Beiträge von Schwarzwaldine

    So doof Krankheit ist (hatte einen äußerst komischen Infekt, ganz ohne Atemwegsbeeinträchtigung, "nur" Muskelverspannung, leichte Übelkeit zu Beginn und Matsch) und die Planung über den Haufen schmeißt - aber Genesungstage bringen wenigens den Vorteil, dass ich unerwartet etwas freie Zeit für kleine Nähprojekte übrig habe, weil kaum etwas anderes machbar ist mit dieser sehr verlangsamt um die Hirnwindungen kriechenden grauen Masse. Also habe ich mein 2x3m Myog-Rechteck-Tarp in ein Pentagon mit möglichst wenig Materialaufwand umgewandelt, d.h. an eine Kurzseite ein aus einem Laufmeter Ripstop-Nylon gestückeltes Dreieck angenäht. Leider gab es das damals verwendete Material bei Extex nicht mehr, jetzt hat es zwei Grüntöne. Zum Nähen war das neue Material aber durchaus leichter zu handhaben. Jetzt ist das Tarp 70 cm länger in der Firstlinie, was für die Banyan jetzt gut reichen sollte. Fotos gibt es aber noch nicht, das gute Stück liegt noch nach der Seamgrip-Behandlung auf dem Dachboden zum Trocknen. Es wiegt jetzt 335g, inklusive Abspannung.

    Und aus den Reststücken gab es noch Q&D-Mittens. :thumbup:Aber auch die trocknen noch.

    Wenn es möglichst vielseitig sein soll, ist eine offene Fußbox von Vorteil, weil der Quilt dann auch als Wärmedecke oder Poncho (dafür braucht es aber eine Kopföffnung) nutzbar ist. Die Liteway Sleeper Quilts haben so etwas und auch ich habe meinen Myog-Quilt mit Apex-Füllung mit einem Kopfschlitz genäht, das spart mir die Puffy.

    Um noch etwas in den Raum zu stellen: für feuchtkalte Nächte in der Bridge oder Crosshammock ist für mich die Kombi Daunenschlafsack plus Synthetikquilt unschlagbar. Gut eingemummelt im Schlafsack, der Quilt oben drüber fängt die Feuchtigkeit auf.



    und: ich liebäugle auch mit dem Grüezi Bag DownWool Quilt. Wie gesagt: den Wollschalfsack Survival liebe ich und ich habe auch den Eindruck, dass die Temperaturlimits bei Grüezi realisitsch sind. Aber für ein 5 Grad Topwquilt ist der mit seinen 750g ev. halt doch ein wenig schwer - oder was meint ihr?


    Danke für eure Inputs!

    Bei mir stimmen die Temperaturangaben für den Grüezi (sub zero, downwool) leider nicht, aber das ist gerade mein Problem (wechseljahrsbedingt). Was ich aber nicht sonderlich toll finde, ist, dass der Schlafsack deutlich schwerer und auch größer ist als angegeben. Finde ich ziemlich mäh.

    Genau so! :thumbup:Nur ohne Bier und Podcast.

    Das Essen kochen inkl. anbraten per Trangia auf dem Topfset ( https://trangia.se/en/shop/trangia-stove-25-21-ul-d/ ) fand ich angenehmer und stressfreier als in der Gusspfanne über dem Lagerfeuer. Auch das Wasser für den morgendlichen Kaffee klappt im Topf wirklich gut und schnell: anmachen, daraufstellen, aufkochen, ausmachen, fertig.

    So langsam merke ich, warum so viele gerne mit Spiritus kochen.

    Beim nächsten mal gehe ich dann wieder an die „kleine“ Birke, die ist nur 4 Meter weg :saint:

    :thumbup:Ich kombiniere ja gern im Herbst/Winter/Frühjahr (im Sommer ist es häufig zu trocken) einen leichten Spiritusbrenner mit dem Bushbuddy oder dem kleinen Pico. Am Abend gemütlich "Lagerfeuer" zum Kochen und morgens auf der schwarzen Biene unkompliziert Wasser heiß machen.

