Ich weiss zwar nicht genau, was Du meinst, aber das hört sich interessant an. Zeig mal ein paar Bildchen, wenn Du's ausprobiert hast, bitte.
Beiträge von echinotrix
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Herzlich willkommen! Eigentlich: Servus. Ich bin ursprünglich aus Regensburg. Einen Süd-Ost-Häng würde ich durchaus unterstützen! Im Bayerischen Wald gibt's ja auch schöne Flecken. Oder irgendwo im Fränkischen. Oder Allgäu. Oder Oberbayern. Luxushäng am Tegernsee, oder sowas. Mit Gamsbart und Lederhosen.

+1 auf die Mitgliederkarte. Ich helf gerne bei der technischen Umsetzung, sollte nicht so kompliziert sein.
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Vieleicht könnte man ja so (diagonal) einen bestehenden UQ in Richting Wooki verschlimmoptimieren...
Grüße
Daran dachte ich auch schon.
Ich kann mir vorstellen, dass das gut geht. Einfach an jedem Ende eine Stoffbahn annähen und wookimäßig aufhängen. Der Nachteil wird halt dann das Gewicht sein, weil Du viel Isolation hast, die eigentlich nicht nötig ist. Sofern Du immer gleich liegst. Aber das ist ja gerade das, was mich am Wooki stört: dass man immer ziemlich gleich liegen muss. Hätte sich damit erledigt. Ein Wooki mit deutlich größerer Liegefläche sozusagen.
Mehr als ein Quilt mit Gummiseilen wiegt das bisschen Ripstop auch nicht, glaube ich. Aber das ist jetzt eine sehr kühne Aussage rein aus dem Bauch heraus. Könnt auch sein, dass der Stoff mit deutlich mehr zu Buche schlägt als Gummiseil.
Werd das mal durchrechnen, bei Gelegenheit. Und vielleicht schnapp ich mir auch mal einen meiner ersten Quilts, den ich aus einem alten Schlafsack gemacht hab, als Versuchsobjekt, um das auszuprobieren.
Natürlich muss man bedenken, dass Warbonnet (so wie die anderen Cottage-Vendors) einen Haufen Entwicklungsarbeit in ihre Produkte investiert haben. Mit Sicherheit gehen so einem fertigen Produkt 20 oder mehr Prototypen und viel Erfahrung aus anderen Projekten vorraus, das kann man natürlich nicht so auf den ersten Versuch besser machen. Aber rumprobieren macht ja Spaß, auch, wenn's am Ende in die Hose geht.
Ich berichte.
Gruß, Roland
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Der Aufhängungswinkel ist ja eine Katastrophe, und einer der beiden Bäume ist auch reichlich dünn. Würde mich nicht wundern wenn die "Entwickler" noch nie in einer Hängematte geschlafen hätten. Sehr frech jedenfalls.
Ich mach das ab jetzt auch: ich hätte da eine Bridgehängematte namens "Tiefschlaf" im Sortiment. Revolutionär, sag ich Euch!

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Hallo zusammen,
nachdem ich nun ein paar Nächte im neuen Robic 1.7 XL von Ripstop by the Roll verbracht habe, wollte ich mal kurz meine Meinung dazu abgeben.
Der Stoff hält, was er verspricht. Fühlt sich sehr angenehm an, ist äußerst stabil und gibt gerade so viel nach, dass er bequem ist aber keine zu großen Falten macht. Ein 1a-Hängemattenstoff also.
Hab bisher nur gewhippt, die Kanten sind noch unversäubert. Ich zeig ein paar Bildchen, wenn ich die Matte genäht hab.
An der Stelle möchte ich auch nochmal den Hängemattenstoff von extremtextil loben. Ich schlaf jetzt seit fast 4 Monaten darin und bin echt begeistert davon. Er hat ein ganz ähnliches Dehnungsverhalten wie das Robic 1.7, ist aber etwas schwerer (umgerechnet liegt er bei 1.9 oz/yd^2). Dafür fühlt er sich meiner Meinung aber sogar noch etwas besser an als das Robic, letzteres ist ein bisschen rauer. Und günstiger ist er auch (5,90 vs. etwa 8 Euro).
