Beiträge von echinotrix

    Da mir bisher kein einziges Umweltlabel bekannt ist, das nicht in irgendeiner Art umstritten ist, stehe ich dem Thema sehr skeptisch gegenüber.

    Offizielle Regelunge sind natürlich wichtig, aber natürlich gibt's immer schwarze Schafe oder bürokratische Winkelzüge, die sowas aufweichen.

    Das beste ist, wenn man den Produzenten kennt. Wie bei Gürteln aus dem Odenwald zum Beispiel. ;)

    Wenn man die Produktionsstätten besuchen kann ist auch gut. Da schau ich bei Lebensmitteln drauf. War schonmal auf der Putenfarm, die bei uns immer auf dem Wochenmarkt verkauft. Seitdem schmeckt's noch besser.

    Die Belastung direkt auf dem Brommel ist sicher weniger robust.

    Es ging mir nicht um den Knoten / Brommel, sondern um die gespleisste Daisy Chain. Der Schwachpunkt dort ist der Punkt, an dem die beiden Seile zusammen laufen. Bei einer Endschlaufe laufen die Seile wie cx zusammen, wobei Zug auf das c ausgeübt wird. Bei der Daisy Chain laufen die Seile wie xxx zusammen. Bei zwei zur Daisy Chain vernähten Gurten reisst dort die Naht auf, weil die Belastung nicht mehr auf dem Gurt sondern auf der Naht ist. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei zwei verspleissten Seilen ähnlich ist.

    Soweit reden wir gar nicht aneinander vorbei, glaube ich. Ich meinte das, was Du meinst.

    Mit "Belastung auf dem Brummel" meinte ich die Daisy Chain Spleiße, nicht die Schlaufe. Wenn da "von oben her" Belastung drauf kommt, ist das sicher nicht so stabil, wie wenn ein mit einem Brummel Lock hergestellter Augspleiß in der Schlaufe belastet wird. Versteht man das jetzt?

    Die Frage ist jetzt, übt der Knoten einen ähnlichen Zug wie ein Karabiner aus, oder verteilt er ihn besser? Wenn in dem System etwas versagt, würde ich darauf tippen dass entweder der Knoten aus der Daisy Chain rutscht, oder sich die Daisy Chain splittet.

    Ich würde auf letzteres Tippen. Wenn der Zug zunimmt, dann steigen die tangentialen Kräfte und der Knoten kann zunehmend schwerer rausrutschen. In der Theorie, zumindest.

    Irgendwer hier im Forum hatte doch eine Zugbank, wenn ich mich recht erinnere. Wer war denn das? Bitte melden!

    Außerordentlichen Respekt, [USER="14"]Mittagsfrost[/USER], dass Du solche Nahtbilder veröffentlichst. Das zeugt von großem Mut. Wir alle anderen hier, die eine Nähmaschine besitzen, haben natürlich von Anfang immer nur perfekte Nähte gemacht, und können sowas deshalb leider nie zeigen. Aber Du bist anders. Du stichst einfach drauf los, und schämst Dich nicht dafür. Mein Held!

    Würde übrigens etwas dagegen sprechen, den Knoten an der Hängematte zu befestigen und die Hängematte direkt einzuhängen? Oder wäre die Belastung für die Schlaufen zu groß?

    Die Idee ist GENIAL! Sowas wie einen Dogbone mit Knoten am Ende.

    Ich mach das so bei meiner Aufhängung. Ist zwar eine UCR, aber die Verbindung zwischen HM und Baumseil ist eben mit Loop und Knoten (in diesem Fall der oben von [USER="153"]Waldläufer70[/USER] angesprochene Stopperknoten des Improved Soft Shackles. Schau mal hier.
    Ich häng da seit über einem Jahr dran, ohne nennenswerte Materialbanutzungen und immer mit einem guten Gefühl.
    Ich hoffe, ich habe Euch nicht falsch verstanden.

