Posts by echinotrix

    Hallo zusammen,


    ich hab mir mal aus China ein Paar Edelstahl-Loop-Alien-Plagiate kommen lassen, um eine Aufhängungsidee auszuprobieren. Ich wollte unbedingt mal eine einfache Single-Line-Suspension (SLS) ausprobieren, und die Dinger waren die gesuchten letzten Bausteine, um es umzusetzen.


    Das Ganze schaut momentan folgendermaßen aus:


    An den Bäumen ganz konventionell zwei Hugger mit Toggles.

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    Die SLS-Leine geht von einem Toggle zum anderen und ist als UCR umgesetzt: Schlaufe an der SLS-Leine auf der einen Seite, 30 cm-Bury mit Schlaufe an der anderen (leider ein bisschen schlecht zu erkennen).


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    Schlaufe der Leine über den einen Toggle, die des Burys über den anderen, und die Länge der Leine wie gewünscht einstellen.


    Die Loop-Aliens sind an der Hängematte. Das Anbringen ist sehr einfach: Bucht in die SLS-Leine machen, durch das große Loch im Loop-Alien fädeln und über das kleine Dings (wie auch immer man das nennt) werfen:


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    Wenn man will den Loop-Alien noch einmal rumdrehen, dann kann er kaum mehr verrutschen. Das ist aber eigentlich nicht wirklich nötig, wenn die alle Teile der SLS unter Zug sind, verrutscht da eh nix.


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    Ich hab das System jetzt in mehreren Nachmittagsschläfchen und einen One-Nighter ausprobiert und sehe es bisher so:


    Pros:


    - Einfach: nur eine Dyneema-Leine, ein Bury und die zwei Hardwareteile (und natürlich Hugger und Toggles). Dass man nur eine Leine mit nur einem Bury hat mach insbesondere das Aufwickeln sehr unkompliziert.
    - Einigermaßen leicht: 40 g für 10 Meter 2,5 mm Dyneema inkl. Bury, 20 g für 2 Loop Aliens, 130 g für die Hugger mit Toggles, alles zusammen also 190 g. Das Gewicht entspricht etwa dem eine Whoopie-Sling-Suspension, vielleicht 10-20 g mehr.
    - Variabel: Die Länge der Ridgeline sowie die Position der HM sind sehr leicht anpassbar. Das ist in meinen Augen der größte Vorteil.
    - Anfängerfreundlich: Ich hab früher oft mal die Länge der Whoopie-Slings falsch voreingestellt, wodurch mir entweder die HM auf den (schlimmstenfalls feuchten) Boden gesackt ist, oder ich die zweite Schlaufe nicht erreichen konnte. Das ist bei diesem System (wie bei jeder SLS) praktisch ausgeschlossen, weil man sich die Aufhängung wunderbar einrichten kann, bevor man die HM überhaupt in die Hand nimmt.


    Cons:


    - Ein mulmiges Gefühl: Die Stabilität des Systems ist (noch) unbekannt. Die chinesischen Edelstahlversionen der Aliens sind unproplematisch, denke ich. Die können die auftretenden Kräfte locker ab. Aber ich sehe, dass die Dyneema-Leine von den Loop-Aliens erwartungsgemäß etwas gequetscht wird. Die betroffenen Stellen fasern beim Stauchen der Leine aber problemlos wieder auf, es scheint sich also nicht um Schäden an den Fasern selbst zu handeln. Mittlerweile führe ich die SLS-Leine um den großen Nippel der Loop-Aliens, um die Radien an diesem am stärksten belasteten Teil der Aufhängung noch etwas größer zu machen. Ist aber eher eine kosmetische Maßnahme. Auf der Seite der Erfinder gibt auch größer Versionen des urspünglichen Desings, auch in Titan. Die wären deutlich seilschonender, sind aber leider seit Monaten Out-of-Stock.


    Hat jemand von Euch schonmal mit den Dingern rumprobiert? Auf hammockforums.net gibt ein paar Threads dazu, aber noch nicht sehr viel. Ich wäre dankbar für Eure Einschätzung zum System.



