40g-qm.html (nur schwarz und hellgrau
) => mein Tarp / @Fagorian s Tarphttps://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-…den-36g-qm.html (superleicht, viele Farben, vielleicht etwas empfindlich?)
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Du müsstest dann einfach überlegen, ob du Silnylon (dehnbarer und etwas stärker, dehnt sich bei Feuchtigkeit) oder Silpolyester (weniger dehnbar, dehnt sich bei Feuchtigkeit nicht aus) verwenden möchtest. Beide Varianten sind ähnlich rutschig, ähnlich teuer und in vergleichbaren Stärken erhältlich.
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Super, vielen Dank!

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Furbrain: Vielleicht kannst du beim Faden noch das Tag «Konstruktion der Türen» oder ein dir einleuchtendes sinngemässes Tag einfügen. Ich denke, das Thema könnte noch manche interessieren, die sich ein Tarp mit Türen nähen wollen. Was meinst du?
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Mit dem Gedanken zum Wind liegst du bestimmt richtig. Ich dachte eher «entwicklungsgeschichtlich»: Aus dem rechteckigen Tarp wurde für Hängematten das Hex-Tarp entwickelt, um bei immer noch ausreichender Abdeckung einiges an Gewicht zu sparen. HEx-Tarps haben sich dann für Hängematten grossflächig etabliert (Warbonnet Outdoors, DutchWare, etc.). Dann kam man auf die Idee, Türen anzubringen. – Aber vielleicht liege ich ja falsch und alles nahm einen anderen Weg?
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Ich seh's schon, du musst dir wohl doch ein leichteres Tarp nähen...

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Dann wird eine Schlangenhaut wahrscheinlich auch keine Lösung sein.
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Nochmals zum Winkel β: Der sollte bestimmt nicht grösser sein als 30°. Je flacher man das Tarp abspannt, desto grösser wird dieser Winkel nämlich, wenn man das Tarp von der Seite her betrachtet (Projektion des Winkels auf eine Wand hinter dem Tarp).
Rein theoretisch kann man auch an einem rechteckigen Tarp Türen anbringen. An den Berechnungen ändert sich nichts, ein paar der Grössen nehmen dann halt den Wert 0 an. Das Tarp wird dann einfach grösser und damit schwerer als im Normalfall nötig. Die hexagonale Form soll ja primär bei ähnlicher Abdeckung Gewicht sparen.
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Der Winkel σ ist per Definition des Anbaus immer 90°.
Die Länge des Anbaus bis zur Türspitze beträgt:
d1 * sin (β + δ)
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Ja, sehe ich auch so.
"Anbau" habe ich es nur genannt, weil der rechteckige Teil für die Berechnung letztlich nicht relevant ist. Ich denke nicht, dass es zwischen einem 11'- und einem 12'-Tarp einen Unterschied beim "Anbau" gibt, da ist einfach beim Rechteck ein Fuss Unterschied.
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Eigenartig, bei diesem Tarp auf der Website von RBTR scheint der Winkel δ günstiger gewählt worden zu sein, fast schon eher zu spitz. Für eine flatterfreie Abspannung der Türen ist das natürlich ideal:
https://ripstopbytheroll.com/pages/winter-tarp-w-doors
Ich frage mich bloss gerade, ob es dafür auch irgendeine Anleitung gibt...

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Ich frage mich gerade, wie gross man den «Anbau» a im Verhältnis zur Stoffbahn b am besten wählen sollte. Anders ausgedrückt: Welchen Winkel β sollte man wählen?
Intuitiv würde ich jetzt mal auf 30° tippen. Bei einem gleichseitigen Sechseck (Hex-Tarp) wären es 30° und α entsprechend 60°.
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Ein spannender Beitrag von Jason/Frozen! Vielen Dank für den Link!
Auch beim neuen Tarp von AF ist der Winkel δ, um bei meiner Nomenklatur von oben zu bleiben, relativ gross bemessen. So wie Jason es im Video aufgebaut hat, dürften die sich überlappenden senkrechten Kanten des Tarps relativ lose sein. Das macht aber bei der Überlappung vielleicht gar nichts aus und funktioniert dennoch gut. Zudem reichen die Türen so natürlich recht weit nach unten.
