Beiträge von echinotrix

    Der Tensa ist so konstruiert, dass in erster Linie längsgerichtete Druckkräfte auf die Stangen wirken (daher auch der Name). Dadurch können diese relativ schwach dimensioniert sein und bieten dennoch ausreichend Fetsigkeit und Reserven.

    Ich hab mal einen aus 5 cm Kanthölzern nachgebaut. Hat wunderbar gehalten - bis sich irgendwann ein Kind im beladenen Zustand an eine der Stangen gehängt hat -> Knacks. Ist wie bei den Spreizstäben der Brückenhängematten: niemals in Querrichtung belasten!

    Ganz ehrlich: Respekt vor den "Kästchensehern", aber da sind mir meine Augen zu schade dafür. Selbst mit Baustrahler empfinde ich das als äußerst belastend und nur für max. 1 Minute zumutbar.

    Ich habe sehr gute Ergebnisse mit einem Winkellaser erzielt: erst die Stoffbahn so gerade wie möglich ausrollen, dann den Laser so ansetzen, dass eine Linie genau an der Webkante entlang läuft, dann eine Alulatte oder ein gerades Stück Holz an der quer verlaufenden Laserlinie anlegen. Zuletzt mit dem Heißschneider (oder Rollmesser) an der Latte entlang, fertig.

    Hab die Schnittkante mal anhand der Kästchen überprüft: ich hab max. 1 Kästchen Abweichung. Für mich absolut okay und vor allem auch problemlos bei schwierigem Ripstopmuster oder Taft anwendbar. Allerdings geht's nur wirklich gut, wenn man einen großen Raum bzw. Zuschneidetisch hat.

    https://www.burg.biz/p/messtechnik/cross-ps-7510/

    Bist Du Dir sicher, dass sich die Aufhängung am Baum gesenkt hat? Ich tippe eher darauf, dass sich die Aufhängung durch Feuchtigkeit gedehnt hat. Was hast Du da benutzt? UHMWPE, Polyester, Kevlar, Nylon, PP? Bei den letzteren beiden Materialien würde es mich nicht wundern, wenn Du morgens tiefer liegst als abends...

    echinotrix, nutzt du den Button-Knot oder den Überhand-Knoten des »Improved Soft Shackle«? Ich meine mich zu erinnern, dass du den ISS-Knoten verwendest, kann mich aber täuschen.

    Ich vertraue zwar auch dem Knopf-Knoten à la Jeff Myers, kann aber gut nachvollziehen, wenn jemand den ISS-Knoten bei der Knopf-Knopfloch-Methode für sicherer hält.

    Ich nehm' den ISS - ohne besonderen Grund, eher aus Gewohnheit bzw. weil ich dafür nix Neues lernen musste...

    echinotrix nutzt gemäss meiner Erinnerung die im Video oben gezeigte Methode – gerade im Winter – auch seit gut zwei Jahren, allerdings aus einem 1/8"-AmSteel gefertigt. Soweit ich weiss, auch ohne Probleme.

    Hab gerade erst gesehen, das sich hier erwähnt wurde, sorry.

    Ja, ich verwende seit 2 Jahren ausschließlich die Knopf-Knopfloch-Methode und bin damit höchst zufrieden (aus 7/64''-Amsteel bzw. 2,5 mm Dyneema, nicht 1/8''). Belastungstests habe ich zwar nicht gemacht, aber ich bin mir sehr sicher, dass das zuverlässig hält. Das Knopfloch wird (wie schon einige Male hier im Thread erwähnt) unter Belastung zugezogen. Es ist meiner Meinung nach ausgeschlossen, dass da was durchrutscht.

    Ich hab übrigens mittlerweile auch an allen meinen Tarpleinen ein ähnliches System (siehe hier). Karabiner gehören bei mir der Vergangenheit an...

    Angesichts der momentanen Entwicklung des Infektionsgeschehens könnte es gut sein, dass wir in einer Woche mit dem Einkehren zu 10t Probleme bekommen könnten. Ich stelle mich nicht grundsätzlich quer, aber gebe das zu Bedenken!

    Unabhängig davon würde ich persönlich gerne lieber nicht einkehren, stelle mich aber auch nicht grundsätzlich quer.

    Bezüglich Anreise: Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich es mache. Bedava: Wie ist Dein Plan?

    Schaut doch schon ganz gut aus!