    Viele Grüße,


    Roland

    Die Decke von Meru find ich auch Spitze, gibt nen prima UQ in voller Länge, oder eben auch zusammengelegt und um 90 Grad gedreht einen extrawarmen 3/4. Kann man durch vielleicht auch mit zusätzlichen Ausgängen für die Gummiseilen ausstatten und damit sogar spontan variieren. Ich denke da an genähte Knopflöcher in der Mitte der langen Seite, da kann man dann das Gunniseil rausziehen und da weg abspannen. Doppelt genommen sollten dann auch die durch die Absteppung eventuell entstehenden Kältebrücken keine große Rolle mehr spielen. 110 cm Breite ist für meinen Geschmack zwar etwas grenzwertig, aber eigentlich ausreichend, insbesondere wenn man ein bisschen Zeit in eine gute Einstellung der Aufhängung investiert.
    Die einzigen Mankos die bleiben sind die fehlende DWR-Beschichtung außen und die nicht soooo tolle Daune mit 650 cuin. Aber immernoch ein toller Mod! Ich hatte sowas auch schon mal angefangen zu recherchieren, hab aber nie die passende Decke gefunden. immer nur mit Baumwolle als Aussenmaterial und das geht halt gar nicht.

    Hallo zusammen,


    ich habe mich an etwas ein bisschen Schwierigeres gewagt, das ich Euch hier Präsentieren möchte: meinen 3-4-Season-Daunen-Underquilt.


    Ein paar Stats:


    - Stoff aussen: Ripstop-Nylon, PTX Endurance, beschichtet, 60g/qm (extremtextil, 13,90 Euro/qm, 1,5 qm)
    - Stoff innen: Ripstop-Nylon, daunendicht, ultraleicht, 10den, 27g/qm (extremtextil, 17,90 Euro/qm, 1,5 qm)
    - Moskitonetz für die Kammern, 155 Maschen/qcm, 25g/qm, ultraleicht (extremtextil, 3,70 Euro/qm, 1 qm)
    - Stoff für die Tunnel: grünes Polester-Geschenkband vom Drogeriemarkt Müller (0,66 Euro/m, 6 m)
    - Maße: 120 x 140 cm, 6 cm Loft
    - Füllung: 250 g Gänsedaune (850 cuin, extremtextil, 67,90 Euro)
    - Aufhängung: Ein Gummiseil an jeder Längskante, zu einer Schlaufe an der Ecke zurückgeführt, mit Korddelstopper gesichert; ein gummiseil an jeder Querkante, an einer Seite angenäht, an der anderen mit Kordeltopper gesichtert (insgesamt etwa 10 m Gummiseil, etwa 5 Euro; 6 Kordelstopper, etwa 5 Euro)
    - Masse: 670 g
    - Kosten insgesamt: etwa 140,- Euro


    Hat mich gestern bei etwa 0°C, etwas Wind und hoher Luftfeuchtigkeit gut warm gehalten. Ich schätze bis -5 °C ist's für mich als eher kälteunenmpfindliche Natur angenehm, zur Not geht's wahrscheinlich bis -5°C


    Hier das Wichtigste, die Bilder:


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    Und hier mein kleiner Nähfehler (damit jeder auch sieht, dass es selbstgemacht ist ;) :(


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    Der Außenstoff ist nach den Regeln der Kunst etwas größer als der innen, was verhindert, dass die Daune zu stark komprimiert wird, wenn der Quilt sich um die Hängematte legt (differential cut heisst das, oder? Hammock Fairy)


    Was ich das nächste mal anders machen würde: Ich würde die Duanenmenge lieber etwas höher ansetzen. Der Loft wäre zwar der Gleiche, aber er wäre etwas stabiler. Ich bin zwar zufrieden, aber wenn die Diecke des Quilts auch unter Stress etwas stabiler wäre, hätte ich nichts dagegen. Oder weniger Loft bei gleicher Daunenmenge. Und die Kammern würde ich das nächste Mal versuchen, gleichmäßiger zu füllen (siehe Bild 2; die mittleren kammern sind dicker - immerhin besser als andersrum). Das lässt noch zu wünschen übrig. Vor allem kann man da halt so schlecht nacharbeiten. Wieder aufmachen kommt nicht in Frage ;)


    Sowieso hätte ich mir im Nachhinein besser einen echten 3-season-quilt gemacht (4-5 cm Loft) und einen full-size für den Winter. Der erste Test hat gezeigt, dass ich bei knackigen minusgraden wohl auch mit guter Waden- und Fuüßisolierung wohl an den Beinen frieren werde, und - noch schlimmer - die Nächte über damit beschäftigt sein werde, zu verhindern, dass mir kalte Luft Richtung hintern strömt.


