Wir sind mit ähnlichen Gedanken wie BX.33 vom Samstag auf Sonntag losgezogen. Angesagt waren Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt (also auch keine Zecken!) - gemessen habe ich dann -2°C - und in der ersten Hälfte der Nacht etwas Schnee.
Als wir jedoch kurz nach dem Eindunkeln am Picknick-Platz ankamen, waren da tatsächlich schon zwei andere 😳. Die haben sich allerdings nur noch ihr Süppchen gekocht und Schoggibananen auf dem Feuer gemacht und sind dann nach Hause spaziert. Also konnten wir in Ruhe unsere Feuerkocher in Betrieb nehmen
und auf der Glut unserer Vorgänger die Würste braten und die Kartoffeln erhitzen.
Recht früh waren wir fertig mit dem kulinarischen Teil, und so machten wir uns an den architektonischen Teil. Da der Niederschlagsradar hartnäckig Schneeschauer ankündigte, quetschten wir so gut es ging zwei Hängematten unter ein Tarp. Für einen Landregen hätte das nicht gereicht, aber für ein bisschen Schnee hoffentlich schon.
Nach einem letzten Pinkelgang mit Aussicht
zogen wir uns auch schon vor 22 Uhr in unsere Kojen zurück. Weil ich ein guter Mensch missionarisch veranlagt bin, überliess ich meinem Begleiter mein bestes Material, während ich selbst mit der alten Amazonasmatte und dem Sommerunterquilt und einer zusätzlichen Isomatte in der Hängematte vorlieb nahm. Trotz dem eigentlich unschlafbaren Material döste ich sofort weg und erwachte erst um 03:30 zum ersten Mal, weil sich die Blase meldete. Zum Glück kann man sagen, denn geschneit hatte es nicht und stattdessen hatten sich die Wolken verzogen und der Vollmond war rausgekommen:
Anschliessend fand mein Körper mein Material doch nicht mehr so toll und ich hörte zuerst meinem Begleiter beim Schlafen zu und schlief dann selbst zu einem Podcast wieder ein, bis uns die Vögel weckten.
Es wird ja bereits früher wieder hell, allerdings war der Lagerplatz suboptimal bezüglich morgendlicher Besonnung. So mussten wir bis 8:15 Uhr warten, bis die Sonne kam. Die Zeit vertrieben wir uns mit kochen,
mehr kochen,
und uns für unseren tollen Lagerplatz beglückwünschen.
Weil ich noch zur Arbeit musste, und vorher noch bei einer Dusche vorbei wollte, machten wir uns um 8:45 Uhr wieder auf den Nachhauseweg, obwohl es mit der Sonne gerade angefangen hatte, angenehm zu werden.
Nach den beiden späten Schoggibananenkochern ist uns bis zu unserer Abfahrt tatsächlich niemand mehr begegnet, obwohl unser Biwakplatz recht zentral lag und keine 15min vom nächsten Parkplatz entfernt.