Herzlich willkommen!
Beiträge von echinotrix
-
-
Ja, 149 cm könnte passen. Ich hätte unvoreingenommen 148 gesagt, aber in der Mitte ist die Messung nicht ganz einfach.
Danke für's nachmessen. Gut zu wissen, dass die den XL-Wooki auch nicht breiter gemacht haben, als den kleinen.
-
Es ist tatsächlich so, dass bei einem Hängewinkel von rund 30° die Verkürzung einer Hängematte um 1cm den tiefsten Punkt um rund 1cm näher an die Ridgeline bringt. Wenn du also an jedem Ende 1cm ziehst,insgesamt also um etwa 2cm verkürzt, so bringst du den Rand rund 2cm näher an die Ridgeline.
Hört sich realistisch an.
-
Ich verwende ja die Luxus-Lötpistolen-Version mit einer Spitze die das Schneiden einfach macht. Dazu habe ich mir ein Alu-Lineal und eine 30cm x 40cm große Edelstahlplatte von eBay besorgt. Zuerst habe ich auf Holz geschnitten, aber da bekommt man sehr schnell tiefe Gräben, die das gerade Schneiden unmöglich machen. Die Edelstahlplatte verwende ich jetzt seit mehr als 2 Jahren und man sieht zwar wo ich viel schneide, aber bis die Gräben tief genug werden und Probleme machen werden noch einige Jahre ins Land gehen.
An sowas in der Art dachte ich auch schon. Aber da muss man ja dann ständig die Platte rumschieben, ist ja dann ähnlich nervig wie mit'm Rollschneider. Das ist der Grund, warum ich wieder zurück zur Schere gewechselt habe.
Ich hatte den Eindruck, dass die Profis noch was anderes haben, siehe 0:27 in diesem Video. Es sah für mich so aus, als wäre da unten ein Plättchen direkt am Heißschneider dran, das damit das Arbeiten ohne hitzeunempfindliche Unterlage ermöglicht. Weiß jemand, was das für ein Gerät ist?
-
Nachdem ich nun vier Nächte mit dem neuen Quilt draußen verbracht habe, kann ich meine Hoffnung bestätigen, dass er wie erwartet funktioniert. Bei 2-3°C war mir insgesamt kuschelig warm und ich hatte keine kalten Stellen. Allerdings musste ich schon einige Zeit damit verbringen, herauszubekommen, wie ich das Whipping am besten mache. Anfangs hatte ich nach dem Raffen ordentlich an den Kanten gezogen, damit der Quilt an den Füßen und an der Schulter gut anliegt. Ich habe bemerkt, dass das aber dazu führt, dass unter den Waden eine Lücke entsteht. Nach einigem Hin- und Hergetüftel habe ich festgestellt, dass der Quilt optimal anliegt, wenn man nach dem Raffen nur ein ganz klein wenig an den Kanten zieht (1 cm), gerade genug, um die Seiten ein bisschen anzuheben. So sitzt der Quilt perfekt. Ich glaube, das wird beim Original Wooki vom Tunnelzug am Kopfende und vom Knubbel-Whipping am Fußende übernommen.
Mal noch eine Frage an die Wooki-XL-Besitzer: hat der XL auch 149 cm Breite wie der kleinere Wooki? Könnte da mal jemand nachmessen?
-
Das wellige schneiden mit der Lötpistole verhindert man,
indem man an einem Holzlineal oder Leiste entlang schneidet.Ich habe keine Lötpistole, ich schneide altmodisch mit der Schere oder dem Rollschneider. Danach ziehe ich die Kante einmal kurz über eine Flamme.
Wenn Du mit dem Lötkolben schneidest, was nimmst Du als Unterlage?
-
Danke. Und noch ein paar Fragen: wie lang ist der fertige Wooki? Hast du Tunnelzüge in die Enden genäht? Und welches Material hast du für die Stege verwendet - das leichte Moskitonetz von ExTex?
Der Trägerstoff (i.e. Der Aussenstoff) ist 360 cm lang und kann dadurch auf jede HM-Länge bis etwa 11,5' angepasst werden. Die Enden sind nur gewhippt, keine Tunnelzüge. Das Whipping mache ich, indem ich den Stoff an der gewünschten Stelle raffe, dann ein klein wenig an den Staffkanten ziehe, und dann umschlage, entweder um das Gummiseil oder um ein Stück Schnur (siehe Fotos). Für die Stege habe ich das leichte Moskitonetz von ExTex verwendet, wie du schon vermutet hast.