Ich hatte oben geschrieben, dass man sich überlegen sollte, welche Distanz d zwischen den Abspannpunkten man maximal haben möchte. Die Idee ist, diese Distanz gross genug zu wählen: Dann hat man genug Spielraum, das Tarp bei Regen oder Sturm etwas steiler abspannen zu können, so dass sich die Türen eben überlappen. Ich hatte da quasi intuitiv bereits den Gedanken von Jason/LiteAF mit in meine Überlegungen eingeschlossen. Wenn man es steiler abspannt, hat das den Vorteil, dass die Türen besser auf Spannung kommen und weniger flattern.
Wenn ich mir mal ein Tarp mit Türen selber nähen sollte, dann wäre es mir wichtig, es so wie Jason direkt gegenüber einhängen zu können, damit ich im stürmischen Regen das Tarp nicht verlassen müsste, um die Türen zu schliessen.
Aber jetzt schaue ich mal, wie Jason weiter über das neue Tarp von LiteAF berichtet. Vielleicht bestelle ich mir ja am Ende noch jenes...

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Ich denke, dass nur ganz wenige Hex-Tarps ein gleichseitiges Sechseck sind. Aber auch ich habe schon öfters gelesen, dass ein Tarp mit Türen etwas kürzer sein darf wie eines ohne.
Ich habe heute im Wald in der Hängematte nochmals über die Türen nachgedacht (in der Hängematte geht so etwas oft am besten). Die Sache ist gar nicht so komplex, wie ich zuerst dachte.
Hier ein Bild, das ich aus dem Internet geklaut und etwas bearbeitet habe:
Ich habe quasi ein unregelmässiges Tetraeder eingezeichnet, betrachte das Tetraeder sozusagen als «Anbau» an ein simples rechteckiges Tarp.
Es gibt verschiedene Herangehensweisen. Ich schildere mal eine Möglichkeit, habe aber extra alle Seiten und Winkel mit einem Buchstaben versehen, so dass man sich besser verständigen kann:
- Die Seite b ergibt sich aus der Breite der Stoff- oder DCF-Bahn.
- Nun sollte man sich überlegen, welche Distanz d zwischen den Abspannpunkten man maximal haben möchte. (Die Türen überlappen sich dann – anders als im Bild – nicht.)
- Weiter sollte man entscheiden, welche Form das Tarp haben soll: Wie lang soll der «Anbau» a werden?
- Die Schräge s kann man dann messen oder berechnen: s = b / cos β oder b / sin α
- Den Winkel γ kann man aus der halben Distanz von d (d1 = d2) berechnen: γ = arcsin (d1/s)
- Den Winkel δ kann man ebenfalls ausrechnen: δ = arccos (d1/s). Mit diesem Winkel flattert die Türe aber bei der maximalen Distanz, die man oben gewählt hat. Man kann den Winkel δ nun nach Gutdünken etwas kleiner wählen oder für den Winkel δ übernehmen, was man für den Winkel γ berechnet hat; dann hat man als Türe ein gleichseitiges Dreieck. Je spitzer man den Winkel δ wählt, desto mehr kommt man von der Form der Türen her in Richtung Minifly/Thunderfly/Mountainfly von Warbonnet.
Die hier aufgelisteten Überlegungen sind – wie gesagt – nur wichtig, wenn man die Türen bei der Tarpabspannung auf der gegenüberliegenden Seite einhängen können möchte, ohne dass die Türen dann im Wind flattern, so wie Jason/Frozen das hier zeigt. Wenn man die Türen separat abspannen möchte, spielt das alles keine grosse Rolle.
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Ich habe lange Zeit ohne professionelles Werkzeug gearbeitet. Vielleicht magst du es zuerst mal mit einem gebogenen Draht (1mm Durchmesser, ca. 60-70cm Länge) versuchen. Einfach den Draht in der Mitte «falten». Mithilfe einer Zange kannst du die entstandene Öse so stark zusammendrücken, dass nur noch eine kleine Öffnung vorhanden ist. Allenfalls kannst du dann die beiden losen Enden etwas verdrehen und dann so umbiegen, dass du einen Haken hast, mit dem du das Werkzeug besser halten kannst. Ich arbeite seit 2015 mit solchem Werkzeug und mir ist noch kein Draht kaputt gegangen.
