Beiträge von Meldaro

    Es gibt wunderbar warm leuchtende LED-Ketten, die ggf sogar ein Feuerflackern etwas imitieren. Die laufen oft sogar ewig auf Knopfzelle oder bei mir auf AA-Batterien/Akkus. Die geben, wenn man sie unter dem Tarp hat einen sanften leichten Schein, der meist reicht um Silhouetten zu erkennen wie Leinen, Becher, Stühle, Rücksäcke etc.

    Ansonsten mache ich meist sogar gar kein externes Licht an, sondern bewege mich im Dunkeln oder sehr oft im kleinen Feuerschein, da die kleine Feuerbox noch immer das beste Flair hat. Man muss nur mehr auf Sicherheit achten und das ist im Hochsommer nunmal raus. Aber da ists ja auch länger hell, da wünscht man sich das Feuer mehr gegen die Mücken.

    Ich möchte Beichte ablegen, ich bin gestern und heute der Hängematte fremdgegangen und habe mit einem Freund klassisch bündisch getippelt. Die ganz Aktion wurde ab 21:30 Uhr am Dienstag spontan geplant und hat nach Anreise am Mittwoch um 12 Uhr gestartet. Das Tal der Wilden Endert hinauf, auf dünnen Pfaden vorbei an schnuckeligen, alten Mühlen. Rüber zu einem anderen Tal, dort oberhalb am Waldrand geschlafen und dann den Moselsteig zwischen Klotten und Cochem wieder zurück.



    (Es gab aber einen Ort, relativ früh in der Tour, mitten im Endert-Tal, bei dem wäre ein absoluter Traumspot für die Hängematte gewesen. Den behalte ich mal im Kopf, bzw habe ihn mir markiert - In der Innenkurve bei der Thönnesgensmühle)

    Da es an anderer Stelle hier im Forum gerade Thema ist. Alle Nähte an Tarps von Need for Trees sind versiegelt. Ich hatte jetzt schon teils sehr regnerische Abende, Nächte oder ganze verlängerte Wochenenden mit Sturmböen... alles Trocken, alles Heile und das bei bis zu 90km/h Sturmböen im Inland. Das kenn wahrscheinlich sonst nur wuppitom am Strand.

    Falls wer mit seinen Tarps etwas anderes Erfahren hat, gerne melden.

    Ich hab das 3x3m Tarp von denen. Es ist dicht, es kann Belastung ab. Ich hab es oft in Diamantform verwendet. Der Stoff dehnt sich, die Saumkanten nicht. Daher schlägt es an der Ridgeline falten. Als A-Frame funktioniert es aber gut, da dann die Ridgeline mit der Längsnaht in der Mitte verläuft. Nachteil ist, dass sie echt wenige Abspannpunkte hat, für den Fall, dass man mal was anderes als A-Frame bauen will.

    Also zu den Stützen kann ich dich zu einem Zweibein ermutigen, welches gut mit einem 30cm Hering an einem (Kunst-)Hanfseil abgespannt wird. Drei halbe Schläge, wie mans kennt. Der Herin muss bis auf Anschlag im Boden sein, sonst zieht dir der Hebel den Hering aus dem Boden. Bei mir hats aber bis 160kg gehalten (zwei Personen). Entweder du besorgst dir Fichtenstangen selbst im Wald oder schnappst dir Zaunpfähle aus dem Baumarkt. Letztere sind aber oft hässlich mit dem grünen Zeug Kesseldruckimprägniert.

    Hier wird dann auch der Sinn der Ridgeline (RL) klar. Gemütlich in der Gathered End Hängematte liegt man, wenn man diagonal drin liegt. Dafür darf sie nicht voll auf Zug gespannt sein. Die RL sorgt dafür, dass die Hängematte selbst immer den perfekten Durchhang hat. Bezüglich der RL-Länge hat sich circa 83% der Länge der Hängematte etabliert.