-
Warum ist denn der Quilt so schwer, wenn da 650 g Daune drin ist und er auf über 1 kg kommt? Aus welchem Material ist die Hülle?
-
Also du hast den Stoff nur einmal umgeklappt? Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, aber das macht Sinn, weil man die Schnittkante ja nicht sieht.
Hast du die Stege an den Seiten mit dem Stoff verbunden oder "offen" gelassen?
Ja, der Stoff ist nur einmal umgeschlagen. Aus genau dem von dir genannten Grund.
Die Stege habe ich nicht speziell eingenäht, aber sicher ein bisschen mit erwischt.
-
Wie hast du dein Schnittmuster übertragen - einfach nur mit Hilfe vom Maßband? Oder hast du dir ein Schnittmuster gemacht?
Nur mit dem Maßband.
Und hast du die äußere Hülle zuerst gesäumt und dann einfach auf den Trägerstoff genäht? Die Falten hast du Pi mal Daumen eingenäht, oder gibt es da einen Trick? Hast du die Stoffe mit Nadeln zusammen gesteckt?
Die äußere Hülle habe ich zuerst gesäumt, einfach einmal umgeschlagen und abgesteppt. Für die Falten habe ich die Stoffe an den Stellen, an denen die Trennwände der Kammern enden, so gesteckt, dass deren Nähte genau übereinander liegen. Dann habe ich den Stoff der äußeren Hülle nach Gefühl eingeschlagen, die Falte gesteckt und dann genäht. Hat gut funktioniert. Eine sehr effiziente und saubere Methode. Abnäher sind überflüssig, meiner Meinung nach. Wer hat's erfunden? Warbonnet! (Oder?)
Und wie verhindert man, dass beim Nähen die gerade eingefüllte Daune wieder raus fliegt?
Da muss man gar nix machen. Mit dem Rohr habe ich die Daune als relativ kompakten Klumpen so weit unten in den Kammern versenkt, dass da nix rausgeflogen ist beim Nähen. Musste nicht einmal besonders aufpassen.
Wenn man allerdings die Materialkosten zu Grunde legt, muss man sagen dass der Original Wooki ziemlich preiswert ist.
Ja, allerdings. Ich denke, dass man den Quilt in Einzelfertigung mit etwas Optimierung der Arbeitsabläufe in insgesamt etwa 5 Mannstunden machen kann. In Massenfertigung geht's sicher noch etwas schneller. Die Materialkosten muss man zum Vergleich mit dem Original-20°F-Wooki noch etwas geringer ansetzen, ich habe ja etwa 50 Gramm mehr Daune drin. Aber 250$ sind schon echt krass. Ich frage mich, wie viel die da dran noch verdienen.
Hast du den Malerkrepp nach dem Nähen wieder entfernt?
Ja, das Krepp habe ich immer entfernt.
Wenn ich allerdings bedenke wieviel Zeit, Geld und Arbeit darin steckt, würde es mich doch eher zum Kauf eines Wooki veranlassen. Es sind bei dir aber sicher auch eher die Freude am Selbermachen und am Gelingen.
"Lohnen" tut sich das Selbermachen aus finanzieller Sicht nicht, da hast Du vollkommen recht. Man muss ja eigentlich auch noch die Ganze Entwicklungsarbeit und die Prototypen mit einberechnen. Der Quilt, so wie er jetzt hier hängt, ist ein Vermögen wert. Für mich ist DIY schon fast sowas wie eine Übersprungshandlung: ich kann grad nicht raus, also bastel ich was. Und das Handwerk macht halt einfach Spaß. Darüber hinaus kommt für mich noch dazu, dass ich halt auch genau das bekomme, was ich gerne hätte. Der Original-Wooki hat für mich zwei Nachteile: die isolierte Fläche ist mir zu schmal, und seine Aufhängung ist "fix", er lässt sich nur schwer an verschiedene Hängematten anpassen. Beide (subjektiven) Nachteile sind bei meinem Quilt behoben.
-
Das mit der Wolldecke kann ich mal ausprobieren. Müsste ich mal schauen, wie ich das am cleversten mache - auch damit kann ich heute Abend etwas experimentieren.
