Beiträge von echinotrix


    Diesen Sommer war ich in den Pyrenäen auf dem GR10 wandern. Allerdings ohne Outdoor-Ausrüstung, mein Rucksack war da wohl Anfang Woche rund 8kg schwer (ohne Wasser). Da gab es Frühstück und Abendessen in den Unterkünften. Für unterwegs hatten wir pro Person und Tag etwa 2 Getreidestängel, etwa 50g Schafskäse, zwei, drei Datteln und etwa 2 Biscuits dabei. Das hat zu meinem Erstaunen gut gereicht, bei bis zu 1'300 Metern Auf- und Abstieg pro Tag. Allerdings habe ich da abends beim köstlichen, regionalen Essen jeweils reichlich zugeschlagen - und ein grosses Bier gab es abends auch fast immer. :)

    Frühstück und Abendessen setze ich meist mit jeweils etwa 250 Gramm an, über den Tag gibt's etwa 400 Gramm zuckrige oder fettige Snacks. Ist wohl auch sehr unterschiedlich von Person zu Person. Zwei Müsliriegel, 50g Käse, drei Datteln und zwei Kekse würden mir nicht ganz reichen, glaube ich.

    Interessant wird's angeblich eh erst, wenn die Fettreserven weg sind (was bei mir sicher mindestens eine Woche dauern würde). Dann zeigt sich, was man wirklich braucht um den täglichen Verbrauch zu decken. Würd ich gerne mal ausprobieren - aber da muss ich noch ein paar Jahre warten, bis die Kinder entweder mitlaufen wollen oder aus'm Haus sind. ;)

    Beneidenswert schöne Bilder! Wunderschön. Da kann man zumindest ein bißchen verstehen, warum Du nicht nach Mengerschied gekommen bist.

    Ja, war toll. Die Tour hab ich schon im Mai reserviert, bevor vom Mengerschied-Treffen überhaupt eine Rede war. Bin ganz froh, dass das so gelaufen ist, weil ich deshalb nicht entscheiden musste, was ich mache. ;)

    Ein wenig erschrocken bin ich über das hohe Pack- respektive das hohe Gesamtgewicht. Aber dann habe ich kurz die Liste von fünf Tagen in den französischen Alpen angeschaut. Da hatte ich noch ein wenig mehr Gewicht dabei: etwas weniger Essen zwar, aber dafür etwas mehr warme Sachen. Hattest du am Schluss nicht einiges an Essen übrig?

    Wenn ich bei niedrigeren Temperaturen geh, kommt noch einiges dazu: Wollsocken, ein Lodenpullover, lange Unterhosen, eine Regenjacke, bei ordentlich Minusgraden noch eine isolierende Jacke. Und mehr Brennstoff. Bestimmt nochmal 1,5 Kilo mehr, also an die 10 Kilo Baseweight. Schon viel, ich weiß. Aber ich bin zufrieden so. Sommer zwischen 7,5 und 8,5 Kilo, Winter an die 10. Ist okay.

    Essen blieb mir nicht übrig. Ich brenn ziemlich was weg, vor allem wegen den durchschnittlich 800 Höhenmetern täglich. Ein bisschen weniger wär noch gegangen, aber nicht viel. Ich nehm halt auch nicht die hochkalorischen Trekkingsachen mit, sondern "normales" Essen.

    Super Reisebericht!
    Wie siehts aus mit Hängemattenkompatibilität bei den von Dir besuchten Plätzen?
    Hast Du mehr Bilder?

    Platz 5 (Eußertal): Spitze. Haufenweise Bäume im richtigen Abstand. Für diejenigen, die ihrer Aufhängung vertrauen, gibt's ein paar grandiose Plätze am Abgrund. Wenn da halt in der Nacht was reisst, dann schaut's echt übel aus - es geht viele viele Meter steil bergab (siehe mein fünftes Bild - ein paar Schritte hinter mir geht's etwa 25 Meter fast senkrecht runter). Ich hab's (wie schon oft) trotzdem gemacht, die Aussicht im Porchmode ist einfach grandios. Komischerweise hatte ich diesmal ein etwas mulmiges Gefühl beim Einschlafen. Nicht lachen: Ich hab mir dann sicherheitshalber das lose Ende einer der Whoopies ans Bein gebunden - hauptsächlich aus psychologische Gründen - und dann auch super geschlafen.

    Platz 4 (Annweiler): Etwas schwierig. Eine relativ gute Hängemöglichkeit etwas abseits der Zeltplätze (andere Seite des Weges), und einige weitere gute Baumpaare mit schöner Aussicht aber sehr starkem Gefälle (aber dafür ohne tödlichen Abgrund wie bei Platz 5).

    Platz 3 (Leinsweiler): viele schöne Plätze. Der Platz selbst ist insegsamt auch sehr schön, aber manchmal mit vielen Mücken (Tallage, Bächlein und Feuchtwiese nebenan).

