Am Wochenende hatte ich mal wieder meine WB Ridgerunner mit Spinndrift im Einsatz und Samstag Nacht musste ich leider eine unschöne Erfahrung machen.
Angesagt waren ein paar Schneeschauer und leichte Minustemperaturen, somit entschloss ich mich dazu, das Tarp zuhause zu lassen, was sich als Fehler herausstellen sollte.
Da ich schon mehrfach problemlos in Socken und Schnee kampiert hatte, ging ich davon aus, dass der Schnee nach und nach von der Socke gleiten und sich das Thema auf diese Weise von selber erledigen würde. Die Spinndrift hat keine vents und in diesem Temperaturbereich hatte ich bei geschlossen Türen eigentlich immer Kondens, was aber bis dato nie wirklich problematisch war.
So zog ich los und Freitag Nacht lief auch alles nach Plan. Kein Schnee und beide Türen etwas geöffnet führten zu geruhsamen Schlaf und einer kondensfreien Hängematte am Morgen.
Der Samstag Abend kam, leichter Schneefall setzte ein und die Temperaturen pendelten sich, entgegen der Vorhersage, bei um die Null grad ein. Eine böse Vorahnung hatte ich schon, aber was willst Du machen.
Gegen neun war dann Bettzeit angesagt. Schnell den Schnee von der Socke schütteln, rein ins Vergnügen und Türen schließen. Bis dahin passte alles.
Kurz nach Mitternacht weckte mich dann ein Wassertropfen, der sich durch den Topquilt gearbeitet hatte!
Die Lagepeilung ergab dann, dass sich die Socke zu einer Tropfsteinhöhle entwickelt hatte und der komplette TQ von außen durchnässt war. Bis auf den Tropfen war allerdings im Quilt noch keine Feuchtigkeit zu spüren und schön warm war es auch noch.
Der Schnee hatte zu diesem Zeitpunkt zum Glück aufgehört und so öffnete ich dann beide Türen vollständig, um weitere Kondensbildung, sowie Tropfen und Kontakt des Quilts im Oberkörperbereich mit der Socke zu verhindern.
So konnte ich dann bis zum Morgengrauen auch gut durchschlafen und der Zeltofen hat den Quilt dann am nächsten Morgen wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzt.
Ich denke, dass diese Situation wohl auf eine Kombination aus Kondens und getauten Schnee zurückzuführen ist. Ein paar Grad kälter und es wäre wahrscheinlich problemlos abgelaufen.
Bei einem Trip ohne Zeltofen und noch mehr Schnee hätte diese Situation sicherlich ein paar unangenehme Stunden und den Abbruch bedeutet.
Mein Fazit: Wieder was gelernt, das tarp immer besser dabeihaben und sehr wasserdicht scheinen die WB Socken nicht zu sein. Gemäß Hersteller soll die Spinndrift leichten Regen abkönnen, ich würde es nach dieser Erfahrung aber wohl nicht drauf ankommen lassen.
Bei entsprechenden Minusgraden und Schnee hätte ich nach wie vor keine Bedenken.
Mrs. BoundryWaters, die sich dieses Wochenende zwecks Weihnachtsbaumsuche eingeklinkt hatte, brutzelte dann am Sonntag Morgen im Dutch Oven ein Frühstück zusammen und dann war die Welt auch wieder in Ordnung.