Was ergibt für das Aufhängen hierbei am meisten Sinn, ohne die Wolldecke kaputt zu machen? An jedem Ende ein Seil festbinden und dann die Decke unter der Hängematte aufhängen und oberhalb der Hängematte jeweils 2 Enden (Ecken der Decke) zusammen knoten? Oder lieber die Enden der Decke an der HM-Aufhängung befestigen, wie bei einem normalen UQ?Für die Aufhängung der Decke würde ich Dir das hier beschriebene Vorgehen empfehlen. Planenspanner (z.B.
) an die Ecken, starkes Gummiseil dran (je nach Gewicht der Decke, 5 mm mindestens) und dann zur HM-Aufhängung hin abspannen. Alternativ könntest Du auch versuchen, die Gummiseile an den Ecken festzubinden, könnte funktionieren. Auf keinen Fall über der HM zusammenbinden, das ält nie und drückt stark von der Seite.Bezüglich der Bewegung in der HM über Nacht habe ich auch schon nachgedacht. Viele sagen ja sie wachen wieder auf, wie sie eingeschlafen sind und werten das als positiv. Ist es wirklich positiv? Oder bedeutet es vielleicht auch, dass man sich unterbewusst nicht traut, sich so viel zu bewegen oder nicht genügend Bewegungsfreiheit hat? Genau so gut kann es natürlich auch bedeuten, dass der Körper tatsächlich in einer guten Haltung ist und keine Bewegung/Veränderung der Haltung erforderlich ist. Da bin ich mir nicht ganz so sicher.
Ein gutes Indiz dafür, dass es bei dir tatsächlich positiv ist, ist natürlich, dass du dich morgens fit und ausgeschlafen fühlst. So lange das auch bei längerer Schlafdauer nicht der Fall ist, sollte man wohl experimentieren, weil irgendwas dann noch nicht ganz 100%ig ist und einen erholsamen Schlaf verhindert.Ich glaube, dass die Lageänderungen in der Nacht hauptsächlich aufgrund von "Druckstellen" geschehen. Der Körper verhindert dadurch lokale Unterdruchblutungen und damit einhergehende Gewebeschäden. Diese Druckstellen entstehen in der Hängematte weniger leicht, weil der Stoff sich viel besser den Körperkonturen anpasst und sich die Kräfte damit gleichmäßiger verteilen. So zumindest meine Theorie. Nebenbei bemerkt, ich habe einen Freund, der seit vielen Jahren in einem Wasserbett schläft, der berichtet vom gleichen Phänomen.
-
Ach ja: und werd die Isomatte los! Häng dir z.B. eine Wolldecke drunter. Das ist deutlich bequemer. Solltest Du hierzu Fragen haben, immer her damit.
-
Ich habe exakt das gleiche Gefühl wenn der Hängemattenstoff zu dehnbar ist. Dann wache ich auf und habe das dringende Bedürfnis mich auszustrecken.
Das kann ich absolut bestätigen. Allerdings ist die TTTM meiner Meinung nach eine sehr bequeme HM, der Stoff ist genau richtig. Bisschen Dehnung, aber nicht zu viel. Das sollte also in diesem Fall eher nicht das Problem sein.
In der HM zu schlafen hat sehr viel mit Gewohnheit zu tun. Wir haben jahrelange Erfahrung damit, in Betten zu schlafen, aber eine HM funktioniert ein bisschen anders.
Gib dir vielleicht einfach ein bisschen Zeit, um dich an die neue Situation anzupassen. Nichts erzwingen, einfach immer wieder probieren. Irgendwann wirst du herausfinden, was für dich gut funktioniert.
Oder du kommst irgendwann zu dem Schluss, dass das nichts für dich ist.
Für mich persönlich ist die HM deutlich bequemer als ein Bett. Ich leg mich rein, schlaf schnell ein und wache am nächsten Morgen erholt auf. In der Nacht bewege ich mich praktisch nicht und wache meist in der gleichen Position auf, in der ich eingeschlafen bin. Im Bett war das nie der Fall. Sehr faszinierend.
-
Hat sich alles erledigt. Der Quilt ist fertig! Gestern vier Stunden Zuschnitt und Markieren, heute sechs Stunden Nähen und Füllen. Nur die Kanten muss ich noch einfassen, das mach ich am Samstag - vorher hab ich keine Zeit. Sobald das erledigt ist gibt's auch Fotos.