    Platz 2 (Lindelbrunn): Wunderbar, toller Platz mit vielen Hängemöglichkeiten.

    Platz 1 (Guttenberg): Auch sehr schön, mit vielen Bäumen. Etwas ausgesetzt, daher manchmal etwas windig (gilt auch für die Plätze 7, 5 und 2).

    Mehr Bilder hab ich leider nicht, nein. Das Handy blieb meistens in der Tasche.

    Ja, schade, dass Du so viel arbeiten musst. Aber wir werden es sicher mal hinbekommen. Meld Dich einfach, wenn's Dir mal passt. Ich bin fast jede Woche einmal im Wald zum übernachten, mindestens alle zwei. Aber halt leider immer unter der Woche, die Wochenenden sind Familienzeit. Noch ist es ja einigermaßen lange hell, wir können uns ja auch mal etwas später treffen und früh wieder aufbrechen.

    Weinsteig hatte ich einige Male mit drin, auch den Waldpfad und den Höhenweg. Meine Route als gpx gibt's hier.


    Gruß, Roland

    Liebes Forum,

    während ihr in Mengerschied abgehangen seid, war auch ich nicht untätig. Von Freitag bis Mittwoch lief ich von Edenkoben an die französische Grenze und wieder ein Stück zurück. Zum Übernachten nutzte ich die Trekkingplätze Nr. 5, 4, 2, 1 und 3, insegsamt kam ich auf 120 Kilometer und 4000 Höhenmeter.

    Mein Material:

    • Wandern und Camping

      • Osprey Kestrel
      • DIY Hängematte
      • DIY Topquilt
      • DIY Underquilt
      • DIY Tarp
      • All-in-one-sheet
      • Trekkingstöcke
      • Kartenmaterial und Kompass
      • NiteCore Tube Lampe
      • Müllsackliner
    • Kochen, Hygiene und Survival

      • Hygienebeutel (Klopapier, Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide, Melkfett, Babypuder, Kernseife, Autan)
      • Kochset (1-l-Titantopf, Fancee-Feest-Stove, Titanlöffel, Windschutz, Feuerstahl, 300 ml Ethanol)
      • Wasseraufbereitung (Sawyer Mini, zum Schwerkraftfilter ummodelliert)
      • Viktorinox Trailmaster
      • Erste-Hilfe-Set (inkl. Ibuprofen, Magnesium und einiger anderer Medikamente)
      • zwei 1,5-Liter PET-Flaschen
    • Luxusartikel

      • Jolla Handy
      • Anker Astro mini Powerbank
    • Kleidung im Rucksack

      • Strickjacke aus Wolle
    • Regen- und Sonnenschutz

      • Euroschirm Trekkingschirm
    • Kleidung am Körper

      • T-Shirt aus Merinowolle
      • kurze Polyesterhose
      • dünne Socken aus Merinowolle
      • Trailrunner und Lycra-Gamaschen
      • Koptuch aus Merinowolle


    Zum Essen hab ich pro Tag etwa 1 Kilogramm dabei gehabt:

    • morgens: 250 Gramm Knuspermüsli (trocken gegessen)
    • tagsüber: 125 Gramm Studentenfutter, 75 Gramm Salami, 2 Scheiben Knäckebrot, 4 Müsliriegel
    • abends: Trotellini oder Reis mit Linsen


    Base weight: 8,4 Kilo
    Pack weight (inkl. Essen, Wasser, Brennstoff): 16 Kilo
    Skin out weight: 17,8 Kilo

    Gelaufen bin ich jeden Tag zwischen 20 und 25 Kilometer. Die ersten beiden Tagen hat's geregnet, dank Schirm hat mir das aber nicht viel ausgemacht. Die Trailrunner wurden patschnass, aber dafür auch sehr schnell wieder trocken. Ansonsten war bestes Wanderwetter (20-25°C, häufig bedeckt oder wechselhaft). Tolle Stimmungen, viel Natur, schöne Aussichten, viel Ruhe und Bewegung. Mehr Erholung geht nicht.

    Hier noch ein paar Bilder:







    Gruß,

    Roland

    Bei einem Wintertreffen wär ich auch dabei, wenn alles passt . [USER="112"]Stesch[/USER] hatte dafür mal eine Location vorgeschlagen, was war das nochmal? Ein deutscher Frozen Butt Hang, sozusagen. Am liebsten mit ordentlichen Tagestouren und viel Feuer am abend, damit man warm bleibt. Leider ist es hier bei mir in der Pfalz immer zu warm, sonst würd ich gerne was auf die Beine stellen. Wenn aber jemand eine gute Location weiss, dann helf ich natürlich bei der Organisation. Heidis Vorschlag hört sich gut an: https://www.haengemattenforum.de/forum/outdoor/…es-forentreffen.