    Pass auf jeden Fall auf, dass die beiden Durchstiche sich gegenseitig blockieren. Die Schlaufe sollte schon vor dem Versenken des losen Endes stabil sein und nicht aufgehen, sonst stimmt was nicht. Ich hab schon Leute wegen falsch gespleißter Brummel Augspleiße abstürzen sehen... ;)

    Ist dem so? Also meinem Verständnis nach dürfte doch die Wärmeleitfähigkeit vom Boden größer sein als von Luft, windchill hin oder her...

    Meiner Erfahrung nach ist dem nicht so, auf dem Boden ist es von unten her deutlich wärmer. Macht für mich physikalisch auch Sinn: Boden besteht zu großen Teilen aus Luft, die sich aber nur kaum bewegen kann (geringere Wärmeleitfähigkeit durch weniger Konvektion). Ist in etwa wie der Unterschied zwischen einer Luftmatratze und einer ähnlich dicken Schaumstoffmatratze. Letztere isoliert deutlich besser.

    Und im tiefen Winter kommt noch dazu, dass die Schneedecke üblicherweise deutlich wärmer ist als die Umgebungsluft.

    Meine Downmat 9 soll angeblich bis -42 Grad wärmen. Darüber kann ich nur lachen. Bis -15 Grad ist die Isolation o.k., aber darunter würde ich nicht darauf zählen, mit einer Downmat 9 warm zu bleiben.

    Bezieht sich Deine Erfahrung auf das Nächtigen auf dem Boden/Schnee oder in der HM? Falls Letzteres der Fall sein wollte, wundert es mich nicht, dass die Herstellerangaben so gar nicht passen, da es ja in der HM deutlich kälter wird von unten als auf dem Boden/Schnee...

    Macht es für die Förster einen Unterschied, ob ich ein Biwak aufbaue oder eine Hängematte verwende?

    Ein Biwak sieht für mich zumindest "harmloser" aus...

    Hängt vom Förster ab, würde ich mal sagen. Du bewegst Dich immer mindestens im Graubereich, wenn Du im Wald übernachtest. Zelte ("geschlossene Behausungen mit Stangen") sind grundsätzlich überall verboten (Bundeswaldgesetz udn Landeswaldgesetze). Dafür brauchst Du nicht nur das Einverständnis des Waldbesitzers, sondern sogar das der unteren Naturschutzbehörde. Ohne Zelt ist die Bandbreite der Möglichkeiten groß: vom mittsommerlichen Schlafen auf dem nackten Waldboden unter freiem Himmel bis hin zum aufwändigen Nachtlager mit Isomatte, Schlafsack und Tarp. Wenn Du dann einem "Offiziellen" begegnest, entscheiden Glück und der Gesprächsverlauf, was weiter passiert. Im schlimmsten Fall (du begegnest einem grimmigen Menschen oder benimmst Dich unangebracht) wirst Du des Ortes verwiesen und zahlst Du ein Ordnungsgeld. Beides können aber - anders als bei einem Nicht-Wald-Grundstück - nicht der Waldbesitzer/Jäger/Förster veranlassen, sondern nur die Polizei (wegen Betretungsrecht).

    Edit: Der Förster kann Dich - wie die Polizei - schon des Waldes verweisen, zusätzlich im Privatwald auch der Eigentümer. Nicht aber der Jäger/Jagdpächter.

    Lokal kann es immer weitere Einschränkungen geben (Landschaftsschutzgebiet, Naturschutgebiet, Naturpark, Nationalpark -> ggf. Wegegebot, Betretungsverbot zu bestimmten Tageszeiten, usw.).

    Wenn Du im Wald Feuer machst, schaut die Sache nochmal ganz anders aus. Da bist Du im Bereich einer Straftat mit mehreren 10.000 € Geldstrafe. Wenn Du das legal machen möchtest, musst Du Dich gleich mit mehreren Stellen herumschlagen (Ordnungsamt, Forstbehörde, Feuerwehr). Die Wahrscheinlichkeit, dass Du das genehmigt bekommst, ist sehr gering. Ausnahmen gelten für Waldbesitzer oder für Personen, die der Waldbesitzer beschäftigt, zum Beispiel zur Verbrennung von Schlagabraum (Daxenfeuer). Aber nur so zum Spaß darf auch der Eigentümer des Waldes kein Feuer machen.

    Alle meine Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen, aber natürlich vollkommen unverbindlich. Ich habe mich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema beschäftigt, aber die Unsicherheiten sind sehr groß, weil es sich eben um einen rechtlichen Graubereich handelt.