Sammelfaden Gearlisten (z. B. Lighterpack.com LINKS)

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  • Hey,

    ich bin wieder da von meiner Reise und möchte noch mal kurz ein Feedback zu meiner Packliste da lassen. Evtl kommt noch ein Reisebericht, aber das dauert.

    Da das Wetter vor Abreise tgl. schlechter wurde, habe ich noch kurzfristig kleine Änderungen vorgenommen.

    Das Hemd ist tatsächlich zu Hause geblieben. Dafür habe ich den Arcteryx Atom LT Hoodie UND die Proton FL eingepackt....dazu den Patagonia R1 und Longsleeve. Es war eine goldrichtige Entscheidung.

    Mehr als die Hälfte der Tage war es nicht über 12° warm, dafür aber immer mit 50km/h wind ( +Böen bis teil 100km/h). Nachts immer noch windig bis 2°, dazu teils Regen oder Nass diesig. Ich war froh als ich mir nach einer Woche in einem Bikeshop ein Paar Handschuhe (eigentlich fürs Downhill fahren) kaufen konnte um wenigstens die Hände an den Trekkinpoles halbwegs warm zu haben.

    Gewandert bin ich eigentlich ausschließlich im Proton Hoody mit Kapuze auf und Hut drüber, um dem ständigen Sturm von hinten im Nacken überhaupt etwas entgegenzusetzen. Bei Regen nur in der Hardshell.

    Der 4° Schlafsack war in einigen Nächten zu kalt, das Xmid bei viel Wind völlig ungeeignet. (Ich habe so viele gebrochene Zelte dort gesehen und die Meinungen waren alle Einheitlich. Da oben funktioniert eigentlich nur ein Hilleberg problemlos). Wie die Leute das nur unter einem Tarp bewerkstelligen wollen ist mir völlig schleierhaft.

    Ebenso das Wandern im Poncho bei 50kmh Wind aufwärts. Stelle ich mir nicht besonders erstrebenswert vor.

    Ohne warme Küche unterwegs....viel Spaß am Morgen, wenn man verfroren aus dem Zelt gekrabbelt kommt und sein Frühstück mit 6° kaltem Wasser aus dem Bach aufgießen darf.

    Der Buff um Hals UND Kopf komprimiert ausschließlich die Haare und sorgt so für noch weniger Isolierung am Kopp. Habe dann in der Hoody geschlafen mit zugezogener Kapuze....usw usw

    Hätte ich die Tipps hier konsequent befolgt wäre ich wahrscheinlich nach 3 Tagen abgereist. Nun weiß ich das man seine Erfahrungen lieber alle selber macht und sich nicht an Meinungen orientieren sollte, die eine gänzlich andere Art des Reisens bevorzugen. Hier in unseren Mittelgebirgen kann man ja mal ein Paar Sachen ausprobieren, aber da oben weht Wortwörtlich ein anderer Wind. Kann nur jedem empfehlen das nicht zu unterschätzen!

    Hört sich jetzt vielleicht ein wenig negativ an, aber rundum war es eine sehr sehr schöne Reise. Das allein sein war herrlich. Trotz aller Widrigkeiten gab es wenig bis keine negativen Vibes. Man musste alles nur mit sich selbst abklären und verantworten, war frei in allen Überlegungen und Taten. Bei bedarf gab es in Hüttennähe immer jmd zum schnacken um die Einsamkeit auch mal zu überbrücken. Der Weg war gerade in der ersten Woche sehr sehr Einsam. Im gesamten Rogen habe ich auf den Wegen in vier Tagen vielleicht 4 Leute gesehen. Von Grövelsjön bis Helgas war ich quasi ganztägig allein. Die Wege meist singletrails und wunderschön. Einzig im Jämtlandsdreieck nahm der Tourismus kräftig zu und die Trailmagic war hinfort :( Tagestouristen die mit dem Auto 5km an den Trail heranfahren um dann von Hütte zu Hütte zu stolpern. Aber auch das weiß man nun. Für mich die Bislang schönste und eindrucksvollste Reise bisher

  • Ja, so sehe ich das auch. Die eine Packliste für alle Situationen gibt es nicht. Selbst bei gleichem Ort und gleicher Jahreszeit wird sie mal passen und ein anderes mal nicht. Da helfen nur Erfahrung und die Bereitschaft zur Improvisation.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

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