    Ich hab eins gemacht. Hat gut geklappt, Silpoly lässt sich schön nähen. Seidenpapier unterlegen macht's noch einfacher. Die Umschlagsäume an den Kettenlinien nerven natürlich trotzdem. Da hab ich bisher immer einfach ohne Stecken gearbeitet, das mach ich beim nächsten Mal aber nicht mehr. Der Aufwand lohnt sich definitiv, sonst kriegt man immer irgendwann starke Falten. Macht im Grunde nichts, sieht aber auch nicht gut aus.
    Die Ridgeline hab ich á la Warbonnet gemacht, die Tie Outs ebenfalls. Pull Outs hatte ich vor zu kleben, bin dann aber nicht mehr dazu gekmmen, weil ich das Tarp vorher verkauft hatte. Ich sehe für mich keinen Bedarf an Türen.

    Schau mal hier.

    Hmm, ich würde ja echt gerne die Fotos im Eröffnungsport sehen, bekomme aber nur Links angezeigt, und die sind auch noch tot.

    Geht das noch jemandem so? Dachte vorhin, dass das am Handy liegt, aber jetzt bin ich auf'm Laptop und es ist auch hier so.

    Ja, sie sind wirklich sehr leicht realisierbar. Ich habe sie am Abend vor meiner Abreise nach Südfrankreich genäht. War damals ein spontaner Einfall. Es hat nicht lange gedauert, sie zu machen. Vom Entschluss bis zum fertigen Exemplar vielleicht zwei bis drei Stunden, weil ich mir ja fortzu Gedanken machen musste und am Schluss auch noch ein zweites Mal sorgfältig dem Rand entlang genäht habe (französische Naht). Das ist sicher nicht unbedingt nötig, erhöht aber sicher die Stabilität.

    Der erwähnte Freund aus Frankreich hat mir auch diesen Link geschicht: Das sind ebenfalls recht leicht selbst herzustellende "MYOG Rain Mitts", also selbst gemachte "Regenfäustlinge".

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: resized_MYOG Rain Mitts.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 237,9 KB ID: 37385","data-align":"none","data-attachmentid":"37385","data-size":"medium"}[/ATTACH] Foto aus dem oben verlinkten PDF

    Die Anleitung stammt von Steve, keine Ahnung, wer er ist. Hier die Website mit noch ein paar weiteren Projekten drauf: Excel-Tabelle für eine Kettenlinie, Anleitung für den Selbstbau einer Tasche für den Hüftgurt eines Rucksacks, etc.

    Die hab ich mal gemacht, istnicht schwer. Haben gute Dienste geleistet, dann hab ich aber einen verloren.
    Die Pogies find ich gut, vor allem, dass man schnell die Finger frei hat. Werd ich diesen Winter mal ausprobieren.

    Mal ohne Ernst - zu steppen brauche ich da nichts mehr oder? Aus dem leichtesten verfügbaren Stoff die Hängematte nachbauen (minus ein paar Prozentchen an jeder Seite) und dann mit was winddichtem das Vlies in der richtigen Größe/Position unter die erste Lage nähen - richtig?

    Gibt es für das Vorhaben eine Materialempfehlung?

    Schau mal hier und hier.

    Ggf noch einen Wärmekragen drumherum ( Apex doppellagig?)

    Bei Wooki-Design kannst Du Dir den Wärmekragen sparen, weil es keine Luftlöcher gibt.

    Die 860er Daune von extremtextil ist zwar deutlich teurer ,aber dafür hochwertiger und (vielleicht) sozioökonomisch weniger bedenklich. Sie kostet auf's Pfund hochgerechnet etwa 123,- Euro, wenn man noch die größere Bauschkraft reinrechnet sind's etwa 114,- Euro. Ich würde die nehmen.