    LG, Roland

    Schönen Gruß nach Mengerschied. Schade dass ich nicht dabei sein kann. Hab ja schon einen kleinen Eindruck davon erhaschen können, wie angenehm die HMF-Treffen immer sind..
    Ich brech in zwei Stunden auf die (schon länger geplante) Konkurrenzveranstalt "Pfälzerwald-Solo-Tour 2016" auf. Fünf Tage, 110 km, von Edenkoben an die französische Grenze und zurück. Mal schauen, wie die Beine mitmachen.:D

    Da hab ich mit Spaghetti und Tomatensosse gute Erfahrungen gemacht. Geht wunderbar im Dörrautomaten. Nach dem eigenen Geschmack gekocht, Nudeln und Sosse separat getrocknet. Dann vor Ort im Topf oder im Gefrierbeutel rehydriert. Geschmacklich fast wie frisch gekocht.

    Ich hab häufig so halbfertige Tortellini dabei. Die sind lecker, nicht allzu schwer und auch ohne Kühlung problemlos haltbar. Gibt's z.B. beim dm, oder im Biomarkt, da teilweise sogar in demeter-Qualität. Ich geb meistens noch ein bisschen Instantsuppenpulver dazu, dann hat man gleich noch sowas wie eine Tomatensoße (oder auch Bärlauch- oder Champignonsoße). Von den Geschmacksverstärkern her ist das dann voll in Ordnung, kein Glutamat, wenig Salz.
    Wenn ich Instant-Asianudeln mach, dann nehm ich meist Schnellkoch-Mie-Nudeln pur aus'm Asialaden, das Seasoning mach ich dann mit original asiatischen Würzpasten. Wenn man da ein bisschen die Inhaltsangaben liest, kommt man mit relativ wenig Chemie zu einem ziemlich guten Gericht. Natürlich nicht mit frische Gekochtem vergleichbar, aber viel besser geht's kaum.
    Im Frühjahr und Sommer bereichere ich meine Essen meist auch noch mit Wildkräutern, oft als Salate. Vogelmiere, Brennessel, Gänsefuss, Sauerampfer, etc. es gibt viel. Ein bisschen Salz, Essig und Öl dazu und gut isses.

    Hi Marco,

    vielen, vielen Dank für die Doku. Das mit dem Kreide-Edding ist eine Spitzenidee, macht mir das Leben beim nächsten Projekt sicher einfacher. Hab bisher immer mit Malerkrepp "angezeichnet", was aber nicht sehr elegant und sehr anstrengend ist.

    Roland

    Irgendwie versteh ich das noch nicht ganz. Die unter dem im letzten (Werbe-)Post angegebenen Link angebotenen Hängematten sind doch nichts anderes als ganz normale gathered-end -HMs, oder? Nur, dass halt der obere Teil des Stoffes durch Schnüre ersetzt ist. Was ja auch nicht anders geht, weil man den dicken Baumwollstoff nicht so raffen kann wie unsere dünnen Rip-Stops. Und auch die Abmessungen sind mit 340x150 cm nicht gerade riesig. Also nix mit traditionell brasilianisch. Wie die Amazonas-Dinger halt.
    So wie ich [USER="46"]TreeGirl[/USER] verstanden hab, gibt es bei den originalen brasilianischen HMs noch wichtige Unterschiede, die den Liegekomfort deutlich beeinflussen (4 m Länge, durchgehende Längsfäden).
    Also meine Frage (die vielleicht auch für [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] interessant ist): wo kriegt man "echte" brasilianische Hängematten (wenn man sie denn kaufen und nicht selbermachen möchte)?

    Hmm, das mit dem Rohr versteh ich nciht ganz. Wenn ich die Daunen auf der einen Seite reinstopfe, fallen die dann nicht auf der anderen Seite leicht wieder raus? Oder halten die sich ausreichend gut aneinander fest? Oder gibt's da nen Trick, den ich nicht mitbekommen hab?

    Mit der Staubsaugermethode hab ich relativ gute Erfahrungen gemacht. Ich hab einen Industriesauger von Kärcher verwendet, der hat ineinandergesteckte Plastikrohre die wunderbar für die von [USER="18"]DL1JPH[/USER] erwähnte Methode geeignet sind.

    Alternativ gibt's auch noch die Staubsaugermethode für fortgeschrittene: Der Down Educator. Noch nicht ausprobiert, schaut aber sehr elegant aus.
    Ein Video dazu git's hier. Leider habe ich noch keine Bezugsquelle für das Rohrzeugs gefunden, sonst hätt ich's mal getestet. Insbesondere bei diesem "baffled drain tee" hab ich keine Ahnung, wie's auf deutsch heisst und wo man's her bekommt. Hat da vielleicht jemand einen Tip?

    Im Herbst werd ich den nächsten Daunenquilt nähen. Vielleicht kannst Du ja bis dahin Deine Erfahrungen teilen, [USER="236"]Hürtgenforest[/USER].