Moin,
Ich habe zwar noch kein "Bikepacking" im November gemacht, war aber insgesamt etwas über 8 Jahre mit dem Fahrrad auch in kälteren Regionen auf Reisen (da hieß das noch Radwandern oder Radreisen😊)
Falls du in Europa bleiben und es möglichst warm und trocken haben möchtest bleibt eigentlich nur der Mittelmeerraum übrig.
Auf längeren Radreisen egal wohin gibt es wohl immerwieder Momente wo man sich fragt was man da eigentlich macht........... zumindest war das bei mir so. Ich habe Unterwegs dann auch schon mal aus Verzweiflung in meine Packtaschen getreten (zum Glück haben das die guten Ortlieb Taschen ohne Schaden zu nehmen überstanden 
).
In solchen Momenten hatte ich dann 2 Möglichkeiten...... entweder dort sitzen bleiben, rumheulen und sterben oder aufstehen und weiter fahren bzw schieben. Insgesamt gab es auf meinen Touren aber viel mehr gute und sehr schöne Tage auf dem Fahrrad so dass ich längere Radtouren unbedingt empfehlen kann 
Am Anfang hatte ich viel zu viel Zeug mit,vor allem Werkzeug und Ersatzteile, die ich unterwegs nie gebraucht habe.......also habe ich davon immer weniger mitgenommen. Sehr hilfreich ist ein gutes robustes Fahrrad und möglichst gute Kenntnisse wie man zur Not auch mal etwas improvisiert reparieren kann.
Innerhalb Europas, vor allem in den Fahrrad begeisterten Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien ist es nicht schwierig mal ein Ersatzteil zukaufen oder etwas in einer Werkstatt reparieren zu lassen. Auch kann man sich heutzutage zur Not auch unkompliziert mal ein Ersatzteil von Zuhause schicken lassen.
Die körperlichen und mentalen Fähigkeiten wuchsen bei mir mit der Zeit und viele Dinge vor denen man vor der Reise Angst hatte wurden nach einer Weile zur Routine.
Der wichtigste Tipp ist somit wohl: machen und losfahren 😉 ich kenne ein paar Leute die Ellenlang bis ins kleinste geplant haben aber dann nie losgefahren sind. Ob längere "Bikepacking" Touren etwas für dich sind kannst du nur unterwegs erfahren .........
Meistens habe ich mir keine festen Tagesziele gesetzt und bin so gefahren wie ich Lust hatte. Wenn ich z.B. mal schon am Vormittag, nach erst wenigen Kilometern, einen richtig tollen Platz vielleicht an einem schönen See o.ä. gefunden habe, dann bin ich halt dort geblieben und habe den tollen Platz und die Pause vom Radeln genossen. Entspannt und ohne Zeitdruck ein Tagesziel unbedingt erreichen zu wollen radelt es sich m.E.n. viel angenehmer........
Sehr wichtig fand ich unterwegs immer gut zu schlafen und gut zu essen. Gut zu schlafen hast du mit einer passenden Hm ja dann schonmal aus dem Kopf 🙂👍
Gruß von der Ostsee