    Für +5 Grad Komfort könntest Du eigentlich gleich auf die Daune verzichten. Das geht mit Apex locker. Ich hab meinen Synthetikunderquilt mit einer Lage 4oz Apex gemacht, der geht für mich gut bis 10°C, wiegt 600 g. Mit 6oz Apex würd's wahrscheinlich dem entsprechen, was Du gerne hättest - vorrausgesetzt Du bist durchschnittlich wärmebedürftig, so wie ich. Die Daune wegzulassen würde das Projekt halt deutlich weniger aufwendig und auch günstiger machen. Und wenn's unbedingt Daune sein sollt, dann würd ich nicht noch zusätzlich Apex reinbasteln. Macht's nur unnötig kompliziert. Oder hast Du einen speziellen Grund dafür, einen Hybridquilt zu bauen? Den einzigen Vorteil sehe ich darin, dass Kondenswasser im Apex entsteht und die Daune dadurch etwas weniger feucht wird. Wäre für mich aber kein ausreichender Grund.

    Meine Meinung.

    Gefällt mir an einem ansprechenden Frauenbein zwar deutlich besser aber die Lösung ist bis auf die "wahrscheinlich" kurze Haltbarkeit gar nicht so schlecht! Kannst ja mal berichten wie lange die sexy snake skin gehalten hat. :)

    Also ich habe seit 1,5 Jahren eine auseinandergeschnittene Strumpfhose im Gebrauch. Die hat bisher zuverlässig Ihren Dienst geleistet, jetzt ist sie aber am Ende. Die Löcher sind mittlerweile so groß, dass das Tarp nicht mehr richtig gehalten wird. Es hat etwa 80 Mal Auf- und Abbauen überstanden.

    Hallo [USER="4232"]Siebenschläfer[/USER],

    (i) zur Länge: 360 cm bei 190 cm Körpergröße ist gut, würd ich sagen. Ich bin 180 cm und mach meine HMs mittlerweile 350 cm lang (11,5').
    (ii) zum Garn: Ich nähe Alles mit Gütermann Allesnäher. Passt irgendwie, schon vom Namen her. Außer für Tarps, da nehm ich Rasant Corespun von Extex. Du kannst aber natürlich beliebig professioneller werden. Dazu gibt's hier einige Experten (z.B [USER="46"]TreeGirl[/USER] oder [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER]). Solange keine großen Kräfte wirken, ist das Garn ziemlich egal. Damit wären wir bei Punkt
    (iii) dem Whipping: Du hast ja anscheinend vor, die Matte direkt am Tunnel aufzuhängen. Das ist einfach und hat sich bewährt. Allerdings ist hier der Nachteil, dass große Kräfte auf die Nähte wirken. Als Alternative kann ich das sogenannte Warbonnet-Whipping empfehlen. Hier wird der Tunnel nur verwendet, um einen Knubbel am Ende der Stoffbahn zu erzeugen. Dann wird direkt darunter ein Stück Seil um die HM geschlungen, an dem diese dann aufgehangen wird. Dadurch wird der Stoff sehr gleichmäßig belastet und die Festigkeit der Nähte spielt keine Rolle. Du könntest also auch mit Billiggarn aus'm Ein-Euro-Shop nähen (wenn Du Spaß am Einfädeln hast). Auch für das Whipping kannst Du ein beliebiges Stück Schnur verwenden, geht selbst mit Paketschnur.
    (iv) zur Aufhängung: Du hast geschrieben, dass Du Dyneema gekauft hast. Achtung, das kann man nur sehr eingeschränkt knoten! Schau mal ein paar Videos zum Spleißen von Whoopie-Slings, gibt's haufenweise auch Youtube (hier). Macht tierisch Spaß und ist eigentlich ganz einfach. So richtig toll wird Dyneema erst, wenn man's spleisst.
    (v) zum Packsack: kein Packsack ist auch eine Lösung! Ich stopf die HM einfach in meinen Rucksackliner (belgische Müllsack, vergleichbar

    ) rein. Erst der Topquilt, dann die HM und Underquilt (die sind relativ fest miteinander verbunden), dann den Sack mit den Nachtklamotten (falls vorhanden). Dann den Packliner schön zusammendrücken, oben einrollen oder überschlagen, und das ganze wasserfeste Zeugs oben drauf (Tarp, Kochset, Essenssack, Regenklamotten, wasserfester Hygienebeutel, wasserfester Elektornikbeutel).

    Schönen Gruß,
    Roland