Insgesamt sind aber beide Stoffe sehr empfehlenswert.
Gruß, Roland
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Gurtband für Tunnelzüge ist Overkill. Ich habe gute Erfahrungen mit Polyester-Geschenkband gemacht (z.B.
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War heute Nacht draußen, in der Nähe der Kalmit. Eigentlich bin ich rauf, um ein paar mehr Minusgrade zu kriegen und damit das Setup für die Vogesenexkursion zu testen, aber "leider" gab's eine sehr ausgeprägte Inverswetterlage: oben auf'm Kalmitgipfel hatte es 6°C bei klarem Himmel und wenig Wind, während in der Reinebene bei -3°C der gefrierende Nebel hing. War aber trotzdem schön.
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In dem Text steht, dass Lebendrupf in Europa streng verboten ist, man aber reife Daunen während der Mauser auf anderem Wege ernten darf, z.B. durch ausbürsten. Die European Down and Feather Association ist dafür zuständig, dies zu Überwachen.
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Daunen werden gesammelt, gerupft und sonst wie "erzeugt" und dann an einen Großhändler verkauft.
Dabei sind dort Federn, Dreck, Kot und andere Dinge drin.
Dieser kauft aber nicht nur von Totrupfbetrieben, sondern auch von Lebendrupfbetrieben und alles zusammen
kommt in das großes Silo um anschließend in die entsprechende Cuin oder Fillpower sortiert zu werden.Ich glaube, es gibt nur zwei Möglichkeiten, wir wir dem Dilemma Herr werden:
- regionaler Einkauf mit Möglichkeit zur Hofbesichtigung
- Gesetze und Kontrolle der EinhaltungLetzteres sollte ja eigentlich schon gegeben sein, zumindest in Europa:
"It should be noted, however, that European countries are permitted to harvest down and feather from live birds, but only during molting season under clearly defined legal stipulations. Molting is the period of time in which a bird naturally changes its feathers. Molting is a natural, but complex, process because the birds must retain some of their feathers to keep warm; when a new generation of feathers has matured, the old ones are shed. The molting of geese allows for down and feathers to be gathered after they have fallen off the geese. During molting season, geese can also be gently brushed or combed to remove loose down and feathers. This harvesting process is governed by a number of provisions, including the European Convention for the Protection of Animals Kept for Farming Purposes. According to this standard, harvesting feathers may not take place outside of the molting season, and live - plucking is strictly forbidden by law.
The European Down and Feather Association (EDFA) has been dedicated to checking and monitoring farms and breeding plants for years as part of its traceability program, to ensure these standards are met across Europe."Aus dem oben zitierten Dokument von Schmitz.
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Locolibre hat auch Entendaune und der Topquilt kostet keine 1000€.
Eiderentendaune aus Wildsammlung. Nicht einfach nur Entendaune, das ist für's normale Volk!
http://www.eiderdaunen.info/eiderdaunen.html
Eine Decke mit 500 g Füllung kostet 3.390 Euro, die größte, wärmste Variante liegt bei fast 10.000 Euro! Teuer genug?
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Kurzer Zwischenruf,
LEAVE NO TRACE umfasst ja viel viel mehr als Daune und deren Herkunft.Mein Post war auch eigentlich eher in die allgemeine Richtung gedacht, die Daune war eher Aufhänger.
Wollen wir den Titel dieses Fadens nicht besser anpassen auf "Daune und deren Herkunft / Alternativen" ?
Gerne, finde ich auch passender. Eine allgemeine Unterhaltung zu LNT können wir ja dann mal führen, wen wir uns mit der Daune müdediskutiert haben.
Admin, bitte!?
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Eine erster hochwertige Quelle: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2010.1886/full
Kernaussage: die Gewinnung von Daune kann grundsätzlich auch unter Berücksichtigung des Tierwohls erfolgen.
Voraussetzungen: kein Rupfen, sondern nur Absammeln reifer Daunen; gut ausgebildete Fachkräfte
Empfehlung: Kontrollinstanzen, die tiergerechtes Vorgehen überwachenTreegirls Anmerkung, dass die Bauschkraft der Daune vom Alter der Tiere abhängt und nicht von der Anzahl der Rupfungen habe ich bestätigt gefunden:
"Fill power is partly a function of cluster size. Since large, mature birds tend to produce larger down clusters, higher values of fill power can be obtained using down clusters from mature geese."