-
Da sich die Näharbeiten langsam dem Ende nähern, mache ich mir derzeit Gedanken, wie ich die Daune in den Stoff bekomme. Nachdem ich das letzte Mal mit der Staubsaugertechnik gearbeitet habe, mich das aber nicht ünerzeugt hat, würde ich es dieses Mal gerne nur mit einem Plastikrohr bewaffnet versuchen. Ich erinnere mich an eine Video, auf dem man sieht, wie es bei Hammockgear gemacht wird. Das wurde hier im Forum mal gepostet.
Aber wo nur? Ich kann's nicht finden. Würde mir vielleicht jeamnd auf die Sprünge helfen? Wäre nett.
Hab's wieder gefunden: Hammockgear - The New Guy
-
Da sich die Näharbeiten langsam dem Ende nähern, mache ich mir derzeit Gedanken, wie ich die Daune in den Stoff bekomme. Nachdem ich das letzte Mal mit der Staubsaugertechnik gearbeitet habe, mich das aber nicht ünerzeugt hat, würde ich es dieses Mal gerne nur mit einem Plastikrohr bewaffnet versuchen. Ich erinnere mich an eine Video, auf dem man sieht, wie es bei Hammockgear gemacht wird. Das wurde hier im Forum mal gepostet.
Aber wo nur? Ich kann's nicht finden. Würde mir vielleicht jeamnd auf die Sprünge helfen? Wäre nett.
-
Ich habe gerade festgestellt, dass die Underquilt-Rechner auf HFs für die äußere Hülle alle um die 22% mehr Breite angeben als für die innere. Ich hatte ja beim Wooki etwa 13,5% gemessen. Ich frage mich nun, ob bei den 22,5% vielleicht die seitlichen Wände der äußeren Kammern dabei sind. Kann mir jemand von Euch dazu etwas sagen? Der Thread zu den Underquilt-Rechnern ist so ewig lang, dass ich den unmöglich ganz durchlesen kann. Vielleicht hat sich ja jemand von Euch schonmal die Frage gestellt und eine Antwort darauf gefunden bzw. bekommen.
Lieber echinotrix,
wenn Du Dir den Rechner mal ein bisschen anschaust, wirst Du bemerken, dass in der Formel zur Berechnung der Breite der äußeren Hülle "2*Kammerhöhe" in der Summe auftaucht. Recherchiere das nächste mal besser, bevor Du einen Post machst und uns unsere Zeit stiehlst.
-
Ich habe gerade festgestellt, dass die Underquilt-Rechner auf HFs für die äußere Hülle alle um die 22% mehr Breite angeben als für die innere. Ich hatte ja beim Wooki etwa 13,5% gemessen. Ich frage mich nun, ob bei den 22,5% vielleicht die seitlichen Wände der äußeren Kammern dabei sind. Kann mir jemand von Euch dazu etwas sagen? Der Thread zu den Underquilt-Rechnern ist so ewig lang, dass ich den unmöglich ganz durchlesen kann. Vielleicht hat sich ja jemand von Euch schonmal die Frage gestellt und eine Antwort darauf gefunden bzw. bekommen.
-
Das könnte dann bedeuten, dass die Dauenen sich tendentiell einigermassen gleichmässig im ganzen Quilt verteilen, was durchaus begrüssenswert wäre. Nur die Schwerkraft würde ein leichtes Wandern begünstigen - beim Underquilt glücklicherweise dorthin, wo man die Isolation auch braucht.
Ja, so sehe ich das auch. Die Schwerkraft ist unser Freund. Wenn dann der "Druck" in den inneren (=unteren) Kammern steigt, dann wird die Umverteilung aufhören. Eigentlich wie in einer osmotischen Zelle. Thermodynamik mit Daunen, sozusagen.
-
Nimm lieber die Höhe vom Burrow. Wie gesagt: Warbonnet ist etwas geizig mit der Höhe. Wenn alle anderen Hersteller 0.5" mehr verwenden, dann ist da mit Sicherheit etwas dran. Ich war von der Performance des 20° Wookis jedenfalls enttäuscht. Mein 20° Incubator ist meiner Meinung nach deutlich wärmer.
Danke für den Tipp, werde ihm folgen. Auch werde ich die Daunenmenge nochmal etwas erhöhen, der Quilt sollte auch für den frühen Frühling und den späten Herbst genug Reserven haben. Für den Hochsommer hab ich mein KAQ-Synthetik-Set. Für den echten Winter staple ich dann.