Beiträge von DL1JPH

    Bzgl. Lampe: Ich habe in der Regel ein Handy. Die Blitz-LED macht eine ziemlich ordentliche Backup-Lampe... Dazu die Fahrrad-Beleuchtung als Hauptlampe (in deinem Fall dann eine Kopflampe).

    Das Lagerfeuer kann man auch in einer öffentlichen Feuerstelle machen. Der Kaffee zum Frühstück ist optional, wenn auch zugegeben nett - eine Bripe oder ähnliches tut's aber auch.

    Messer? Ein kleines Taschenmesser am Schlüsselbund und ein größeres Klappmesser in der Rückentasche.

    Windschutz? Ein Stück Titanfolie um den Topf gewickelt und gut ist.

    Leiter? Wozu?

    Und so weiter... Man kann auf diese Weise schon erheblich Gewicht einsparen, ohne wirklich Komfort zu verlieren, schlicht indem man sich bewusst macht, dass man eben nicht für jedes Teil Backups braucht und viele Dinge auch mehrfach verwendbar sind.

    Wie Mittagsfrost und Waldläufer70 schon geschrieben haben - die Hängematte ist eine Warbonnet Blackbird, nicht die längere XLC. Ich bin halt etwas kürzer ;) . Ich hatte schon mit den Gedanken gespielt, den Incubator durch einen Wooki zu ersetzen, aber für ein paar Nächte reicht die Konstruktion, wie sie ist... Andere Underquilts mit der gleichen Bauform (Cumulus Selva 450 oder so) sollten kein wesentlich anders Packmaß haben.

    wuppitom Bikepacking ist ein Sammelbegriff, unter dem verschiedene Leute wohl das eine oder andere von den verstehen, was du schon angesprochen hast und mancherlei Dinge mehr ;) ...

    Ich persönlich plane oft sehr lange Tagesetappen (weit im dreistelligen Bereich, je nach Gelände) und bin daher in der Regel mit wenig Gepäck und einem eher effizienten Rad unterwegs.

    Dabei ist dann für die Übernachtung meine WBB mit HG Incubator 0F, Cumulus Taiga 250, Windsocke und Cinch Buckle-Aufhängung, dazu ein Tarp je nach Saison. Das ganze passt mit etwas Überzeugung in eine Woho 13l Satteltasche, mit dem Tarp in einer snakeskin obendrauf. An der Satteltasche habe ich noch ein kleines Drahtgestell, was das ganze fest hält und noch Aufnahmen für zwei 600ml Wasserflaschen bietet. Am unteren Rahmenrohr ist eine kleine Tasche mit Werkzeug und Ersatzteilen und nochmal zwei Flaschen, eine dritte Flasche kommt ans Sattelrohr. Auf dem oberen Rahmenrohr ist eine 1,2l Tanktasche. Für kürzere Touren reicht mir das. Bei längeren Touren kommt noch eine Fronttasche an den Lenker.

    Und weil ich das Rad gestern auf dem Rollentrainer hatte... Die rote Tasche hinten ist das EH-Kit.

    sakura So einen Thread hatten wir bisher (soweit mein Sieb von Gedächtnis reicht) noch nicht... Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob Bikepacking und UL-Trekking-Ausrüstung wirklich so verschieden sind, dass man sie sinnvoll trennen kann. Letztendlich ist's ja in der Regel so, dass weniger Material immer sowohl das Gewicht als auch das Packmaß reduziert. Dass das Gewicht beim Bikepacking nicht so wichtig ist, halte ich übrigens auch für ein Gerücht, spätestens wenn's mal wieder 15% Steigung oder mehr hat :D