Harry Schmitz (Erscheinungsdatum unbekannt): The Sustainable and Humane Practices of the Down and Feather Industry. Whitepaper des "International Down and Feather Bureau". Seite 8. http://www.idfb.net/wp-content/upl…per_6.07.16.pdf
Die Unabhängikeit des "International Down and Feather Bureau" (Sitz: Österreich) kann ich nicht einschätzen.
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.. hier der Link zu der Auflistung vom ODS. [...]
Leider sind bei dem Artikel von ODS auch keine Quellen angegeben. Schon schwierig, da was zu finden. Aber meistens ist es ja eher so, dass das, was "man so hört", noch weniger schlimm ist als die Realität. Grundsätzlich bin ich ja Optimist, aber wenn's um Geld geht braucht man sich da nicht die Hoffnung machen, dass ein Unternehmen da mehr macht, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Und das ist in vielen der Produktionsländer von Daune (Polen, Russland, China) nicht viel.
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Ich habe gehört, daß Daune, welche feiner als 800cuin ist, erst ab dem vierten
Lebendrupf gewonnen werden kann.Ui, ist ja noch schlimmer als ich befürchtet habe.
Ich stimme [USER="134"]babaloo[/USER] zu: Es wäre echt wichtig, hier mal einen Experten (sprich Daunenproduzenten) dazu zu hören. Ich befürchte aber, dass man da nur ganz schwer Statements bekommt, die Produktionsbedingungen sind - wenn sie denn wirklich so schlimm sind - nicht gut für die Publicity.
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Ich denke wenn man da anfragt, bekommt man sicher heimische Gänsedaune von Tieren, die nicht extra dafür erzeugt und getötet werden.
Ja, frag mal an, Bernd. Ich hätte da durchaus Interesse. Oder schick mir eine Adresse, wenn Du eine hast.
Ob diese Daune allerdings da die Merino Daune ran kommt, weiss ich nicht.
Das sicher nicht, aber dann hat der Quilt halt 200 Gramm mehr. Dafür hat man ja dann ein leichteres Gewissen.
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Gerade entdeckt: zufälligerweise geht's im neuesten HYOH Podcast genau um das hier angesprochene Thema: http://www.hyohpodcast.com/
Vielleicht findet sich ja doch noch mal ein pflanzliches Produkt, z.B. das hier.
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Hallo echinotrix, bei der Herkunft solcher Daunen bin ich vollkommen deiner Meinung. Deshalb hatte ich auch nur nach Kunstfaser geschaut. Allerdings ist die halt zumeist doch nochmal schwerer als die Daunen. Trotzdem würde ich Daunen auch nicht aus China kommen lassen. =)
Mal ein ganz schwieriges Thema.
Ich glaube, bei Daunen darf man sich insgesamt keine falschen Vorstellungen machen.
Der Optimalfall: Eiderentendaune aus Wildsammlung nach Brutende
Der bessere Realfall: Totrupf
Der schlechtere Realfall: LebendrupfWenn's halt so einfach wäre.
Ersteres ist unbezahlbar. Allein die Daune für einen 3-Season-Quilt würde an die 1000 Euro kosten (hätte dafür aber dann auch weit über 1000 cuin - das wär mal ein Quilt!).
Und die andere hochwertige Daune (800cuin und drüber) entwickelt sich meines Wissens nach frühestens nach dem zweiten Rupf! Damit kommt im Grunde sogar die "Daune aus Totrupf" oft von Tieren, die vorher schonmal lebend gerupft wurden, Klassische Verbrauchertäuschung.
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass die allermeiste Daune aus schlechten bis katastrophalen Haltungsbedingungen stammt. Bei der als "aus Totrupf" ausgezeichneten Ware hat man die Chance, dass die Produktion einigermaßen tiergerecht abgelaufen ist, Bei kbT-Ware schaut's hoffentlich besser aus. Bei jeglicher anderer Ware kann man sich sicher sein, dass da nichts Gutes dahinter steckt. Soweit ich weiß verwenden alle der renommierten Hersteller von Hängemattenquilts konventionelle Daune. Ist meiner Meinung nach einfach der oben genannten Tatsache geschuldet, dass es die gute Daune schlichtweg nicht aus kbT gibt. Weder aus den USA, noch aus China.