    Um das Tarp hoch hängen zu haben macht ebenfalls ein Seil sinn. Wenns nen Baumwolltarp ist, dann bestimmt auch (Kunst-)Hanf. Eine Stange würde bestimmt zu lang werden, es sei denn nur hast eine Bastelei zum Zusammenstecken, die seitliche Belastung abkann. Das Fragezeichen unten bezüglich Abstand Baum-Zweibein wird dann durch das Tarp definiert, das das ja länger als die Hängematte sein sollte. Ich vermute du wirst da circa bei 4m landen.


    Stabhängematten haben sich zum Schlafen scheinbar nicht wirklich durchgesetzt, vermutlich wegen der instabilen Liegeposition. Nah dran sind Brückenhängematten, die den Schwerpunkt unterhalb des Drehpunktes der Aufhängung haben und dadurch weniger Kippgefahr haben.

    Bezüglich Isolierung habe ich recht oft im Sommer nur eine dicke Wolldecke wie die von der Bundeswehr längs gefaltet unter mich gelegt. Dann kam ich ohne Underquilt zurecht. Mit Fell würde ich sagen, dass man da locker bis 15°C nachts warm bleibt.

    Der Stoff in sich ist zwar wärmer als simples RipstopNylon aber nicht ausreichend um darin zu Schlafen. Genauso ist es mit dem Fell. Es ist angenehm und erst dann gut für ausgedehntes Hängen am Tage, aber für die Nacht nehme ich einen klassischen Underquilt dazu.

    Moin!

    Ich kann dein Wunsch nach Rustikalem nachvollziehen. Da es hier ein Vorstellungsfaden ist, mach doch mal einen passenden Faden auf. rustikal und schwer ist hier eher selten vertreten, aber es wird sich vielleicht was finden. Das mit dem Seil geht bspw locker klar. Kann aber gut sein, dass deine Beste Idee sein wird, selbst die Nähmaschine anzuwerfen.

    Ich lasse nur mal als Inspiration diesen Faden da.

    ja

    Also ja, sie werden trotzdem nur an einem Punkt an Kopf und Fußende festgemacht, klassischerweise ein Baum. Es sind keine vier Bäume nötig. Da war ich ungenau in der Ausdrucksweise, sorry.


    Falls aber gemeint ist, dass man sie zusammenführt und an einem Strang bis zum Baum führt, so soll das angeblich möglich sein, jedoch massiv an Gewackel zunehmen. Das soll am Fußende weniger problematisch sein, als am Kopfende. Wenn man sie zu einer Schnur zusammenführt soll man drauf achten, dass ein Gleichzeitiges Dreieck entsteht

    Zwischen Versand und Ankunft lagen bei mir bisher 4-7 Tage. Bei Custom Herstellung kann es unterschiedlich lang dauern, bis es in den Versand geht, ich würde mal sagen maximal 2 Wochen, aber ich hab das Gefühl der Andrang steigt bei ihm und es ist noch sein Nebenerwerb. Etwas Geduld würde ich ihm zugestehen

    Ich werfe als jemand, der keine Ahnung von Bridge Hammocks hat die Crystal von Onewind in die Diskussion. Auf dem Harz Häng gab es sowohl die Ridgerunner, als auch die Crystal.


    120€ sind schon mal Recht preisgünstig, wie man es von Onewind kennt. Sie besteht im Körper aus Monofill und oben ist sie Mesh, damit trotzdem Wind durchkommt. Sie ist bald 20cm breiter als die Ridgerunner und wird nicht schmaler im Hüftbereich, was mir als stabile Seitenlagen Schläfer in der Ridgerunner sofort aufgefallen ist.


    Dafür ist sie Recht schwer, weil sie durch die zusätzliche Breite eine andere Aufhängung braucht, es wird quasi jede Ecke individuell aufgehangen. Der Lynx passt mit einer kleinen Verlängerung drunter und Onewind arbeitet wohl gerade am passenden UQ.