    sakura ich kann deine Argumentation irgendwie nicht wirklich nachvollziehen. Mein komplettes Setup für Temperaturen bis knapp unter dem Gefrierpunkt passt ohne Tarp in eine 13l Satteltasche, das Tarp kommt oben drauf. Deutlich weniger wirst du auch mit einer Isomatte nicht bekommen. Wenn ich damit rechnen muss, dass Hängematte einfach nicht geht, dann kommt natürlich eine Isomatte mit - dann allerdings mit Bwiaksack, der Topquilt bleibt. Das ist dann minimal weniger Volumen und etwas leichter, aber halt weniger bequem. Ich glaube ehrlich gesagt, dass dein eigentliches Problem der Poncholiner ist - von denen habe ich bisher noch keine gesehen, die ihr Gewicht und Volumen wirklich Wert wären.

    Davon abgesehen habe ich ein sehr ähnliches Gestell (noch ein Stück länger) von Jobek, die Arme geben genug nach, dass eine straff hängende (nicht vorgespannt) Hängematte mit meinen 70kg komplett am Boden (bzw. dem Rohr unten) aufsitzt - um auf 30° Hängewinkel zu kommen muss ich die Hängematte mit erheblicher Kraft vorspannen. Die Rohre in diesem Gestell sind Stahlrohre mit 3mm Wänden und das Gestell wiegt entsprechend gut 25kg. Damit ist es eines der stabilsten auf dem Markt. Wie gesagt, ich bin mittlerweile echt kuriert von solchen Krücken.

    Die einzigen Gestelle mit so einer Konstruktion, von denen ich weiß, dass sie halten, sind die aus ordentlichen Vierkanthölzern. Die sind aber alles andere als transportabel.

    Bezüglich stabilem Stand brauchst du dir beim Tensa4 keine Gedanken zu machen - ich hatte ihn mittlerweile auf praktisch jedem denkbaren Untergrund (Wohnzimmerfliesen bis knöcheltiefer Matsch) stehen und nie Schwierigkeiten mit der Standfestigkeit. Nur die Reinigung kann "unterhaltsam" sein wenn's zu heftig wird - das gilt aber für jedes Gestell.

    short_handed_norse Da ich das Gerät praktisch rund ums Jahr verwende (im Sommer bei langen Touren, im Winter bei Eis und Schnee auch auf kurzen Touren - Handynetz ist hier manchmal Glückssache) passt das schon. Dass es die "Flex-Tarife" bei beiden gibt hast du ja mittlerweile auch gesehen - sind aber verhältnismäßig teuer und lohnen sich deshalb nur für gelegentlichen Einsatz.

    short_handed_norse Neben vollwertigen Satellitentelefonen und EPIRB gibt's auch noch andere satellitengestützte Notrufsysteme (funktioniert dann via SMS). Da ist halt die Preisstruktur anders - die Geräte kosten oft deutlich weniger, dafür braucht man dann ein jährliches Abo für die jeweilige Konstellation. Kann man halten, wie man mag.

    Ich persönlich verwende einen SPOT Gen3 und werde mir wohl in absehbarer Zeit den Gen4 zulegen, da der alte doch schon einiges mitgemacht hat und ich mir mittlerweile nicht mehr vollkommen sicher bin, dass die Dichtung hält...

    Woodsman Zu wissen, wie man Notsituationen von vorneherein vermeidet und sich auf das, was tatsächlich realistisch passieren kann (abhängig vom Gelände, Jahreszeit, Fortbewegungsmittel, ...) vorzubereiten ist immer ein guter Plan. Wenn dann noch jemand von außen ungefähr weiß, wo man ist, sind die Chancen, dass hier in Mitteleuropa allzu viel passiert, sehr gering.

    Beim Bikepacking würde ich zum Beispiel ein gebrochenes Schlüsselbein als relativ wahrscheinliche Verletzung einschätzen, bei einem Wanderer eher nicht. Das muss man sich halt vorher überlegen und dann sein EH-Kit entsprechend anpassen. Es hilft selbstverständlich auch, wenn man das Material nicht nur dabei hat, sondern es auch verwenden kann...