Loop Turner habe ich auch. Die haben Vor- und Nachteile: Der Vorteil ist, dass er aus einem steifen Material gefertigt ist, d.h. er kann sich bei normaler Belastung nicht verbiegen, und in der Regel funktioniert so ein Loop Turner echt gut. Der Nachteil ist, dass der Verschluss des Spleisshakens sehr filigran ist. Mir ist auch schon einer verloren gegangen, dann ist das Werkzeug unbrauchbar. – Ich arbeite fast häufiger mit dem Draht als mit dem Loop Turner.
Wie gut das von dir gezeigte Werkzeug funktioniert, ist aus der Distanz schwer zu sagen.
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Gemäss diesem PDF ist der CLO-Wert wie folgt definiert:
- 1 Clo = 0.155 * m² * K / W (K = Kelvin: gleiche Temperaturschritte wie °C)
- Clo = 0 entspricht einer nackten (= völlig unbekleideten) Person unabhängig von der eventuell vorhandenen körpereigenen Fettschicht und Behaarung die ebenfalls eine thermische Isolation bewirken kann. (= Indifferenztemperatur)
- Clo = 1 entspricht (per Definition) jener Bekleidung für eine sitzende, untätige Person um sich bei einer Lufttemperatur von 21°C, Luftbewegung 0.1 m/s und einer relativen Luftfeuchte von weniger als 50% anhaltend wohl zu fühlen.
Gemäss Wikipedia liegt die Indifferenztemperatur eines Menschen im Bereich von 27°C bis 31°C. Ich vermute, dass kalte Schläfer (Personen, die schnell frieren) eher bei 31°C liegen, während warme Schläfer (Personen, die nicht so leicht frieren) eher bei einer Indifferenztemperatur von 27°C anzusiedeln sind.
Wenn wir den mittleren Wert nehmen (29°C), so macht 1 Clo einen Temperaturunterschied von rund 8°C bei einer sitzenden, untätigen Person.
Eine sitzende, aber untätige Person hat einen MET-Wert von 1.0, eine schlafende Person einen von 0.7. Daraus würde sich ergeben, dass bei einer schlafenden Person 1 Clo einen Temperaturunterschied von etwa 5,6°C an Isolation ergibt. Das passt recht gut zu den 5.7°C, die sich aus der Grafik von Extremtextil für den Temperaturbereich unter 0°C ergeben (siehe oben).
Vielleicht erklärt sich die geringere Isolationswirkung (ca. 4,2°C/Clo) im Temperaturbereich über 0°C aus der höheren Luftfeuchtigkeit in unseren Breiten. Ich weiss es nicht.
Viel wichtiger ist letztlich, ob die von mir weiter oben zur Verfügung gestellte Tabelle sich mit euren Erfahrungen deckt, sprich, ob sie hilfreich ist. Also, erhebt gerne Einspruch oder bestätigt, wo sie für euch passt!
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Verwendet eigentlich jemand die G-Gurthaken von Extex an seinen Baumgurten, statt Dutch clips?
Ich nehme an, du würdest den Dreisteg fix am Ende des Gurtes befestigen, um den Baum führen und dann den zur Hängematte führenden Gurt in den offenen Steg einführen wollen.
Es wird zu diesem Gurthaken leider keine Bruchlast / Nutzlast angegeben. Von dem her würde ich die nicht nutzen.
Wenn du den Gurt einigermassen gerade durch den offenen Steg führst, würde das vermutlich halten. Befindet sich der Haken ungefähr mittig am Baum, so hast du dein Körpergewicht (zuzüglich Gepäck an der Hängematte) auf dem Steg, führst du den Steg auf die andere Seite des Baumes, so dass der Gurt einen starken Knick im Haken macht, so tendiert die Belastung in Richtung Verdopplung der genannten Last.
Ich weiss, das war jetzt nicht die Antwort auf deine Frage, ob jemand hier die nutzt.
PS: Nutze doch Evo-Loops, die sind auf jeden Fall ausreichend stabil!