Heisst natürlich nicht, dass man deshalb mit ruhigem Gewissen in China bestellen kann. Da kommen ja auch noch andere Dinge dazu (Haltungsbedingungen der Häherinnen, etc.). Aber bezüglich der Daune sind die Alternative nur unwesentlich besser.
Mit Merinowolle ist's ähnlich schwierig, aber etwas besser. Gott sei dank produzieren auch gut gehaltene Schafe Spitzenqualität.
Und Synthetik? Da leidet kein Tier direkt, es verursacht aber dafür ordentlich Umweltschäden.
Hier abzuwägen finde ich äußerst schwierig.
Meinem Gewissen tut's immer gut, wenn ich mir dann vor Augen halte, wie ich die meisten meiner Urlaube verbringe: zu Fuß im Wald in meiner Gegend, nur ausgerüstet mit dem für mich Nötigsten. Am besten selbstgemacht.
Aber wir leben in einer komplexen Gesellschaft, und auch wenn wir in den Wald gehen, können wir nicht keine Spuren hinterlassen.
Gruß, Roland
P.S.: Die hier abgegebenen Einschätzungen zu Daune haben keine fundierte Grundlage sondern beruhen auf Aussagen anderer Personen - die das sicher auch nicht immer genau recherchiert haben. Ich lasse mich da also jederzeit gerne eines Besseren belehren.
P.P.S.: Ich will natürlich niemandem hier sein Hobby vermiesen. Ich sitze ja im selben Boot. Aber es hilft halt nix. So schaut's wohl oder übel aus.
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... glaubst du man könnte, wenn man mehrere Lagen Apex verarbeitet, ein Art 3D Shape generieren...
Ich befürchte auch, dass der Kleber das Apex angreift - aber das kann man ja leicht ausprobieren. Wenn's Dich wirklich interessiert, dann kann ich beim nächsten Baumarktbesuch mal eine Dose kaufen und auf ein paar Apex-Reste draufsprühen.
Aber wie Treegirl schon sagte: der Wooki/Sooki macht das eigentlich sowieso schon. Den zieht's in jede Falte rein, das ist echt beeindruckend. Dass das nicht früher jemand kommerziell umgesetzt hat, wundert mich. Ideenmäßig war selbst ich ja schonmal kurz davor, obwohl ich erst seit einem Jahr bastle. Ich dachte damals an eine Double-Layer, bei der die untere Schicht fest mit der Isolation verbunden ist, die Ränder der Stoffbahnen aber nicht vernäht sind. Die Bahnen wären nur durch das Whipping der Enden zusammengehalten worden. So, wie's Warbonnet jetzt mit dem Wooki umgesetzt hat, ist's natürlich noch feiner, weil der Wechsel der Isolationsschicht deutlich einfacher geht.
Vorgestern Nacht bin ich übrigens dazu gekommen, den neuen Quilt bei -3°C mal einem ersten Test auszusetzen. Er hat sich wacker geschlagen, geht sicher noch kälter. Zwei Probleme gibt's aber:
(i) Ich hab nicht ganz sauber genäht. An ein paar Stellen hab ich den unteren Stoff doppelt erwischt, wodurch sich der Zug dann nicht ganz gleichmäßig auf den Stoff verteilt. Es entstehen kleine Kanäle am Rand des Quilts und dadurch gibt's ein paar Kältepunkte. vielleicht mach ich die betroffenen Stellen nochmal auf und korrigier das.
(ii) Bei mir auf der Terrasse hängt mein Fussende etwas niedriger als normal. Dadurch bin ich im Laufe der Nacht etwas an Fussende der HM gerutscht und lag damit nicht mehr ganz auf der Isolierung. Nachdem ich meine Position korrigiert hab, war's wieder kuschelig.
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Ach, danke für den Tip. Dann mach in Zukunft immer den HF-Post zuerst.