Beiträge von echinotrix

    Das ist aber nur die reine Arbeitszeit für das Nähen des Quilts. Oder hast du die Zeit die du mit der Materialbeschaffung, der Steuererklärung, Verpackung und Versand, Beratung, gelegentliche Reparaturen und alles was man sonst noch als Selbständiger tun muss mit eingerechnet?

    Am Ende bin ich auf knapp 3 Stunden Arbeit pro Quilt gekommen (inkl. Materialbestellung, Zuschnitt, Näharbeiten, Finishing, Verpackung und Versand; ohne Marketing, weil ich über einen Partnershop verkauft hätte).

    Buchhaltung/Steuerklärung ist nicht mit drin, Beratung auch nicht.

    Reine Nähzeit inkl. Zuschnitt sind 2 Stunden.

    Ich nicht. Da du ja auch nicht permanent Aufträge hast, somit auch geldmäßig vorabeiten / aufholen musst.

    Zumal du noch mit Versand Arbeit hast und eben die monotone Arbeit.

    Naja, ein Altenpfleger wäre froh über einen solchen Stundenlohn.

    Verpackung und Versand sind schon eingerechnet.

    Wie viel dann der Markt hergibt und ob Du damit Deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst, ist eine andere Frage. Ich hätte gerne im Schnitt 500 € pro Monat netto verdient, dafür hätte ich etwa 150 Quilts pro Jahr verkaufen müssen. Ob das geklappt hätte, weiß ich nicht. Jemand, der den Markt gut kennt, hat damals gemeint, dass 50-100 Quilts pro Jahr durchaus drin wären...

    Ich hab mich ja Anfang letzten Jahres einige Zeit damit gespielt, einen kommerziell verwertbaren Synthetikunderquilt zu entwickeln (Wooki-Style). Es hat mich interessiert, ob das prinzipiell möglich und markfähig ist.

    Ich hab' 5 Prototypen eines 20°F-Quilts genäht und die Arbeitsabläufe dabei so gut wie möglich optimiert. Am Ende bin ich auf knapp 3 Stunden Arbeit pro Quilt gekommen (inkl. Materialbestellung, Zuschnitt, Näharbeiten, Finishing, Verpackung und Versand; ohne Marketing, weil ich über einen Partnershop verkauft hätte). Die Materialkosten lagen bei knapp 110,- € pro Quilt (alles inklusive außer Nähmaschinenverschleiß). Verkauft hätte ich ihn zu einem Endpreis von 199 €.

    Pro Quilt hätte ich also etwa 90 Euro verdient. 10% davon wären an den Shopbetreiber gegangen, bleiben 81 €. Davon die Hälfte weg für Steuerklasse V und Versicherungen, bleiben 40 €. Bei 3 Stunden Arbeit ergeben sich 13,30 € Nettostundenlohn. Das finde ich eigentlich ganz ordentlich, wenn man bedenkt was manche Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen verdienen. Immerhin deutlich über dem Mindestlohn!

    Ich habe mich aber letztendlich dagegen entschieden, das als Erwerbsarbeit zu machen, weil ich zwar super gerne entwickle, aber nicht 20 Stunden pro Woche immer wieder das gleiche nähen will. Und auf Kundewünsche einzugehen habe ich von vorneherein ausgeschlossen, weil dadurch die Wirtschaftlichkeit dramatisch sinkt (riesiger Overhead für Kommunikation, Entwicklung/Logistik und ggf. Reklamationen).

    Bottom Line: Man kann meiner Meinung nach durchaus im Cottage-Vendor-Stil in D produzieren, aber man darf nicht erwarten, dass man damit easy-peasy auf 50.000 € Bruttojahresgehalt kommt...

    Also ich bin so vorgegangen:

    * innere Stoffbahn zugeschnitten und Umrisse der Kammern markiert

    * äußere Hülle zugeschnitten, gesäumt und Umrisse der Kammern markiert (heute würde ich an den Ecken noch Abnhäher machen, für mehr Loft dort - hab ich damals nicht gemacht)

    * Stege aus Moskitonetz auf die äußere Hülle genäht

    * äußere Hülle an der inneren Stoffbahn an einer Seite festgenäht, dann der Reihe nach die Moskitonetzstege auf die innere Stoffbahn genäht

    * ein Ende der äußeren Hülle zugenäht

    * Kammern befüllt

    * anderes Ende der Stoffbahn zugenäht

    Also meiner Meinung nach ist das das beste System für Wanderungen, sofern man mit Trekkingstöcken gehen möchte. Ist dies der Fall, dann ist das zusätzliche Gewicht für den Ständer schon fast vernachlässigbar (+ ca. 650 g) und bietet wunderbare Optionen (Hängen mit nur einem Baum, etc.).

    Aufbauen würde ich es nur, wenn ich es wirklich brauche, da der Aufwand schon recht hoch ist. Und man muss damit umgehen lernen. Iinsbesondere braucht es viel Erfahrung, um de Verankerung im Boden gut hinzubekommen (wie schon erwähnt).

    Hallo zusammen,

    da ich kürzlich gefragt wurde, wie ich meinen Wooki-Klon gemacht habe, möchte ich hier nochmal meine Vorgehensweise und Überlegungen von damals zusammenfassen. Der originale Beitrag ist mittlerweile nicht mehr online, weil er die genauen Maße des Wookis von Warbonnet enthielt, was für den Forenbetreiber urheberrechtlich problematisch ist (siehe hier). Ich hatte DL1JPH aufgrund der neuen Richtlinie damals um die Löschung meines Beitrags gebeten.

    Ich habe aber noch ein Backup bei mir gefunden, das ich den Interessierten hier zur Verfügung stellen möchte. Alle Werte, die ich durch Vermessung des Original-Wookis ermittelt habe, habe ich in meinem neuen Beitrag verpixelt, damit es da keine Probleme gibt. Ich hoffe, das passt so. Fals nicht, bitte einfach Bescheid sagen, liebe Mods, dann bearbeite ich das nochmal entsprechend.

    Ich lasse meine Abspannleinen am Tarp, sie verschwinden in der Snakeskin. Ich wickele sie vorher auch gar nicht auf. Einfach ein paar mal in's Tarp einschlagen, das funktioniert hervorragend. Kein Leinen-Wirrwarr, keine Knoten, nix kann vergessen oder verloren werden, superschnell und unkompliziert.

    Geht aber nur, wenn man auch eine Snakeskin verwendet, was bei Dir ja nicht der Fall ist, bieber1, wenn ich nicht irre...

    Das verfälscht nicht die Statistik, aber es hat einen Einfluß auf die Wahrscheinlichkeit, dass Du jemandem begenest, der Dir übelgesonnen ist.

    Unter der Voraussetzung, dass eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung in den Wald geht und dass diese sich dort genauso verhält wie im urbanen Raum, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemandem im Wald von einem Mitmenschen leid angetan wird, viel geringer, weil eben weniger Menschen anwesend sind.

    Und zu den beiden Voraussetzungen: ich vermute, dass 1. Diebe, Räuber und andere Übeltäter im Wald eher unterrepräsentiert sind, und dass 2. die Bereitschaft, eine Schandtat zu begehen im Wald höher ist, weil man dort weniger leicht erwischt wird. Da ich denke, dass der erste Einflussfaktor bei weitem höher ist, gehe ich rational davon aus, dass ich im Wald deutlich weniger durch Artgenossen gefährdet bin als in der Stadt.

    Wie man sich FÜHLT ist aber eine ganz andere Frage.