    Ansonsten hat sie auch eine große Tasche am Kopfende, so wie die Ridgerunner auch.

    Nach dem Harz Häng kann ich sagen, dass sich der 40D Stoff von NfT bei anderen Herstellern wie Khibu, Warbonnet oder Dutch einreiht. Ich merke da keinen Unterschied bezüglich Dehnung zwischen den Stoffen, nur Unterschiede in der Haptik auf der Haut. Da könnte ich aber keine Skala aufmachen. Die sind unterschiedlich, aber keiner schlechter als der Andere.

    Sicherheitshalber: immer als Humor nehmen, wenn hier gegen Boden-Setups geschossen wird. Pssst, ich liege auch oft auf dem Boden, sobald ich mir den Schlafplatz mit anderen teile.

    Ich habe Erfahrung mit dem Moonquilt. Mir persönlich taugt er als Underquilt wirklich gut. Seine Komforttemperatur würde ich aber realistisch auf 10°C einschätzen. Ich nutze ihn noch recht oft, wenn ich mit Leuten losziehe, die noch keinen UQ besitzen zum verleihen. In einem guten Angebot bekommt man ihn wirklich preisgünstig. Natürlich kann man ihn bezüglich Volumen nicht mit Daune oder Apex vergleichen, aber er ist auf jeden Fall kein Trümmer.

    Die Schlafsack-Funktion habe ich nur ein Mal zuhause testgelegen, als er damals ankam. Ist halt ein Schlafsack, aber kein besonders dicker.

    Jetzt aber zu meinem Problem an der Idee. Er kann nur als eins von Beidem zeitgleich dienen. Entweder UQ oder Schlafsack. Solltest du auf dem Boden schlafen, hast du deine Isomatte und dann den Moonquilt. Alles fein. Schläfst du dann in der Hängematte, hast du den Moonquilt wieder als Schlafsack und die Isomatte in der Hängematte. Ich nenne das vorsichtig ungünstig. Oder du hast den Moonquilt als UQ und für oben zum Isolieren..... eine Isomatte?

    So oder so müsstest du also einen weiteren Schlafsack mitnehmen und damit ist die Doppelfunktion des Moonquilts obsolet.


    Vielleicht ist dann eine 90° Hängematte wie die CrossHammock aus Deutschland oder Amok Draumr aus Norwegen eher etwas für dich. Die basieren auf Isomatten als Isolierung von unten. Genauso so manche Brückenhängematte, recht neu und hier (glaube ich) noch ungetestet wäre die Crystal Bridge Hammock von Onewind. Amok XL sollte für die Körpergröße klar gehen, bei den anderen, müsste man da explizit nachsehen. Wobei dir Cross Hammock bei seinem Produkt auch persönlich antworten kann.


    PS: Ich kann mich gerade auch nicht an die Größe des Moonquilts erinnern, aber ich hab ihn nicht als außergewöhnlich lang in Erinnerung. Nicht, dass du dann im Schlafsack bist und er grad noch die Nippel bedeckt. ^^

    Ich glaube aus dem ursprünglichen Beitrag war nicht herauszulesen, dass alles zusammengebaut in dem Sack Platz findet. Ich denke der verwendete Stoff ist dafür etwas "überdimensioniert" was seine Robustheit und somit das Volumen angeht, wenn es aber für deinen Zweck dient, ist es doch ein wunderbares Projekt!

    EIn schönes Projekt und eine optisch sehr schöne Umsetzung.

    Ich bin sehr froh um die XXL Snakeskin, die ich von NfT bekommen habe. Ich kann bei mir zuhause alles vorkonfigurieren, zusammenbauen (HM, TQ und UQ) und dann alles am Stück in eine Wurst verpacken. Die passt dann in den Rucksack und kann sehr schnell aufgebaut werden. Tarp drüber, Baumgurte befestigen, Snakeskin abziehen und schon steht alles.

    Hier hilft mir natürlich die Clew-Aufhängung, weil ich rein gar nix einstellen muss