    Was meint ihr erfahrenen Hänger dazu? Lieber einen echten Winterquilt, oder versuchen, den 3-season-quilt zu hcohzumodden?



    Viele Grüße,


    Roland

    Hallo zusammen,


    nachdem bereits zwei von Euch Interesse angemeldet haben, hier mein Bericht zum DIY Fancy Feest Stove (FFS).


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    Erstmal vorab: der FFS ist eine Weiterentwicklung des Supercat Stoves, der im Grunde nichts ist, als eine Katzenfutterdoe mit zwei Lochreihen am oberen Rand. Aus diesen entweicht nach einer Vorheizzeit von etwa 30 Sekunden der brennende Alkoholdampf, der Rand der Dose kann ab diesem moment als Topfständer benutzt werden. Die Performance per Weight Ratio ist was das Wasserkochen angeht beim Supercat Stove unschlagbar.


    Beim FFS wird eine Aluröhre in die Katzenfutterdose eingebracht, die einen 1-2 mm geringeren Durchmesser hat als die Katzenfutterdose. Diese Röhre ist mit feuerfestem, saugfähigem Material umwickelt (meist Glasfaserflies), in der der Akohol durch Kapillarkräfte nach oben steigen und verbrennen kann. Dadurch vermindert sich die Primingzeit drastisch, sie beträgt nur wenige Sekunden. Der Topf kann also quasi sofort nach dem Entzünden des Brenners aufgesetzt werden. Dies erkauft man sich mit höherer Komplexität des Systems, etwas höherem Gewicht sowie schlechterer Rückgewinnbarkeit nicht verbrauchten Brennstoffs (es bleibt immer etwas Alkohol im Glasfaserflies).


    Orientiert hab ich mich an dieser Anleitung: https://www.youtube.com/watch?v=1ug-UN1WwUA


    Das eigentliche Problem ist nicht die Herstellung des Kochers, sondern, die geeigneten Materialien zu finden. Ich hab einige Kombinationen ausprobiert, in der Hoffnung etwas zu finden, das funktioniert:


    - Pastetendose (DM) mit üblicher 330 ml Dose (z.B. Coke): die normalen 330 ml Aludosen sind so dünnwandig, dass das Alu die Hitze des brennenden Spiritus nicht aushält. Es verliert an Stabilität und kann das Gewicht des Topfes nicht halten.
    - Pastetendose (DM) mit Duftspraynachfülldose: das Alu der Duftspraydose ist deutlich dicker und optimal geeignet für die innere Röhre. Aber: der Kocher hat einen zu große Durchmesser und brennt daher zu schnell und zu stark. Die Flammen schießen um den Topf herum nach oben, dadurch geht zu viel Hitze verloren. Der Treibstoffverbrauch ist zu hoch, außerdem besteht Feuergefahr, wenn man in einer Apsis oder unter dem Tarp kocht. Dass dieses Problem durch den höheren Durchmesser im Vergleich zum Original verursacht wird, habe ich erst sehr spät erkannt. Ich habe endlos mit der Dicke der Glasfaserfilz-Umwickelung herumgespielt, dies spielt aber nur eine untergeordnete Rolle.
    - Letztendlich habe ich mir eine Dose Original Fancy Feast sowie einige (!) Flaschen Budweiser in der Aluflasche im Netz bestellt, um die Maße korrekt zu haben. Für die Fancy Feast Dose kann man die gängigen Katzenfutterdosen aus den Drogerien nehmen, die haben die gleiche Größe. Was ich nicht durch einfach zu bekommende Artikel ersetzen konnte, war die Bud-Flasche. Die hat einen einzigartigen Durchmesser und schön dickes Alu, da führt meines Wissens nach kein Weg dran vorbei. Vielleicht findet ja irgendwer mal was, sagt dann bitte bescheid. Bis dahin müssen wir Bier importieren und hoffen, dass Budweise nicht irgendwann aufört, diese Flaschen zu machen.