    Endlich mal ein Overnighter in der Hängematte im Herbst - und endlich wieder einer zu Fuß. Beide Achillessehnen hatten ja (mutmaßlich eine Corona-Folge, überlastet hatte ich vorher jedenfalls "dank" dieser Krankheit nicht) monatelang gezickt, jetzt wird es endlich besser und ich soll sogar Grenzen austesten. Mitte September waren zwei Kilometer zu Fuß schon einen Ticken zu viel, jetzt gingen 5,5 km mit Übernachtungsrucki fast problemlos. Dabei waren die Banyan, Faltmatte und Nordisk Ven als Isolation von unten und oben die Kombination Daunentüte und neu genähter Apex 167-Ponchoquilt. Letzterer hat sich gleich in der ersten Nacht bewährt, nach dem vielen Regen war der Waldboden maximal nass, im Moskitonetzbereich des Banyan-Covers hat es dementsprechend auf dem Quilt ordentlich kondensiert und im Stoffbereich dort. Nur mit Daune wäre es ungemütlich geworden, so war ich die ganze Nacht (Tiefsttemperatur laut App 5°) perfekt temperiert, habe fast die zehn Stunden in der Matte durchgepennt und konnte die Ponchofunktion des Quilts beim verspäteten Frühstück genießen (verspätet, weil ich die Streichhölzer verschnuddelt hatte und die sich erst beim Aufstehen durch zu Boden fallen bemerkbar machten ... :S).

    Abendessen gab es mit Bushbuddy-Feuer auf dem Grillplatz in der Nähe, inklusive Sonnenuntergang und Halbmond. :thumbup:


    Vielen Dank für diesen Fortsetzungsbericht und die Bilder, freue mich schon auf die nächste Runde. Und: könntest du mal deine selbstgesponnene und gestrickte Wollwäsche im MYOG-Bereich vorstellen? Nicht, dass ich das nachmachen wollte (ich habe aber immerhin schon mal Wolle für einen Wollpullover selbst gesponnen und den auch noch fertig gestrickt bekommen, aber das war in der guten alten Zeit, wo ich noch viieeel mehr Zeit hatte!), aber es würde mich sehr interessieren.

    Mein 90l -Schwerlastmonster, mit dem ich prima die Lasten aus der LKW- Zeit tragen konnte, stammt von Norheim, der skandinavischen Eigenmarke von Intersport, hierzulande als McKinley bekannt. Ich hatte echt Vorurteile bei der Anschaffung, aber beim Probetragen im Laden war er der bequemste und hat mich eben auch bei den Touren voll überzeugt, viel bequemer und auch noch etwas leichter als der kleinere Vorgänger von Deuter.

    Vielen Dank an euch, Sundance und Baumkind ! War tatsächlich die erste Folge, die ich angehört habe, aber der Titel hat mich interessiert. Den Bericht über die Reise habe ich auch gelesen, eine schöne Erinnerung. Anno 99 war ich ebenfalls 14 Tage lang rund um Jylland mit dem Rad unterwegs (war meine vierte Solotour). Damals aber noch mit Zelt, überwiegend auf Campingplätzen und den Naturlagerplätzen, im Verzeichnis waren aber auch die ersten Shelterplaetze drin. In der Nähe von Hirtshals habe ich mich dann getraut, in so einem Hasenstall zu übernachten und habe Baumklötze gestaunt, als sich das Gebäude in der Nähe, das als Toilette und Trinkwasserstelle angegeben war, als vollautomatisches Mühlenmuseum herausgestellt hat, das rund um die Uhr geöffnet hatte - völlig undenkbar in D! Das war damals meine erste Wildcampingnacht, der noch viele weitere folgen sollten und hoffentlich noch werden!

    Die berühmte Frage habe ich auch öfters gestellt bekommen und Mansplaining kenne ich natürlich auch. Aber unterm Strich überwiegen auch bei mir die echten Begegnungen und Hilfsangebote, die ich dann auch dankbar annehmen konnte - z.B. die Einladung zum Frühstück in Nordjylland oder zum Mittagessen mit Trockenraum für das klatschnasse Zelt und den anschließenden Transfer durch den nächsten Straßentunnel, der für Fahrräder verboten war.

    Auch ich kann mich Baumkinds Resümee nur anschließen: einfach machen!

    barfuß : Es soll ja auch Leute geben, die mehrere Hängematten haben, obwohl man doch nur in einer liegen kann ...

    Ich muss mal zählen: hier gibt es zwei Gaskocher, 2-3 Spirituskocher und 3 Hobos, den Atago und den Smoker nicht eingerechnet. Und das reicht gerade so aus! Die Töpfe dazu zähle ich schon gar nicht. 8o

    Die meisten Leute denen ich die Haven zeige wollen prinzipiell Eine haben, finden sie aber oft zu teuer. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht da ein vernünftiges Zelt + Isomatte + Tarp auch schnell mal 500€ kostet. Ich könnte mir daher vorstellen das Haven die schmale Original Haven nächstes Jahr durch ein günstiges "Einsteigermodell" ersetzen wird, wenn man bei Temu eine halbwegs funktionierend Kopie um bereits 50-70€ bekommt sollte es doch Haven für 300€ anbieten können?

    Nach der Logik müssten alle Markenhersteller ihre Produktion einstellen, schließlich gibt es so gut wie alles in China-Kopien ...