    Der Rest war easy:


    - Aus der Flasche eine Röhre der passenden Länge heraussägen, das geht mit der Bastelsäge sehr gut. Das Alu ist Dick genug, amn kann gut arbeiten, wenn man immer nur ein kleines Stück sägt und sich die Schnittkante vorher gut anzeichnet (Folienstift auf einem Buch abstützen und die Flasche daran herumdrehen). Die Kanten entgraten. oben vier kleine, vertikale Schlitze (2-3 mm) einsägen (siehe Bild), die Säge dabei schieben, nicht ziehen. Dann klappt's gut, ohne sich zu verfangen. Die Schlitze dienen dem Durckausgleich, damit das frische Ethanol ungehindert nachströmen kann.
    - Aus dem Glasfaserflies (gibt's im Baumarkt) eine Bahn mit der Breite von etwa 2 Katzenfuterdosenhöhen und der Länge eines Katzenfutterdosenumfangs ausschneiden, einmal der Länge nach falten und eng anliegend, mit der Faltkante nach oben um die Dose wickeln. Es hilft ungemein, wenn man das Flies mit Malerklebeband fixiert.
    - Die Katzenfutterdose öffnen und das Katzenfutter essen ;). Den inneren, scharfen Rand der Dose mit der runden Seite eines Löffels etwas nach unten drücken. Die Röhre in die Dose einschieben - fertig. Der letzte Arbeitschritt geht deutlich leichter, wenn der Rand vorher nach unten gedrückst wurde.


    Sollten noch Fragen offen sein, die nicht vom YouTubevideo oder von meinem zugegebenermaßen etwas langen und wie so oft etwas gestelzt formulierten Text geklärt wurden, dann bitte einfach raus damit.



    Mahlzeit,


    Roland

    weiter geht's:


    Drunter kommt z.B. das hier:


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    DIY Underquilt aus einem günstigen Schlafsack (Mängelexemplar, 15 Euro bei eBay, 700 g). Komfortabel bis etwa 10°C. Ich hab auch noch einen etwas größeren aus einem US-Army-Poncho-Liner, der ist aber ziemlich schwer (etwa 1 kg) und auch nicht wärmer. Seit gestern gibt's was Neues, da post ich später noch separat, wenn ich dazu komm. Zur Isolierung von oben hab ich einen McKinley Perth, da muss sich noch was ändern. Viel zu schwer und für Herbst und Winter zu kalt.


    Als Dach hab ich derzeit das hier:


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    DIY Hextarp, Silnylon, 20den, 36 g/m^2.


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    Schön verpackt, mit durchgehender Dyneema-Ridgeline, Dutch Hook (dendronaut), Dutch WASP (dendronaut), zwei Prusikschlaufen, zwei Minikarabinern, Snake Skins (dendronaut), Abspannleinen (4x Loop aus Shock Cord und je 2,5 m Dyneema/Polyester-Leine), 6 Aluheringen und Packsäcken. Gewicht liefer ich noch nach - das Ding hängt grad im Keller zum Trocknen, es hat geregnet letzte Nacht.


    Die Rollsäume und die Verstärkungen an den Ecken und an der Ridgline sind nicht sehr schön geworden, erfüllen aber ihren Zweck.


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    Dafür hat das Nähen der Kappnaht an der Ridgeline sehr gut geklappt. Auch bei meiner ersten Nahtversiegelung ist nichts groß schief gelaufen. Etwas unsauber, aber dicht (gestern Nacht ausprobiert).


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    Noch ein Beitrag, dann haben wir's geschafft ...

    Hallo zusammen,


    da ich nicht wusste, wo ich's sonst hinpacken soll, stell ich Euch hier kurz mein derzeitiges Setup vor. Sollte Interesse an Bastelanleitungen bestehen, sagt einfach Bescheid, dann schreib ich dazu was. Für den Fancee Feest Stove gibt's auf jeden Fall was detaillierteres. (Gibt's da ein Unterforum für sowas?).


    Also, das Wichtigste zuerst:


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    DIY Hängematte aus 47 g/m^2 Ripstop, genähter Tunnel an den Enden. Mit DIY Ridgeline-Organizer. 300 g ohne Aufhängung.


    Die Aufhängung ist klassisch: Selbstgenähte Treehugger mit DIY Zeltstangen-Toggles ...


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    ... dazu (klassisch) DIY Whoopie-Sling und -Hooks von DutchWare (über dendronaut).


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    Nur 5 Anhänge, deshalb weiter im nächsten Beitrag ...

    Bernd: Ich war im August auf Platz 2 -> 3 -> 4 -> 5 -> 6 und im Oktober auf 7 -> 5 -> 4. Waren alle toll, am besten hat mir der über'm Eußertal gefallen, da kann man schön auf einem Felskopf hängen mit toller Aussicht. Nicht so mein Ding war der Modenbacher Hof, wenige Bäume, das war etwas schwierig. Hab mich dann aber entschieden, mich quer über's Bächlein zu hängen - war dann doch ganz okay.
    @christian: Fotos hab ich momentan noch keine. Ich werd aber versuchen, bald welche zu machen und sie dann zu präsentieren. Einen Bericht zum Fancy Feest werd ich bei Gelegenheit auch mal schreiben.

    Hängematz: Da hast Du mich doch gleich beim Schwindeln erwischt. Ich war nämlich sogar noch etwa 20 Höhenmeter unterhalb des Gipfels der Kalmit und damit nur auf etwa 650 m. Windig und kalt war's trotzdem ;)
    Meine MYOG-Projekte sind bisher noch sehr überschaubar. Die Hängematte ist aus 47 g/m^2 Rip-Stop von extremtextil, gathered-end, mit genähtem Tunnel an den kurzen Enden. Das Tarp ist sechseckig, mit leichten Katenoiden, aus 36 g/m^2 Silnylon von extremtextil (woher auch sonst). an der Optik der Nähte sieht man ganz klar, dass ich ein Nähanfänger bin ;) Aber es ist funktional, und das ist ja das Wichtigste. Und die üblichen Kleinigkeiten hab ich mir natürlich auch gebastelt: Whoopie-Slings, Treehugger, Fancee Feest Brenner, Packsäcke, etc.
    Die nächsten Tage kommt der Stoff für den Underquilt und die Daune. Da bin ich mal gespannt, wie das wird. :D

    Hallo zusammen,


    ich bin der Roland aus Regensburg, mittlerweile in der Pfalz (Neustadt) und folgendermaßen hierhergekommen:


    1999: Als Zivi auf einer Italienfahrt zufällig zwei Wochen in einer klassisch brasilianischen Hängematte geschlafen, wie ein Murmeltier. Bei bestem Wetter, ohne irgendwelches Equipment außer einer Wolldecke.
    1999 - 2015: nur noch selten ohne Hängematte verreist, aber nie wieder drin übernachtet.
    Sommer 2015: trekking-pfalz.de entdeckt und für August eine 5-Tage-Tour geplant (Nachts nicht unter 15°C, trocken ausser ein paar Gewitterschauern). Ich wollte eigentlich im Biwaksack schlafen, fühlte mich darin aber so unwohl, dass ich angefangen habe, mir Gedanken zu machen, wie ich sonst einfach, günstig und komfortabel unterwegs sein kann. Und da war's klar: die Hängematte musste es sein. Also: eine TTTM Double (abgespannt mit 2 Kletterkarabiern und 5mm Reepschnüren), Decathlon Tarp (mit Paracord abgespannt), ein Poncho-Liner-Underquilt, ein 1,5-Kilo Schlafsack, kochen mit Spiritus. 18 kg-Rucksack, 6 kg davon waren Essen. Viel zu viel natürlich, aber mei, die erste Tour halt. Sonst war's Spitze, sper geschlafen auf jeden Fall.
    Oktober 2015: mit quasi der gleichen Ausrüstung ordentlich gefroren, vor allem auf der Kalmit (700 m.ü.N.N., 5°C und mächtiger Wind). Die Einsicht: das ist noch suboptimal.
    Seitdem: Nähkurs, MYOG Hängematte, MYOG Tarp, und diverse andere Verbesserungen. Basisgewicht (genauer Basismasse) ist ordentlich am schrumpfen, aber es geht noch einiges. Under- und Topquilt für den Winter sind die nächsten großen Projekte, im Dezember geht's wieder in den Wald. Dann werd ich sehen ;)


    Ok, so viel wollt ich eigentlich gar nicht schreiben. Also hör ich hier auf. Freu mich auf den Austausch mit Euch erfahrenen Hängern.



    LG, Roland

    Ich bin hier absolut neu, noch nie auf einem Treffen dabeigewesen, und kann auch nicht versprechen, dass es bei mir klappt. Aber: Mengerscheid erhöht bei mir die Wahrscheinlichkeit deutlich, da ich aus Neustadt/RLP anreisen würde. Also: wenn ich eine Stimme abgeben darf, dann für Mengerscheid.


    LG, Roland